Krieg in Nahost: ++ USA sollen Iran 15-Punkte-Plan für Kriegsende vorgelegt haben ++ Liveticker | EUROtoday
Die USA haben Medienberichten zufolge Teheran einen Friedensplan vorgelegt. Dabei soll es unter anderem um Irans Nuklearprogramm gehen. Präsident Trump hatte zuvor die Gespräche mit der Gegenseite als „sehr intestine und produktiv“ bezeichnet. Mehr im Liveticker.
Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.
Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:
01:34 Uhr – Staatsmedien melden sechs Tote bei israelischen Angriffen in Sidon
Bei israelischen Angriffen in dem Gebiet Sidon im Süden des Libanon sind der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden. Vier Menschen seien bei einem Angriff auf das Dorf Adloun getötet worden, berichtete NNA. Weitere zwei Menschen seien bei einem Angriff auf eine Wohnung im Flüchtlingslager Mieh Mieh getötet worden.
Zuvor hatte die israelische Armee die Bewohner der südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Evakuierung aufgerufen und vor bevorstehenden Angriffen gewarnt. Die Armee greife dort „Infrastruktur der terroristischen Hisbollah“ an, erklärte der arabischsprachige israelische Armeesprecher Avichay Adraee im Onlinedienst Telegram.
00:51 Uhr – Israelische Armee startet neue Angriffswelle auf Teheran
Die israelische Armee hat eine neue Angriffswelle gegen die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Die Angriffe visierten „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes“ an, erklärte die israelische Armee im Onlinedienst Telegram. Zuvor hatte die Armee mehrmals neue Raketensalven des Iran auf Israel gemeldet.
00:24 Uhr – US-Militär: 290 Soldaten im Iran-Krieg verwundet
Im Iran-Krieg sind bislang 290 US-Soldaten verletzt worden. Das teilte der Sprecher des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs (Centcom), Tim Hawkins, mit. Von den Verwundeten seien 255 wieder in den Dienst zurückgekehrt, 35 blieben derzeit außer Gefecht. Zehn Soldaten seien schwer verletzt worden. Seit der letzten Aktualisierung am 16. März ist die Gesamtzahl der Verwundeten um 90 gestiegen. Dreizehn US-Soldaten sind im Verlauf des Krieges im Kampfeinsatz gefallen.
00:20 Uhr – Feuer nach Drohnenangriff auf Flughafen in Kuwait
Drohnen treffen einen Treibstofftank am internationalen Flughafen von Kuwait und lösen einen Brand aus. Es gebe keine Verletzten, sondern nur Sachschaden, teilt die zivile Luftfahrtbehörde des Landes mit. Die Feuerwehr sei im Einsatz.
Dienstag, 24. März
23:09 Uhr – Ölpreis fällt wieder unter 100 Dollar
Die Ölpreise sind nach erneuten Ankündigungen von Verhandlungen mit dem Iran durch US-Präsident Donald Trump wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar gefallen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Mai lag nach den Trump-Äußerungen leicht darunter und gab damit innerhalb weniger Minuten um knapp vier Prozent nach.
Während des seit mehreren Wochen andauernden Kriegs conflict der Preis bereits kurzzeitig quick auf 120 Dollar geklettert. Vor Beginn des Konflikts hatte er noch mehrere Monate lang zwischen 60 und 70 Dollar gelegen.
22:22 Uhr – Macron fordert vom Iran Ende der regionalen Angriffe
Der französische Präsident Emmanuel Macron fordert den Iran nach einem Gespräch mit seinem Amtskollegen Massud Peseschkian auf, die Angriffe auf Länder in der Region zu beenden. Zudem ruft er das Land zu ernsthaften Verhandlungen auf. Es sei absolut notwendig, die inakzeptablen Angriffe zu stoppen, die Energie- und zivile Infrastruktur zu schützen und die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen, teilt Macron auf der Plattform X mit.
22:10 Uhr – Israels Militärsprecher: Im Schnitt zehn iranische Raketen professional Tag
Der Iran feuert laut dem israelischen Militär durchschnittlich zehn Raketen professional Tag auf Israel ab. Armeesprecher Effie Defrin sagte in einer Fernsehansprache, an den ersten beiden Tagen des Krieges seien es noch Dutzende Raketen gewesen, die Zahl sei aber „schnell gesunken“. Defrin führte das auf erfolgreiche israelische Angriffe auf iranische Militäreinrichtungen, Raketenabschussvorrichtungen und Produktionsstätten zurück.
22:04 Uhr – Medien: USA legen Iran 15-Punkte-Plan vor
Die USA haben Medienberichten zufolge dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges geschickt. Dies melden die US-Zeitung „New York Times“ unter Berufung auf zwei Insider und der israelische Sender Channel 12 mit Verweis auf drei namentlich nicht genannte Personen.
