Iran-Liveblog: ++ Merz erwägt Zugeständnisse an Iran ++ | EUROtoday
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Bundeskanzler Merz stellt Iran unter Bedingungen die Lockerung von Sanktionen in Aussicht. Berichten aus Iran und Pakistan zufolge soll der iranische Außenminister Araghtschi noch an diesem Wochenende nach Islamabad reisen.
17:37 Uhr
Von der Leyen will Hormus-Einsatz erweitern
Angesichts der Blockade der Straße von Hormus hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgeschlagen, den Militäreinsatz zur Sicherung der Handelsschifffahrt im Nahen Osten auszuweiten.
Nach einem Treffen der EU-Spitzen mit den Präsidenten von Ägypten, Libanon und Syrien sowie Jordaniens Kronprinz sagte von der Leyen, man könne erwägen, Missionen wie die Operation Aspides “von reinem Schutz zu einer ausgefeilten gemeinsamen maritimen Koordination weiterzuentwickeln“. Sie schlage vor, “über das reaktive Krisenmanagement hinauszugehen” – ging jedoch nicht weiter ins Detail.
Die EU-Operation „Aspides“ battle 2024 für den Schutz der Handelsschifffahrt durch das Rote Meer und den Golf von Aden gestartet worden. Sie soll bislang Handelsschiffe vor allem vor Angriffen der Huthi-Miliz aus dem Jemen schützen. Deutschland beteiligt sich an dem Einsatz, hat derzeit allerdings kein Schiff vor Ort.
17:06 Uhr
Hisbollah: Waffenruhe mit Israel “bedeutungslos”
Knapp einen Tag nach der von US-Präsident Trump verkündeten Verlängerung der Waffenruhe im Libanon hat die Hisbollah-Miliz diese Feuerpause als bedeutungslos bezeichnet. Angesichts anhaltender Angriffe Israels sei die Waffenruhe hinfällig, sagte der Hisbollah-Abgeordnete Ali Fajjad.
Das libanesische Gesundheitsministerium hatte zuvor den Tod zweier Menschen durch einen Luftangriff im Südlibanon gemeldet. Zudem schoss die vom Iran unterstützte Hisbollah offenbar eine israelische Drohne ab.
Trump hatte die Verlängerung der Feuerpause um drei Wochen nach einem Treffen mit den Botschaftern Israels und des Libanon im Weißen Haus angekündigt. Das ursprüngliche Abkommen wäre am Sonntag ausgelaufen.
17:01 Uhr
USA halten Besatzungen beschlagnahmter Tanker weiter fest
Die Besatzungen von drei in dieser Woche von den USA beschlagnahmten Tankern befinden sich weiter in US-Gewahrsam. Das hat Generalstabschef Dan Caine mitgeteilt. Bei einer Pressekonferenz sagte er zudem, man werde weiterhin “ähnliche maritime Interventionsaktionen und Aktivitäten im Pazifik und im Indischen Ozean gegen iranische Schiffe und Schiffe der Schattenflotte vornehmen.”
Zu dem ersten am Sonntag festgesetzten Handelsschiff, der “Tousca”, sagte Caine, dessen Besatzung habe Warnungen über einen Zeitraum von sechs Stunden wiederholt ignoriert. Als sie auch auf mehrere Warnschüsse nicht reagiert hätten und alle anderen Mittel ausgeschöpft gewesen seien, sei das Schiff durch gezielten Beschuss des Maschinenraums und des Antriebsbereichs gestoppt worden.
16:45 Uhr
Israel und Hisbollah setzen gegenseitige Angriffe fort
Trotz der Verlängerung der Feuerpause für den Libanon greifen sich Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz weiter gegenseitig an. Bei israelischen Angriffen im Südlibanon wurden offenbar zwei Menschen getötet.
Die Hisbollah feuerte ihrerseits Raketen auf den Norden Israels ab. Im Süden Libanons sei zudem eine Drohne in der Nähe eines israelischen Soldaten detoniert, teilte die Armee mit. Es habe keine Verletzten in den Reihen des israelischen Militärs gegeben, hieß es.
