Liveblog Iran-Krieg: ++ Erneut iranische Angriffe auf Golfstaaten ++ | EUROtoday
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Neben Israel sind erneut auch mehrere Golfstaaten von Iran angegriffen worden. Laut Bundesregierung ist die völkerrechtliche Bewertung des Iran-Kriegs noch nicht abgeschlossen.
11:06 Uhr
Israel meldet neuen Raketenbeschuss aus Iran
Iran hat am Vormittag israelischen Angaben zufolge erneut Raketen auf das Land gefeuert. Israels Polizei meldete mehrere Einschläge im Land. Bislang gebe es keine Berichte über Opfer, teilten die Polizei sowie der Rettungsdienst Magen David Adom mit. In mehreren Landesteilen gab es Raketenalarm, in der Küstenmetropole Tel Aviv heulten am Vormittag gleich zweimal hintereinander die Warnsirenen. Iran bestätigte die Raketenwelle laut staatlichem Rundfunk.
Israels Armee teilte derweil am Morgen mit, die israelische Luftwaffe habe in den vergangenen Tagen in Irans Hauptstadt Teheran zwei Produktionsstätten für Marschflugkörper angegriffen. Sie sprach von einem “weiteren Schritt zur Schwächung der militärischen Produktionsinfrastruktur” der iranischen Führung. Medienberichten zufolge liegt der Fokus der israelischen Angriffe derzeit auf der iranischen Rüstungsindustrie.
10:54 Uhr
Iran warnt USA vor Invasion mit Bodentruppen
Iran hat die USA vor einem möglichen Einsatz von Bodentruppen gewarnt. “Wir beobachten alle Bewegungen der USA in der Region genau, insbesondere Truppenverlegungen”, schrieb Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf auf der Plattform X. “Stellt unsere Entschlossenheit, unser Land zu verteidigen, nicht auf die Probe”, fügte der frühere General hinzu.
Die US-Regierung hat Medienberichten zufolge die Verlegung Tausender Soldaten einer Luftlandedivision in die Region des Nahen Ostens angeordnet. Die Rede ist von einer möglichen Invasion der iranischen Insel Charg, dem wichtigsten Exportterminal für iranisches Erdöl im Persischen Golf.
10:43 Uhr
UN: Nahost-Krieg kann ganze Welt hineinziehen
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, dringt auf eine Lösung des Kriegs im Nahen Osten. “Dieser Konflikt hat das beispiellose Potenzial, Länder über Grenzen hinweg und auf der ganzen Welt mit hineinzuziehen”, warnt er in einer von mehreren Golfstaaten einberufenen Krisensitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf. Der einzige sichere Weg, das zu verhindern, sei ein Ende der Auseinandersetzungen. Er fordere alle Staaten und insbesondere jene mit Einfluss auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um das zu erreichen.
10:39 Uhr
Hisbollah: Haben israelisches Kampfflugzeug mit Raketen beschossen
Die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah hat nach eigenen Angaben ein israelisches Kampfflugzeug mit Boden-Luft-Raketen beschossen. Das Flugzeug habe am gestrigen Abend Ziele im Süden des Libanons attackiert. Durch den Raketenbeschuss sei es gezwungen gewesen abzudrehen. Es sei bereits das zweite Mal seit dem Einstieg der Hisbollah in den Iran-Krieg, dass Boden-Luft-Raketen gegen ein israelisches Kampfflugzeug eingesetzt worden seien, erklärte die Miliz. Das israelische Militär gab zunächst keine Stellungnahme ab.
10:35 Uhr
Sieben tote Soldaten nach Angriff auf Militärklinik im Irak
Bei einem Angriff auf eine Militärklinik im Westen des Iraks sollen sieben Soldaten getötet worden sein. Das irakische Verteidigungsministerium teilte mit, 13 weitere Personen seien bei dem Angriff auf das Krankenhaus in der Provinz Anbar verletzt worden. Rettungskräfte seien in dem Gebiet Habbanije noch vor Ort. Das Ministerium verurteilte die Attacke als Verstoß gegen das Völkerrecht.
