++ Liveticker Venezuela: „Ich bin ein anständiger Mann“ – Maduro plädiert vor Gericht auf nicht schuldig | EUROtoday

Nach einem groß angelegten US-Militäreinsatz in Venezuela hat Präsident Trump den venezolanischen Präsidenten Maduro gefangen genommen. Inzwischen hat die Verhandlung am New Yorker Gericht begonnen, wo sich Maduro unter anderem wegen „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ sowie „Verschwörung zum Kokain-Import“ verantworten muss.

Alle Ereignisse rund um Venezuela im Liveticker:

18:49 Uhr – Die Anhörung ist beendet, Maduro bleibt in Haft

Die Gerichtsverhandlung endet nach einer halben Stunde, nachdem Verteidiger Mark Donnelly im Namen von Maduros Frau Cilia Flores erklärte, seine Mandantin habe „gesundheitliche Probleme, die behandelt werden müssen“.

Donnelly sagte, dass Flores, 69, möglicherweise einen Bruch oder schwere Prellungen an den Rippen habe und eventuell eine vollständige Röntgenuntersuchung benötige.

Sowohl Maduro als auch Flores stimmten zu, vorerst in Haft zu bleiben. Ihre Anwälte könnten zu einem späteren Zeitpunkt einen Antrag auf Kaution erneut stellen.

18:45 Uhr – Flores betont ihre Rolle als Venezuelas First Lady

Nach Maduros Appell widmet sich der Richter Maduros Ehefrau. Nachdem sie ihren Namen bestätigt hatte, sagte Cilia Flores auf Spanisch über einen Dolmetscher: „Ich bin die First Lady der Republik Venezuela.“

Auf die Frage nach ihrem Plädoyer antwortete sie: „Nicht schuldig. Völlig unschuldig.“

18:41 Uhr – Maduros Anwalt stellt Rechtmäßigkeit der Verhaftung infrage

Maduros Anwalt Barry Pollack sagte, sein Mandant sei „Oberhaupt eines souveränen Staates und habe Anspruch auf die Privilegien“, die ihm dieser Status gewähre.

Pollack sagte, es gäbe „Fragen zur Rechtmäßigkeit seiner Entführung durch das Militär“ und es würden „umfangreiche“ Schriftsätze im Vorverfahren eingereicht, um diese rechtlichen Einwände zu entkräften.

18:36 Uhr – Maduros Sohn vor Parlament: „Mein Vater wurde entführt“

Maduros Sohn hat die Ergreifung seines Vaters durch US-Eliteeinheiten in Caracas als Entführung bezeichnet. „Wenn wir die Entführung von Staatschefs normalisieren, ist kein Land mehr sicher. Heute ist es Venezuela, morgen kann es jedes andere Land sein, das sich nicht unterwirft“, sagte der Abgeordnete Nicolás Maduro Guerra bei der konstituierenden Sitzung der venezolanischen Nationalversammlung. „Ohne Völkerrecht gilt in der Welt wieder das Recht des Stärkeren.“

18:35 Uhr – Maduro kennt seine Rechte angeblich nicht

Maduro sagte bei dem Termin, er habe die Anklage noch nicht gelesen und sei auch nicht über seine Rechte informiert worden. „Ich kannte diese Rechte nicht“, ließ er über einen Dolmetscher mitteilen. „Euer Ehren belehren mich jetzt darüber.“

18:19 Uhr – Maduro plädiert vor US-Gericht auf nicht schuldig

Maduro werden vier Verbrechen zur Last gelegt, darunter der Vorwurf des Drogen-Terrorismus, die Verschwörung zum Kokain-Import und der Besitz von Maschinengewehren. Die US-Justiz wirft ihm vor, ein Kokain-Schmuggelnetzwerk geleitet zu haben, das mit gewalttätigen Gruppen wie den mexikanischen Kartellen Sinaloa und Zetas zusammengearbeitet habe.

Maduro plädiert auf nicht schuldig und erklärt dem Richter: „Ich bin ein anständiger Mann, der Präsident meines Landes.“ Er sei von den USA aus Venezuela „entführt“ worden. Auch Maduros Ehefrau Cilia Flores plädiert auf nicht schuldig wegen Drogenvergehen.

Maduro wird zusammen mit seiner Frau, seinem Sohn und drei weiteren Personen beschuldigt. Ihnen droht im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe.

18:05 Uhr – Verhandlung hat begonnen

Der von den USA gefangen genommene venezolanische Staatschef Maduro und seine Ehefrau sind einem Gericht in New York vorgeführt worden. Richter Alvin Hellerstein eröffnete um 12:03 Uhr (Ortszeit) die Verhandlung.