15:21 Uhr
Merz stellt Iran Sanktions-Lockerung in Aussicht
Bundeskanzler Friedrich Merz hat Iran die Lockerung einiger Sanktionen in Aussicht gestellt. Bedingungen dafür seien die dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus, das Ende des iranischen Atomprogramms und die Sicherheit Israels, sagte Merz nach dem EU-Gipfel in Zypern.
Die Lockerung der Sanktionen könne ein Teil eines Prozesses sein, “an dem wir jetzt auf diese Weise jedenfalls beteiligt sind”, so Merz. Dem habe beim Gipfeltreffen auch niemand widersprochen, der Vorschlag sei im Gegenteil auch von anderen Staats- und Regierungschefs vorgebracht worden.
Gleichzeitig drohte der Kanzler, die EU-Sanktionen zu verschärfen, wenn Teheran nicht einlenkt. Iran spiele auf Zeit, deswegen müsse der Druck erhöht werden.
15:21 Uhr
US-Verteidigungsminister: Hormus-Blockade wirkt
Die US-Blockade der iranischen Schifffahrt wirkt nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth weltweit. “Niemand fährt ohne die Genehmigung der US-Marine von der Straße von Hormus aus irgendwohin in die Welt”, sagte er der Presse. Die Marine habe bereits 34 Schiffe von der Meerenge zurückgewiesen. “Unsere Blockade wächst und wird globaler.” Die Führung in Teheran habe die Gelegenheit zu einem “guten Deal” mit Washington, so Hegseth.
Hegseth erklärte außerdem, jede neue iranische Minenverlegung verstoße gegen die Waffenruhe mit den USA. Das US-Militär sei bereit, gegen iranische Schiffe vorzugehen, die “rücksichtslos und unverantwortlich” weitere Minen verlegten.
15:00 Uhr
Iranisches Staatsmedium bestätigt Außenminister-Reise
Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna hat die Reise von Außenminister Araghtschi bestätigt und meldete, der Außenminister werde noch am Freitag in Pakistan eintreffen und auch in den Oman und nach Russland reisen. Im Mittelpunkt stehe die “Lage im Zusammenhang mit dem von den Vereinigten Staaten und Israel gegen den Iran geführten Krieg”.
14:57 Uhr
Verteter aus dem Nahen Osten bei Gesprächen in Zypern
Seit dem Mittag sind auch Nahost-Vertreter beim informellen EU-Gipfel in Zypern dabei. “Sie haben im Grunde dasselbe Interesse wie die Europäer: Sie leiden unter einem Krieg, den sie nicht beeinflussen können”, berichtet ARD-Korrespondentin Tina Hassel aus Zypern. Vor Ort diskutiere man deshalb darüber, wie man gemeinsame die Region stabilisieren könne, sollten die Waffen einmal ruhen.
Außerdem geht es laut Hassel um eine Nachfolgemission für das UN-Mandat UNIFIL im Libanon, das zum Ende des Jahres ausläuft. “Wir hören aber aus verschiedenen Delegationen, dass das nicht so aussieht.”
14:50 Uhr
Schweiz öffnet Botschaft in Iran
Die Schweiz öffnet ihre Botschaft in Teheran wieder. Ein technisches Team aus vier Schweizern bereite den Betrieb vor, teilte das Außenministerium in Bern mit. Die Schweiz vertritt in Teheran seit Jahrzehnten auch die Interessen der USA, die keine diplomatischen Beziehungen zu Iran unterhalten. Die Kommunikationskanäle zwischen den USA und Iran seien auch während der Schließung aufrechterhalten worden, betont sie.
Die Botschaft battle am 11. März aufgrund der prekären Sicherheitslage vorübergehend geschlossen worden.
14:47 Uhr
Merz will Iran Lockangebot machen
Unter dem Druck massiv gestiegener Energiepreise wegen der Blockade der Straße von Hormus werden in der EU jetzt auch mögliche Zugeständnisse an Iran erwogen. Zu Beratungen bei einem zweitägigen informellen EU-Gipfel in Zypern reiste Kanzler Friedrich Merz mit einem Vorstoß der Bundesregierung an. Er sieht vor, Iran eine schrittweise Lockerung von Sanktionen anzubieten, wenn eine umfassende Übereinkunft zur Freigabe der Straße von Hormus erzielt werden kann, wie aus einer Erklärung der Bundesregierung hervorging.
