Krieg in Nahost: ++ Angriffe werden die „Hölle“ für USA und Israel, droht der Iran ++ Liveticker | EUROtoday

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Vor Ablauf am Mittwochabend hat US-Präsident Trump die Feuerpause mit dem Iran verlängert. Unterdessen diskutieren heute in Luxemburg die EU-Außenminister über den Krieg. Mehr im Liveticker.

Am 28. Februar begannen die USA und Israel, den Iran anzugreifen. Führungsfiguren des Regimes in Teheran wurden ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgte Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Am Mittwoch läuft eine vereinbarte Waffenruhe aus. Die Blockade der Straße von Hormus wurde wieder aufgenommen.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:

22:24 Uhr – Trump verlängert Waffenstillstand mit dem Iran erneut

US-Präsident Donald Trump hat die Feuerpause mit dem Iran erneut verlängert. Das kündigt Trump am Abend an. Eigentlich wäre die ​Feuerpause am Mittwochabend (US-Ostküstenzeit) abgelaufen.

20:22 Uhr – UN: Zehntausende Seeleute sitzen im Persischen Golf fest

Nach UN-Angaben sind wegen des Krieges immer noch Zehntausende Seeleute im Persischen Golf gestrandet. „Rund 20.000 zivile Seeleute befinden sich weiterhin an Bord von Schiffen im Persischen Golf“, sagte die Sprecherin der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO), Natasha Brown. Ihre Vorräte gingen zur Neige. Die Besatzungen litten zudem unter Müdigkeit und schwerem psychischem Stress.

19:39 Uhr – US-Vertreter: Abreise von JD Vance nach Pakistan verzögert sich wegen weiterer Beratungen

Die Abreise von US-Vizepräsident JD Vance zu Gesprächen in Pakistan über eine Beendigung des Iran-Kriegs hat sich am Dienstag nach Angaben aus dem Weißen Haus wegen zusätzlicher Beratungen in Washington verzögert. „Es finden zusätzliche Treffen im Weißen Haus statt, an denen der Vizepräsident teilnehmen wird“, erklärte ein hochrangiger Mitarbeiter des Weißen Hauses gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Nähere Angaben machte er nicht.

Pakistan hat die USA und den Iran zu neuen Gesprächen über eine Beendigung ihres Krieges eingeladen. Vance soll die US-Delegation anführen. Vom Iran gab es keine offizielle Bestätigung seiner Teilnahme. Iranischen Staatsmedien berichteten vielmehr, es sei noch keine Delegation aus dem Iran auf dem Weg ins Verhandlungsland Pakistan.

16:43 Uhr – USA prüfen Währungsswap mit den Emiraten

Die US-Regierung erwägt einen Währungsswap mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. US-Präsident Donald Trump bestätigte in einem Interview des Senders CNBC, er prüfe einen entsprechenden Antrag der Zentralbank der Emirate. Der Austausch der Währungen soll die Dollar-Liquidität der ölreichen Emirate sichern, die durch den Iran-Krieg unter Druck geraten ist.

Trump zeigte sich überrascht, dass das Land Hilfe benötigt, machte aber deutlich, dass er offen für diesen Schritt sei, um den Anliegen seines Verbündeten entgegenzukommen. „Ich bin überrascht, denn sie sind wirklich reich“, sagte der Präsident. Wenn er helfen könne, werde er das tun.

Bei einem Währungsswap tauschen zwei Länder für einen bestimmten Zeitraum ihre Währungen aus. Damit sollen Währungsliquidität gesichert und Wechselkursrisiken abgesichert werden.

16:18 Uhr – Trump fordert Iran zur Freilassung von acht zum Tode verurteilten Frauen auf

US-Präsident Donald Trump hat Teheran aufgefordert, acht mutmaßlich zum Tode verurteilte Frauen freizulassen und einen solchen Schritt als „sehr guten Start für die Verhandlungen“ zwischen den USA und dem Iran bezeichnet. „An die iranische Führung, die bald mit meinen Vertretern verhandeln wird: Ich wäre sehr dankbar für die Freilassung dieser Frauen“, erklärte Trump am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social.