Laut Channel 12 wird darin etwa verlangt, die Atomanlagen Natans, Isfahan und Fordow außer Betrieb zu setzen. Zudem müsse in der Straße von Hormus ein freier Schiffsverkehr gewährleistet werden. Auf iranischem Boden dürfe kein Uran angereichert werden. Die USA schlagen demnach eine Feuerpause von einem Monat vor, um den Plan zu besprechen. Stellungnahmen der beiden Staaten liegen zunächst nicht vor.
21:39 Uhr – Iranischer Außenminister lobt Steinmeier für Kritik am Krieg
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für dessen Kritik am Iran-Krieg gelobt. Araghtschi erklärte auf X, Steinmeier gebühre Anerkennung dafür, „dass er die Verstöße gegen die Iraner verurteilt hat“. Wer Rechtsstaatlichkeit schätze, sollte ebenfalls seine Stimme erheben.
21:38 Uhr – Erstes chinesisches Frachtschiff nutzt iranischen Korridor
Ein chinesisches Frachtschiff hat einen vom Iran eingerichteten, angeblich sicheren Korridor in der Straße von Hormus durchquert. Wie nun ausgewertete Transponderdaten zeigten, schloss das unter der Flagge Panamas fahrende Schiff „Newvoyager“, das einem Unternehmen in der Provinz Anhui gehört, die Fahrt durch die Passage zwischen den Inseln Larak und Keschm am Montag ab. Laut dem chinesischen Wirtschaftsmagazin „Caixin“ ist es das erste Containerschiff in chinesischem Besitz, das den gebührenpflichtigen Korridor genutzt hat.
21:37 Uhr – Papst Leo beklagt zunehmende Feindseligkeiten
Papst Leo äußert sich besorgt über die zunehmende Feindseligkeit im Iran-Krieg und fordert erneut eine Waffenruhe. „Der Hass nimmt zu, und die Gewalt wird immer schlimmer“, sagt der erste US-Papst der Geschichte. Angesichts von mehr als einer Million Vertriebenen und vielen Toten ruft er alle Verantwortlichen auf, die Probleme durch Dialog statt mit Waffen zu lösen. Hintergrund der Äußerungen sind Berichte, wonach die USA die Entsendung Tausender Soldaten in den Nahen Osten planen.
21:21 Uhr – Trump spricht von Vertrauensgeste der Iraner
US-Präsident Trump beharrt weiter auf einem angeblichen Verhandlungswillen der Iraner im Krieg mit den USA und Israel. Die Menschen im Iran, mit denen sich die US-Regierung nach Angaben Trumps in Gesprächen befindet, hätten ein Geschenk übermittelt, das zeige, „dass wir mit den richtigen Leuten sprechen“.
21:05 Uhr – Erneut Geschoss auf Gelände von iranischem AKW eingeschlagen
Auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr ist nach Angaben aus Teheran erneut ein Geschoss eingeschlagen. Die iranische Atomenergieorganisation teilte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mit, niemand sei verletzt worden. Es habe auch keine Schäden an der Anlage des Kraftwerks gegeben.
Am Dienstag vergangenen Woche conflict bereits ein Projektil auf dem Kraftwerksgelände eingeschlagen. Auch damals blieb die Anlage unbeschädigt.
21:01 Uhr – Iranische Raketen treffen Wohnhaus in Israel
Beim Einschlag iranischer Raketen in ein Wohnhaus sollen in Israel mindestens sieben Menschen verletzt worden sein. Die vor Ort in Bnei Brak östlich von Tel Aviv tätigen Rettungsdienste teilten mit, ein Mann sei bei dem Angriff mittelschwer verletzt worden, sechs weitere Menschen, darunter ein siebenjähriger Junge und eine 80-jährige Frau, hätten leichte Verletzungen erlitten. Aufnahmen, die von den Rettungsdiensten veröffentlicht wurden, zeigten schwerste Schäden an dem Gebäude.
20:45 Uhr – Iraner wollen laut Trump unbedingt ein Abkommen
Im Krieg mit den USA und Israel dringt der Iran nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump auf ein Abkommen. „Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen“, sagte Trump in Washington. In die Verhandlungen seien auf US-Seite Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident J.D. Vance involviert, sagte Trump. „Und die andere Seite, das kann ich Ihnen sagen, die würde gerne einen Deal machen.“
Trump hatte zuvor angedrohte Angriffe auf Irans Kraftwerke verschoben und dies mit „sehr guten und produktiven“ Gesprächen über eine Beilegung der Feindseligkeiten begründet. Die iranische Seite hatte hingegen Verhandlungen dementiert. Trump sagte zwar, er wolle den Verhandlungen nicht vorgreifen. „Aber sie haben zugestimmt, niemals Atomwaffen zu besitzen. Sie haben dem zugestimmt.“ Dabei rechtfertigte er erneut die Dringlichkeit des Krieges mit dem Iran. Ohne den Angriff hätte Teheran zwei Wochen später selbst einen Angriff mit Atomwaffen starten können, behauptete Trump.