Eine Lockerung von Sanktionen wäre ein großes Zugeständnis, vor allem, da die EU ihre Strafmaßnahmen gegen den Iran nach der brutalen Niederschlagung von Protesten Anfang des Jahres noch einmal verschärft hatte. Dabei waren Schätzungen zufolge mehr als 17.000 Menschen getötet worden.
14:39 Uhr
Israel ruft zu Evakuierung südlibanesischer Stadt auf
Das israelische Militär hat laut Nachrichtenagentur Reuters zur Evakuierung der südlibanesischen Stadt Deir Ames aufgerufen. Die Streitkräfte planten dort Angriffe, hieß es zur Begründung. Die Hisbollah-Miliz operiere von der Ortschaft aus, teilte das Militär mit, ohne jedoch Beweise vorzulegen.
Erst am Donnerstag hatten sich Israel und der Libanon darauf verständigt, ihre Feuerpause um drei Wochen zu verlängern. Die Stadt liegt nördlich der von Israel selbst deklarierten “Sicherheitszone”.
14:38 Uhr
Von der Tann zur Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon
“Auch wenn offiziell Waffenruhe gilt, gibt es nach wie vor gegenseitigen Beschuss”, berichtet ARD-Korrespondentin Sophie von der Tann aus Tel Aviv zur brüchigen Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon. Die Hisbollah habe in Nordisrael, die israelische Armee nach eigenen Angaben Hisbollah-Ziele angegriffen. Das libanesische Gesundheitsministerium habe in den vergangenen Tagen immer wieder Tote gemeldet, darunter auch eine libanesische Journalistin, so von der Tann.
“Die libanesische Regierung verhandelt im Prinzip über einen Krieg, auf den sie wenig Einfluss hat”, sagt von der Tann. Viel werde vom Druck des US-Präsidenten Trump abhängen: “Wenn er weiterhin eine Waffenruhe mit dem Iran will, dann braucht es auch die Waffenruhe mit der Hisbollah im Libanon, denn das ist die Bedingung des Iran.”
14:26 Uhr
Weiterer Blauhelmsoldat nach Angriff im Südlibanon gestorben
Ein indonesischer Soldat der UN-Friedenstruppe UNIFIL im Libanon ist seinen Verletzungen erlegen. Der 31-Jährige sei in einem Beiruter Krankenhaus gestorben, teilte die UNIFIL mit. Er sei Ende März bei der Explosion eines Geschosses auf einem Stützpunkt im Südlibanon schwer verletzt worden. Kurz darauf wurden in der Gegend zwei indonesische Blauhelmsoldaten getötet.
14:17 Uhr
Lieferengpässe bedrohen medizinische Versorgung in Iran
In Iran droht nach den Angriffen der USA und Israels eine schwere Krise in der medizinischen Versorgung. Zwar gibt es eine Waffenruhe, aber die Folgen der wochenlangen Bombardierung beeinträchtigten wohl noch auf Monate oder Jahre die Versorgung der Bevölkerung, sagte Cristhian Cortez Cardoza in Genf. Er ist stellvertretender Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika bei der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) und hat den Iran vier Tage lang besucht.
“Ein Waffenstillstand bedeutet nicht, dass der Konflikt vorbei ist”, sagte Cardoza. Hunderte Kliniken und Gesundheitseinrichtungen sowie Lernstätten und Geschäfte seien zerstört worden. Es wachse die Sorge, dass nicht mehr genügend medizinische Geräte wie Dialysemaschinen oder Prothesen zur Verfügung stehen.