„Bitte tut ihnen nichts an! Das wäre ein sehr guter Start für die Verhandlungen!“, schrieb Trump dort weiter als Kommentar zu einem Beitrag, den er teilte. Der von Trump geteilte Beitrag zeigt die Fotos von acht Frauen mit den Worten: „Die Islamische Republik Iran bereitet sich darauf vor, acht Frauen zu hängen.“

15:46 Uhr – Trump: Iran hat keine andere Wahl, als weiterzuverhandeln

Vor möglichen weiteren Gesprächen mit dem Iran in Pakistan sieht US-Präsident Donald Trump sein Land in einer starken Verhandlungsposition. Der Iran habe keine andere Wahl, als Vertreter für weitere Gespräche mit einer US-Delegation zu schicken, sagte Trump dem Sender CNBC in einem Interview. Er denke, dass man einen „großartigen Deal“ erzielen werde. „Ich denke, sie haben keine andere Wahl“, sagte er über den Iran. Trump bekräftigte dabei auch, dass die USA ihre Seeblockade iranischer Häfen erst aufheben werde, wenn es ein „finales Abkommen“ gebe.

Der Iran habe seine Munitionsvorräte wahrscheinlich „ein bisschen“ aufgefüllt, sagte Trump. Die USA hätten am Montag ein Schiff abgefangen, „das einige Dinge an Bord hatte, was nicht sehr nett warfare, vielleicht ein Geschenk aus China. Ich weiß es nicht“. Wie er zu diesen Anschuldigungen gegenüber China kommt, führte Trump nicht weiter aus – er sagte aber, er sei überrascht gewesen. Er habe ein sehr gutes Verhältnis mit Chinas Präsident Xi Jinping und dachte, er hätte eine Vereinbarung mit ihm – „aber das ist in Ordnung. So läuft Krieg nun mal, oder?“

15:16 Uhr – Trump will Waffenruhe mit dem Iran nicht verlängern, wirft Teheran „zahlreiche“ Verstöße vor

US-Präsident Donald Trump will die ​Waffenruhe mit dem Iran nach eigenen Worten nicht verlängern. Die USA seien zu einem militärischen Vorgehen bereit, sagt Trump in einem Interview des Senders CNBC. ⁠Man habe nicht mehr viel Zeit. Zugleich betont der Präsident, die USA befänden sich in einer „sehr, sehr starken Verhandlungsposition“, die Blockade iranischer Häfen sei ein Erfolg. „Wir werden am Ende ein großartiges Abkommen erzielen“, betonte der US-Präsident einen Tag vor Auslaufen des Waffenruhe-Abkommens mit Teheran.

Der iranischen Seite warf Trump zudem in seinem Onlinedienst Truth Social vor, wiederholt gegen die getroffene Vereinbarung verstoßen zu haben. Die Islamische Republik habe die Feuerpause „zahlreiche Male“ verletzt, erklärte er.

14:04 Uhr – USA stoppen sanktionierten Öltanker im Indischen Ozean

US-Streitkräfte haben einen Öltanker geentert, der wegen des Schmuggels iranischen Rohöls in Asien mit Sanktionen belegt wurde. Das US-Verteidigungsministerium teilt in den sozialen Medien mit, die Truppen hätten eine maritime Intervention im Rahmen ihres Rechts durchgeführt und seien ohne Zwischenfälle an Bord der „M/T Tifani“ gegangen. Schiffsverfolgungsdaten zeigen die „Tifani“ im Indischen Ozean zwischen Sri Lanka und Indonesien.

In der Mitteilung heißt es, der Einsatz sei in der Nacht ausgeführt worden. „Internationale Gewässer sind kein Zufluchtsort für sanktionierte Schiffe“, erklärt das Pentagon.

13:51 Uhr – Libanon pocht auf Abzugs Israels und droht mit Konsequenzen

Der ​libanesische Parlamentspräsident Nabih Berri warnt Israel vor Konsequenzen, sollte sich seine Armee nicht aus dem Süden des Landes zurückziehen. Wenn ⁠Israel seine Besatzung aufrechterhalte, werde es „jeden Tag den Geruch des Widerstands riechen“, sagt der Verbündete der Hisbollah-Miliz der Zeitung „Al-Dschumhurija“. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz pocht unterdessen auf die Entwaffnung der Hisbollah. Sollte die libanesische Regierung dies nicht umsetzen, werde das israelische Militär seine Einsätze fortsetzen. Derzeit gilt eine Waffenruhe.

