Brasilien: Bolsonaro bestreitet Vorwürfe von Lula nach Erstürmung des Kongresses

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Der ehemalige brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat den Sturm auf das Regierungsviertel in der Hauptstadt Brasília durch hunderte seiner Anhänger verurteilt. Auf Twitter schrieb Bolsonaro, es verstoße gegen die Regeln für friedliche Demonstrationen, öffentliche Gebäude zu plündern und in sie einzudringen. Vorwürfe von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, er habe die Angreifer zu dem Sturm ermutigt, wies er zurück.

An diesem Sonntag hatten Anhänger des rechtsextremistischen Ex-Präsidenten Bolsonaro den Kongress, den Präsidentschaftspalast und das Oberste Gericht in Brasilia erstürmt und verwüstet. Erst nach Stunden gelang es der Polizei, die Gebäude zu räumen. Nach Angaben brasilianischer Medien wurden mindestens 150 Bolsonaro-Anhänger festgenommen.

Bolsonaro hatte nach seiner Wahlniederlage Ende Oktober 2022 seine Anhänger zum Kampf gegen Präsident Lula aufgerufen. Dieser machte Bolsonaro nun für die Ausschreitungen in Brasília verantwortlich. Er bezeichnete Bolsonaro als “Völkermörder” und sprach von mehreren Reden, in denen er zu Aktionen wie dem Sturm auf das Regierungsviertel angestachelt habe. Die Verantwortung liege bei ihm und den Parteien, die ihn unterstützt haben.