Krieg in Nahost: ++ „Werden nicht tatenlos zusehen, wie der Feind seine Ziele erreicht“, droht der Huthi-Chef ++ Liveticker | EUROtoday

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Laut dem libenesischen Gesundheitsministerium sind in dem Land seit Beginn des Iran-Kriegs im März mindestens 1345 Menschen bei israelischen Angriffen ums Leben gekommen. Der Anführer der jemenitischen Huthi-Miliz macht eine Kampfansage gegen Israel und die USA. Mehr im Liveticker.

Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.

Dieser Liveticker ist beendet. Den aktuellen Nahost-Liveticker finden Sie hier.

17:35 Uhr – Ministerium: Rund 1350 Tote im Libanon durch israelische Angriffe

Israelische Angriffe im Zuge des wieder aufgeflammten Krieges mit der Schiitenmiliz Hisbollah haben seit dem 2. März mindestens 1345 Menschen im Libanon das Leben gekostet. Das teilte das libanesische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Unter den Todesopfern seien 125 Kinder und mehr als 90 Frauen. Binnen 24 Stunden seien zuletzt 27 Menschen getötet und 105 weitere verletzt worden, erklärte das Ministerium. Insgesamt seien 4040 Menschen verletzt worden. Laut Ministerium sind unter den Toten auch 53 Mitarbeiter des Gesundheitswesens.

17:19 Uhr – Huthi-Chef: Werden dem Feind „nicht tatenlos zusehen“

Der Anführer der jemenitischen Huthi-Miliz macht eine Kampfansage gegen Israel und die USA. „Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie der Feind seine Ziele erreicht, und wir werden auch nicht die ganze Last anderen überlassen, als ob es uns nicht betreffe“, sagte Abdul Malik al-Huthi in einer Rede, die am Donnerstag im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Für Freitag forderte er zu Solidaritätskundgebungen mit dem Iran in der Hauptstadt Sanaa auf.

16:48 Uhr – UN-Generalsekretär: Spirale aus Tod und Zerstörung muss enden

UN-Generalsekretär António Guterres warnt vor dem Hintergrund der jüngsten Eskalationsdrohungen zwischen den USA und dem Iran vor einer gefährlichen Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten gewarnt. „Wir stehen am Rande eines größeren Krieges, der den Nahen Osten erfassen und weltweit dramatische Auswirkungen haben würde“, sagte Guterres vor Journalisten in New York. „Die Spirale aus Tod und Zerstörung muss enden.“

16:44 Uhr – Libanesischer Regierungschef warnt vor Plänen Israels für Pufferzone

Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam ist israelischen Plänen für eine Ausweitung der Pufferzone im Süden des Libanons entgegengetreten. Äußerungen von Regierungs- und Militärvertretern deuteten darauf hin, dass Israel die „Besatzung libanesischen Territoriums“ erheblich ausdehnen wolle, sagte Salam am Donnerstag. Er sprach von gefährlichem Gerede über Pufferzonen und Sicherheitsgürtel. Zudem verwies er darauf, dass der wieder aufgeflammte Konflikt zwischen Israel und der Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon mehr als eine Million Menschen zu Flüchtlingen gemacht habe.

Es sei deutlich geworden, dass die israelische Aggression gegen den Libanon nicht auf die laufenden Operationen seit der Waffenruhe vom November 2024 begrenzt bleiben werde, teilte Salam nach einem Kabinettstreffen mit.

16:03 Uhr – Putin und bin Salman fordern „Intensivierung“ der Diplomatie-Bemühungen

Russland und Saudi-Arabien rufen nach Angaben aus Moskau zu verstärkten diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Iran-Krieges auf. Putin habe mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman telefoniert, teilte der Kreml in Moskau mit. Dabei hätten beide Seiten die „Notwendigkeit einer raschen Einstellung der Kämpfe und der Intensivierung der politischen und diplomatischen Bemühungen“ betont, um den Konflikt dauerhaft beizulegen.

