++ Davos-Liveblog: Dänemark lehnt Verhandlungen über Grönland ab ++ | EUROtoday

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Løkke Rasmussen und Troels Lund Poulsen


liveblog

Stand: 21.01.2026 18:40 Uhr

Dänemarks Außenminister hat den von US-Präsident Trump geforderten Verhandlungen über Grönland eine Absage erteilt. Der US-Präsident äußerte bei seinem Auftritt in Davos scharfe Kritik an der NATO.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

18:40 Uhr

Dänemark erteilt Verhandlungen über Grönland Absage

Verhandlungen über eine Übernahme Grönlands durch die USA kommen nach Angaben des dänischen Außenministers Lars Løkke Rasmussen für sein Land nicht infrage. An solchen Gesprächen werde Dänemark nicht teilnehmen, stellte Rasmussen im dänischen Fernsehen klar, nachdem US-Präsident Donald Trump diese in einer Rede “unverzüglich” gefordert hatte.

“Wir gehen in keine Verhandlungen, die darauf basieren, dass wir grundlegende Prinzipien aufgeben”, sagte Lars Løkke Rasmussen dem Sender DR zufolge. “Das werden wir niemals tun.” Trump hatte seine Ansprüche auf das zum Königreich Dänemark gehörende Grönland zuvor beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos bekräftigt. Nur die USA könnten “dieses riesige Stück Land” verteidigen, sagte Trump.

Der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen forderte, auch andere NATO-Staaten müssten mehr für die Sicherheit in der Arktis und in Grönland tun. Gegenüber dem dänischen Rundfunk sagte Poulsen, Dänemark aircraft zwar ebenfalls deutlich mehr, doch dies reiche nicht aus. “Es ist wichtig zu betonen, dass die Arktis auch ein Thema für die NATO ist.”

18:06 Uhr

Leichte Erholung an den Börsen

Die globalen Aktienmärkte haben mit Kursgewinnen auf die Trump-Rede reagiert. Sein Versprechen, im Streit um Grönland keine Gewalt anzuwenden, wurde als positives Zeichen gesehen. An der Wall Street legten Dow Jones, S&P 500 und der Nasdaq Composite spürbar zu. Der DAX konnte nach der Rede Verluste aufholen, aber nicht ganz wettmachen.

In den USA hatte die Angst vor ausländischen Verkäufen von US-Vermögenswerten – dem sogenannten “Sell America”-Handel – gestern dazu geführt, dass die wichtigsten Indizes der Wall Street ihren größten Tagesverlust seit dem 10. Oktober verzeichneten.

16:59 Uhr

Dänische Regierung setzt auf Diplomatie

Die dänische Regierung hat verhalten auf Trumps Rede in Davos reagiert. Die US-Ambitionen seien unverändert, sagte Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen. Es sei positiv, dass Trump keine Gewalt einsetzen wolle. Dänemark werde sich weiter um eine diplomatische Lösung bemühen, aber bei den eigenen Grundprinzipien werde es keinen Kompromiss geben.

16:27 Uhr

Gaza-Abkommen: Trump droht Hamas

US-Präsident Trump hat die Terrororganisation Hamas aufgefordert, ihre Waffen niederzulegen, wie es sein sogenannter Friedensplan für Gaza vorsieht. Bisher lehnt sie eine Entwaffnung ab. “Wenn die Hamas sich weigert, wird sie ausgelöscht”, sagte Trump im Anschluss an seine Rede in einer Interview-Situation auf dem Podium in Davos.

Die US-Regierung hatte kürzlich die zweite Phase ihres Gaza-Plans ausgerufen. Vorgesehen ist unter anderem, dass eine Übergangsregierung aus palästinensischen Technokraten ohne Hamas-Verbindungen die Verwaltung des Küstenstreifens übernimmt.

16:09 Uhr

Wege zur Lösung des Grönland-Streits bleiben offen

Trump hat zwar in seiner Rede die Ansprüche auf Grönland bekräftigt, allerdings keine neuen Wege zur Lösung der Krise aufzeigt, so ARD-Reporterin Stefanie Dodt in Davos in einer ersten Analyse.

