Aktivisten der „Letzten Generation“ unterbrechen Verkehrsgerichtstag

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Aktivisten der Bewegung „Letzte Generation“ haben nach eigenen Angaben am Samstag die Abschlussveranstaltung des 61. Verkehrsgerichtstages in Goslar unterbrochen. Sie stiegen mit einem Banner auf die Bühne, wie eine Sprecherin mitteilte. Dabei habe die Aktivistin Maria Hess die in Goslar tagenden Experten für Verkehrsrecht und Verkehrssicherheit aufgefordert, bei all ihren Gesprächen und Entscheidungen auch den Klimaschutz mitzudenken.

Hess sagte: „Auch Sie sind Teil dieser Gesellschaft, die in die Klimakatastrophe rast. Nutzen Sie ihren Einfluss auf die Politik!“ Sie fügte den Angaben zufolge hinzu: „Fordern Sie den Verkehrsminister auf, für Autobahnen, Landstraßen und Ortschaften Tempolimits zu erlassen. Fordern Sie die Politik auf, den Autoverkehr einzudämmen. Fordern sie eine echte Verkehrswende!“ In den sozialen Netzwerken kursierte ein entsprechendes Video.

Stau auf Kölner Straßen wegen Aktivisten

Zuletzt hatten sich Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ auf einer Hauptverkehrsstraße in Köln festgeklebt. Die Polizei benötigte etwa eineinhalb Stunden, um die beiden loszubekommen und die Straße zu räumen. Es sei zu einem längeren Verkehrsstau gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Die Personalien der fünf Beteiligten seien aufgenommen worden. Zwei von ihnen hatten sich demnach festgeklebt, die anderen drei saßen auf der Straße. Vor dem Eintreffen der Polizei versuchten zwei Autofahrer selbstständig, die Aktivisten von der Straße zu ziehen.

Der Deutsche Verkehrsgerichtstag ist ein international beachtetes Forum zur Sicherheit im Straßenverkehr. Seine Empfehlungen werden häufig in der Politik bei der Gestaltung von Gesetzen und Vorschriften berücksichtigt. Zu den Teilnehmern der seit 1963 stattfindenden Konferenz gehören Juristen und Experten für Verkehrsrecht, Verkehrssicherheit, Fahrzeugtechnik und Verkehrstechnik. Ausrichter ist der Verein „Deutscher Verkehrsgerichtstag – Deutsche Akademie für Verkehrswissenschaft“ mit Sitz in Hamburg.

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Source: welt.de