Iran-Liveblog: ++ Dritter US-Flugzeugträger in Nahost angekommen ++ | EUROtoday

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Die USS George H.W. Bush (CVN 77) verlässt ihren Heimathafen am 31.03.2026 und fährt auf dem James River in Richtung Hampton Roads Bridge-Tunnel.


liveblog

Stand: 23.04.2026 • 22:26 Uhr

Ein dritter US-Flugzeugträger hat nach Angaben des amerikanischen Militärs den Nahen Osten erreicht. Der israelische Verteidigungsminister Katz erklärte, Israel sei bereit zur Fortsetzung des Iran-Kriegs.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

22:26 Uhr

Trump: Iran könnte sich während Waffenruhe neu bewaffnet haben

Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump hat Iran während der zweiwöchigen Waffenruhe möglicherweise wieder “ein bisschen” aufgerüstet – fügte jedoch hinzu, dass das US-Militär das in etwa einem Tag ausschalten könne. Nuklearwaffen werde er aber nicht einsetzen, sagte Trump vor Journalistinnen und Journalisten im Weißen Haus. Er könne jetzt sofort einen “Deal” mit Iran machen, warte aber, damit dieser auch anhaltend sei. An die Amerikannerinnen und Amerikaner gerichtet sagte Trump, sie müssten noch eine Weile auf höhere Energiepreise einstellen.

21:57 Uhr

Dritter US-Flugzeugträger erreicht Nahen Osten

Ein dritter US-Flugzeugträger hat die Gegend des Nahen Ostens erreicht. Die “USS George H.W. Bush” befinde sich im Indischen Ozean, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs, Centcom, auf der Plattform X mit. Ein US- Flugzeugträger, die “USS Abraham Lincoln”, befindet sich im Arabischen Meer, ein witerer, die “USS Gerald R. Ford” im Roten Meer. Die “Bush” conflict Ende März von ihrem Heimathafen Norfolk im US-Bundesstaat Virginia losgefahren. Das letzte Mal, dass die USA drei Flugzeugträger im Zuständigkeitsbereich von Centcom hatten, sei 2003 gewesen, als die USA sich auf die Invasion des Iraks vorbereiteten, zitierte das Wall Street Journal einen US-Beamten.

21:38 Uhr

Trump: “Habe alle Zeit der Welt”

Die USA haben laut Präsident Trump keine Eile, den Iran-Krieg zu beenden – im Gegensatz zu Teheran. “Ich habe alle Zeit der Welt”, erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social. Iran dagegen stehe – aus seiner Sicht – viel stärker unter Druck. Die Uhr “ticke”, so Trump. Zuvor hatte es verschiedene Angaben dazu gegeben, ob Trump Iran eine neue Frist für die verlängerte Waffenruhe gesetzt hatte oder nicht.

21:19 Uhr

Iranische Agentur: Luftalarm durch Drohnen ausgelöst

Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars ist die Aktivierung der Luftverteidigung an Abend an verschiedenen Orten in Iran auf mehrere kleine Drohnen am Himmel zurückzuführen. Das habe ein Fars-Reporter berichtet.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der Konfliktparteien können nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

21:00 Uhr

Gesundheitsministerium: Drei Tote bei Angriff im Südlibanon

Bei einem israelischen Angriff im Süden des Libanon – trotz der geltenden Waffenruhe – sind nach libanesischen Angaben drei Menschen getötet worden. Wie das Gesundheitsministerium in Beirut mitteilte, wurde bei dem Angriff eine Straße in der Region Nabatäa getroffen, die mehr als 30 Kilometer nördlich der Grenze zu Israel liegt. Bei einem weiterem Angriff in Jater, intestine vier Kilometer nördlich der Grenze, wurden demnach zwei Menschen verletzt, darunter ein Kind.

20:44 Uhr

Berater: “Müssten Golfstaaten jetzt schon helfen”

Moritz Brake, Berater für maritime Sicherheit, hält die Vorbereitung der deutschen Marine auf einen Einsatz in der Straße von Hormus für sinnvoll – allerdings sei das Szenario für “nach dem Krieg” aktuell sehr unrealistisch.

