Venezuela ++ „Wenn sie nicht das Richtige tut“ – Trump droht venezolanischer Vizepräsidentin ++ | EUROtoday

Nach einem groß angelegten US-Militäreinsatz in Venezuela hat Präsident Trump den venezolanischen Präsidenten Maduro gefangen genommen. Inzwischen ist dieser in einer Haftanstalt in New York – dort muss er sich unter anderem wegen „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ sowie „Verschwörung zum Kokain-Import“ vor Gericht verantworten.

Alle Ereignisse rund um Venezuela im Liveticker:

21:08 Uhr – Trump droht venezolanischer Vizepräsidentin

US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht zufolge Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez gedroht. „Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen, wahrscheinlich höher als Maduro“, sagte er in einem Telefoninterview mit der Zeitschrift „The Atlantic“. Die genaue Frage zu der Antwort veröffentlichte das Medium nicht – auch nicht, ob Trump sich dazu geäußert hatte, was er genau mit „richtig“ meinte.

Trump sagte dem Magazin zudem, auch andere Länder könnten Ziel einer US-Intervention werden. „Wir brauchen Grönland, absolut“, sagte er und bekräftigte damit frühere Äußerungen von ihm ‍selbst und aus seiner Umgebung. Die Ehefrau des stellvertretenden Stabschefs ‍im Weißen Haus, Katie Miller, hatte nach der Militäraktion in Venezuela eine Karte Grönlands in US-Farben mit dem Wort „Soon“ („Bald“) gepostet.

20:54 Uhr – EU fordert Deeskalation in Venezuela, aber Ungarn außen vor

Die EU-Kommission und 26 der 27 EU-Staaten fordern alle Akteure im Venezuela-Konflikt zur Zurückhaltung auf. Alle Beteiligten müssten eine Eskalation vermeiden und eine friedliche Lösung sicherstellen, heißt es ⁠in einer Erklärung, die von allen EU-Mitgliedern mit Ausnahme Ungarns getragen und auch im Namen der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas veröffentlicht wird. Die Achtung des Willens des venezolanischen Volkes sei der einzige Weg, in dem Land die Demokratie wiederherzustellen.

20:05 Uhr – Demos in mehreren deutschen Städten gegen US-Angriff

Nach dem US-Angriff auf Venezuela hat es in mehreren Städten in Deutschland Proteste gegen die Attacke der USA gegeben. In München versammelten sich schätzungsweise 400 Menschen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Demonstranten zogen durch die Straßen, es blieb den Aussagen zufolge friedlich. In Nürnberg versammelten sich einer ersten Einschätzung zufolge rund 120 Teilnehmer zu einer Kundgebung, in Düsseldorf protestierten rund 240 Menschen gegen den Angriff der USA auf Venezuela. Die Teilnehmer zogen durch die Innenstadt, bevor sie vor dem US-Generalkonsulat nahe dem Hauptbahnhof die Abschlusskundgebung abhielten.

Auch in anderen deutschen Städten waren Proteste angekündigt, unter anderem in Hamburg, wo am Abend ein Demonstrationszug an den Landungsbrücken am Hafen entlangzog. In der Hansestadt waren bereits am Samstagabend rund 300 Menschen auf die Straße gegangen.

19:12 Uhr – Rubio: USA werden Venezuela nicht regieren

Die USA werden Venezuela nach Angaben von Außenminister Marco Rubio entgegen der Aussage von Präsident Donald Trump nicht regieren. Doch werde Washington mithilfe einer bereits bestehenden Ölblockade politische Veränderungen in Venezuela herbeiführen, sagte Rubio. Trump hatte am Samstag behauptet, dass die USA das südamerikanische Land vorerst regieren würden.

Rubio machte seine Aussagen bei Auftritten in Talkshows in den USA. Damit wollte er offenbar Bedenken wegen einer womöglich neuen längeren Intervention der USA im Ausland entgegentreten, nachdem die Regierung mit dem Militäreinsatz am Samstag einen Regierungswechsel eingeleitet hatte. Rubio sagte im Sender CBS, man werde eine Blockade gegen Öltanker fortsetzen, die mit Sanktionen belegt seien. Das sei „eine gewaltige Menge Druckmittel“, erklärte er. Die Blockade werde so lange fortgeführt, „bis wir Änderungen sehen, die nicht nur das nationale Interesse der USA vorantreiben, was das Wichtigste ist, sondern auch zu einer besseren Zukunft für die Menschen von Venezuela führen“.

18:58 Uhr – Trump droht Rodríguez

US-Präsident Donald Trump hat der venezolanischen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez gedroht. Sie könne einen höheren Preis als der gefangen genommene Präsident Nicolás Maduro zahlen, „wenn sie ⁠nicht das Richtige tut“, sagte Trump in einem Interview mit der Zeitschrift „The Atlantic“. Rodriguez hat Maduros Amtsgeschäfte übernommen und betont, Maduro sei weiterhin Präsident des Landes. Sie widerspricht Trumps Behauptungen, sie sei bereit, mit den USA zusammenzuarbeiten. Rodriguez ist zugleich Ölministerin und gilt aufgrund ihrer Kontakte und ihrer Erfahrung ‍als eine zentrale und pragmatische Führungsfigur in Venezuela.

17:51 Uhr – Militär in Venezuela unterstützt Vizepräsidentin Rodríguez

Inmitten der Unsicherheit über die politische Zukunft des Landes haben sich die venezolanischen Streitkräfte hinter Vizepräsidentin Delcy Rodríguez gestellt. Nach der Gefangennahme Maduros übernehme sie verfassungsgemäß die Führung des Landes, sagte Verteidigungsminister Vladimir Padrino umgeben von uniformierten Soldaten in einer Videobotschaft. Das Militär ist der entscheidende Machtfaktor in Venezuela, das Maduros linksautoritärer Regierung bislang treu ergeben warfare.