Maduro und seine Frau sitzen zusammen mit ihren Anwälten am selben Tisch und tragen Kopfhörer. Maduro macht sich Notizen auf einem Blatt Papier.

Zuvor struggle Venezuelas Präsident auf dem Weg zum Gericht in New York in Sträflingskleidung abgelichtet worden. Das Paar wurde am frühen Montagmorgen schwer bewacht vom Gefängnis in Brooklyn, wo er inhaftiert struggle, zu einem Gerichtsgebäude in Manhattan transportiert.

Die Fahrt verlief zügig. Ein Autokonvoi mit Maduro verließ das Gefängnis gegen 7:15 Uhr (Ortszeit) und fuhr zu einem nahegelegenen Sportplatz, wo Maduro langsam zu einem wartenden Hubschrauber ging. Der Hubschrauber flog über den New Yorker Hafen und landete auf einem Hubschrauberlandeplatz in Manhattan, wo der humpelnde Maduro in ein gepanzertes Fahrzeug gebracht wurde.

Wenige Minuten später befand sich der Polizeikonvoi in einer Garage auf dem Gerichtsgelände, unweit des Gerichtsgebäudes, in dem Donald Trump 2024 wegen Fälschung von Geschäftsunterlagen verurteilt worden struggle.

17:38 Uhr – USA: Führen keinen Krieg gegen Venezuela

Die USA führen nach den Worten ihres UN-Botschafters Mike Waltz keinen Krieg gegen Venezuela. Die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro sei vielmehr ein Akt der Strafverfolgung gewesen, sagt Waltz vor dem UN-Sicherheitsrat. US-Präsident Trump habe Maduro mehrere diplomatische Auswege angeboten, die dieser jedoch ausgeschlagen habe. Die Beweise für Maduros Verbrechen würden in einem US-Gerichtsverfahren offengelegt, erklärt der Diplomat weiter. Die USA würden beim Schutz ihrer Bürger ⁠vor dem Narko-Terrorismus nicht nachlassen und strebten nach Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit für das Volk von Venezuela.

17:34 Uhr – Demonstranten versammeln sich vor Gerichtsgebäude

Vor dem Gericht in New York haben sich Medienberichten zufolge rund 50 Menschen versammelt, die die Freilassung von Nicolás Maduro fordern. Schilder mit „Free President Maduro“ sind zu sehen. Allerdings sind auch rund ein Dutzend Demonstranten zu sehen, die sich für die US-Intervention in Venezuela aussprechen. Die Polizei trennt beide Gruppen räumlich voneinander.

17:07 Uhr – UN-Sicherheitsrat: Guterres mahnt Achtung der „politischen Unabhängigkeit“ von Staaten an

UN-Generalsekretär António Guterres ruft bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zu Venezuela zur Achtung der „politischen Unabhängigkeit“ von Staaten auf. Angesichts der derzeitigen Krise sei es wichtig, die Prinzipien der „Souveränität, politischen Unabhängigkeit und territorialen Integrität von Staaten“ zu respektieren, hieß es am Montag in einer von der UN-Spitzendiplomatin Rosemary DiCarlo verlesenen Botschaft des Generalsekretärs.

Das höchste UN-Gremium ist zu Beratungen über den US-Militäreinsatz in Venezuela zusammengekommen, bei dem der langjährige Staatschef Nicolás Maduro festgenommen und in die USA gebracht wurde. Die Dringlichkeitssitzung findet auf Bitten Venezuelas statt. Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hatte den US-Angriff verurteilt und die Freilassung Maduros verlangt.

16:09 Uhr – „Würde wieder zu den Waffen greifen“, sagt Kolumbiens Präsident an Trump gerichtet

Kolumbiens Staatschef Gustavo Petro hat nach Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit einem Militäreinsatz in dem südamerikanischen Land erklärt, er würde im Notfall „wieder zu den Waffen greifen“. „Ich habe geschworen, nie wieder eine Waffe anzupacken“, schrieb der Ex-Guerillero im Onlinedienst X. „Aber für das Vaterland würde ich wieder zu den Waffen greifen.“

Trump hatte am Sonntag gesagt, der linksgerichtete Staatschef Kolumbiens sei „ein kranker Mann, der gerne Kokain produziert und es in die USA verkauft.“ Ein Militäreinsatz wie in Venezuela sei auch in Kolumbien eine „gute Idee”.