20:36 Uhr

Sicherheitskreise: Israel greift Iran offenbar nicht an

Die Nachrichtenagentur AFP berichtet unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass Israel Iran derzeit nicht angreife. Zuvor hatte es Berichte über die Aktivierung der Luftverteidigungssysteme in Teheran gegeben.

20:13 Uhr

Aktivist nach Aktion an US-Konsulat festgenommen

Aus Protest gegen den Iran-Krieg haben Aktivisten des sogenannten Widerstandskollektivs die Pforte des US-Konsulats in München mit roter Farbe beschmiert. Ein Mann sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Der Staatsschutz sei hinzugezogen worden. Der Protest habe sich gegen den aus ihrer Sicht völkerrechtswidrigen Krieg der USA in Iran und gegen US-Imperialismus gerichtet, teilten die Aktivisten mit.

20:12 Uhr

Israel: Zwei “Terroristen” im Südlibanon getötet

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben “zwei bewaffnete Terroristen” in der Region Aainata im Süden Libanons getötet, die sich den Soldaten genähert haben sollen.

20:12 Uhr

Papst ruft USA und Iran zu neuen Verhandlungen auf

Papst Leo XIV. hat die USA und Iran zu neuen Verhandlungen für ein Ende des Kriegs aufgefordert. Bei einer Pressekonferenz über verschiedene Themen auf dem Rückflug von seiner Afrika-Reise prangerte das katholische Kirchenoberhaupt auch die Todesstrafe an.

20:00 Uhr

Agentur: Luftverteidigungssysteme in Teheran aktiviert

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters berichtet die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Mehr, dass in Teilen der Hauptstadt Teheran Luftverteidigungsysteme zu hören seien. Diese gingen gegen “feindliche Ziele” vor. Zuvor hatte die Agentur Nour News berichtet, in Teheran seien Luftverteidigungs-Systeme aktiviert worden. Details dazu wurden nicht genannt. Am Ölmarkt zogen die Preise in Folge der Nachricht an. Zuletzt hatten manche Beobachter spekuliert, die USA könnten ungeachtet der Feuerpause einen Überraschungsangriff auf Iran starten.

19:50 Uhr

Libanesische Regierung berät über Beitritt zum Haager Tribunal

Das libanesische Regierungskabinett erwägt einen Beitritt zum Internationalen Strafgerichtshof (IStGH). Der stellvertretende Regierungschef Tarek Mitri erklärte, am Donnerstag habe es auf Ministerebene entsprechende Beratungen gegeben. Dabei sei es um einen Beitritt für “einen bestimmten Zeitraum” gegangen. Mitri sagte, ein solcher Schritt würde es dem IStGH ermöglichen, zu mutmaßlichen Kriegsverbrechen und Völkerrechtsverletzungen zu ermitteln, die auf libanesischem Staatsgebiet begangen worden seien. Der Libanon hat Israel Kriegsverbrechen und wiederholte Verstöße gegen das Völkerrecht im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Hisbollah-Miliz vorgeworfen.

19:33 Uhr

Direkte Gespräche zwischen Israel und Libanon gehen weiter

In Washington läuft eine erneute direkte Gesprächsrunde zwischen Israel und dem Libanon. Details sind bisher kaum bekannt. “Es ist auch die Tagesordnung nicht genau bekannt”, erklärt Melanie Marks aus der Redaktion der tagesschau. Der libanesische Präsident Aoun habe gestern eher kurzfristige Ziele der Gespräche betont – wie eine Verlängerung der Waffenruhe und der Rückzug der israelischen Armee aus dem Südlibanon. Israels hingegen habe eher längerfristige Ziele ausgerufen.

