Hilfe für Ukraine: Wenige Leopard 2, viele Komplikationen

Get real time updates directly on you device, subscribe now.

In der Debatte über eine Lieferung von Kampfpanzern für eine ukrainische Brigade demonstrierte die polnische Regierung am Montag, was sich mit einem Leopard 2 so alles anstellen lässt: Vorstoßen, die Stellung wechseln und sich auch einmal zurückziehen. Paweł Jabłoński, stellvertretender Außenminister seines Landes, sagte im öffentlich-rechtlichen Radio, sein Land ermutige andere Länder dazu, eine breite Koalition zu bilden, um die Panzer aus deutscher Produktion an die Ukraine zu übergeben. Das war der offensive Part. Jakub Kumoch, Sicherheitsberater von Präsident Andrzej Duda, kümmerte sich ums Ausweichen und Verteidigen, indem er Polens Engagement an Bedingungen knüpfte. „Die Sache ist im Fluss“, sagte er dem Sender Radio Zet.

Gerhard Gnauck

Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

Hans-Christian Rößler

Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

Zunächst einmal müsse man herausfinden, was die westlichen Verbündeten tun würden. Berichte, wonach Polen hunderte oder sogar alle seine Leopard-Kampfpanzer der Ukraine überlassen wolle, seien aber „Desinformation.“ Sollte Polen sich dafür entscheiden, gehe es allenfalls um „ein paar oder ein Dutzend Stück“ des Leopard, der nicht nur in Polen das Rückgrat der eigenen Panzertruppe bildet.

Source: faz.net