Regierung erwägt offenbar Abwrackprämie für alte Heizsysteme

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Die Bundesregierung hat nach „Spiegel“-Informationen eine Annäherung im Streit über das Einbauverbot neuer Gas- und Ölheizungen ab 2024 erzielt. Menschen mit niedrigem oder mittlerem Einkommen sollen eine Abwrackprämie für alte Heizkessel bekommen, ähnlich wie das schon einmal nach der Finanzkrise 2009 bei Autos praktiziert wurde.

Wohnungs- und Hausbesitzer mit höheren Einkommen sollen günstige Kredite für die Anschaffung einer Wärmepumpe erhalten. Außerdem soll es auch dabeibleiben, dass man die Investition zu 20 Prozent von der Einkommenssteuer abschreiben kann. Bislang gibt der Staat eine Förderung von 40 Prozent des Einbaupreises.

Kompromisse soll es auch in der Frage geben, welche Heizungen künftig noch erlaubt sein sollen. Für Neubauten sollen nur noch Fernwärme, Direktstromheizungen, Wärmepumpen und Heizungen mit Biomethan oder grünem Wasserstoff vorgesehen sein. Für andere Bauten sind zusätzlich auch nachhaltige Brennstoffe, ein Mix aus Gastherme und Wärmepumpe sowie Biomasse wie Holzpellet-Heizungen möglich.

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Ein gemeinsamer Referentenentwurf des Bau- und des Wirtschaftsministeriums sieht vor, dass ab 2024 keine Öl- und Gasheizungen mehr in Neubauten eingebaut werden dürfen. Im Koalitionsvertrag war vereinbart, dass alle neu verbauten Heizungsanlagen ab 2025 ihre Heizwärme zu mindestens 65 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen erzeugen müssen. Dies ist Experten zufolge mit Öl- und Gasanlagen nicht machbar.

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Der Referentenentwurf sorgte für koalitionsinterne Kritik. Der FDP ging das Vorhaben zu weit. Der parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Stefan Wenzel (Grüne), betonte hingegen die Dringlichkeit der Maßnahme. „Ich gehe fest davon aus, dass das Gesetz wie geplant zum 1. Januar 2024 in Kraft tritt“, sagte er „Zeit Online“.

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Source: welt.de