Pasta all’Assassina: Seltsam großartig

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Zutaten

  • Portionen: Für 4 Personen
  • Komplexität: einfach
  1. 100 g Tomatenmark (möglichst dreifach konzentriert)
  2. 1 l Wasser
  3. Salz
  4. 3 Knoblauchzehen
  5. 1 Chilischote (klein und frisch; oder Chiliflocken)
  6. 150 ml Olivenöl
  7. 150 g passierte Tomaten
  8. 1 Prise Zucker
  9. 400 g Spaghetti

In der Zutatenliste dieses Rezepts sollte noch stehen: Courage und 100 g Überwindung. Die Zubereitung wirkt nämlich ganz schön abwegig. Zunächst muss man Tomatenmark in Wasser auslösen, bis dieses sich blutrot färbt (daher der Name der Pasta) – da fragt man sich schon: Was mache ich hier? Und dann kocht man die Spaghetti nicht in dem Wasser, sondern legt sie, wie sie sind, in einen anderen Topf, um sie, ja, anbrennen zu lassen: Sie sollen sich dunkelbraun färben. Dann werden sie mit der Tomatenbrühe abgelöscht wie ein Risotto, bis sie gar sind. Und schließlich isst man sie und denkt: Einfach den Italienern vertrauen. Sie wissen, was sie tun. Sie wissen, dass ohne das kleine bisschen Seltsame das Großartige nicht zu haben ist.

Zunächst die Tomatenbrühe herstellen. Dazu Tomatenmark mit dem Wasser vermengen und salzen. In einen kleinen Topf geben, aufkochen, leicht köcheln lassen.

Knoblauchzehen schälen, mit der breiten Seite des Messers zerdrücken, dann fein hacken. Kerne der Chilischote entfernen, Schote fein hacken. Olivenöl in eine große gusseiserne Pfanne oder einen großen gusseisernen Topf geben: Pfanne oder Topf sollten so groß sein, dass die Spaghetti der Länge nach gut hineinpassen. Olivenöl erhitzen. Knoblauch und Chili darin anbraten, nicht braun werden lassen. Passierte Tomaten und Zucker dazugeben, alles aufkochen. Dann die Spaghetti hineinlegen. Man belässt sie im heißen Öl, bis sie unten ansetzen, dann erst wendet man sie, wobei man darauf achtet, dass sie parallel nebeneinander liegen bleiben. Wieder lässt man die Spaghetti einen guten Augenblick einfach liegen, bis sie fast anbrennen. Sie dürfen, ja müssen dunkelbraun werden. Das Ganze geht eine Weile so weiter, bis die Spaghetti alle etwas angebrannt sind oder eine Kruste bekommen haben. Dann wird die Brühe nach Art eines Risottos dazugegossen: die nächste Kelle erst, wenn die Flüssigkeit verdampft ist. Den Vorgang wiederholen, bis die Spaghetti gar sind. Auch jetzt können sie ein bisschen am Topf anbrennen, sodass die Tomatensoße etwas karamellisiert.