Putin und bin Salman sprachen den Angaben zufolge auch über „Probleme bei Energieproduktion und -transport“ im Zuge des Iran-Kriegs, die die „weltweite Energiesicherheit negativ beeinflussen“. Sie verwiesen auf die gemeinsame Arbeit im Opec-plus-Format, um den „weltweiten Ölmarkt zu stabiliseren“. Die Opec-plus-Gruppe umfasst die zwölf Hauptmitglieder der Organisation erdölexportierender Länder und zehn weitere rohölproduzierende Staaten.

15:55 Uhr – Bekannte Anwältin Sotudeh im Iran inhaftiert

Im Iran ist eine bekannte Menschenrechtsanwältin mitten im Krieg inhaftiert worden. Nasrin Sotudeh sei am Mittwoch festgenommen worden, berichtete ihre Tochter Mehraveh Khandan auf Instagram. „Vor wenigen Minuten haben wir erfahren, dass Mama letzte Nacht festgenommen wurde, während sie allein zu Hause struggle“, schrieb sie. Ihr Notebook und Handy seien beschlagnahmt worden.

Die 62 Jahre alte Sotudeh gilt als eine der einflussreichsten Anwältinnen im Iran. Im Jahr 2020 erhielt sie den Alternativen Nobelpreis. Sotudeh wurde in den vergangenen Jahren mehrfach inhaftiert und verbrachte lange Jahre hinter Gittern. Zuletzt struggle sie im Herbst 2023 kurzzeitig inhaftiert.

15:06 Uhr – Österreich verbietet USA militärische Überflüge für Iran-Krieg

Österreich hat den USA alle militärischen Überflüge über sein Gebiet seit Beginn des Iran-Kriegs unter Verweis auf seine Neutralität untersagt. „Es hat Anträge gegeben und diese wurden von Anfang an abgelehnt“, erklärt ein Sprecher des österreichischen Verteidigungsministeriums am Donnerstag.

Für jeden Überflug müsse ein Antrag gestellt werden und „immer wenn es sich um ein Land handelt, das sich im Krieg befindet, wird der Antrag abgelehnt – in diesem Fall in Abstimmung mit dem Außenministerium“, fügte Bauer hinzu.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt Nato-Mitgliedstaaten wie Frankreich und Spanien kritisiert, die den USA verboten hatten, ihren Luftraum für den Krieg im Iran zu nutzen.

10:36 Uhr – Iran: Straße von Hormus ist gesperrt – Drei Schiffe zur Umkehr gezwungen

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) erklären, dass der Schiffsverkehr „von und zu Häfen von Verbündeten und Unterstützern der israelisch-amerikanischen Feinde“ über jeden Korridor ​und zu jedem Zielort verboten sei. Das berichten iranische Staatsmedien. Die Straße von Hormus sei gesperrt. Jeder Transit durch die Wasserstraße werde mit harten Maßnahmen geahndet. Drei Containerschiffe verschiedener Nationalitäten seien nach Warnungen der Marine der ⁠Garden aus der Straße von Hormus zurückgeschickt worden.

05:25 Uhr – Iran pocht auf Recht zur Blockade der Straße von Hormus

Der Iran bezeichnet es als sein legitimes Recht, Schiffe des „Feindes und ⁠seiner Verbündeten“ an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu hindern. Dies erklärt der iranische Außenminister in einem Telefonat mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres, wie der iranische Sender Press TV berichtet.

05:06 Uhr – Neues Trump-Ultimatum bringt kaum Erleichterung für asiatische Börsen

Die anhaltende Eskalation im Nahost-Krieg hat die asiatischen Börsen fest im Griff behalten. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,3 Prozent auf 53.446,35 Punkte nach, während der breiter ​gefasste Topix 0,3 Prozent höher bei 3.652,88 Zählern notierte. Die chinesischen Börsen zeigten sich widerstandsfähiger: Die Börse Shanghai gewann 0,3 Prozent auf 3.899,12 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai ⁠und Shenzhen stieg um 0,4 Prozent auf 4.495,52 Punkte.