13:21 Uhr – Iran zeigt sich kriegsbereit: „Hölle“ für USA und Israel

Irans Militär zeigt sich vor dem Auslaufen der Waffenruhe bereit für eine Wiederaufnahme des Kriegs gegen Israel und die USA. Das Militär sei einsatzbereit und werde sich nicht überraschen lassen, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, Sprachrohr der mächtigen Revolutionsgarden. Neue Ziele seien für eine Rückkehr zum Krieg identifiziert worden. Vom ersten Moment der Wiederaufnahme von Angriffen werde man eine „Hölle“ für die Amerikaner und Israelis schaffen, heißt es.

10:35 Uhr – Wadephul fordert Iran zu Verhandlungen mit USA auf

Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert den Iran auf, jetzt dringend die Verhandlungen ⁠mit den USA in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad fortzusetzen. Der Krieg müsse schnell beendet werden, sagt Wadephul vor Beratungen der EU-Außenminister in Luxemburg. Zudem müsse die sichere Schiffspassage durch die Straße von Hormus wieder gewährleistet sein, mahnt der Minister.

10:31 Uhr – Staatsfernsehen: Noch keine iranische Delegation nach Pakistan aufgebrochen

Nach iranischen Angaben ist noch keine Delegation aus Teheran zu möglichen Friedensverhandlungen mit US-Vertretern nach Pakistan gereist. Gegenteilige Berichte seien falsch, heißt es im iranischen Staatsfernsehen. „Weder eine Haupt- noch eine Nebendelegation“ seien nach Islamabad aufgebrochen.

09:38 Uhr – Israel: Hisbollah-Chef wird „mit seinem Kopf bezahlen“

Der israelische Verteidigungsminister droht erneut mit der Tötung des Hisbollah-Chefs. Naim Kassim werde „mit seinem Kopf bezahlen“, sagt Minister Israel Katz nach Medienberichten bei einer Veranstaltung zum israelischen Soldatengedenktag.

Auch während einer Waffenruhe bleibe die Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz das übergreifende Ziel, sagt Katz nach Angaben des Nachrichtenportals „ynet“. Die Hisbollah habe Israel „im Dienste ihrer iranischen Herren angegriffen“ und werde dafür den Preis zahlen. „Jeder, der die Hand gegen Israel erhebt, dem wird sie abgeschlagen. Wir werden nicht zur Realität vor dem 7. Oktober 2023 zurückkehren“, sagt Katz demnach.

04:01 Uhr – EU-Außenminister diskutieren über Iran-Krieg

Die Außenminister der EU treffen sich am Dienstag in Luxemburg, um über den Iran-Krieg und die Lage in der Ukraine zu beraten (10.15 Uhr). Spanien hat zudem angekündigt, bei dem Treffen erneut die Aufkündigung des EU-Assoziierungsabkommens mit Israel zur Debatte zu stellen, dem es Verstöße gegen das Völkerrecht vorwirft. Der scheidende ungarische Außenminister Peter Szijjarto wird nicht an dem Treffen teilnehmen.

02:04 Uhr – Teheran will bei Wiederaufnahme des Krieges „neue Trümpfe“ ausspielen

Im Falle einer Wiederaufnahme des Iran-Krieges stehen Teheran dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf zufolge „neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld“ zur Verfügung. „In den vergangenen zwei Wochen haben wir uns darauf vorbereitet, neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld auszuspielen“, erklärte Ghalibaf, der iranische Chefunterhändler in den Gesprächen mit Washington, am Montag im Onlinedienst X. Er bekräftigte zudem, Teheran akzeptiere „keine Verhandlungen im Schatten von Drohungen“.

01:53 Uhr – Iran: Trump will Verhandlungstisch in „Kapitulationstisch“ verwandeln

Der iranische Chefunterhändler und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf schreibt auf X, Teheran akzeptiere keine Verhandlungen mit den USA unter Drohungen. US-Präsident Donald Trump versuche, den Verhandlungstisch in einen „Kapitulationstisch“ zu verwandeln, fügte er hinzu.

