Liveblog: ++ Mehr als 10.000 Sicherheitskräfte in Islamabad ++ | EUROtoday
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In Islamabad sind laut Behörden wegen der anstehenden Verhandlungen 10.000 Sicherheitskräfte stationiert. Australiens Vize-Premier spricht sich gegen eine aktive Rolle seines Landes im Iran-Krieg aus.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
12:20 Uhr
Kraftstoffpreise geben bundesweit nach
Die Spritpreise haben den zweiten Tag in Folge deutlich nachgegeben. Diesel verbilligte sich im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Donnerstags um 7,3 Cent auf 2,346 Euro professional Liter, wie der ADAC mitteilt. Superbenzin der Sorte E10 verbilligte sich um 4,3 Cent auf 2,112 Euro professional Liter.
Insgesamt ist Tanken aber auch nach den aktuellen Rückgängen noch sehr viel teurer als vor Kriegsbeginn Ende Februar. Erste Tankstellen in Deutschland bieten den E10-Liter für unter 2,0 Euro an, sagt Bernd Rasem bei tagesschau24.
12:05 Uhr
Rotes Kreuz warnt vor humanitärer Katastrophe im Libanon
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt angesichts der anhaltenden Angriffe Israels auf den Libanon vor einer humanitären Katastrophe in dem Land. “Zahlreiche Krankenhäuser sind aufgrund der vielen Verwundeten überfüllt und es droht ein Engpass von bestimmten Arzneimitteln und Materialien, insbesondere wenn die Angriffe anhalten sollten”, sagte DRK-Präsident Hermann Gröhe der “Rheinischen Post”.
In den vergangenen Tagen seien zunehmend dicht besiedelte Gebiete ohne ausreichende Vorwarnung unter Beschuss geraten, beklagte das DRK. Das humanitäre Völkerrecht müsse eingehalten werden, forderte Gröhe. Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal müssten geschont und die Zivilbevölkerung geschützt werden.
11:31 Uhr
Libanesischer Beamter: Waffenruhe ist Gesprächsbedingung
Der Libanon beabsichtigt, nächste Woche in Washington an einem Treffen mit US-amerikanischen und israelischen Vertretern teilzunehmen, um über einen Waffenstillstand zu beraten. Dies teilte ein hochrangiger libanesischer Beamter gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mit. Der genaue Termin stehe noch nicht fest. Der Beamte erklärte, der Libanon vertrete die Position, dass ein Waffenstillstand Voraussetzung für weitere Gespräche über ein umfassenderes Abkommen mit Israel sei.
11:06 Uhr
“Die Unsicherheit ist weiterhin groß”
Golfstaaten melden laut ARD-Korrespondentin Katharina Willinger trotz Waffenruhe weiterhin Angriffe – unter anderem auf eine Ölpipeline in Saudi-Arabien. Zur Straße von Hormus gibt es seit der Waffenruhe widersprüchliche Angaben darüber, ob sie geöffnet ist oder nicht. Die Reedereien hätten aber auch bei einer Öffnung Sorge, dass “dann genau an ihrem Schiff ein Exempel statuiert wird”. “Die Unsicherheit da ist weiterhin groß”, so Willinger.
Ob die Verhandlungen in Islamabad etwas bringen – davor hat Willinger vor Beginn noch “einigermaßen große Skepsis”. Zum sogenannten Zehn-Punkte-Plan kursierten zwei Sprachversionen mit unterschiedlichen Erklärungen – auf persisch und auf englisch.
10:57 Uhr
UN warnen vor drohender Ernährungskrise im Libanon
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen warnt vor einer drohenden Ernährungskrise im Libanon. Der Krieg unterbreche die Warenversorgung im Land. “Wir erleben nicht nur eine Krise der Vertreibung, sondern eine sich rasant entwickelnde Ernährungskrise”, sagte WFP-Landesdirektorin Allison Oman in einer Videobotschaft aus Beirut.