10:32 Uhr
Iranischer Botschafter: Bislang keine Gespräche
Nach Irans Militär widerspricht auch der Botschafter der Islamischen Republik in Pakistan Darstellungen, wonach es Verhandlungen zur Beendigung des Nahost-Kriegs gibt. Nach seinen Informationen hätten entgegen der Behauptung von US-Präsident Donald Trump bislang keine direkten oder indirekten Verhandlungen zwischen den beiden Ländern stattgefunden, sagt Botschafter Resa Amiri Moghadam. Er fügt allerdings hinzu, dass “befreundete Länder” sich bemühten, “die Voraussetzungen für einen Dialog zwischen Teheran und Washington zu schaffen, von dem wir hoffen, dass er zur Beendigung dieses aufgezwungenen Krieges beitragen wird”.
Der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif hatte gestern erklärt, seine Regierung sei bereit, mögliche Gespräche auszurichten.
10:28 Uhr
Netanjahu warnt vor öffentlichem Feiern jüdischer Feiertage
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat Israelis und Juden davor gewarnt, Pessach und andere anstehende jüdische und israelische Feiertage ohne Sicherheitsvorkehrungen im Freien zu begehen. Der Nationale Sicherheitsrat Israels rief zudem dazu auf, in Ländern, die an Iran grenzen, von der Teilnahme an jüdischen Veranstaltungen und dem Besuch jüdischer Einrichtungen abzusehen.
10:24 Uhr
Pakistan: Iran hat 15-Punkte-Plan der USA erhalten
Iran hat nach Angaben aus pakistanischen Regierungskreisen den 15-Punkte-Plan der USA für eine Waffenruhe im Krieg erhalten. Der Vorschlag umfasse Sanktionserleichterungen, eine Zusammenarbeit bei einem Atomprogramm zu zivilen Zwecken, eine Einschränkung des derzeitigen iranischen Atomprogramms und eine Beobachtung durch die Internationale Atomenergiebehörde IAEA, sagten pakistanische Gewährspersonen der Nachrichtenagentur AP.
Zudem betreffe der Plan auch Beschränkungen mit Blick auf Raketen und den Zugang für den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus. Pakistan hat sich als Gastgeber von Verhandlungen zwischen den USA und Iran angeboten. Iran hat bislang gesagt, er sei an keinen Verhandlungen mit den USA beteiligt.
10:20 Uhr
Thailändischer Öltanker durchfährt Straße von Hormus
Ein thailändisches Schiff hat nach Angaben des Außenministeriums in Bangkok die Straße von Hormus durchquert. Außenminister Sihasak Phuangketkeow sagte, vorausgegangen seien Gespräche mit den iranischen Behörden. Thailand habe um sichere Durchfahrt für ein Schiff des Energiekonzerns Bangchak Corporation gebeten. Eine Zahlung für die Durchfahrt sei nicht nötig gewesen, teilten ein thailändischer Regierungsvertreter und der Bangchak-Konzern mit.
Für ein Schiff des thailändischen Petrochemieunternehmens SCG Chemicals sei ebenfalls eine Genehmigung auf Durchfahrt durch die Meerenge gebeten worden.
10:10 Uhr
Chinesische Reederei nimmt wieder Aufträge in Golfstaaten an
Der chinesische Reederei-Konzern Cosco will wieder die Gewässer um den Persischen Golf befahren. Cosco teilte mit, wieder Transportaufträge für Frachtcontainer mit Zielorten in mehreren Golfstaaten anzunehmen. Zuvor hatte die Internationale Schifffahrtsorganisation der UN erklärt, dass Iran die Passage der Straße von Hormus für “nicht-feindliche” Schiffe wieder freigeben werde. Der Reederei-Riese Cosco hatte als Reaktion auf den Krieg im Nahen Osten Buchungen in die Region Anfang März ausgesetzt.
Nun erklärte der chinesische Konzern, dass “die Annahme neuer Buchungen für Stückgutcontainer” für Transporte in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, Kuwait und in den Irak “mit sofortiger Wirkung” wieder aufgenommen werde.
10:05 Uhr
“15-Punkte-Plan soll in Pakistan verhandelt werden”
ARD-Korrespondentin Katharina Willinger aus Istanbul über den Krieg im Nahen Osten und zur aktuellen Lage im Iran.
09:34 Uhr
Golfstaaten melden neue Drohnenangriffe
Mehrere Golfstaaten haben neue Drohnenangriffe aus Iran auf ihre Territorien gemeldet. Saudi-Arabien erklärte, mindestens acht Drohnen im Osten des Landes abgefangen zu haben. Laut dem Innenministerium Bahrains sind die Luftschutzsirenen aktiviert worden. Die jordanische Behörde für öffentliche Sicherheit meldete, in der Nähe der Hauptstadt Amman seien Trümmerteile niedergegangen und die kuwaitische Nationalgarde teilte mit, sie habe sechs Drohen abgefangen.
