Cheap laptop producer Raspberry Pi excites the inventory market | EUROtoday

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Der Börsengang des britischen Kleincomputer-Herstellers Raspberry Pi hat Anleger begeistert. Am ersten Handelstag schoss der Kurs um 37 Prozent in die Höhe, am Mittwoch ging es nochmals um gut 5 Prozent bergauf. Die Aktie kostet nun mehr als 4 Pfund. Der vor 15 Jahren gegründete Computerhersteller mit dem Himbeer-Logo hat damit nach zwei Handelstagen eine Börsenbewertung von rund 800 Millionen Pfund (rund 950 Millionen Euro) erreicht.

An der London Stock Exchange und in der City feierte man das gelungene Debüt als Beleg dafür, dass an der bri­tischen Börse doch noch erfolgreiche Börsengänge von Techunternehmen möglich seien. Zuvor waren Schwer­gewichte wie der Chipdesigner ARM Holdings nach New York gezogen. Raspberry-Gründer und Vorstandschef Eben Upton sagte, britische Investoren hätten „das richtige Kaliber und die Raffinesse“ auch für Techbörsengänge.

Raspberry Pi begann 2008 ursprünglich als eine gemeinnützige Stiftung in Cambridge, die Jugendlichen helfen wollte, bessere Computerkenntnisse und Programmierfähigkeiten zu ent­wickeln. Die Stiftung gründete ein Tochterunternehmen, das 2013 einen sehr günstigen Einplatinencomputer in der Größe einer Kreditkarte auf den Markt brachte. Die billigen, zugleich robusten und ausreichend leistungs­fähigen Minicomputer von Raspberry Pi sind seitdem ein großer Erfolg geworden und haben Fans auf der ganzen Welt gewonnen.

Computer ab 35 Euro

Das Unternehmen hat mehr als 60 Millionen Stück in über 70 Ländern verkauft. Raspberry Pi mit einem billigen ARM-Chip als Hauptprozessor, auf dem (meistens) Linux läuft, ist damit der meistverkaufte britische Computer geworden. Das Modell Raspberry Pi 4 kostet nur 35 Dollar. Die Minirechner zielten anfangs vor allem auf Jugend­liche ab, um sie an die Computerwelt heranzuführen. Sie werden aber zunehmend auch von technikbegeisterten Erwachsenen, Bastlern und Tüftlern für verschiedene Anwendungen genutzt, etwa als Webcam, Firewall oder WLAN-Hotspot. Die Minicomputer können auch kleine Roboter steuern. Das US-Bildungsministerium hat vor Jahren 750 Raspberry-Rechner testweise zu einem Supercomputer zusammengeschlossen. Laut Angaben des Un­ternehmens kaufen heute mehrheitlich industrielle und gewerbliche Kunden die Minirechner.

Mit dem Börsengang nimmt Raspberry Pi etwa 166 Millionen Pfund an Kapital auf. Das Geld soll in neue technische Entwicklungen und die Expansion des Unternehmens, aber auch gemeinnüt­zige Aktivitäten investiert werden. Die Stiftung bleibt Hauptaktionär des Unternehmens. Sie hält etwa 70 Prozent der Anteile. Seit ihrem Bestehen hat sie mehr als 26.000 Lehrer und deren Schüler bei Computer- und Programmierprojekten unterstützt. Raspberry Pi hat bislang mehr als 50 Millionen Dollar an Gewinn an die Stiftung ausgeschüttet. Dazu kamen 60 Millionen Dollar Einnahmen von anderen Spendern.

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/billig-computerhersteller-raspberry-pi-begeistert-die-boerse-19783707.html