19:23 Uhr

Hapag-Lloyd: Derzeit kaum Chancen für Rückkehr von Schiffen

Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd sieht aktuell keine Möglichkeit zur Rückholung ihrer im Persischen Golf festsitzenden Frachter. “Im Moment sehen wir keine Option, da rauszukommen”, sagte Konzernchef Rolf Habben Jansen bei einer Online-Branchenveranstaltung. Die Crews seien intestine versorgt mit Lebensmitteln und Frischwasser. Das sei nicht das Problem. “Wir warten auf ein Zeitfenster, in dem man möglicherweise herauskommt.”

Nach früheren Angaben sitzen sechs Hapag-Frachter mit rund 150 Seeleuten an Bord fest. Auch zahlreiche Schiffe anderer Reedereien sind im Golf gestrandet.

19:14 Uhr

Irans Zentralbank bestätigt Eingang von Maut für Straße von Hormus

Die iranische Zentralbank hat den Erhalt erster Gebühren für die Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus bestätigt. Laut der Nachrichtenagentur Fars gingen die Zahlungen in bar oder Devisen ein, nicht aber in Kryptowährung. Die Höhe der Abgaben richtet sich laut dem Bericht nach der Art und Menge der geladenen Fracht sowie dem jeweiligen “Risikograd”.

Konkrete Summen nannte die Bank nicht. Branchenkreise hatten zuvor von Forderungen in Höhe von bis zu zwei Millionen US-Dollar professional Durchfahrt berichtet.

19:11 Uhr

Iranischer Justizchef lobt Machtdemonstration

Der iranische Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi hat die Machtdemonstration seines Landes in der Straße von Hormus gelobt. In einem Beitrag auf der Plattform X erklärte er, die Streitkräfte der Islamischen Republik bewiesen in der Meerenge Stärke.

Die “Moskitoflotte” der Revolutionsgarde aus Schnellbooten und Drohnen lauere in den Meereshöhlen der Insel Faror auf US-Kriegsschiffe und sei bereit, die US-Luftverteidigung zu überlasten und den sogenannten Invasoren eine totale Niederlage beizufügen, schrieb er.

18:42 Uhr

Katz: Israel für Fortsetzung von Krieg gegen Iran bereit

Israel ist nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz zur Fortsetzung des Kriegs gegen Iran bereit. Man warte auf “grünes Licht” von den USA, teilte Katz mit. Das israelische Militär sei bereit für sowohl defensive als auch offensive Einsätze. Zudem stünden schon Ziele fest, erklärte Katz.

18:28 Uhr

Blauhelmsoldaten ersetzen beschädigte Jesus-Statue im Libanon

Italienische Blauhelmsoldaten haben eine von israelische Soldaten beschädigte Jesus-Statue im Libanon ersetzt. Wie die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni mitteilte, hatte das italienische Kontingent der UN-Mission Unifil die Idee, “dem libanesischen Dorf Debl ein neues Kruzifix zu spenden”. Die Errichtung der neuen Statue sei “eine kraftvolle Botschaft der Hoffnung, des Dialogs und des Friedens”.

Die Statue eines gekreuzigten Jesus hatte im vorwiegend von Christen bewohnten Dorf Debl im Südlibanon nahe der Grenze zu Israel gestanden. Ein Foto eines israelischen Soldaten, der mit einem großen Hammer auf den Kopf der Jesus-Statue einschlägt, die offenbar schon zuvor von ihrem Kreuz geholt worden conflict, sorgte diese Woche worldwide für Empörung.

18:25 Uhr

Hisbollah meldet Angriffe auf israelische Stellungen

Die Hisbollah hat nach eigenen Angaben israelische Militärstellungen im Südlibanon angegriffen. In einer Mitteilung erklärte die libanesische Schiitenmiliz, sie habe israelische Soldaten im Dorf Taybe unter Beschuss genommen und andernorts eine Drohne abgeschossen. Das israelische Militär hatte zuvor mitgeteilt, im südlichen Libanon habe die Armee ein “Luftziel” abgefangen.