Im gesamten Staatsgebiet würden Einheiten der Streitkräfte und der Polizei aktiviert, um die „imperialistische Aggression“ der Vereinigten Staaten zurückzuschlagen, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Gefangenennahme von Maduro sei eine „feige Entführung“ gewesen, bei der die US-Spezialkräfte einen Großteil von Maduros Sicherheitsteam, Soldaten und unschuldige Bürger kaltblütig getötet hätten.

17:32 Uhr – Rubio bezeichnet Regierung in Kuba als „riesiges Problem“

US-Außenminister Marco Rubio hat die Regierung in Kuba als „riesiges Problem“ bezeichnet. Das sagte er beim US-Sender NBC News auf die Frage, ob nach dem US-Angriff auf Venezuela nun Kuba folge. Zwar wolle er nicht über zukünftige Schritte der US-Regierung mit Blick auf Kuba sprechen. „Aber ich denke, es ist kein Geheimnis, dass wir keine großen Fans des kubanischen Regimes sind.“ Dieses habe Venezuelas nun entmachteten Staatschef Nicolás Maduro unterstützt, sagte Rubio weiter.

Rubios Eltern stammen aus Kuba. Sie wanderten 1956 während der Diktatur von Fulgencio Batista in die Vereinigten Staaten aus. Sein Vater schlug sich als Barkeeper durch, seine Mutter als Zimmermädchen.

17:03 Uhr – „New York Times“-Reporter rief Trump um 4.30 Uhr auf dem Handy an

Kurz nach dem Angriff gegen Venezuela hat Donald Trump einen Anruf der „New York Times“ bekommen. Der Journalist Tyler Pager rief gegen 4.30 Uhr in der Nacht direkt auf dem Handy des US-Präsidenten an, nachdem dieser auf X die Festnahme von Nicolás Maduro verkündet hatte. Das berichtet Pager in einem Artikel. Demnach erklang dreimal ein Tuten in der Leitung, bevor Trump abnahm. Pager sei gar nicht so erstaunt darüber gewesen, schreibt er – schließlich sei Trump bekannt dafür, dass er Anrufe von Journalisten auf seinem privaten Mobiltelefon entgegennehme.

Das Telefonat habe 50 Sekunden gedauert. Pagers wichtigsten Fragen sei der Präsident ausgewichen, nämlich ob der US-Kongress den Militärschlag bewilligt habe und was die nächsten Schritte in Venezuela seien. Trump habe nur gesagt, dass die Operation „brillant“ gewesen sei, dank „viel guter Planung und vielen großartigen, großartigen Soldaten“. Anschließend verwies er den „New York Times“-Reporter auf die Pressekonferenz, die er wenige Stunden später abhielt.

16:32 Uhr – Medwedew nennt das Vorgehen in Venezuela konsequent

Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, hat das Vorgehen von US-Präsident Donald ⁠Trump in Venezuela als rechtswidrig, aber konsequent bezeichnet. „Es muss anerkannt werden, dass trotz der offensichtlichen Rechtswidrigkeit von Trumps Verhalten eine gewisse Konsequenz in seinen Handlungen nicht zu leugnen ist. Er und sein Team verteidigen die nationalen Interessen ihres Landes recht ‍hart“, sagte Medwedew der Nachrichtenagentur Tass. Trump scheine die Kontrolle über die Ölvorräte Venezuelas anzustreben. „Die Hauptmotivation von Uncle Sam warfare schon immer einfach – die Rohstoffe anderer Leute.“ Wären solche Maßnahmen gegen ein stärkeres Land ergriffen worden, würden sie als kriegerischer Akt betrachtet werden.

15:40 Uhr – Hegseth sieht keine Parallelen zu Irak-Einsatz

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht bei dem US-Angriff auf Venezuela samt Festnahme des Staatschefs Maduro keine Parallelen zum US-Einsatz im Irak. Auf die Frage, ob der Einsatz tatsächlich anders warfare als beim Intervenieren der US-Streitkräfte im Irak, sagte er beim Sender CBS News: „Es ist genau das Gegenteil. Wir haben jahrzehntelang Unsummen ausgegeben und mit Blut bezahlt, ohne wirtschaftlich etwas dafür zu erhalten.“ Präsident Donald Trump habe die Spielregeln geändert.

15:15 Uhr – Venezuelas Ölkonzern drosselt Ölförderung

Venezuelas staatlicher Ölkonzern PDVSA hat angesichts einer ⁠Exportblockade der USA einige seiner Joint-Venture-Partner angewiesen, die Ölförderung zu drosseln. Dazu sollen Ölfelder oder Bohrloch-Cluster stillgelegt werden, sagen drei mit der Entscheidung vertraute Personen. Grund dafür seien wachsende Lagerbestände an Land und ein ‍Mangel an Verdünnungsmitteln, die zur Aufbereitung des schweren venezolanischen Rohöls benötigt werden.

14:50 Uhr – Grüne kritisieren Reaktion des Kanzlers auf US-Angriff in Venezuela

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat die Reaktion von Bundeskanzler Friedrich Merz auf das Vorgehen der USA in Venezuela kritisiert. „Der Einsatz der USA ist völkerrechtswidrig. Was hindert den Bundeskanzler daran, dies klar zu benennen?“, sagte Dröge. Dass Merz sich nach langem Zögern letztendlich nur zu wenigen, relativierenden Sätzen habe durchringen können, sei ein großes Problem. „Abtauchen ist in dieser Situation eine fatale Strategie, Herr Merz“, so Dröge.