Montag, 20. April

21:50 Uhr – Iran nennt Hindernis für Gespräche – schließt sie aber nicht aus

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat den USA neue Vorwürfe gemacht – eine neue Verhandlungsrunde aber nicht explizit ausgeschlossen. „Die Provokationen, die Drohrhetorik und die anhaltenden Verstöße der USA gegen die Waffenruhe, insbesondere die Angriffe auf iranische Handelsschiffe, sind ein erhebliches Hindernis für eine Fortsetzung des diplomatischen Prozesses“, sagte er einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge in einem Telefonat mit seinem pakistanischen Amtskollegen. „Der Iran wird die Umstände genauestens abwägen und dann über den weiteren Weg entscheiden.“

Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar appellierte an Araghtschi, den Dialog schnellstmöglich fortzusetzen, um Frieden sowie Stabilität in der Region zu fördern, wie das Außenministerium auf der Plattform X zu dem Telefonat mitteilte. Ähnlich hatte er sich bereits in einem Telefonat am Sonntag geäußert.

20:45 Uhr – Libanon meldet Verletzte nach israelischem Angriff

Bei einem israelischen Angriff im Libanon sind nach Behördenangaben trotz einer geltenden Waffenruhe mehrere Menschen verletzt worden. Das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Beirut meldete, dass bei einem Angriff in der Provinz Nabatija im Südlibanon sechs Menschen verletzt wurden. Das israelische Militär teilte auf Nachfrage mit, die Angelegenheit zu prüfen.

Seit vergangener Woche gilt nach mehr als sechs Wochen Krieg eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon.

In der aktuellen Vereinbarung heißt es, Israel soll zwar „offensive“ Einsätze gegen Ziele im Libanon unterlassen, das Land darf sich jedoch gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen.

19:00 Uhr – Merz: Wohl nur Rutte und ich können noch intestine mit Trump reden

Bundeskanzler Friedrich Merz geht nach eigenen Worten davon aus, dass er zu den wenigen Personen in Europa gehört, die noch offen mit US-Präsident Donald Trump reden können. „Wahrscheinlich sind (Nato-Generalsekretär) Mark Rutte und ich zurzeit die einzigen, die relativ vertrauensvoll und intestine mit ihm sprechen können“, sagt Merz auf dem Jahresempfang des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) in Berlin.

„Andere haben, aus welchen Gründen auch immer, vielleicht mehr Probleme mit ihm.“ Er versuche, ein ​gutes persönliches Verhältnis zu erhalten. Trump sei nun einmal US-Präsident. „Und der deutsche Bundeskanzler muss mit jedem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika versuchen, vernünftig auszukommen.“ Er habe Zugang zu Trump – „jedenfalls, wenn die Türen geschlossen sind und die Presse nicht mehr dabei ist, wird es besser. Aber es ist immer noch nicht intestine. Es ist halt schwierig.“

18:57 Uhr – Merz: Es gibt Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges

Bundeskanzler Friedrich Merz sieht einen Hoffnungsschimmmer im Iran-Krieg. „Die Lage bleibt angespannt, gerade auch im Mittleren und Nahen Osten“, sagt Merz auf dem Jahresempfang des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) in Berlin. „Die Ereignisse der letzten Stunden lassen uns nicht ohne Hoffnung bleiben, dass es vielleicht doch zu einem baldigen Ende kommen könnte.“ Die Auswirkungen dieses Krieges auf Wachstum und wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hingen maßgeblich ​von seiner Dauer und seiner Intensität ab.

18:30 Uhr – Trump: Verlängerung von Waffenruhe „höchst unwahrscheinlich“

US-Präsident Donald Trump hat eine Verlängerung der in der Nacht zum Mittwoch MESZ auslaufenden Waffenruhe mit dem Iran durch ihn als „höchst unwahrscheinlich“ bezeichnet. Die für den globalen Ölhandel wichtige Straße von Hormus werde so lange blockiert, bis es ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran zum Krieg gebe, sagte Trump am Montag Bloomberg News.

17:43 Uhr – Vance noch nicht auf dem Weg nach Pakistan

US-Vizepräsident J.D. Vance ist nach Angaben eines Insiders noch nicht nach Pakistan aufgebrochen, da die Aussichten auf eine zweite Verhandlungsrunde mit dem Iran weiterhin unklar sind. Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, Vance werde in einigen Stunden in Pakistan sein. Die „New York Post“ hatte berichtet, dass Vance, der Gesandte des Weißen Hauses Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner auf dem Weg zu den Gesprächen seien.

AP/AFP/Reuters/dpa/ceb/krö/doli/sebe/jmr/säd

https://www.welt.de/politik/ausland/article69e43d97064e04c985e98958/krieg-in-nahost-angriffe-werden-die-hoelle-fuer-usa-und-israel-droht-der-iran-liveticker.html