18:01 Uhr

Selenskyj nennt Details zu Drohnen-Abkommen mit drei Golfstaaten

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Einzelheiten zu Drohnen-Abkommen seines Landes mit Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten bekanntgegeben. Die Sicherheitsabkommen sollen diesen drei Golfstaaten bei der Herstellung wesentlich günstigerer Drohnen und Drohnenabfanggeräte helfen, wie Selenskyj in einem Interview des Senders CNN sagte.

“Eine (günstige, in Iran konzipierte Shahed-Drohne) kann zwischen 80 und 130.000 Dollar kosten”, erklärte Selenskyj. “Sie wird nicht mit einer Rakete im Wert von 3-4 Millionen Dollar zerstört, sondern mit einem Abfanggerät, das 10.000 Dollar kostet.” Er wolle den Golfstaaten bei der Verteidigung helfen, gab Selenskyj an.

17:39 Uhr

Gipfeltreffen im Schatten des Iran-Kriegs

Nur zweieinhalb Flugstunden von Teheran entfernt treffen sich heute auf Zypern die Staats-und Regierungschefs der Europäischen Union zu einem Gipfel. Der Konflikt sei dort besonders spürbar, berichtet ARD-Korrespondentin Tina Hassel von vor Ort. “Eine Koalition der Willigen mit inzwischen über 40 Ländern will die Straße von Hormus mit absichern – aber erst nach einem UN-Mandat.” Kontrovers werde diskutiert, ob die USA an dieser Stabilisierungsmission beteiligt sein sollen.

17:25 Uhr

EU-Kommission will keine Übergewinnsteuer einführen

Die EU-Kommission erteilt der von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) und europäischen Kollegen geforderten Sondersteuer auf überhöhte Krisengewinne von Energiekonzernen eine Absage. “Die Kommission hat derzeit keine Pläne, Übergewinnsteuern einzuführen, und wir werden nicht darüber spekulieren, ob solche Maßnahmen in Zukunft eingeführt werden oder nicht”, sagte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa.

Energiekommissar Dan Jørgensen hatte am Mittwoch in Brüssel gesagt, für eine Entscheidung für eine solche Abgabe auf EU-Ebene müssten sich alle Mitgliedstaaten einig sein. Dies sehe die Kommission derzeit nicht. Die Mitgliedsstaaten könnten sich aber bereits auf ihre nationalen fiskalischen Befugnisse stützen und entsprechende Maßnahmen zur Besteuerung von Übergewinnen gestalten, hieß es weiter.

16:44 Uhr

Deutsche Marine gibt sich einsatzbereit

Die Deutsche Marine ist nach Überzeugung ihres Inspekteurs, Vizeadmiral Jan Christian Kaack, für einen möglichen Einsatz zur Minenräumung in der Straße von Hormus gerüstet. “Die Marine, das kann ich Ihnen versichern, wird bereit sein”, sagte er bei einer Informationsveranstaltung das 3. Minensuchgeschwader heute in Kiel. Voraussetzung für einen Einsatz seien das Ende der Kampfhandlungen im Einsatzgebiet, ein Mandat und ein Parlamentsbeschluss.

“Die Marine leistet viel mit der kleinsten Flotte aller Zeiten, die wir gerade von der Pike auf modernisieren”, sagte der Inspekteur. Gleichzeitig müsse man manchmal mit dem Frust leben, dass Schiffe nicht vom Fließband kommen. “Alles, was wir haben, ist im Einsatz.” Angesichts der aktuellen Entwicklungen in Nahost müsse man “neu und klug priorisieren”.

16:35 Uhr

UN: Libanon will weiterhin Blauhelm-Soldaten

Der Libanon möchte nach dem Ende des Mandats der dortigen UN-Friedenstruppen (Unifil) auch im nächsten Jahr weiter eine Präsenz von UN-Blauhelmen. Das sagte der Leiter der UN-Hauptabteilung für Friedenssicherungseinsätze, Jean-Pierre Lacroix, in Genf. Der Weltsicherheitsrat in New York habe eine Prüfung der Optionen in Auftrag gegeben. Das Ergebnis werde bis 1. Juni vorgelegt.