13:51 Uhr
Berichte: Araghtschi in Islamabad erwartet
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi wird Berichten mehrerer Nachrichtenagenturen zufolge am Wochenende in Islamabad erwartet. Er wird von einer kleinen Verhandlungsdelegation begleitet und könnte bereits am Freitag eintreffen, sagten pakistanische Regierungsvertreter demnach. Es sollten voraussichtlich Gespräche mit den USA geführt werden. Eine Verhandlungsgruppe der USA für Logistik und Sicherheit sei bereits in der pakistanischen Hauptstadt.
13:44 Uhr
UN-Büro sieht Hinweise auf Kriegsverbrechen im Libanon
Das UN-Menschenrechtsbüro sieht Anzeichen für israelische Kriegsverbrechen im Libanon. Das Büro habe zahlreiche tödliche Angriffe auf Gesundheitspersonal und Journalisten dokumentiert, sagte Sprecher Thameen Al-Kheetan in Genf. Am Mittwoch habe das israelische Militär nach Berichten Sanitäter bei Hilfeleistungen behindert, nachdem ein Journalist bei einem Angriff getötet und ein Fotograf verletzt worden battle. “Medizinisches Personal, sei es militärisch oder zivil, sowie andere Zivilisten, darunter auch Journalisten, genießen nach dem humanitären Völkerrecht Schutz.”, sagte der Sprecher.
Israel warf der Hisbollah-Miliz am Nachmittag erneut vor, Krankenwagen und medizinische Teams als Tarnung zu missbrauchen, um Waffen und Kämpfer zu transportieren. Die israelische Armee sagte in der Vergangenheit außerdem, sie ziele nicht auf Journalisten ab
Konfliktparteien als Quelle
Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der Konfliktparteien können nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
13:06 Uhr
Hisbollah nennt Waffenruhe wegen israelischer Angriffe “bedeutungslos”
Angesichts anhaltender Angriffe Israels ist die Waffenruhe im Libanon nach den Worten eines Hisbollah-Mitglieds “bedeutungslos”. Die von Iran unterstützte Miliz habe das Recht, auf israelische Angriffe zu reagieren, sagte Ali Fajjad. Es ist die erste Stellungnahme der Hisbollah auf die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Verlängerung der Feuerpause um drei Wochen.
13:05 Uhr
Auch Bundesrat gibt grünes Licht für Tankrabatt
Der Tankrabatt zur Entlastung der Autofahrer bei den hohen Spritpreisen kann zum 1. Mai kommen. Nachdem zuvor der Bundestag dem Gesetzentwurf zugestimmt hatte, passierte dieser auch den Bundesrat. Die zu einer Sondersitzung zusammengetretene Länderkammer verzichtete darauf, dazu den Vermittlungsausschuss anzurufen.
12:58 Uhr
Kuwait meldet Drohnenangriff aus dem Irak auf Grenzposten
Der Golfstaat Kuwait hat Drohnenangriffe aus dem benachbarten Irak auf zwei Grenzposten gemeldet. Bei den Angriffen an der nördlichen Grenze zum Irak seien zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen eingesetzt worden, teilte die kuwaitische Armee am Freitag im Onlinedienst X mit. Verletzt worden sei niemand, es sei aber Sachschaden entstanden.
Im Irak sind mit Iran verbündete Milizen aktiv, die auch immer wieder US-Militärstellungen in der Region angegriffen haben.
12:29 Uhr
Bundestag beschließt Entlastungen für hohe Spritpreise
Der Bundestag hat den Tankrabatt zur Entlastung bei den Spritpreisen beschlossen. Damit werden die Steuern auf Diesel und Benzin von Anfang Mai bis Ende Juni um rund 17 Cent professional Liter gesenkt.
Der Bundestag ebnete außerdem den Weg für eine steuerfreie Entlastungsprämie von bis zu 1000 Euro, die Arbeitgeber bis zum 30. Juni 2027 zur Abfederung gestiegener Preise an Beschäftigte zahlen können.
Beiden Maßnahmen muss noch der Bundesrat zustimmen – für den Tankrabatt ist am Mittag eine Sondersitzung geplant.