Merz hatte am Samstagabend deutlich gemacht, dass er den US-Angriff auf Venezuela noch nicht rechtlich bewerten will. „Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit“, teilte er mit. Grundsätzlich müssten im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten. „Jetzt darf in Venezuela keine politische Instabilität entstehen. Es gilt, einen geordneten Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung zu gewährleisten.“

14:30 Uhr – Nordkorea kritisiert „brutale Natur der USA“

Nordkorea wirft den USA eine large Verletzung der Souveränität Venezuelas vor. Der Vorfall bestätige „die abtrünnige und brutale Natur der USA“, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA einen Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums.

Nur wenige Stunden zuvor hatte Nordkorea mehrere ballistische Raketen in Richtung Japanisches Meer abgefeuert. Der Test könne möglicherweise als Protestreaktion auf den US-Angriff in Venezuela interpretiert werden, zitierten südkoreanische Medien einige Experten.

13:33 Uhr – Papst: Wohl des venezolanischen Volkes an erster Stelle

Nach dem US-Angriff auf Venezuela und der Festnahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro hat Papst Leo XIV. mit deutlichen Worten zur Besonnenheit aufgerufen. Das Wohl des venezolanischen Volkes müsse „über jeder anderen Erwägung stehen“. Der Pontifex forderte, die „Gewalt zu überwinden und Wege der Gerechtigkeit und des Friedens einzuschlagen“. Außerdem müssten die „Souveränität des Landes gewährleistet, der in der Verfassung verankerte Rechtsstaat gesichert und die Menschen- und Bürgerrechte eines jeden und aller respektiert“ werden.

12:13 Uhr – Klingbeil: Ereignisse in Venezuela bedenklich

„Die Ereignisse in ⁠Venezuela sind sehr bedenklich“, erklärt Lars Klingbeil als SPD-Parteivorsitzender. „Der venezolanische Machthaber Maduro hat ein autoritäres Regime angeführt, das sich mit Gewalt und Unterdrückung an die Macht geklammert ‍hat. Allerdings kann dies keine Rechtfertigung dafür sein, internationales Recht zu missachten.“ Das Völkerrecht sei zu achten. „Das gilt auch für das Handeln der USA.“ Jetzt müsse es darum gehen, „jegliche weitere Eskalation zu verhindern und den Pfad zu einem friedlichen Übergang zur Demokratie in Venezuela zu finden, damit die venezolanische Bevölkerung über ihre Zukunft selbst entscheiden kann“, sagte er.

11:25 Uhr – US-Angriff auf Venezuela – Lufthansa meidet Luftraum

Nach dem US-Angriff auf Venezuela informiert die Lufthansa über etwas längere Flugzeiten zum südamerikanischen Nachbarland Kolumbien. Die größte deutsche Airline „fliegt nicht nach Venezuela und nutzt seit einigen Monaten auch nicht mehr den venezolanischen Luftraum“, teilte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur mit.

09:23 Uhr – „Danke, Trump!“: Venezolanische Migranten feiern die Gefangennahme Maduros

Fast acht Millionen Menschen sind über die Jahre aus dem krisengeschüttelten Venezuela emigriert – und nun, nach dem US-Militäreinsatz und der Gefangenennahme des linksnationalistischen Staatschefs Nicolás Maduro, herrscht unter den auf zahlreiche Länder verteilten Migranten riesige Freude und Erleichterung. Viele Venezolaner wollen so rasch wie möglich in die Heimat zurückkehren. „Endlich können wir nach Hause zurück“, jubelte etwa die Straßenverkäuferin Yurimar Rojas in Chile.

In den Aufnahmeländern sind die venezolanischen Migranten oft nicht gerne gesehen. Das gilt insbesondere für Chile, wo der künftige ultrarechte Präsident José Antonio Kast die Abschiebung von quick 340.000 im Land lebenden Zuwanderern ohne Aufenthaltspapiere angekündigt hat, von denen ein Großteil aus Venezuela stammt.

09:10 Uhr – USA heben Flugbeschränkungen über Karibik auf

Die Beschränkungen für den Luftraum über der Karibik laufen US-Verkehrsminister Sean Duffy zufolge um Mitternacht US-Ostküstenzeit (05.00 ‍Uhr GMT) aus. Der Flugverkehr könne dann wieder aufgenommen werden, schreibt Duffy auf der Online-Plattform X. Die Fluggesellschaften seien informiert und würden ihre Flugpläne zügig aktualisieren.

07:12 Uhr – China fordert sofortige Freilassung von Maduro

China fordert die USA auf, Maduro und dessen Frau umgehend freizulassen. Die Lage in Venezuela solle ‍durch Dialog und Verhandlungen gelöst werden, erklärt das Außenministerium in Peking. Es verurteilt die Gefangennahme des Ehepaars als Verstoß gegen das Völkerrecht und fordert die USA dazu auf, die persönliche Sicherheit von Maduro und seiner Frau zu gewährleisten.

04:25 Uhr – Foto von Maduro in US-Haft veröffentlicht

Dieser Screenshot vom X-Account von „Rapid Response 47,“ dem offiziellen Account des Weißen Hauses für eilige Lagen, zeigt den venezolanischen Ex-Machthaber Nicolas Maduro (Mitte), wie er am 3. Januar 2026 von US-Beamten im Hauptquartier der US-Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) in Lower Manhattan, New York, eskortiert wird:

4:00 Uhr – Macron fordert Übergangsregierung unter González

Nach der Entmachtung des Staatspräsidenten Nicolás Maduro in Venezuela sollte nach Worten von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron der Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia die Verantwortung in dem Land übernehmen. „Der bevorstehende Übergang muss friedlich, demokratisch und unter Achtung des Willens des venezolanischen Volkes erfolgen“, teilte Macron mit. „Wir wünschen uns, dass der 2024 gewählte Präsident Edmundo González Urrutia diesen Übergang rasch sicherstellen kann.“

03:12 Uhr – Interimspräsidentin ernannt

Die Verfassungskammer des Obersten Gerichtshofs von Venezuela hat Vizepräsidentin Delcy ‍Rodriguez zur Interimspräsidentin des Landes ernannt. Die Entscheidung ist eine Reaktion auf die Gefangennahme von Präsident Nicolas Maduro durch die USA.