Das Gastland, Libanon, “hat sehr klargemacht, dass sie eine UN-Präsenz behalten wollen, nicht unbedingt identisch zu UNIFIL”, sagte Lacroix. “Wir sind gerade dabei, die Optionen auszuloten.” Wie groß eine neue Truppe sein könnte und was genau ihr Mandat sein könnte, sei Teil dieser Arbeit. Die Entscheidung über eine neue Blauhelm-Mission müsste der Weltsicherheitsrat fällen.

16:04 Uhr

EU-Gipfel in Zypern befasst sich mit Iran-Krieg

Der Iran-Krieg belastet die europäische Wirtschaft enorm, doch die EU hat kaum Handlungsmöglichkeiten. Welche Optionen hat die EU? Und welche Ergebnisse kann der Gipfel bringen?

15:30 Uhr

Trump droht mit tödlichen Angriffen auf iranische Boote

US-Präsident Donald Trump hat mit tödlichen Angriffen auf iranische Boote in der Straße von Hormus gedroht. “Ich habe die US-Marine angewiesen, jedes Boot, so klein es auch sein mag, (…) das Minen in den Gewässern der Straße von Hormus auslegt, zu beschießen und zu töten”, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Die USA hätten die “vollständige Kontrolle” über die Straße von Hormus, erklärte der Republikaner weiter. Die Meerenge sei “dichtgemacht”, bis der Iran einem Abkommen zustimme. Beweise legt Trump nicht vor, auch die aktuellen Entwicklungen sprechen dagegen, dass das US-Militär die Meerenge kontrolliert.

15:21 Uhr

Trump: USA räumen Minen in Straße von Hormus

Laut dem US-Präsidenten sind US-Minenräumer im vollen Einsatz, um die Gefahren für Schiffe zu beseitigen. Die Räumung der Seeminen könnte nach Einschätzung des US-Militärs einige Zeit dauern. Laut Washington Post nennt das Pentagon einen Zeitraum von sechs Monaten, die es dauern könnte, bis vom Iran platzierte Minen geräumt sind.

Ein Sprecher dementierte die Schätzung jedoch auf AFP-Nachfrage. “Eine sechsmonatige Sperrung der Straße von Hormus ist unmöglich und für den Minister völlig inakzeptabel”, hieß es. Der Bericht der “Washington Post” beruhe auf einer “geheimen, nicht öffentlichen Unterrichtung”, ein Großteil der Informationen sei “falsch”.

15:01 Uhr

Berichte: US-Seeblockade iranischer Schiffe ist durchlässig

Trotz der US-Seeblockade vor der Straße von Hormus durchfahren einige Schiffe mit Verbindung zu Iran die Meeresenge. 34 sanktionierte Tanker oder Tanker mit Verbindungen zum Iran hätten das Gebiet der US-Seeblockade vom 13. bis 21. April durchfahren, schreibt der Datenanbieter Vortexa in einem Bericht.

Die Seeblockade des US-Militärs hatte am 13. April begonnen. Sie richtet sich gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen.

Nach Bewertung des maritimen Datenanbieters Lloyd’s List Intelligence haben bis Montag mindestens 26 Schiffe der sogenannten Schattenflotte die Blockade durchquert. Der maritime Softwareanbieter AXSMarine schrieb, der meiste Verkehr durch die Straße von Hormus entfalle weiter auf Schiffsbetreiber, die sanktioniert seien oder undurchsichtige Eigentumsverhältnisse aufwiesen. Auch iranische Medien hatten immer wieder angegeben, Schiffe des Landes hätten die US-Seeblockade durchfahren.

14:38 Uhr

US-Truppen beschlagnahmen weiteren Tanker im Indischen Ozean

Die USA haben einen weiteren Tanker beschlagnahmt, der mit dem Transport von iranischem Öl in Verbindung gebracht wird. Das Militär habe die “Majestic X” im Indischen Ozean gestoppt, teilte das Verteidigungsministerium mit. “Wir werden die weltweite Durchsetzung von Maßnahmen auf See fortsetzen, um illegale Netzwerke zu zerschlagen und Schiffe zu stoppen, die Iran materiell unterstützen, wo auch immer sie operieren”, hieß es.