11:53 Uhr
Dorf im Libanon bekommt zwei Kreuze nach Schändung
Nach der Kreuzschändung durch einen israelischen Soldaten hat das christliche Dorf Debel im Süden des Libanon doppelten Ersatz erhalten. Neben der israelischen Armee stiftete auch die Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon (UNIFIL) ein Kreuz als Ersatz. Das bestätigten die päpstliche Nuntiatur in Harissa bei Beirut sowie UNIFIL auf Anfrage der Nachrichtenagentur KNA.
Während das von der israelischen Armee gestiftete Kreuz laut Nuntiatur-Angaben mit seiner Höhe von etwa einem Meter nicht an der ursprünglichen Stelle aufgestellt werden konnte, entspricht das UNIFIL-Kreuz mit 2,50 Metern Größe dem zerstörten Kreuz. Es wurde bei einer Feier vom Nuntius, Erzbischof Paolo Borgia, gesegnet und am ursprünglichen Ort aufgerichtet.
11:24 Uhr
Zwischenfälle im Libanon trotz Waffenruhe
Nach der Verlängerung der Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah hat die israelische Armee in der Nacht im Südlibanon zwei Mitglieder der Miliz getötet. Beide seien bei einem Angriff auf ein Haus in dem Ort Tulin ums Leben gekommen, hieß es aus libanesischen Sicherheitskreisen. Israels Militär teilte mit, der Angriff sei als Reaktion auf Raketenbeschuss der vom Iran unterstützten Hisbollah erfolgt.
Die israelische Armee sagte, sie habe militärische Anlagen der Miliz in Tulin sowie in einem weiteren südlibanesischen Ort ins Visier genommen. Die Hisbollah habe diese für Angriffe genutzt. Israel darf sich laut der aktuellen Waffenruhe-Vereinbarung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben der Konfliktparteien oder von Beobachtern zum Kriegsgeschehen können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
11:17 Uhr
Irans Außenminister telefoniert mit pakistanischen Vermittlern
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat mit pakistanischen Vermittlern telefoniert. In separaten Gesprächen mit Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, und dem Außenminister des Landes, Ishaq Dar, seien “regionale Entwicklungen und Themen in Verbindung mit der Waffenruhe” besprochen worden, hieß es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Pakistan vermittelt in dem Konflikt.
10:52 Uhr
Iran-Krieg: Ifo-Index sackt ab
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im April wegen des Iran-Kriegs weiter deutlich verschlechtert. Das Ifo-Geschäftsklima fiel um 1,9 Punkte auf 84,4 Punkte, wie das Münchner Forschungsinstitut in München mitteilte. Analysten hatten einen erneuten Stimmungsdämpfer erwartet, waren aber im Schnitt nur von einem Rückgang auf 85,7 Punkte ausgegangen.
Die vom Ifo-Institut befragten Unternehmen haben ihre aktuellen Geschäfte und die künftigen Erwartungen schlechter eingeschätzt. “Die Hoffnungen auf einen Aufschwung sind vorerst dahin”, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der monatlichen Umfrage unter 9.000 Unternehmen.
10:20 Uhr
Verlängerung der Waffenruhe – erster Schritt zum Frieden?
Laut US-Präsident Trump soll die brüchige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon um drei Wochen verlängert werden. Ist das ein erster Schritt zu einem Friedensabkommen? Wie reagiert die Hisbollah? Die wichtigsten Fragen und Antworten.
10:15 Uhr
Hapag-Lloyd-Schiff passiert Straße von Hormus
Eines der im Persischen Golf festsitzenden Schiffe von Hapag-Lloyd hat nach Angaben des Unternehmens die Straße von Hormus passiert. Das erklärte Hapag-Lloyd auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Zum Zeitpunkt und den Umständen der Fahrt wollte sich das Unternehmen nicht äußern.
Ursprünglich waren es sechs Schiffe mit 150 Seeleuten gewesen, die wegen der Blockade der Straße von Hormus im Golf feststeckten. Jetzt seien es noch vier Schiffe mit rund 100 Crew-Mitgliedern, erklärte ein Hapag-Lloyd-Sprecher. Bei einem der Schiffe sei der Chartervertrag ausgelaufen, so dass es nicht mehr zur Hapag-Lloyd-Flotte gehöre.