15:49 Uhr – Orbán nennt Angriff auf Venezuela „Phänomen einer neuen Welt“

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán sieht im US-Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme von dessen Präsidenten Nicolás Maduro das „kraftvolle Phänomen einer neuen Welt“. Er betrachte dies nicht von einem moralischen Standpunkt aus, sondern sehe nur darauf, was gut ist für Ungarn, sagte er auf seiner jährlichen Pressekonferenz in Budapest.

„Für Ungarn ist es eine gute Nachricht, dass die USA die Erdölvorkommen Venezuelas unter ihre Kontrolle bringen werden und dadurch der Weltmarktpreis für Öl sinken wird“, fügte er hinzu. Deswegen habe Ungarn auch als einziges EU-Mitgliedsland nicht die Stellungnahme der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas unterstützt. Darin rief die europäische Spitzendiplomatin unter anderem dazu auf, das Völkerrecht zu achten. „Das Völkerrecht der alten Weltordnung – nennen wir sie die „liberale Weltordnung – hat keine Geltung mehr“, sagte Orbán.

15:26 Uhr – Macron zur Entmachtung Maduros: Methode war „nicht gebilligt”

Nach seiner anfangs zurückhaltenden Reaktion auf die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron leichte Kritik am Vorgehen der USA geübt. Frankreich habe „die angewandte Methode weder unterstützt noch gebilligt”, sagte Macron nach den Worten der Regierungssprecherin Maud Bregeon in Paris. „Wir verteidigen das Völkerrecht und die Freiheit der Völker”, habe Macron während der Kabinettssitzung hinzugefügt.

Macron struggle in die Kritik geraten, als er nach der Festnahme Maduros durch US-Streitkräfte zunächst lediglich bemerkt hatte, dass das venezolanische Volk nun “Grund zur Freude” habe, da es “von der Diktatur von Nicolás Maduro befreit” sei. Zum vielfach als völkerrechtswidrig eingeschätzten Vorgehen der USA hatte der französische Präsident zunächst nichts gesagt.

14:45 Uhr – Linken-Chef: Van Aken sieht Parallelen mit Angriffskrieg auf Ukraine

Linken-Chef Jan Van Aken hatte die US-Militäraktion in Venezuela bereits scharf kritisiert und von „Staatsterrorismus“ gesprochen. Nun zog er Parallelen zum Angriffskrieg des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf die Ukraine. Trump und Putin hätten jeweils den Blick auf die Nachbarstaaten als ihre Einflusszone gerichtet, sagte Van Aken in Berlin.

Das Verhalten Trumps erinnere ihn an die Annexion der Krim durch Russland 2014. „Da haben alle einmal das kritisiert und sich dann weggeduckt und weitergemacht, als ob nichts geschehen wäre“, sagte van Aken. „Ich befürchte, wenn es keine klare Ansage aus Deutschland gibt von Friedrich Merz, aus der Europäischen Union, dann wird die USA sich ermuntert fühlen, genau so weiterzumachen.“

14:40 Uhr – Papst kritisiert Trumps Politik

Leo XIV. hat das Vorgehen von Donald Trump kritisiert. „Mit großer Sorge” verfolge er die Lage in Venezuela, sagte das religiöse Oberhaupt und fuhr fort: „Das Wohl des geliebten venezolanischen Volkes muss Priorität haben.” Daher gelte es, „die Gewalt zu überwinden und Wege der Gerechtigkeit und des Friedens einzuschlagen.“ Dafür müsse „die Souveränität des Landes garantiert, der in der Verfassung definierte Rechtsstaat gesichert, die Menschenrechte und die bürgerlichen Rechte aller gewahrt werden”.

14:12 Uhr – Maduro vor New Yorker Bundesgericht angekommen

Der gefangen genommene venezolanische Staatschef Nicolás Maduro ist bei einem New Yorker Bundesgericht angekommen. Um 12:00 Uhr (Ortszeit, 18:00 Uhr MEZ) soll er dort erstmals zu einem Termin erscheinen.

Rund um das Gebäude in Manhattan wurden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Absperrungen säumten die Straßen über mehrere Blocks um den Haupteingang, während Polizisten zu Fuß und in Streifenwagen in der Umgebung patrouillierten. Im Gerichtsgebäude sicherten Mitglieder des U.S. Marshals Service in taktischer Ausrüstung die Lobby.