Das Pentagon veröffentlichte Filmaufnahmen der Aktion, die US-Soldaten an Deck des Tankers zeigen sollen. Schiffsverfolgungsdaten zeigten die “Majestic X” zwischen Sri Lanka und Indonesien, ungefähr an der gleichen Stelle wie der Öltanker “Tifani”, der zuvor von den US-Streitkräften beschlagnahmt wurde. Das Schiff conflict auf dem Weg nach Zhoushan in China. Am Mittwoch hatte Iran in der Straße von Hormus drei Frachtschiffe angegriffen und zwei von ihnen gekapert.

13:45 Uhr

Bundesregierung fordert von Iran Ende der Hormus-Blockade

Die Bundesregierung hat den Iran aufgefordert, die Blockade der Straße von Hormus zu beenden. In einer Erklärung drohte sie der Islamischen Republik mit der möglichen Verhängung von weiteren Sanktionen: “Blockiert der Iran dagegen weiterhin die Straße von Hormus, steht die Bundesregierung bereit, zusätzliche Sanktionen zu erörtern.” Falls hingegen eine “umfassende Übereinkunft” gelinge, sei die Bundesregierung bereit, mit ihren Partnern “schrittweise bestehende restriktive Maßnahmen” gegen den Iran zu lockern.

Forderungen an die anderen an dem Konflikt beteiligten Staaten – an die USA und Israel – formulierte die Bundesregierung in ihrer Erklärung nicht. Die Verlängerung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran begrüßte sie ausdrücklich. Die Verlängerung des Waffenstillstands sei eine “wichtige Chance, die diplomatischen Verhandlungen in Islamabad fortzusetzen, um Frieden zu schließen und eine Eskalation des Krieges abzuwenden”. Diese Gelegenheit sollte auch Teheran ergreifen.

13:14 Uhr

Bericht: Trump-Gesandter will Iran bei Fußball-WM ersetzen

Ein Gesandter von US-Präsident Donald Trump hat den Weltfußballverband Fifa einem Bericht zufolge gebeten, den Iran bei der Fußball-WM durch Italien zu ersetzen.

Der US-Sondergesandte Paolo Zampolli sagte der Financial Times, es wäre ein “Traum”, den viermaligen Weltmeister Italien bei der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada zu sehen.

13:10 Uhr

UN: Iran-Krieg stürzt mehr als 30 Millionen Menschen in Armut

Der Iran-Krieg wird nach Einschätzung der Vereinten Nationen (UN) weltweit über 30 Millionen Menschen in die Armut treiben. Grund dafür seien vor allem Engpässe bei Kraftstoff und Düngemitteln, sagte der Chef des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP), Alexander De Croo, der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Blockade von Frachtschiffen in der Straße von Hormus im Zuge des Kriegs habe die landwirtschaftliche Produktivität bereits verringert, erklärte der ehemalige belgische Ministerpräsident. Dies dürfte die Ernteerträge belasten. “Die Ernährungsunsicherheit wird in einigen Monaten ihren Höhepunkt erreichen – und man kann nicht viel dagegen tun”, sagte De Croo. Selbst bei einem sofortigen Ende der Kämpfe seien die Auswirkungen spürbar und würden die Menschen in die Armut zurückdrängen.

13:04 Uhr

Schah-Sohn Pahlavi mit Tomate beworfen

Der iranische Exilpolitiker Reza Pahlavi ist bei seinem Berlin-Besuch mit Tomate beworfen worden. Danach wurde ein Mann festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Der Zwischenfall ereignete sich, nachdem der Sohn des 1979 gestürzten Schahs in der Bundespressekonferenz zu Gast conflict. Weitere Details nannte die Polizei nicht.