Oman warnte, dass Lebensmittel aufgrund steigender Preise und der wachsenden Nachfrage unter den vertriebenen Familien immer unerschwinglicher würden.
10:19 Uhr
Bericht über Explosionen in Iran
Kurz vor den geplanten Friedensgesprächen zwischen Teheran und Washington ist es in Iran laut der Nachrichtenagentur AP zu Explosionen gekommen. Einwohner berichteten demnach, es seien zudem bis zum Morgen in der Gegend um die Hauptstadt Teheran und anderen Regionen wiederholt Geräusche zu hören gewesen, die offenbar von der Flugabwehr stammten. Die iranische Regierung meldete während dieser Zeit keine Angriffe.
10:15 Uhr
Ölkonzerne kritisieren Übergewinnsteuer
Die Mineralölwirtschaft in Deutschland hat die Diskussion um eine Übergewinnsteuer kritisiert. Eine solche Sondersteuer “würde dringend notwendige Investitionen in deutsche Raffinerien gefährden und den Industriestandort Deutschland weiter schwächen”, erklärte der Wirtschaftsverband Fuels und Energie. Eine Übergewinnsteuer wäre außerdem “rechtlich schwer abzugrenzen, mit erheblichen verfassungs- und europarechtlichen Risiken verbunden und würde neue Unsicherheiten für Unternehmen und Investoren schaffen”.
Verbandshauptgeschäftsführer Christian Küchen erklärte, die Raffinerien in Deutschland würden seit Jahren unter ungünstigen Standortbedingungen leiden. Er wies erneut den Vorwurf der Preistreiberei zurück.
09:51 Uhr
Kaum Schiffe in Straße von Hormus
Das Portal Marine Traffic scannt weltweite Schifffahrtsbewegungen – und in der Straße von Hormus ist den aktuellen Angaben zufolge kaum Verkehr. “Von Öltankern keine Spur”, berichtete Bernd Rasem aus der Redaktion der tagesschau. Lediglich zwei Schiffe mit Chemikalien zeigte Marine Traffic in der Meerenge an. “Die Straße ist nach wie vor nicht geöffnet”, sagte Rasem im Update auf tagesschau24.
09:11 Uhr
Pakistan stationiert mehr als 10.000 Sicherheitskräfte in Islamabad
Pakistan hat vor dem Beginn von Verhandlungen zur Beilegung des Iran-Kriegs die Sicherheit in der Hauptstadt Islamabad erhöht. Mehr als 10.000 Sicherheitskräfte, darunter Soldaten, Polizisten und paramilitärische Einheiten wurden Behördenvertretern zufolge in Islamabad stationiert. Das Regierungsviertel und die diplomatische Zone wurden abgeriegelt.
08:38 Uhr
Nahost-Krieg treibt Inflation in Deutschland
Der Iran-Krieg hat das Leben in Deutschland im März sprunghaft verteuert. Massiv gestiegene Energiepreise katapultierten die Inflationsrate mit 2,7 Prozent auf den höchsten Stand seit Januar 2024, wie das Statistische Bundesamt vorläufige Berechnungen bestätigt. Im Februar hatten die Verbraucherpreise um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen.
Erstmals seit Dezember 2023 verteuerte sich Energie – und zwar kräftig: Die Preise für Haushaltsenergie und Kraftstoffe lagen im März den Angaben zufolge um 7,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. “Die deutlichen Preissteigerungen bei den Energieprodukten treiben die Inflation. Insbesondere Kraftstoffe und Heizöl haben sich für die Verbraucherinnen und Verbraucher seit Beginn des Iran-Kriegs sprunghaft verteuert”, sagt die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand.