Die iranischen Revolutionsgarde hatte zuvor erklärt, sie habe Raketen und Drohnen Richtung Israel sowie auf zwei von den USA genutzte Militärstützpunkte, einen in Bahrain und einen weiteren in Jordanien, gestartet, berichtet der iranische Staatssender Irib unter Berufung auf die Revolutionsgarde. Bereits zuvor battle bekannt geworden, dass bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait ein Treibstofftank getroffen wurde. Die kuwaitische Armee erklärte, die Flugabwehr “reagiert auf feindliche Raketen- und Drohnenangriffe”.
08:50 Uhr
Bericht: Sieben Tote nach Luftangriffen im Nordwesten Irans
Bei einem Luftangriff im Nordwesten Irans sind einem Bericht zufolge sieben Zivilisten ums Leben gekommen. Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, wurden in den frühen Morgenstunden in der Millionenmetropole Tabris Dienstwohnungen von Bahnmitarbeitern Ziel der israelisch-amerikanischen Angriffe. Unter den Trümmern suchen Helfer demnach nach weiteren Opfern. Bereits in der Nacht zu Dienstag wurde die Stadt bombardiert.
08:18 Uhr
Bundesregierung: Völkerrechtliche Prüfung nicht abgeschlossen
Die Bundesregierung betont, dass sie noch keine abschließende Meinung darüber hat, ob der Angriff der USA und Israels auf Iran völkerrechtswidrig ist. Nachdem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gestern gesagt hatte, dass der Krieg für ihn völkerrechtswidrig und “ein politisch verhängnisvoller Fehler” sei, sagt ein Regierungssprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters, dass man Äußerungen anderer Verfassungsorgane nicht kommentiere. “Grundsätzlich gilt: Die völkerrechtliche Prüfung obliegt der Bundesregierung und ist noch nicht abgeschlossen”, fügt er hinzu.
Die Prüfung finde vor dem Hintergrund “vielfältiger Verstöße Irans gegen völkerrechtliche Bestimmungen und internationale Abkommen und einer latenten Bedrohung der Existenz des Staates Israel” statt.
07:49 Uhr
Israel: Neue Angriffswelle auf Teheran
Die israelische Armee hat in der vergangenen Nacht eine neue Angriffswelle gegen die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Die Angriffe zielten auf “Infrastruktur des iranischen Terrorregimes”, erklärte die israelische Armee im Onlinedienst Telegram. Zuvor hatte die Armee mehrmals neue Raketensalven Irans auf Israel gemeldet.
07:36 Uhr
Ölpreise geben nach
Die Hoffnung auf eine mögliche Waffenruhe im Nahen Osten lindert die Versorgungsängste der Anleger am Ölmarkt. Die Preise geben deutlich nach, zeitweise notierte die Rohölsorte Brent aus der Nordsee unter 100 Dollar je Barrel (159 Liter). Der Preis notierte zuletzt bei 100,60 Dollar je Barrel, was einem Rückgang von 3,6 Prozent entspricht. US-Öl WTI notiert 3,3 Prozent schwächer bei 89,29 Dollar. Die USA hatten einem Insider zufolge Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges übermittelt.
07:05 Uhr
Alltag in Iran: “Das Leben steht fast still”
Ein Bericht von ARD-Korrespondentin Katharina Willinger zur Lage der Zivilbevölkerung in Iran nach mehr als drei Wochen Krieg.
06:54 Uhr
US-Senat steht weiter hinter Trump
Die Demokraten im US-Senat haben erneut eine Abstimmung zum Krieg im Nahen Osten erzwungen. Die Positionen blieben jedoch unverändert. Wie schon bei zwei ähnlichen Vorstößen zuvor kam eine angestrebte Resolution zu den Kriegsbefugnissen nicht voran. Sie scheiterte mit 47 zu 53 Stimmen.