Wann mit einer Rückkehr der verbliebenen Schiffe zu rechnen ist, sei unvorhersehbar. Konzernchef Rolf Habben Jansen hatte am Donnerstag erklärt, die Seeleute seien intestine versorgt mit Lebensmitteln und Frischwasser.
09:26 Uhr
Macron: EU-Staaten hoffen auf “Stabilität” im Nahen Osten
Mehrere Staat- und Regierungschefs der EU haben bei ihrem Treffen in Zypern zu langfristigen Friedensbemühungen im Iran-Krieg aufgerufen. “Es liegt in unser aller Interesse, dass so schnell wie möglich wieder Stabilität einkehrt und die Volkswirtschaften der Welt zur Ruhe kommen”, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Nikosia.
09:18 Uhr
Kallas: Nuklearexperten an Iran-Gesprächen beteiligen
Die EU-Außenbeauftragte Kallas fordert, dass in die Gespräche mit Iran Nuklearexperten einbezogen werden sollten. Sonst “werden wir am Ende einen gefährlicheren Iran haben”, sagte sie. “Wenn es bei den Gesprächen nur um das Atomprogramm geht und keine Nuklearexperten mit am Tisch sitzen, dann werden wir am Ende ein Abkommen haben, das schwächer ist als das JCPOA”, erklärte Kallas im Vorfeld eines informellen Gipfeltreffens der EU-Staats- und Regierungschefs auf Zypern.
“Und (wenn) die Probleme in der Region, die Raketenprogramme, die Unterstützung von Stellvertretern sowie hybride und Cyberaktivitäten in Europa nicht angesprochen werden, werden wir am Ende einen gefährlicheren Iran haben“, fügte sie hinzu.
09:12 Uhr
Arabische Länder fordern Schutz heiliger Stätten Jerusalems
Mehrere arabische Länder haben Israel wiederholte Verstöße gegen den historischen und rechtlichen Status quo an muslimischen und christlichen heiligen Stätten in Jerusalem vorgeworfen. Die Stätten müssten geschützt und ihr Status gewahrt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Außenminister Jordaniens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Indonesiens, Pakistans, der Türkei, Saudi-Arabiens, Katars und Ägyptens, aus der die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra zitiert.
Unter anderem verurteilten die Unterzeichner das Verhalten radikaler jüdischer Israelis, die wiederholt und unter dem Schutz der israelischen Polizei in provokanter Weise auf das Gelände des Haram al-Scharif (Tempelberg) eindrangen und israelische Flaggen hissten. Dies sei eine nicht hinnehmbare Provokation gegenüber Muslimen weltweit und verletze die Heiligkeit Jerusalems.
08:39 Uhr
Iran-Krieg lässt Kosten für Hausbauer steigen
Hausbauer müssen sich wegen des Iran-Kriegs auf deutliche höhere Kosten für ihr Eigenheim einstellen. “Wir sehen fast überall Kostensteigerungen”, sagt der Präsident des Verbands baugewerblicher Unternehmer Hessen, Thomas Reimann, der Deutschen Presse-Agentur. Das reiche von Stahl über Beton bis hin zu Dämmstoffen und Folien, die auf Rohöl basierten. Auch das Aufstellen von Kranen sei teurer geworden wegen höherer Dieselkosten bei der Anfahrt. “Insgesamt liegen die Baukosten um drei bis fünf Prozent höher als vor dem Iran-Krieg.”
Aussicht auf schnelle Besserung gebe es nicht. “Bauen wird nicht billiger werden.” Selbst wenn die Rohölpreise am Weltmarkt zurückgingen, dürften Lieferanten zunächst bei ihren Preisen bleiben.
08:35 Uhr
Fragile Waffenruhe macht Anleger nervös
Die Furcht vor einer erneuten militärischen Eskalation im Nahen Osten hat den Ölpreis angeschoben. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verteuerten sich in der Spitze um knapp zwei Prozent auf 107,02 beziehungsweise 97,60 Dollar je Fass. Anleger zweifelten daran, dass die aktuelle Waffenruhe im Iran-Krieg halten wird.