08:33 Uhr
Selenskyj: Ukrainisches Militär schoss Drohnen im Iran-Krieg ab
Ukrainische Militärs haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj während des Iran-Kriegs in mehreren Ländern der Region Drohnen iranischer Bauart abgeschossen. Die ukrainischen Streitkräfte hätten an aktiven Operationen im Ausland teilgenommen und dabei im eigenen Land hergestellte, kampferprobte Abfangdrohnen eingesetzt. Der Einsatz sei Teil des umfassenden Bemühens, Partnern bei der Abwehr von Geschossen zu helfen, die auch Russland in seinem Invasionskrieg gegen die Ukraine einsetze.
08:11 Uhr
Verhandlungsdelegationen sollen heute in Pakistan eintreffen
Für die USA sollen die Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner als Verhandler in Islamabad eintreffen. Dem Weißen Haus zufolge wird auch Vizepräsident JD Vance zur Delegation gehören. “Wer für die iranische Seite verhandelt, das ist noch offen”, berichtete Benjamin Weber im ARD-Morgenmagazin. “Politisch gesehen wäre es für beide Seiten gut, wenn es eine Einigung gäbe”, so Weber.
08:00 Uhr
Republikaner blockieren Vorstoß der Demokraten zu Iran-Einsatz
Die Republikaner im US-Repräsentantenhaus haben am Donnerstag (US-Ortszeit) erneut einen Vorstoß der Demokraten zur Beendigung der Militäroperationen gegen Iran blockiert. Die Abgeordneten der Partei hinter US-Präsident Donald Trump verhinderten eine Resolution der Demokraten, die Trump die Vollmachten für den Einsatz entziehen sollte.
Die Initiative der Demokraten in einer verkürzten Proforma-Sitzung während der Parlamentspause hatte zwar überwiegend symbolischen Charakter. Die Demokraten kündigten aber an, nach der Osterpause in der kommenden Woche weitere Abstimmungen über Trumps Kriegsvollmachten durchsetzen zu wollen.
06:54 Uhr
Verbände fordern Entlastungen
Eine Allianz aus Verbänden fordert die Bundesregierung angesichts der schwierigen Lage der Wirtschaft durch den Iran-Krieg zu einer Senkung der Stromsteuer für alle Unternehmen auf. Das sei ein Bestandteil von “spürbaren Entlastungen”, heißt es in einem Schreiben von Verbänden an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
Weiter ist die Rede von einer Deckelung der Sozialversicherungsbeiträge bei maximal 40 Prozent und einem “schonungslosen Befreiungsschlag” von staatlicher Überregulierung. Das Schreiben kommt vom Handelsverband Deutschland, dem Außenhandelsverband BGA, dem Mittelstandsverbund sowie dem Bundesverband der Freien Berufe.
06:18 Uhr
Australien will sich nicht an Angriffen auf Iran beteiligen
Australien will im Iran-Krieg keine offensive militärische Rolle einnehmen. Australiens Vize-Premier Richard Marles lehnte Forderungen des früheren Regierungschefs Tony Abbott ab, der darauf gedrängt hatte, dass sich die australische Luftwaffe maßgeblich am Iran-Krieg beteiligen solle.
Abbott schrieb am Freitag in einem Meinungsbeitrag, Australien hätte den US-Luftstreitkräften Unterstützung anbieten sollen, etwa durch den Einsatz australischer Kampfflugzeuge. Marles, der auch Verteidigungsminister ist und den im Ausland befindlichen Premierminister Anthony Albanese vertritt, sagte, Australien habe ein Aufklärungsflugzeug in die Vereinigten Arabischen Emirate entsandt, sei aber “nicht Teil dieses Konflikts gegen den Iran”. Man werde im nationalen Interesse handeln und sei anderer Ansicht als Abbott, sagte Marles dem australischen Rundfunk ABC.
04:04 Uhr
Trotz Waffenruhe: Kuwait meldet iranische Angriffe
Kuwait hat Iran und seinen Stellvertretern vorgeworfen, am Donnerstag trotz der zweiwöchigen Waffenruhe Drohnenangriffe auf das Land durchgeführt zu haben. Das kuwaitische Außenministerium erklärte, die Drohnenangriffe in der Nacht zum Donnerstag hätten “einige lebenswichtige kuwaitische Einrichtungen” zum Ziel gehabt.