13:55 Uhr – Maduro auf dem Weg ins Gericht

Mehrere US-Medien berichten, dass sich Nicolás Maduro auf dem Weg ins Gericht befindet. Fox News veröffentlichte auf Twitter eine aus einem Helikopter heraus gefilmte Videosequenz, welches ein Fahrzeug der Sicherheitsbehörden zeigt. In diesem soll sich Maduro befinden. Auf Videoaufnahmen, die vom US-Sender CNN übertragen wurden, war zudem zu sehen, dass für seinen Transport neben dem gepanzerten Fahrzeug auch ein Helikopter benutzt wurde. Der 63-jährige Maduro soll vor dem Bundesgericht in Manhattan einer ersten Anhörung unterzogen werden.

13:37 Uhr – EU fordert, Oppositionsführerin Machado müsse Teil des Übergangs sein

Die EU hat eine Einbindung der Oppositionsführerin María Corina Machado in den Übergangsprozess gefordert. Bei den nächsten Schritten geht es um den Dialog hin zu einem demokratischen Übergang, der Edmundo González und María Corina Machado miteinbeziehen muss”, sagte Kommissionssprecherin Anitta Hipper in Brüssel. Die Ereignisse vom Wochenende böten “die Gelegenheit für einen demokratischen Übergang, angeführt vom venezolanischen Volk”, fügte Sprecherin Paula Pinho hinzu.

13:31 Uhr – Wadephul wehrt sich gegen Kritik an Bundesregierung

Außenminister Johann Wadephul hat den Eindruck zurückgewiesen, die Bundesregierung weiche harter Kritik am Vorgehen von US-Präsident Donald Trump in Venezuela aus, um den wichtigsten Partner bei den Ukraine-Verhandlungen nicht zu verärgern. „Wir weichen hier keinem Aspekt aus, aber ich muss eben auch darauf hinweisen, dass wir ein größeres Bild sehen müssen“, sagte der CDU-Politiker bei einer Pressekonferenz in Vilnius.

In der Hauptstadt von Litauen sagte Wadephul, in Venezuela habe man ein starkes chinesisches und russisches Engagement gesehen. Zudem habe es die Stabilisierung eines Unrechtsregimes des nun gestürzten Staatschefs Nicolás Maduro gegeben. Wenn es eine Entwicklung hin zu Wahlen und einer Selbstbestimmung der Menschen in Venezuela geben könne, „dann wäre das doch eine gute Entwicklung“.

13:14 Uhr – Rüstungsaktien profitieren von Lage in Venezuela

Im Rahmen des allgemeinen Dax-Rekordhochs profitieren derzeit vor allem Rüstungsaktien. So schnellte die Rheinmetall-Aktie an der Dax-Spitze um 7 Prozent in die Höhe. Unter den besten Werten im MDax zogen die Aktien des Panzergetriebeherstellers Renk um 6,3 Prozent und die des Rüstungselektronik-Spezialisten Hensoldt um 6,6 Prozent an.

Rüstungswerte profitieren davon, dass es nach wie vor keine Lösung für den Ukraine-Krieg gibt. Hinzu kommt jetzt noch die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Venezuela. Zudem droht nach dem Angriff auf Venezuela US-Präsident Donald Trump jetzt auch Kolumbien.

„Für die Finanzmärkte bedeutet dies vor allem eines: Unsicherheit“, schrieb Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus ActivTrades. Da Venezuela über signifikante Ölreserven verfüge, beobachteten Marktteilnehmer die Reaktion der Energiepreise und die daraus resultierenden Inflationserwartungen mit Argusaugen. Sollte die geopolitische Instabilität zunehmen, könnte dies den Risikoappetit der Anleger kurzfristig bremsen.

12:52 Uhr – EU kündigt Verteidigung „universeller“ Grundsätze an

Nach den jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu Grönland hat die EU die „Grundsätze der nationalen Souveränität, der territorialen Integrität“ beschworen. „Wir erwarten von all unseren Partnern, die Souveränität und territoriale Integrität zu respektieren“, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Montag in Brüssel. Die EU werde diese „universellen“ Grundsätze verteidigen, „umso mehr, wenn die territoriale Integrität eines Mitgliedstaats der Europäischen Union in Frage gestellt wird“, fügte sie hinzu.

12:30 Uhr – Schweiz friert Vermögenswerte ein

Die Schweiz friert mögliche Vermögenswerte von Maduro ein. Die Maßnahme gelte ab sofort, teilt der Bundesrat in Bern mit. Sie ziele darauf ab, einen Abfluss potenziell ⁠unrechtmäßig erworbener Vermögenswerte zu verhindern. Mitglieder der amtierenden venezolanischen Regierung seien davon nicht betroffen. Sollte sich herausstellen, dass Gelder unrechtmäßig erworben wurden, werde die Schweiz sich bemühen, dass diese der venezolanischen Bevölkerung zugutekommen.