08:35 Uhr
Öl-Tanker unter falscher Flagge
Ein von den USA in Asien beschlagnahmter Tanker, der mutmaßlich sanktioniertes iranisches Rohöl transportierte, ist nach Angaben Guyanas unter falscher Flagge gefahren. “Dieses Schiff ist nicht in Guyana registriert; daher ist die Registrierung falsch und betrügerisch”, teilte die Seeverwaltungsbehörde des südamerikanischen Staats mit.
Demnach habe das Schiff zuvor den Namen “Phonix” getragen, wie auch das US-Finanzministerium bei der früheren Verhängung von Sanktionen festgestellt habe. “Während sich der Name des Schiffes geändert hat, ist die International-Maritime-Organization-Nummer weiterhin in der internationalen Datenbank als PHONIX verzeichnet. Es gibt keinen Eintrag dieses Schiffes oder Namens im Register Guyanas.
07:20 Uhr
EU-Gipfeltreffen zur Lage in Iran
Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten heute in Zypern mit Vertretern aus dem Nahen Osten und den Golfstaaten über die Lage in Iran. Es werden Ägyptens Präsident al-Sisi, der libanesische Präsident Aoun, Vertreter aus Syrien und Jordanien sowie der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrates, al-Budaiwi, erwartet.
04:24 Uhr
Rubio: Iranische Nationalmannschaft bei Fußball-WM willkommen
Die US-Regierung hat sich von einem aus den USA kommenden Vorschlag distanziert, wonach das Nationalteam Italiens anstelle des Iran an der im Sommer unter anderem in den USA stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft teilnehmen soll. Niemand “aus den USA hat ihnen gesagt, dass sie nicht kommen können”, sagte US-Außenminister Marco Rubio mit Blick auf die iranische Nationalmannschaft vor Journalisten im Oval Office.
Rubio warnte jedoch, die USA könnten Mitgliedern der iranischen Delegation die Einreise verweigern, sollten sie Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben, die von Washington und mehreren anderen Regierungen als Terrororganisation eingestuft werden.
04:16 Uhr
US-Gesandter vergleicht Hisbollah mit Steine werfendem Kind
Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, hat die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz mit einem Steine werfenden Kind verglichen. “Die Menschen im Libanon und die Menschen in Israel sind Nachbarn, und sie wollen miteinander auskommen”, sagte Huckabee, der bei den Gesprächen zwischen Vertretern von Israel und dem Libanon im Weißen Haus anwesend battle. “Sie können miteinander auskommen”, sagte er. “Aber es ist wie bei Nachbarn, die ein schwieriges kleines Kind in der Nachbarschaft haben, das ständig Steine auf die Fenster aller wirft. Und wenn das Kind aufhört, Steine zu werfen, können die Nachbarn miteinander auskommen und tatsächlich anfangen, zusammenzuarbeiten.”
04:12 Uhr
Israel greift Raketenabschussrampe der Hisbollah im Libanon an
Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge eine Raketenabschussrampe der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Am Donnerstag habe die Hisbollah von dort aus Raketen auf Israel abgefeuert, die von der Luftabwehr abgefangen worden seien. Die Hisbollah bekannte sich zu dem Angriff.
04:02 Uhr
Trump schließt Atomwaffen-Einsatz gegen Iran aus
US-Präsident Donald Trump hat den Einsatz einer Atomwaffe gegen den Iran ausgeschlossen. “Nein, ich würde sie nicht einsetzen”, sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten im Weißen Haus. “Warum sollte ich eine Atomwaffe einsetzen, wenn wir sie auf ganz konventionelle Weise auch ohne dezimiert haben?”, fügte Trump hinzu. “Eine Atombombe sollte niemals von irgendjemandem eingesetzt werden dürfen”, stellte der US-Präsident klar.
04:02 Uhr
Trump verkündet Verlängerung der Waffenruhe im Libanon
Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump um drei Wochen verlängert werden. Das gab Trump auf seiner Plattform Truth Social bekannt.
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