Rodriguez hat Widerstand gegen den US-Angriff angekündigt. „Wir werden nie wieder Sklaven sein“, sagte sie. „Wir werden nie wieder eine Kolonie, egal von welchem Imperium“, erklärte Rodríguez laut der staatlichen Zeitung. Sie gilt als eine der loyalsten Figuren in Maduros Machtzentrum. Die 56-jährige Juristin hatte als Außenministerin (2014–2017) den konfrontativen Kurs gegen die USA geprägt, den sie als Vizepräsidentin fortsetzte. Schon ihr Vater warfare ein linker Parteifunktionär, auch ihr Bruder Jorge Rodríguez bekleidete eine Reihe wichtiger Ämter in Maduros Regierung. Sie forderte nach dem US-Militäreinsatz die sofortige Freilassung von Maduro und seiner Ehefrau.

02:09 Uhr – US-Abgeordnete beklagen Täuschung

Führende US-Demokraten werfen der Regierung von Präsident Donald Trump schwere Täuschung bei den Plänen für den Militäreinsatz in Venezuela vor. Man habe ihn und andere „völlig im Dunkeln gelassen“, sagt der Anführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer. Ihm sei zuvor in geheimen Unterrichtungen versichert worden, ‍dass kein Militäreinsatz geplant sei. Trump erklärt, er habe den ‍Kongress aus Sorge vor undichten Stellen nicht vollständig informiert.

01:55 Uhr – Mindestens 40 Tote laut „New York Times“

Die „New York Times“ berichtet unter Berufung auf einen ungenannten hohen venezolanischen Beamten, dass bei dem US-Angriff in dem Land mindestens 40 Personen getötet worden sind. Unter den Toten seien Militärangehörige und Zivilisten, so die Zeitung. Laut US-Präsident Trump seien keine US-Soldaten unter den Toten.

01:45 Uhr – „Viele Kubaner“ laut Trump bei Angriff getötet

Bei dem US-Militäreinsatz in Venezuela und der Gefangennahme von Präsident Nicolas Maduro sind nach Angaben von US-Präsident Donald Trump „viele“ kubanische Staatsbürger getötet worden. „Viele Kubaner haben letzte Nacht ihr Leben verloren“, sagte Trump am Samstag in einem Interview mit der „New York Post“. „Sie haben Maduro beschützt. Das warfare kein guter Zug“, fügte der US-Präsident hinzu. Kuba sei „immer sehr abhängig von Venezuela“ gewesen, sagte Trump zudem. „Von dort bekamen sie ihr Geld“, sagte Trump weiter. Nähere Angaben zur Zahl der mutmaßlich Getöteten machte er jedoch nicht.

01:21 Uhr – UN-Botschafter spricht von „Recht auf Selbstverteidigung“

Venezuela behält sich laut seinem UN-Botschafter nach dem US-Militärangriff das Recht auf Selbstverteidigung vor. Caracas verurteile die US-Aktionen und fordere deren sofortiges Ende, hieß es in einem Brief des venezolanischen UN-Botschafters Samuel Reinaldo Moncada Acosta, der am Samstag dem Sicherheitsrat übermittelt wurde.

00:42 Uhr – Ex-Venezuela-Beauftragter ermahnt Trump

Trumps ehemaliger Venezuela-Beauftragter Elliot Abrams ermahnte den US-Präsidenten in einem Gastbeitrag für die Publikation „The Free Press“, nach dem Sturz von Venezuelas bisherigem Machthaber Nicolas Maduro die demokratische Opposition Venezuelas zu unterstützen. Entsprechende Kandidaten stünden bereit. Trump jedoch scheine sich „viel mehr um das venezolanische Öl als um die venezolanische Demokratie zu sorgen“, kritisierte Abrams.

Samstag, 3. Dezember:

22:49 Uhr – Bericht: Maduro in New York gelandet

Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP ist ein Flugzeug mit dem entmachteten venezolanischen Staatschef Maduro an Bord in New York gelandet.

22:33 Uhr – Mamdani spricht von „kriegerischem Akt“

Der neue New Yorker Bürgermeister, Zohran Mamdani, hat nach dem von Trump befohlenen Einsatz in Venezuela von einem Rechtsverstoß gesprochen. „Ein einseitiger Angriff auf einen souveränen Staat ist ein kriegerischer Akt und verstößt gegen Bundes- und internationales Recht“, schrieb der linke Demokrat auf der Plattform X.

22:00 Uhr – Selenskyj: USA wissen, was mit Diktatoren zu tun ist

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme von Nicolás Maduro als wegweisend gelobt, wie mit „Diktatoren“ umzugehen ist. „Wenn man mit Diktatoren so umgehen kann, dann wissen die Vereinigten Staaten von Amerika, was sie als Nächstes tun müssen“, sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge in Kiew vor Journalisten.

Demnach ließ der Kontext der Äußerung darauf schließen, dass Selenskyj Kremlchef Wladimir Putin im Blick hatte, ohne ihn namentlich zu erwähnen. Auf einer Pressekonferenz mit Donald Trump in Florida meinte zuvor Außenminister Marco Rubio, dass die Operation gegen Maduro eine Warnung auch für andere in der Welt sei, dass Amerika ernstzunehmen sei.