04:15 Uhr – Pistorius bestätigt Umleitung von Waffen in Nahen Osten nicht

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat sich vorsichtig zu Berichten über eine Umleitung von US-Waffen aus der geplanten Ukraine-Hilfe in den Nahen Osten geäußert. Für die deutsche Beteiligung an dem sogenannten Purl-Programm könne er das nicht bestätigen, sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch in einem australischen Werk des deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall nahe Brisbane.

Über Purl finanzieren europäische Nato-Staaten und Kanada US-Rüstungsgüter für die Ukraine, weil die USA ihre finanzielle Unterstützung drastisch heruntergefahren haben.

Die „Washington Post“ hatte unter Berufung auf mehrere nicht genannte Quellen berichtet, das Pentagon prüfe, ob Waffen, die eigentlich für die Ukraine bestimmt sind, in den Nahen Osten umgeleitet werden sollten, da der Krieg mit dem Iran Munitionsbestände des US-Militärs aufzehre.

Angesprochen auf Konsequenzen auch für künftige Munitionslieferungen an Deutschland sagte Pistorius: „Wir tun bereits alles, um schneller auf eigenen Beinen zu stehen. Wir beschaffen schneller als jemals zuvor.“ Nun komme es darauf an, mit der Industrie einen Weg finden, dass geliefert werde.

04:13 Uhr – US-Finanzminister Bessent: Straße von Hormus kein „Nadelöhr“

Inmitten eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran hat Finanzminister Scott Bessent widersprüchliche Aussagen zur Straße von Hormus getätigt. Bessent erklärte, dass der Iran durch Einschränkungen des Öls- und Erdgastransports durch die Straße von Hormus „versuche, die Kontrolle über die Weltwirtschaft über ein Nadelöhr zu übernehmen, von dem wir glauben, dass es nicht existiert“.

Die Formulierung von Bessent warf Fragen auf, da es sich bei der Wasserstraße sehr wohl um ein „Nadelöhr“, additionally eine schmale Mündung des Persischen Golfs handelt, die für den weltweiten Transport von Öl und Erdgas entscheidend ist. Die Energiepreise sind seit Beginn des Iran-Kriegs und der faktischen Blockade der Meerenge gestiegen.

03:50 Uhr – Israel greift Ziele in Teheran an

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran attackiert. Bei den „großangelegten“ Angriffen sei „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes im Herzen Teherans“ anvisiert worden, erklärte die israelische Armee.

03:03 Uhr – Thailändisches Frachtschiff läuft vor iranischer Insel auf Grund

Ein unter thailändischer Flagge fahrendes Frachtschiff ⁠ist nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim vor der Insel Keschm auf Grund gelaufen. Die „Mayuree Naree“ struggle Anfang des Monats in der Straße von Hormus bereits von unbekannten Geschossen getroffen worden. Thailändischen Angaben zufolge hatte die omanische ⁠Marine ​20 Besatzungsmitglieder gerettet, nachdem ‌eine Explosion im Heck des Frachters ein Feuer im Maschinenraum ausgelöst hatte.

02:30 Uhr – G7-Treffen: Ringen mit Rubio um gemeinsame Iran-Linie

Die G7-Partner wirtschaftsstarker Demokratien ringen am Freitag mit ihrem US-Kollegen Marco Rubio um eine gemeinsame Linie für ein Ende des Krieges. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte vor den Beratungen in Frankreich von den USA, Europa in ihre Planungen einzubeziehen. Rubio stellte sich vor seinem Abflug hinter die Kritik von US-Präsident Donald Trump, die Nato-Verbündeten hätten im Krieg mit Iran nicht geholfen, als die USA sie darum gebeten hätten.