12:30 Uhr

Mehr als 50.000 Häuser im Libanon zerstört

Im jüngsten Krieg zwischen Israel und der von Iran unterstützten Hisbollah sind im Libanon nach dortigen Angaben mehr als 50.000 Häuser beschädigt oder zerstört worden. Das teilte der Nationale Rat für Forschung mit, der Schäden im Krieg seit 2023 im Auftrag der Regierung untersucht. Mehr als die Hälfte der Schäden und Zerstörung gab es demnach im südlichen Libanon und im Gebiet nahe der israelischen Grenze.

Israels Armee hat erklärt, dass die Einsätze erneute Aktivitäten der Hisbollah Libanon verhindern sollen. Kritiker halten dagegen, dass die systematische Zerstörung ganzer Dörfer Kriegsverbrechen darstellen könnten.

11:47 Uhr

Schah-Sohn ruft zum Sturz der Führung in Iran auf

Der Sohn des früheren Schahs, Mohammad Reza Pahlavi, hat bei seinem Besuch in Berlin mehrfach dazu aufgerufen, das klerikale System der Islamischen Republik zu stürzen. “Das Regime war nie so brüchig wie jetzt”, sagte er. “Es ist eine verwundete Bestie.” Die Europäer müssten eine entschlossenere Haltung einnehmen. Es stehe vor der Wahl “zwischen einem sterbenden Regime, das uns alle gefährdet, und einem freien Iran”.

Der iranische Exil-Oppositionelle kritisierte die Bundesregierung dafür, dass sie nicht mit ihm sprechen möchte. Dies sei “eine Schande”, sagt Pahlavi bei einer Pressekonferenz in Berlin. Demokratische Regierungen sollten “mit den Menschen sprechen, die die Stimme der Stimmenlosen” seien, betont er.

11:32 Uhr

Iran meldet Mauteinnahme für Straße von Hormus

Teheran hat laut einem hochrangigen Vertreter erstmals für die Durchfahrt der blockierten Straße von Hormus Gebühren erhalten. “Die ersten Einnahmen wurden auf das Konto der Zentralbank eingezahlt”, erklärte der stellvertretende Parlamentspräsident Hamidresa Hadschibabaei, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete.

Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist die Straße von Hormus, durch die zuvor rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verlief, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Die Meerenge ist ein zentrales Streitthema der Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges.

11:05 Uhr

Pakistan bemüht sich weiter um Vermittlung

Die pakistanische Regierung hat bei ihren Vermittlungsbemühungen im Iran-Krieg wieder mit den USA verhandelt. Innenminister Mohsin Naqvi erklärte, er habe mit der US-Geschäftsträgerin Natalie Baker gesprochen und hoffe auf Fortschritte von iranischer Seite. Die von US-Präsident Donald Trump verkündete Verlängerung der Waffenruhe sei ein willkommener Schritt zur Deeskalation.

Naqvi und Baker erörterten den Angaben zufolge die diplomatischen Bemühungen für eine zweite Runde der Gespräche zwischen den USA und Iran. Bisher ist unklar, ob sie überhaupt zustande kommt. Teheran will seine Teilnahme bisher nicht bestätigen. Naqvi sagte, die pakistanische Führung hoffe, dass alle Seiten der Diplomatie eine Chance geben.

08:57 Uhr

Iran vollstreckt weiteres Todesurteil

Eine Serie an Hinrichtungen in Iran dauert an. Wie das Justizportal Misan berichtete, wurde am Morgen (Ortszeit) ein Mann exekutiert. Die Justiz hatte ihm Zusammenarbeit mit dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad und Mitgliedschaft in einer Oppositionsgruppe zur Last gelegt. Davor waren seit Montag bereits vier Exekutionen durchgeführt worden.

Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe in Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch als Mittel der Einschüchterung zu nutzen.

08:22 Uhr

Ölpreise steigen den dritten Tag in Folge

Die Ölpreise haben wegen des Iran-Kriegs den dritten Tag in Folge zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent mit Lieferung im Juni wurde bei 103,23 US-Dollar gehandelt und damit mehr als ein Prozent über dem Niveau vom Vortag.