In kryptischen Worten lobte Trump die Iraner zudem für ein Geschenk, das sie den USA gemacht hätten. „Es conflict ein riesiges Geschenk, das unglaublich viel Geld wert conflict“, sagte er. Details wolle er nicht verraten, es habe aber etwas mit Öl, Gas und der für die internationale Schifffahrt wichtigen Straße von Hormus zu tun. Offizielle Reaktionen aus dem Iran auf seine Äußerungen gibt es bislang nicht.
20:31 Uhr – Israel: Wichtigste Produktionsstätte für Sprengsätze im Iran getroffen
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge die wichtigste Produktionsstätte für Sprengsätze im Iran angegriffen. Sie sei schon im Krieg im vergangenen Jahr Ziel eines Bombardements gewesen, teilte das Militär am Abend mit. Irans Führung sei in den vergangenen Monaten jedoch dabei gewesen, die Fähigkeiten der Anlage in Isfahan wieder herzustellen. Die israelische Luftwaffe habe im Laufe des Tages Dutzende Ziele im Iran ins Visier genommen, darunter Raketenabschussrampen, hieß es in einer Mitteilung der israelischen Armee. Die Angaben ließen sich bislang nicht unabhängig überprüfen.
In Israel gab es am Abend erneut Raketenbeschuss aus dem Iran, unter anderem in der Küstenmetropole Tel Aviv heulten Warnsirenen. Israelischen Medien zufolge soll eine der aus dem Iran abgefeuerten Raketen mit Streumunition bestückt gewesen sein. Der Iran hatte den Einsatz der worldwide weitgehend geächteten Munition zuletzt selbst bestätigt. Im Großraum Tel Aviv gab es laut Israels Polizei Einschläge. Der Rettungsdienst Magen David Adom meldete mehrere Verletzte, darunter ein Kind, in einem Vorort von Tel Aviv. Dort wurde Berichten zufolge ein Wohnhaus getroffen.
20:18 Uhr – USA verlegen laut Insider Tausende Fallschirmjäger in den Nahen Osten
Das US-Verteidigungsministerium wird Insidern zufolge Tausende Soldaten der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten verlegen. Es sei keine Entscheidung gefallen, die Fallschirmjäger im Iran einzusetzen, sagte eine von insgesamt zwei mit dem Vorgang vertrauten Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Sie sollten zunächst die Kapazitäten für mögliche künftige Einsätze erhöhen. Beide Insider machten keine Angaben dazu, wo in der Region die Soldaten stationiert werden sollen und wann sie dort ankommen werden. Die US-Armee verwies Anfragen an das Präsidialamt in Washington, das zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen conflict.
Die Verlegung folgt auf die Entsendung Tausender Marineinfanteristen und Seeleute an Bord des Kriegsschiffs USS „Boxer“ und weiterer Schiffe in der vergangenen Woche. Damit bauen die USA ihre militärische Präsenz in der Region aus.
18:08 Uhr – Iran sieht Straße von Hormus als grundsätzlich offen, lässt aber kaum Schiffe durch
Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus bleibt stark eingeschränkt. Nach Angaben des Datenanbieters Kpler passierten am Dienstag nur drei Schiffe mit eingeschaltetem automatischen Identifikationssystem das Nadelöhr im Persischen Golf.
Nach Angaben eines Sprechers des indischen Ministeriums für Häfen, Schifffahrt und Wasserstraßen ließ der Iran zwei Flüssiggastanker ohne Zwischenfälle durchfahren. Bereits Mitte des Monats waren zwei Gastanker mit indischer Flagge durchgefahren.
Hingegen verweigerten die Revolutionsgarden (IRGC) dem Containerschiff „Selen“ – unter der Flagge des karibischen Inselstaates St. Kitts und Nevis – die Durchfahrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim begründete Marine-Kommandeur Ali-Resa Tangrisi dies mit fehlenden Genehmigungen. Demnach sei die Nutzung der Straße von Hormus nur in Abstimmung mit iranischen Behörden erlaubt.
Außenminister Abbas Araghtschi erklärte am Montag, die Straße von Hormus sei grundsätzlich offen – außer für Schiffe der „Aggressoren“ USA und Israel sowie deren Unterstützer. Am Samstag hatte Araghtschi auf X geschrieben, Reedereien zögerten, weil Versicherer das Kriegsrisiko scheuten.
dpa/AFP/Reuters/ll/sebe/jmr/lay/ceb/kami/säd/jra
https://www.welt.de/politik/ausland/article69bce233ea8bf301e4ae1a85/krieg-in-nahost-usa-sollen-iran-15-punkte-plan-fuer-kriegsende-vorgelegt-haben-liveticker.html