21:57 Uhr – UN-Sicherheitsrat befasst sich mit US-Angriff auf Venezuela

Der UN-Sicherheitsrat wird sich am Montag mit dem US-Angriff auf Venezuela befassen. Dessen Nachbarland Kolumbien habe mit Unterstützung von Russland und China das Treffen beantragt, sagten Diplomaten. UN-Generalsekretär Antonio Guterres sieht in dem Vorgehen der USA einen „gefährlichen Präzedenzfall“. Guterres sei zutiefst besorgt, dass die Regeln des Völkerrechts nicht beachtet worden seien, sagte sein Sprecher Stephane Dujarric. Der venezolanische UN-Botschafter Samuel Moncada schreibt an den UN-Sicherheitsrat, die USA führten einen „kolonialen Krieg“, der darauf abziele, „eine Marionettenregierung“ zu installieren, die die „Plünderung“ von Venezuelas Ölreserven und anderer Ressourcen ermögliche.

21:35 Uhr – Vizepräsidentin spricht von „Entführung“

Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodriguez hat in einer Fernsehansprache erklärt, Nicolas Maduro sei der einzige Präsident des Landes. Sie sprach von einer Entführung Maduros und rief zur Ruhe und Einheit auf, um das Land zu verteidigen. Venezuela werde niemals die Kolonie einer anderen Nation sein, sagte sie weiter. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, Rodriguez sei nach der Gefangennahme Maduros als ⁠dessen Nachfolgerin vereidigt worden. Rodriguez trat an der Seite ihres Bruders, des Parlamentspräsidenten Jorge Rodriguez, sowie der Minister für Inneres, Äußeres und Verteidigung auf.

20:41 Uhr – Venezuelas Vizepräsidentin fordert Freilassung von Maduro

Nach dem US-Einsatz in Venezuela hat Vizepräsidentin Delcy Rodriguez die sofortige Freilassung von Staatschef Nicolás Maduro und seiner Ehefrau verlangt. Rodríguez sprach auf einer Sitzung des Verteidigungsrates des südamerikanischen Landes, die dwell im Fernsehen übertragen wurde.

20:40 Uhr – Demokraten bezichtigen Trump der Lüge

Führende US-Demokraten werfen der Trump-Regierung vor, sie über die Pläne für den Militäreinsatz in Venezuela belogen zu haben. In Gesprächen mit Kongressabgeordneten habe Trumps Regierung wiederholt bestritten, einen Regimewechsel in Venezuela anzustreben, erklärt die Senatorin Jeanne Shaheen, die führende Demokratin im Auswärtigen Ausschuss des Senats. Die Regierung habe das Volk und seine ‍gewählten Vertreter in die Irre geführt. „Die Regierung hat den Kongress belogen und einen illegalen Krieg für einen Regimewechsel und Öl vom Zaun gebrochen“, erklärt der demokratische Abgeordnete Don Beyer aus Virginia auf X.

20:09 Uhr – Protest in Berlin gegen US-Aktion in Venezuela

Mehrere Hundert Menschen haben in Berlin gegen den US-Angriff auf Venezuela protestiert. Die Demonstranten am Brandenburger Tor forderten, die Bundesregierung und die Vereinten Nationen sollten die Militäraktion offiziell verurteilen und sich für die Freilassung des von US-Kräften festgenommenen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro einsetzen. Zu sehen waren vor allem Plakate linker Gruppen.

Eine der Teilnehmerinnen sagte, sie sei da, „weil ich es einfach unmöglich finde, dass jemand ein fremdes Land überfällt und den Präsidenten entführt und bei sich vor Gericht stellt“. Außerdem hätten die USA in Venezuela nichts zu suchen. Ein Demonstrant sagte, er sei schockiert über die Gewalt, die gerade von den USA ausgehe gegen andere Staaten.

20:05 Uhr – Merz warnt vor politischer Instabilität in Venezuela

Bundeskanzler Friedrich Merz warnt vor politischer Instabilität nach der US-Militäroperation in Venezuela. „Es gilt, einen geordneten Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung zu gewährleisten“, erklärt er. Für die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes nehme sich die Bundesregierung Zeit. „Grundsätzlich müssen im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten.“ Deutschland habe die Präsidentschaft von Nicolas Maduro nicht anerkannt, betont Merz. „Die letzte Wahl wurde gefälscht.“

20:00 Uhr – Kuba als nächstes Ziel?

US-Präsident Donald Trump deutet an, dass sich die USA im Rahmen ihrer regionalen Strategie als nächstes mit Kuba beschäftigen könnten. „Ich denke, wir könnten auch über Kuba reden, denn Kuba ist ein gescheiterter Staat“, sagt er vor der Presse. Außenminister Marco Rubio äußert sich deutlicher: „Wenn ich die kubanische ⁠Regierung in Havanna wäre, wäre ich besorgt.“ Einem Interview mit der „New York Post“ nach der Pressekonferenz zufolge hat Trump aber keine weitere Militäraktion im Sinn: „Nein, Kuba wird ganz von selbst fallen“, sagt er. Kuba sei sehr abhängig von Venezuela, fügt er hinzu.

19:50 Uhr – Trump: Verletzte bei Festnahme von Maduro

Bei der Festnahme von Maduro durch US-Spezialkräfte sind nach Angaben von Präsident Donald Trump „ein paar“ Einsatzkräfte getroffen worden. Diese seien allerdings „zurückgekehrt und sollen in recht guter Verfassung sein“, sagte Trump dem Sender Fox News. Wie viele Menschen verletzt wurden und ob es sich dabei lediglich um US-Truppeneinheiten handelte, sagte Trump nicht.

Der US-Präsident betonte, dass die USA bei dem viel kritisierten Vorgehen in Venezuela keine Todesopfer verzeichnet hätten. „Wir hatten keine Toten und haben auch kein Flugzeug verloren“, sagte er weiter.

