Jerusalem: Verletzte durch erneuten Angriff nahe Jerusalemer Altstadt

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Einen Tag nach dem Angriff in der Nähe einer Synagoge in Ostjerusalem sind bei einem weiteren Schusswaffenangriff nahe der Jerusalemer Altstadt zwei Menschen verletzt worden. Ein Schütze habe am Vormittag das Feuer eröffnet, hieß es. Der öffentlich-rechtliche Sender Kan berichtet, der Angreifer sei erst 13 Jahre alt gewesen. Die Polizei geht von Terror aus.

Laut Sanitätern des Magen-David-Adom-Rettungsdienstes handelt es sich bei den Verletzten um einen 22-Jährigen und einen 45 Jahre alten Mann. Medienberichten zufolge handelt es sich um Vater und Sohn.

Dutzende Festnahmen nach Attentat am Freitag

Zuvor hatte die israelische Polizei nach dem Anschlag vor der Synagoge am Freitag Dutzende Menschen festgenommen. Unter den insgesamt 42 zur Befragung Verhafteten seien Familienangehörige des Attentäters sowie andere Bewohner seines Stadtteils, erklärte die Polizei.

Laut Polizei lebte der 21-jährige Attentäter von Freitagabend im von Israel annektierten Ostteil von Jerusalem. Der Palästinenser hatte während des Schabbat am Freitagabend das Feuer vor der Synagoge eröffnet und sieben Menschen erschossen, bevor er von der Polizei nach einer kurzen Verfolgungsjagd getötet wurde. Nach ersten Erkenntnissen gehörte er weder einer bewaffneten Palästinensergruppe an, noch war er in militante Aktivitäten verwickelt.

Die Polizei wurde nach dem Angriff in Höchstalarm versetzt. Israels Polizeichef Kobi Schabtai sprach von “einem der schlimmsten Anschläge der vergangenen Jahre”. Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte “sofortige Gegenmaßnahmen” an.