15:50 Uhr

Mehr Engagement von Europa für Ende des Ukraine-Krieges gefordert

US-Präsident Donald Trump hat beim Weltwirtschaftsforum ein schnelles Kriegsende in der Ukraine gefordert. Allein im vergangenen Monat seien 31.000 Menschen getötet worden, sagte Trump in Davos. “Es ist ein Blutbad dort, und ich will, dass es endet.”

“Was bekommen die Vereinigten Staaten für all diese Arbeit, dieses Geld, außer Tod, Zerstörung und riesige Geldsummen für Menschen, die nicht anerkennen, was wir tun”, fuhr Trump fort. Die NATO und Europa müssten sich um die Ukraine kümmern. Die USA seien weit entfernt. “Wir haben einen großen, schönen Ozean, der uns davon trennt. Wir haben damit nichts zu tun”, so Trump.-

15:38 Uhr

Trump will “keine Gewalt” im Grönland-Streit anwenden

In den vergangenen Wochen hatte der US-Präsident nie völlig ausgeschlossen, Grönland mit einem Militäreinsatz unter die Kontrolle zu bringen. In seiner Rede machte Trump nun klar, er werde keine Gewalt anwenden.

“Erhrlich gesagt, wir wären nicht zu stoppen, wenn wir das täten. Aber ich werde das nicht tun”, sagte Trump. “Ich muss keine Gewalt anwenden. Ich will keine Gewalt anwenden. Ich werde keine Gewalt anwenden. Alles, was die USA wollen, ist ein Ort namens Grönland.”

15:25 Uhr

Scharfe Kritik an NATO

Die Rede von Trump gerät zur regelrechten Abrechnung mit der NATO. “Wir haben nie etwas bekommen“, behauptete Trump, obwohl die NATO nach dem Terroranschlag des 11. Septembers 2001 den Bündnisfall ausgerufen hatte und sich am Afghanistan-Krieg beteiligt hatte. Die US-Partner hatten im Einsatz Hunderte gefallene Soldaten zu beklagen.

Die USA würden 100 Prozent zur NATO stehen, sagte Trump, aber er sei nicht sicher, ob sie für sein Land da wäre. In verschiedenen Formulierungen beklagte sich Trump, die USA würden innerhalb der NATO benachteiligt, würden die Hauptlasten tragen und hätten zu wenig Nutzen aus dem Bündnis.

15:10 Uhr

Grönland-Streit: Trump betont Sicherheitsaspekte

US-Präsident Donald Trump hat erneut versucht, die Ansprüche auf Grönland mit Sicherheitsaspekten zu begründen. “Ich habe großen Respekt für die Menschen in Grönland und in Dänemark”, sagte Trump, “aber jeder NATO-Verbündete muss in der Lage sein, das eigene Territorium zu verteidigen.” Niemand sonst als die USA sei in der Lage, Grönland zu verteidigen.

Trump erinnerte an den Zweiten Weltkrieg, als Dänemark von Deutschland besetzt conflict. Die USA hätten Grönland gerettet, und es sei dumm von den USA gewesen, die Arktisinsel zurückzugeben. Dänemark habe sich undankbar gezeigt.

14:57 Uhr

Trump: Erkenne Europa nicht wieder

In seiner Rede hat US-Präsident Donald Trump seine grundsätzliche Kritik an den europäischen Staaten bekräftigt. Der alte Kontinent gehe nicht mehr in die richtige Richtung, sagte Trump. “Ich erkenne es nicht wieder.” Dabei nennt er erneut eine Masseneinwanderung und den Fokus auf erneuerbare grüne Energien als den falschen Weg.

Eneuerbare Energien bezeichnete er in Anspielung auf den “Green New Deal” als “Green New Scam”. Windräder verschandelten die Landschaft, und mit jeder Umdrehung verliere man Geld, behauptete Trump. Deutschland etwa produziere jetzt weniger Energie als 2017.

14:46 Uhr

Trump lobt eigene Wirtschaftspolitik

US-Präsident Donald Trump hat mit seiner mit Spannung erwarteten Rede beim Weltwirtschaftsforum begonnen. Es sei schön, wieder zurück zu sein, sagte der Präsident. “So viele Freunde hier – wenige Feinde”, ergänzte er scherzhaft.