19:00 Uhr – Maduro wollte sich in einem Safe Room verstecken

Kurz vor seiner Festnahme habe Maduro versucht, in einen mit Stahl gesicherten Safe Room zu gelangen, berichtet Donald Trump. Maduro sei aber so schnell überwältigt worden, dass ihm das nicht mehr gelang. „Er hat diesen Raum nicht mehr zugesperrt bekommen. Er hat versucht, hineinzukommen, aber wurde so schnell überrumpelt, dass er das nicht geschafft hat“, so der Republikaner in einem Interview mit Fox News. Maduro hätte bei dem Einsatz auch getötet werden können. „Das hätte passieren können“, sagte er auf die Frage einer Reporterin.

18:27 Uhr – US-General beschreibt Einzelheiten der US-Militäroperation

An der US-Militäraktion in Venezuela waren nach den Worten von US-General John Caine 150 Flugzeuge und Helikopter beteiligt. Die Operation sei monatelang durch die Geheimdienste vorbereitet worden, erläutert der Vorsitzende des Vereinigten US-Generalstabs vor der Presse in Washington. Man habe den Tagesablauf von Maduro gekannt, was er esse, wo er sich bewege, was seine Haustiere seien. Man habe mit Geduld auf den richtigen Zeitpunkt gewartet, um das Überraschungsmoment zu nutzen und zivile Schäden so gering wie möglich zu halten.

Auch das Wetter sei entscheidend gewesen. US-Präsident Donald Trump habe ⁠den Angriff um 22:46 Uhr US-Ostküsten-Zeit angeordnet. Bei der Operation seien die US-Helikopter beschossen worden. Einer sei getroffen worden, aber flugtauglich geblieben. Das US-Militär habe das Feuer erwidert. Die Operation sei erfolgreich beendet worden, aber die Streitkräfte in der Region blieben in Alarmbereitschaft.

17:49 Uhr – Trump: Amerikanische Mission sei „eine Warnung an alle“

Trump erhebt schwere Vorwürfe gegen Maduro: Er habe eine „Kampagne des Terrors“ geführt, nicht nur die Sicherheit der USA, sondern auch der gesamten Region bedroht und kriminelle Gangs unterstützt, die auch in den Vereinigten Staaten aktiv gewesen seien.

Trump betont jedoch, dass „das jetzt vorbei“ sei. Abschließend erklärt er, Maduro werde „nie wieder in der Lage sein, amerikanische oder venezolanische Bürger zu bedrohen“. Und weiter: Die amerikanische Mission sei „eine Warnung an alle“.

17:47 Uhr – USA werden Venezuela vorerst regieren

Trump erklärt, die USA würden in Venezuela bleiben „bis eine ordentliche Übergabe stattfinden“ könne und das Land „führen, bis eine ordentliche Übergabe möglich ist“. Er kündigt an, die USA seien bereit für einen „zweiten und viel größeren Angriff“, sollte dies erforderlich sein. Der bisherige Einsatz sei gezielt gewesen, könne aber massiv ausgeweitet werden.

17:47 Uhr – Trump: „Kein anderes Land der Welt hätte das durchführen können wie wir“

Trump spricht von einer „außergewöhnlichen Operation“, die in der Hauptstadt Venezuelas durchgeführt worden sei. Der Einsatz sei ein „beispielloses Event“ und eine Demonstration amerikanischer „Macht und Stärke, wie es sie in der Geschichte der USA noch nicht gegeben hat“.

Er ordnet die Operation in eine Reihe früherer US-Einsätze ein und vergleicht sie mit denen gegen Soleimani und al-Baghdadi. Der Präsident betont: „Kein anderes Land der Welt hätte das durchführen können wie wir.“

Nach Angaben von Trump wurde das venezolanische Militär „außer Gefecht gesetzt“. Sowohl Präsident Nicolás Maduro als auch seine Frau würden der amerikanischen Gerichtsbarkeit zugeführt. Trump hebt hervor, dass „nicht ein einziger amerikanischer Soldat“ bei dem Einsatz getötet wurde.

17:05 Uhr – Trump veröffentlicht Foto von gefesseltem Maduro mit verbundenen Augen

Nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz hat US-Präsident Donald Trump ein Foto veröffentlicht, das diesen in Handschellen und mit verbundenen Augen zeigt. Auf dem Bild sei Maduro an Bord des US-Kriegsschiffs „USS Iwo Jima“ zu sehen, kommentierte Trump in Onlinediensten das Foto des mit einem grauen Jogginganzug bekleideten langjährigen venezolanischen Staatschefs. Bei einem groß angelegten Militäreinsatz hatten die USA in der Nacht Ziele in Venezuela angegriffen und Maduro und dessen Frau gefangen genommen.

17:00 Uhr – Auswärtiges Amt verhängt Reisewarnung für ganz Venezuela

Die Bundesregierung hat nach Angaben des Auswärtigen Amtes eine Reisewarnung für ganz Venezuela ausgesprochen. Der Krisenstab der Bundesregierung sei im Auswärtigen Amt zusammengetreten, sagt eine Sprecherin des Außenamts. Deutsche Staatsangehörige im Land seien aufgerufen, an einem sicheren Ort zu bleiben. Das Auswärtige Amt stehe im engsten Kontakt mit der Botschaft in Caracas.

16:57 Uhr – Machado: Oppositioneller González soll Präsident werden

Die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado fordert nach der Festnahme von Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia als Nachfolger. Er habe die Präsidentenwahl vor eineinhalb Jahren gewonnen und sollte sein verfassungsmäßiges Amt nun unverzüglich antreten, heißt es in einer auf X veröffentlichten Mitteilung Machados.

16:53 Uhr – Senator: FBI warfare Teil bei Venezuela-Angriff

Die US-Bundespolizei FBI warfare nach Angaben eines Senators bei der Festnahme von Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte beteiligt. Es sei nicht nötig gewesen, den US-Kongress über die Pläne von Donald Trump zu informieren, da es sich um die Festnahme eines Drogenhändlers handele, behauptete der republikanische Senator Tom Cotton in einem Gespräch mit Fox News.