Trump habe festgestellt, dass die USA ständig um Hilfe in Kriegen gebeten worden seien und geholfen hätten, sagte Rubio. Doch als man selbst um Unterstützung gebeten habe, habe man von der Nato keine constructive Antwort bekommen. Die Bedrohungen der globalen Schifffahrt durch den Iran seien ein Verstoß gegen das Völkerrecht. All jene Länder, denen das Völkerrecht am Herzen liege, sollten etwas dagegen unternehmen.

02:13 Uhr – Pentagon prüft Entsendung von 10.000 weiteren Soldaten

Das Pentagon erwägt Medienberichten zufolge die Entsendung von bis zu 10.000 weiteren Soldaten in den Nahen Osten. Dies würde US-Präsident Donald Trump zusätzliche Flexibilität in den Gesprächen mit Teheran einräumen, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Portal „Axios“ schrieb unter Berufung auf einen ranghohen Verteidigungsbeamten, die Entscheidung werde nächste Woche getroffen. Die Soldaten würden aus anderen Kampfeinheiten stammen als diejenigen, die bereits in die Region entsandt worden seien.

00:45 Uhr – Iran verbietet Sportmannschaften Teilnahme an Spielen in „feindlichen Ländern“

Die iranische Regierung hat ein Verbot für die Entsendung von Sportmannschaften zu Veranstaltungen in „feindlichen“ Ländern verhängt. „Die Anwesenheit von National- und Vereinsmannschaften in Ländern, die als feindlich gelten und nicht in der Lage sind, die Sicherheit iranischer Athleten und Teammitglieder zu gewährleisten, ist bis auf Weiteres verboten“, teilte das iranische Sportministerium in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur Isna verbreiteten Erklärung mit.

Grund für das Verbot sind dem Ministerium zufolge Nachrichten über das Aufeinandertreffen der iranischen Fußballmannschaft Tractor mit einem Team aus den Emiraten in Saudi-Arabien in der AFC Champions League, dem asiatischen Gegenstück zur UEFA Champions League. Der Fußballverband und die Vereine müssen demnach die Asiatische Fußball-Konföderation (AFC) benachrichtigen, um eine Verlegung der Spiele zu veranlassen.

Donnerstag, 26. März

23:46 Uhr – Der Iran hat laut Medienbericht nicht um Aufschub gebeten

Der Iran hat einem Zeitungsbericht zufolge nicht um einen zehntägigen Aufschub der Angriffe auf seine Energieanlagen gebeten. Zudem stehe eine endgültige Antwort auf einen 15-Punkte-Plan der USA zur Beendigung des Krieges noch aus, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Vermittler. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, er setze die geplanten Angriffe auf Bitte der iranischen Regierung für zehn Tage aus.

23:24 Uhr – Trump kritisiert Deutschland für Iran-Absage: „unangebracht“

Trump kritisiert Deutschland wegen der ausbleibenden Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus. Er habe es als „unangemessen“ empfunden, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: „Das ist nicht unser Krieg“, sagte der Republikaner während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Trump nannte keinen konkreten Namen, schrieb die Äußerung aber der Spitze zu („the top of Germany“).

22:08 Uhr – Israel droht mit Tötung weiterer Führungsfiguren im Iran

Israels Armee hat nach der Tötung des Marine-Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden, Admiral Aliresa Tangsiri, damit gedroht, weitere wichtige Führungsfiguren im Iran ins Visier zu nehmen. Die Tötungen würden nicht aufhören, sagte Militärsprecher Effie Defrin am Abend. „Wir werden weiterhin jeden verfolgen, der Israel bedroht.“ Aus dem Iran gab es zunächst keine Bestätigung für den Tod des Marine-Kommandeurs.

dpa/AFP/rtr/ll/sebe/jmr/lay/ceb/kami/säd/jra/saha

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