Zu Beginn seiner Rede lobte Trump die Errungenschaften seiner zweiten Amtszeit. Gestern hatte er den ersten Jahrestag seiner Amtseinführung begangen. Trump spricht vor allem über eine blühende US-Wirtschaft. Davon werde die ganze Welt profitieren. Er sprach von einem Wirtschaftswunder.

14:34 Uhr

Trump in Davos angekommen

US-Präsident Donald Trump ist beim Weltwirtschaftsforum in Davos angekommen. Rund 40 Minuten nach dem Start in Zürich landete er mit einem Helikopter in dem Schweizer Alpenort. Am Nachmittag will Trump eine Rede halten. Angesetzt conflict diese für 14.30 Uhr. Es ist unsicher, ob der Zeitplan nach der Flugverspätung Trumps zu halten ist.

Am Rande der Veranstaltung will er sich mit Staats- und Regierungschefs sowie Managern treffen. Dabei peilt Trump etwa fünf Treffen mit europäischen Staats- und Regierungschefs an, wie mitreisende Journalisten unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten berichteten.

13:43 Uhr

Lange Schlange vor Trump-Rede in Davos

Vor der mit Spannung erwarteten Rede von US-Präsident Donald Trump in Davos haben sich am Veranstaltungsort zahlreiche Menschen für einen Sitzplatz im Publikum angestellt. Kurz vor Mittag standen bereits etwa 100 Besucherinnen und Besucher im Tagungszentrum an. Trump landete kurz nach 12.30 Uhr per Flugzeug in Zürich.

Gedränge vor der Kongresshalle in Davos: Viele wollen bei der Rede von US-Präsident Trump dabei sein.

In seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum wird sich Trump nach Angaben aus Kreisen des Weißen Hauses auf seine sogenannte America-First-Agenda konzentrieren. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP. Trump werde demnach auch über seine Pläne sprechen, für die Vorherrschaft der USA in der westlichen Hemisphäre zu sorgen. Zudem werde er womöglich auch über sein Vorhaben sprechen, Grönland den USA einzuverleiben. Vielleicht äußere er sich auch zur Zukunft Venezuelas nach dem US-Militärangriff auf das Land Anfang Januar, bei dem der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro gefangen genommen wurde.

13:19 Uhr

Persönliches Treffen von Merz und Trump fraglich

Die Bundesregierung hatte ursprünglich damit gerechnet, dass es am Rande des Weltwirtschaftsgipfels zu einem persönlichen Treffen von Bundeskanzler Merz und US-Präsident Trump kommt. Dahinter steht nun ein großes Fragezeichen. Wegen der verspäteten Ankunft Trumps kommt das Treffen vermutlich nicht mehr zustande, hieß es aus deutschen Regierungskreisen.

Die Regierungsmaschine des US-Präsidenten hatte aufgrund technischer Probleme am späten Dienstagabend (Ortszeit) kurz nach dem Start kehrt gemacht und zurück zum Militärflugplatz Joint Base Andrews nahe der US-Hauptstadt Washington fliegen müssen. Trump stieg in ein anderes Flugzeug um.

12:45 Uhr

Trump mit Verspätung in Zürich gelandet

US-Präsident Trump ist zum Besuch des Weltwirtschaftsforums in Davos in der Schweiz eingetroffen. Die Präsidentenmaschine landete am Mittag auf dem Flughafen in Zürich. Wegen einer Flugzeugpanne hatte sich die Anreise verzögert.

Mit Spannung wird die Rede Trumps am Nachmittag erwartet. Der US-Präsident will seinen umstrittenen Plan zum Erwerb Grönlands vorantreiben und stellt sich damit dem Widerstand europäischer Verbündeter. Vor seiner Abreise erklärte Trump, er sei optimistisch, dass eine Einigung mit den europäischen NATO-Partnern erzielt werden könne.