„Der Kongress muss nicht jedes Mal benachrichtigt werden, wenn die Exekutive eine Festnahme vollzieht“, rechtfertigte er den US-Angriff. Es sei zudem intestine gewesen, dass das US-Parlament nicht im Vorfeld involviert worden sei – sonst hätte der Angriff womöglich öffentlich gemacht werden können, spekulierte Cotton

16:40 Uhr – „Wir werden sehr involviert sein“, sagt Trump

Donald Trump will bei der Machtfrage in Caracas mitentscheiden. „Wir treffen diese Entscheidung jetzt. Wir können nicht riskieren, dass jemand anderes übernimmt und einfach so weitermacht“, sagte er gegenüber Fox News auf die Frage nach der politischen Zukunft von Venezuela. „Wir werden sehr involviert sein. Wir wollen Freiheit für die Menschen erreichen.“

16:35 Uhr – Verletzte bei Festnahme von Maduro

Bei der Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte sind nach Angaben von Donald Trump „ein paar“ Einsatzkräfte getroffen worden. Diese seien allerdings „zurückgekehrt und sollen in recht guter Verfassung sein“, sagte Trump dem Sender Fox News. Wie viele Menschen verletzt wurden und ob es sich dabei lediglich um US-Truppeneinheiten handelte, sagte Trump nicht.

15:51 Uhr – Trump: Maduro befindet sich an Bord von US-Kriegsschiff

Donald Trump hat Angaben zum Aufenthaltsort des bei einem US-Angriff auf Venezuela gefangen genommenen Staatschefs Nicolás Maduro gemacht. Maduro und dessen Frau Cilia Flores befänden sich an Bord des US-Kriegsschiffs „Iwo Jima“ und würden in den US-Bundesstaat New York gebracht, wo sie vor Gericht gestellt würden, teilte Trump im Sender Fox News mit. Die USA würden jetzt über die nächsten Schritte für Venezuela entscheiden. „Wir werden sehr stark darin involviert sein“, sagte Trump mit Blick auf die künftige Regierung des Landes.

15:41 Uhr – Trump: Habe Gefangennahme Maduros dwell mitverfolgt – wie eine „Fernsehshow“

Trump hat die Gefangennahme Maduros durch das US-Militär nach eigenen Angaben dwell mitverfolgt. Es sei wie eine „Fernsehshow“ gewesen, sagte Trump in einem Telefoninterview mit Fox News.

„Ich habe zugeschaut, buchstäblich, als wenn ich eine Fernsehshow gesehen hätte“, sagte Trump und fügte hinzu: „Und wenn Sie das Tempo gesehen hätten, die Gewalt“.

„Wir haben das in einem Raum angeschaut und jede Einzelheit gesehen“, sagte Trump, ohne Angaben dazu zu machen, wer für die Direktübertragung der Gefangennahme Maduros verantwortlich warfare.

15:32 Uhr – Trump hat Maduro zur Kapitulation aufgefordert

Trump hat nach eigenen Worten vor einer Woche Maduro zur Kapitulation aufgefordert. „Ich sagte, du musst aufgeben. Du musst dich ergeben“, sagte Trump im Interview mit Fox News. Maduro und er hätten vor etwa einer Woche miteinander telefoniert. Der nun von US-Eliteeinheiten festgenommene Staatschef habe sich geweigert. Am Samstagmorgen hatte der US-Präsident den Angriff auf Venezuela bestätigt. Im Gespräch mit Fox News sagte Trump, dass die US-Streitkräfte auch für einen zweiten Schlag vorbereitet gewesen wären.

14:18 Uhr – Brasiliens Präsident Lula verurteilt US-Angriff scharf

Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva verurteilt den US-Angriff auf Venezuela und die Gefangennahme von Präsident Maduro scharf. Die Handlungen seien ein schwerwiegender Affront gegen die Souveränität Venezuelas und ein extrem gefährlicher Präzedenzfall für die internationale Gemeinschaft, schreibt ⁠Lula auf der Online-Plattform X.

Ein solcher Bruch des Völkerrechts sei der erste Schritt in eine Welt der Gewalt und des Chaos, in der das Recht des Stärkeren herrsche. Die Aktion erinnere an die schlimmsten Momente der Einmischung in die Politik Lateinamerikas und der Karibik. Die internationale Gemeinschaft müsse ‍über die Vereinten Nationen energisch reagieren.

13:45 Uhr – Maduro und Ehefrau Flores in New York angeklagt

Maduro und seine Ehefrau sind nach Angaben von US-Justizministerin Pam Bondi in New York angeklagt worden. Maduro würden unter anderem Verbrechen in Zusammenhang mit Drogenhandel vorgeworfen, teilte Bondi auf der Plattform X mit. „Sie werden sich bald vor amerikanischen Gerichten und auf amerikanischem Boden der vollen Härte des amerikanischen Justizsystems stellen müssen“, schrieb Bondi.

Zwar warfare schon bekannt, dass Maduro 2020 wegen des Vorwurfs der Verschwörung zum „Drogenterrorismus“ in den USA angeklagt worden warfare. Doch dass auch seine Frau angeklagt worden ist, warfare unklar.

13:35 Uhr – Russland verlangt „sofortige Klärung“

Russland hat den US-Angriff auf Venezuela scharf verurteilt und sofortige Aufklärung über das Schicksal von Staatschef Maduro gefordert. Russlands Regierung sei „extrem besorgt“ über Berichte, wonach Maduro und dessen Frau „in Folge der heutigen US-Aggression gewaltsam aus dem Land gebracht wurden“, erklärte das Außenministerium in Moskau und verlangte „eine sofortige Klärung der Situation“.