Die Resolution hätte Präsident Donald Trump verpflichtet, vor weiteren Angriffen auf Iran die Zustimmung des Kongresses einzuholen. Erneut battle Senator Rand Paul aus Kentucky der einzige Republikaner, der dafür stimmte, während Senator John Fetterman aus Pennsylvania der einzige Demokrat battle, der dagegen votierte. Eine Gruppe von Demokraten erzwingt wöchentliche Abstimmungen über den Krieg, um den Senat unter Druck zu setzen, öffentliche Anhörungen abzuhalten.
06:49 Uhr
Trumps Umfragewerte erneut gesunken
Die Zustimmungswerte für US-Präsident Donald Trump sind auf den niedrigsten Stand seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus gefallen. In einer Umfrage des Instituts Ipsos für die Nachrichtenagentur Reuters äußerten sich 36 Prozent der Befragten in den USA zufrieden mit Trumps Amtsführung. In der Vorwoche waren es noch 40 Prozent gewesen. Als Gründe für den Rückgang gelten gestiegene Benzinpreise und eine breite Ablehnung des von den USA gemeinsam mit Israel begonnenen Krieges gegen Iran.
06:38 Uhr
Iran: Trump verhandelt mit sich selbst
Ein Sprecher des iranischen Militärs hat US-Bemühungen um ein Waffenruheabkommen verspottet und erklärt, die Amerikaner verhandelten lediglich mit sich selbst. Ebrahim Solfaghari, Sprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam Al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt, äußerte sich in einem vorab aufgezeichneten Video, das im Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde. “Sind Ihre internen Konflikte so weit eskaliert, dass Sie mit sich selbst verhandeln?”, fragte er spöttisch.
Solfagharis Äußerungen kamen kurz nachdem die Regierung von Donald Trump dem Iran über Pakistan AP-Informationen zufolge einen 15-Punkte-Plan für eine Waffenruhe übermittelt hatte. “Unser erstes und letztes Wort war von Anfang an dasselbe und wird es auch bleiben: Jemand wie wir wird sich niemals mit jemandem wie Ihnen einigen”, sagte Solfaghari. “Nicht jetzt, niemals.”
06:20 Uhr
USA legen Iran 15-Punkte-Plan vor
Die USA haben Medienberichten zufolge Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges geschickt. Dies melden die US-Zeitung New York Times unter Berufung auf zwei Insider und der israelische Sender Channel 12 mit Verweis auf drei namentlich nicht genannte Personen.
Laut Channel 12 wird darin etwa verlangt, die Atomanlagen Natans, Isfahan und Fordow außer Betrieb zu setzen. Zudem müsse in der Straße von Hormus ein freier Schiffsverkehr gewährleistet werden. Auf iranischem Boden dürfe kein Uran angereichert werden. Die USA schlagen demnach eine Feuerpause von einem Monat vor, um den Plan zu besprechen. Stellungnahmen der beiden Staaten lagen zunächst nicht vor. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, man spreche mit den “richtigen Leuten” in Iran.
05:58 Uhr
Libanon: Offenbar neun Tote bei israelischen Angriffen
Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA zufolge mindestens neun Menschen getötet worden. Vier Personen seien bei einem Angriff auf das Dorf Adlun getötet worden, berichtete NNA unter Berufung auf das libanesische Gesundheitsministerium. Weitere zwei seien bei einem Angriff auf eine Wohnung im Flüchtlingslager Mieh Mieh getötet worden, bei dem vier weitere Personen verletzt worden seien.
NNA berichtete zudem über einen israelischen Angriff auf das Dorf Habbusch im Südlibanon. Dabei seien mindestens drei Menschen getötet und 18 weitere verletzt worden.
05:50 Uhr
Drohnenangriffe am Flughafen von Kuwait lösen Feuer aus
Drohnenangriffe am internationalen Flughafen von Kuwait haben der kuwaitischen Zivilluftfahrtbehörde zufolge einen Treibstofftank getroffen und ein Feuer ausgelöst. Bei dem Angriff seien nur “begrenzte” Schäden verursacht und niemand verletzt worden, teilte die Behörde des Golfstaats mit. Die Feuerwehr arbeite daran, den Brand unter Kontrolle zu bringen.
05:50 Uhr
Der Liveblog von Dienstag
Laut US-Präsident Trump ist ein Abkommen mit Iran zur Beendigung des Krieges in greifbarer Nähe. Erstmals seit Beginn des Krieges gegen Iran ist offenbar ein Mensch in Israel durch Beschuss aus dem Libanon getötet worden.
https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-iran-mittwoch-102.html