Unterdessen bestätigte die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Beamten einen Angriff, bei dem die wichtige Ost-West-Pipeline beschädigt worden sei. Die Pipeline transportiert Öl an das Rote Meer und umgeht die Straße von Hormus, die Iran trotz der Feuerpause weitgehend kontrolliert.
01:59 Uhr
Irans Ex-Außenminister Charrasi getötet
Der frühere iranische Außenminister Kamal Charrasi ist Behördenangaben zufolge nach einem Luftangriff seinen Verletzungen erlegen. Der Leiter des Strategischen Rats für Auswärtige Beziehungen sei vor einigen Tagen bei einem israelisch-amerikanischen Luftangriff verwundet worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.
Charrasi warfare von 1997 bis 2005 Außenminister der Islamischen Republik. Zuletzt beriet er Medienberichten zufolge den obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei, der zu Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran getötet worden warfare.
01:42 Uhr
Israel attackiert Hisbollah-Stellungen
Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Stellungen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Bei der Attacke seien etwa zehn Abschussrampen getroffen worden, von denen aus zuvor Geschosse auf den Norden Israels abgefeuert worden seien, teilte das Militär mit.
01:30 Uhr
Trump kritisiert iranisches Vorgehen in Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump hat Zweifel an der Waffenruhe im Iran-Krieg geäußert. “Iran macht einen sehr schlechten Job – manche würden sagen, einen unehrenhaften -, wenn es darum geht, Öl durch die Straße von Hormus passieren zu lassen”, schrieb er am Abend auf seiner Plattform Truth Social. “Das ist nicht die Vereinbarung, die wir haben!”
Die Wiederöffnung der Meerenge ist Teil der Einigung auf eine Waffenruhe. Das Weiße Haus erklärte jedoch, Trump lehne es ab, dass das iranische Militär, das die Wasserstraße weiterhin kontrolliert, Gebühren für durchfahrende Schiffe erhebt.
00:29 Uhr
Großbritannien verurteilt iranische Angriffe auf Golfstaaten
Der britische Premierminister Keir Starmer hat bei Treffen mit den Staatschefs von Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) die iranischen Angriffe auf die Länder scharf verurteilt. Bei einem Gespräch mit dem Präsidenten der VAE, Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan, in Abu Dhabi seien sich beide einig, dass die iranischen Angriffe auf die zivile Infrastruktur in der Region nicht zu rechtfertigen seien, teilte der Regierungssitz Downing Street mit. Zudem erörterten sie die Lage in der Straße von Hormus und die Notwendigkeit, den freien Warenverkehr zur Unterstützung der globalen Lieferketten wiederherzustellen.
00:28 Uhr
Israel meldet Raketenangriff der Hisbollah
Die Terrororganisation Hisbollah hat in der Nacht aus dem Libanon Raketen auf Israel abgefeuert. Das melden die israelischen Streitkräfte. Unter anderem in der Mittelmeermetropole Tel Aviv wurde Luftalarm gegeben. Die von Iran unterstütze Miliz selbst erklärte, sie habe am späten Abend israelische militärische Infrastruktur in der nördlichen Stadt Haifa angegriffen.
00:05 Uhr
Trump warnt vor Gebühren für Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump warnt Iran davor, von Tankern Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu verlangen. “Das sollten sie besser lassen, und falls sie es tun, sollten sie sofort damit aufhören”, schreibt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social.
00:30 Uhr
Der Liveblog vom Donnerstag zum Nachlesen
Nach den israelischen Angriffen auf den Libanon ist die Zahl der Todesopfer laut Gesundheitsministerium auf mehr als 300 gestiegen. Israels Premierminister Netanjahu hat direkte Verhandlungen mit dem Libanon angekündigt.
https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-iran-freitag-108.html