12:17 Uhr

Rutte ruft zu Diplomatie auf

NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat im Grönland-Konflikt zwischen den USA und Europa zu “umsichtiger Diplomatie” aufgerufen. Dies sei der einzige Weg, mit dem Streit umzugehen, sagte Rutte am Mittwoch bei einer Podiumsdiskussion auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Für einen NATO-Generalsekretär sei es “unmöglich”, sich öffentlich zu Spannungen zwischen Mitgliedstaaten zu äußern, fügte Rutte hinzu. “Sie können sicher sein, dass ich hinter den Kulissen an dieser Angelegenheit arbeite”, sagte Rutte weiter. Nur so könne er dabei helfen, die Situation zu entschärfen. Die NATO solle sich durch die Spannungen rund um Grönland nicht von der Notwendigkeit ablenken lassen, die Ukraine zu verteidigen.

10:19 Uhr

Verhandlungsexperte optimistisch im Konflikt um Grönland

Der Verhandlungsexperte Matthias Schranner hat sich optimistisch gezeigt, dass die USA und die europäischen Staaten den Konflikt um Grönland einvernehmlich lösen. “Zwischen ‘ich kaufe Grönland’ und ‘wir verkaufen Grönland nicht’ gibt es hunderte von Farben”, sagte er auf tagesschau24.

“Es ist die Strategie von Trump einzuschüchtern”, so Schranner. “Das ganze Geschrei und Getöse ist dazu da, um ihn selbst in eine bessere Verhandlungsposition zu bringen.”

09:40 Uhr

Frankreich will NATO-Übung in Grönland

Frankreich fordert eine NATO-Übung in Grönland. Nach Informationen aus Élysée-Kreisen ist Paris bereit, zu einer solchen Übung beizutragen. Grund für eine NATO-Übung ist aus Sicht von Paris, dass man die Sicherheit der Arktisregion ernst nehme. Dänemark hatte die NATO zuletzt um eine dauerhafte Präsenz auf der Insel gebeten. Vorbild dafür könnte die verstärkte NATO-Präsenz in der Ostsee und im Baltikum sein, sagte die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen laut der Nachrichtenagentur Ritzau.

Bereits in der vergangenen Woche waren internationale Soldaten, unter anderem aus Deutschland und Frankreich, zu einer mehrtägigen Erkundungstour nach Grönland gekommen. Die Führung lag bei Dänemark, es handelte sich um keine Übung unter dem Dach der NATO.

08:36 Uhr

Flugzeug-Panne bei Trump-Anreise nach Davos

Nach technischen Problemen an Bord der Air Force One hat US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge seine Reise zum Weltwirtschaftsforum in Davos fortgesetzt. Ein Ersatzflugzeug mit dem Präsidenten und seinen Begleitern an Bord startete kurz nach Mitternacht (Ortszeit) in Washington und ist auf dem Weg in die Schweiz, wie US-Medien unter Berufung auf mitreisende Journalisten berichteten.

Die ursprüngliche Regierungsmaschine hatte wegen eines technischen Problems kurz nach dem Start kehrt gemacht und conflict zurück zum Militärflugplatz Joint Base Andrews nahe der US-Hauptstadt Washington geflogen. Die Besatzung habe ein “kleines elektrisches Problem” festgestellt, hatte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt den mitreisenden Journalisten mitgeteilt. Aus Sicherheitsgründen sei der Flug vorsorglich abgebrochen worden. Trump setzte die Reise anschließend mit der kleineren Air Force One – eine Boeing 757 – nach Zürich fort.

07:30 Uhr

Grönland-Streit treibt Goldpreis nach oben

Der Grönland-Streit zwischen USA und den Europäern heizt den Rekordlauf des Goldpreises an. Anleger flüchten nach einem breiten Ausverkauf bei US-Anlagen in das als sicher geltende Edelmetall. Der Preis für die Feinunze Gold klettert um bis zu 2,6 Prozent auf 4887,82 Dollar.

“Es ist eine Kombination aus den traditionellen Treibern von Gold: steigende Verschuldung, ein schwächerer Dollar und geopolitische Unsicherheit”, sagte Nicholas Frappell, Investmentexperte bei ABC Refinery.

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