13:12 Uhr – EU-Außenbeauftragte ruft zur Achtung des Völkerrechts auf

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat nach dem US-Angriff auf Venezuela zur Achtung des Völkerrechts aufgerufen. „Unter allen Umständen müssen die Grundsätze des internationalen Rechts und der Charta der Vereinten Nationen eingehalten werden. Wir rufen zur Zurückhaltung auf“, schrieb Kallas auf X. Nach eigenen Angaben hatte sie zuvor mit US-Außenminister Marco Rubio telefoniert.

Die Europäische Union beobachte die Lage in Venezuela aufmerksam, heißt es im Post von Kallas. Die EU habe wiederholt erklärt, dass Maduro Legitimität fehle, und sich für einen friedlichen Übergang ausgesprochen. „Die Sicherheit der EU-Bürger in diesem Land hat für uns oberste Priorität“, fügte die estnische Politikerin hinzu.

12:50 Uhr – „Nur teilweise gelungen“

Die USA haben mit ihrem Angriff auf Venezuela und mit der Gefangennahme des autoritären Präsidenten Maduro ihr Ziel nach Einschätzung der Regierung in Caracas nur teilweise erreicht. „Das Land ist ganz ruhig. Was sie mit ihren Bomben und Raketen erreichen wollten, ist ihnen nur teilweise gelungen“, sagte Innenminister Diosdado Cabello mit Militärhelm und taktischer Weste umgeben von Bewaffneten im Staatsfernsehen. „Sie haben erwartet, dass das Volk feige die Flucht ergreift. Das ist nicht geschehen. Die Zeit der Feiglinge ist vorbei.“

12:20 Uhr – Caracas beantragt Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats

Nach dem US-Angriff auf Venezuela hat die Regierung in Caracas eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt. „Im Angesicht der kriminellen Aggression durch die US-Regierung auf unser Heimatland haben wir eine dringliche Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen beantragt“, erklärte Außenminister Yvan Gil im Onlinedienst Telegram. Aufgabe des Gremiums sei es, „das Völkerrecht aufrechtzuerhalten“.

12:10 Uhr – Krisenstab im Auswärtigen Amt

Nach dem US-Angriff auf Venezuela verfolgt die Bundesregierung in Deutschland die Entwicklung „mit größter Sorge“. Der Krisenstab der Bundesregierung berate im Auswärtigen Amt über die Situation, verlautete von dort. „Wir beobachten die Lage in Venezuela sehr aufmerksam“, hieß es. Das Auswärtige Amt stehe im engen Kontakt mit der Botschaft in Caracas. Die Lage sei derzeit noch in Teilen unübersichtlich. „Wir stimmen uns eng mit unseren Partnern ab.“

12:09 Uhr – Einsatz soll beendet sein

Der US-Militäreinsatz gegen Venezuela und dessen Präsidenten Maduro soll nach Angaben eines US-Senators inzwischen beendet sein. Der republikanische Senator Mike Lee erklärte, dies habe ihm US-Außenminister Marco Rubio in einem Telefonat mitgeteilt. Rubio erwarte nach der Gefangennahme Maduros „kein weiteres Vorgehen in Venezuela“.

12:02 Uhr – USA wollen Maduro vor Strafgericht stellen

Die USA wollen Venezuelas Präsidenten Maduro nach Angaben des US-Senators Mike Lee in den Vereinigten Staaten vor ein ⁠Strafgericht stellen. Er habe dies von Außenminister Marco Rubio in einem Telefonat erfahren, sagt Lee. Rubio gehe auch nicht von „weiteren Handlungen“ in Venezuela aus, jetzt da sich Maduro in US-Gewahrsam ‍befinde. Lee ist wie Rubio und Präsident Trump Mitglied der Republikanischen Partei.

11:40 Uhr – Keine Opfer auf US-Seite

Bei dem Angriff gab es laut einem Medienbericht keine Opfer auf US-Seite. Dies berichtet die Zeitung „New York Times“ unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Ob es aufseiten Venezuelas bei dem Angriff Opfer gab, kommentierte die Person nicht. Unklar warfare, ob damit Tote oder Verletzte gemeint waren.

11:35 Uhr – Trump lobt Festsetzung

Trump hat in einem Telefonat mit der „New York Times“ den US-Einsatz zur Ergreifung des venezolanischen Staatschefs Maduro als Erfolg gewertet. Dieser sei aufgrund „viel guter Planung und vieler großartiger Soldaten und großartiger Leute“ erfolgreich durchgeführt worden, berichtet die Tageszeitung unter Berufung auf ein Gespräch mit dem Präsidenten. Er habe das Vorgehen als „brillante Operation“ bezeichnet.

11:30 Uhr – „Der Tyrann ist gestürzt“

Der von US-Streitkräften gefasste venezolanische Staatschef Maduro wird nach Angaben von US-Vize-Außenminister Christopher Landau für seine „Verbrechen“ zur Rechenschaft gezogen. „Der Tyrann ist gestürzt“, schrieb Landau auf X.

11.25 Uhr – Verteidigungsminister ruft zu „Widerstand“ auf

Nach den US-Angriffen auf Venezuela hat der Verteidigungsminister des südamerikanischen Landes zum Widerstand aufgerufen. „Sie haben uns angegriffen, aber sie werden uns nicht brechen“, sagte Vladimir Padrino in einer Videobotschaft. „Vereint bilden Soldaten und das Volk eine unzerstörbare Mauer des Widerstands.“ Alle Truppen würden zur Landesverteidigung eingesetzt.

dpa/AP/AFP/Reuters/krö/jac/jho/coh

https://www.welt.de/politik/ausland/article6958ef97441b06c4906d1ccf/venezuela-wenn-sie-nicht-das-richtige-tut-trump-droht-venezolanischer-vizepraesidentin.html