Das Ausbleiben von neuen Verhandlungen für ein Ende des Iran-Kriegs verunsichert die Anleger an den Rohstoffmärkten. Seit Beginn der Woche hat sich Rohöl aus der Nordsee quick sieben Dollar und US-Öl quick vier Dollar je Barrel verteuert.

07:45 Uhr

Bundesregierung will Pahlavi nicht treffen

Der Schah-Sohn Reza Pahlavi ist für politische Gespräche in Berlin. Sein Besuch wird begleitet von Demonstrationen. Die Bundesregierung will den Exil-Iraner nicht treffen. CDU-Politiker Armin Laschet dagegen schon.

07:13 Uhr

Marine-Staatsekretär verlässt US-Regierung

Der für die US-Marine zuständige Staatssekretär John Phelan hat überraschend seinen Posten verlassen. Das gab ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf der Plattform X bekannt. Unterstaatssekretär Hung Cao solle die Geschäfte bis auf Weiteres übernehmen. Zu den Gründen des Wechsels machte das Ministerium keine Angaben.

Nur wenige Wochen zuvor hatte Verteidigungsminister Pete Hegseth den ranghöchsten Offizier des Heeres, General Randy George, entlassen. Der Schritt erfolgt inmitten der Seeblockade der Straße von Hormus.

06:51 Uhr

Mehr als 30 Schiffe von US-Blockade betroffen

Nach Angaben des US-Militärs sind mehr als 30 Schiffe von der US-Blockade iranischer Häfen betroffen. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando der Armee (Centcom) teilte mit, dass seine Kräfte im Nahen Osten “31 Schiffe angewiesen haben, umzukehren oder in den Hafen zurückzukehren”.

Unterdessen hat die iranische Revolutionsgarde laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens zwei Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht und ein drittes beschossen.

06:33 Uhr

Laschet hält Europas Position im Iran-Krieg für schwach

Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet sieht Europa im Nahost-Konflikt als völlig einflusslos an. Er bezeichnete die Lage in der Region als desaströs, da zentrale Probleme ungelöst seien. “Das Atomprogramm ist immer noch da”, sagt Laschet im Podcast “Berlin Playbook” von Politico einem Vorabbericht zufolge.

Auch 400 Kilogramm hoch angereichertes Uran und ballistische Raketen gebe es weiterhin, zudem sei ein Regierungswechsel im Iran ausgeblieben. “Vor dem Krieg, im Krieg und auch in den Fragen der Waffenstillstandsverhandlungen wissen wir nicht einmal, was die Amerikaner überhaupt verhandeln”, erklärt der CDU-Politiker.

Kurzfristig bleibe den Europäern nur eine unterstützende Rolle, etwa bei einer möglichen künftigen Minenräumung in der Straße von Hormus nach einer Einigung zwischen den USA und dem Iran.

05:22 Uhr

Neue Gespräche zwischen Israel und dem Libanon

Die beiden verfeindeten Nachbarländer Israel und der Libanon wollen heute in Washington erneut zu Gesprächen zusammenkommen. Das Treffen auf Botschafterebene soll erneut im US-Außenministerium stattfinden. Teilnehmen sollen die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, sowie der israelische Vertreter in Washington, Jechiel Leiter.

Beide hatten sich bereits in der vergangenen Woche in Washington getroffen. Es waren die ersten direkten Gespräch von Repräsentanten beider Länder seit Jahrzehnten. US-Angaben zufolge gab es “konstruktive Gespräche über Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen”.

01:46 Uhr

Bericht über israelischen Angriff im Gazastreifen

Bei einem israelischen Luftangriff im Norden des Gazastreifens wurden palästinensischen Angaben zufolge fünf Menschen getötet, darunter drei Kinder. Der Angriff passierte nach Angaben von Sanitätern und dem Zivilschutz in der Nähe einer Moschee in Beit Lahia. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt zunächst nicht vor.

06:33 Uhr

Der Liveblog vom Mittwoch zum Nachlesen

https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-iran-donnerstag-112.html