11:35 Uhr – Mindestens 16 Öltanker verschwunden

Mindestens 16 unter US-Sanktionen stehende Öltanker sind nach einem „New York Times“-Bericht aus venezolanischen Häfen verschwunden. Laut der US-Zeitung gibt es Hinweise darauf, dass die Schiffe versucht haben könnten, eine von den USA verhängte Seeblockade gegen Venezuelas Öl-Exporte zu umgehen. 15 der Tanker stehen unter anderem wegen früherer Transporte von iranischem oder russischem Öl unter Sanktionen.

10:10 Uhr – Militär probte Operation in Modell von Maduros Anwesen

Die Delta-Force-Kommandos probten die Festsetzung des Präsidenten und seiner Frau monatelang in einem maßstabsgetreuen Modell von Maduros Anwesen, welches das „Joint Special Operations Command“ in Kentucky errichtet hatte. Darüber berichtet die „New York Times“. Die Spezialkräfte übten demnach das Aufsprengen von Stahltüren in immer schnellerem Tempo. In Venezuela bereitete sich das Militär tagelang auf die Durchführung der Mission vor, wartete auf gute Wetterbedingungen und einen Zeitpunkt, an dem die Gefahr, Zivilisten zu schädigen, gering struggle.

Der amerikanische Präsident habe von Florida aus verfolgte, wie die Delta-Force-Soldaten mit einem Sprengsatz in das Gebäude eindrangen. Nachdem sie die Tür gesprengt hatten, habe es drei Minuten gedauert, bis sie zu Maduro gelangt seien. Der venezolanische Staatschef und seine Frau hätten vergeblich versucht, in einen stahlverstärkten Raum zu fliehen. Fünf Minuten später waren beide festgesetzt.

10:02 Uhr – Linke fordert rasche Sondersitzung

Wegen des US-Militäreinsatzes in Venezuela beantragt die Linke eine rasche Sondersitzung des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. „In dieser Sitzung bitten wir um eine Unterrichtung der Bundesregierung, insbesondere zur völkerrechtlichen Bewertung der US-Maßnahmen sowie zu den diplomatischen Schritten Deutschlands auf europäischer und internationaler Ebene“, heißt es in einem Brief der Parlamentarischen Geschäftsführerin Ina Latendorf an Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU).

09:40 Uhr – „Es struggle und bleibt unlawful“

Ades Achmetowitsch, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, nannte die Operation der USA im Interview mit WELT TV eine „historische Zäsur“. Die weltpolitische Lage sei „hochkomplex“, doch die Bewertung darüber, ob der „US-Angriff auf Venezuela völkerrechtswidrig struggle oder nicht“, sei ganz klar, sagte er: „Er struggle, ist und bleibt unlawful.“ Der Angriff sei „ein Bruch mit dem Völkerrecht, stellt eine historische Zäsur gleich zu Beginn 2026 dar und ist brandgefährlich für die internationale Ordnung“. Diese werde verschoben langfristig verändert.

09:30 Uhr – Linken-Chef für europäische Botschaften in Grönland

Linken-Co-Chef Jan van Aken schlägt vor, dass die europäischen ⁠Staaten Botschaften in Grönland eröffnen sollten. „Dann müssten die Amerikaner Europäer festnehmen, mit militärischer Gewalt, das sollen sie mal tun“, sagt van Aken. Zugleich lehnt er die Entsendung europäischer Soldaten nach Grönland ab. ‍Van Aken fordert wegen der US-Militärintervention in Venezuela zudem eine Debatte über das Einfrieren von US-amerikanischem Staatsvermögen.

09:10 Uhr – Iran fordert Freilassung Maduros

Der Iran als enger Verbündeter Venezuelas hat die Freilassung von Nicolás Maduro gefordert. „Der Präsident eines Landes und seine Ehefrau sind entführt worden. Es gibt keinen Grund, stolz zu sein, das ist ein illegaler Akt“, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, am Montag in Teheran. „Wie die venezolanische Bevölkerung betont hat, muss ihr Präsident freigelassen werden“, fügte er hinzu.

08:15 Uhr – Ölpreise bleiben stabil

Die Ölpreise haben kaum auf die Gefangennahme Maduros reagiert. Nach Verlusten von etwas mehr als einem Prozent zu Handelsbeginn drehten die Preise zwischenzeitlich ins Plus. Am frühen Montagmorgen kostete Öl dann wieder etwas weniger als noch Ende vergangener Woche. Derzeit wägen die Investoren die kurz- und mittelfristigen Auswirkungen des US-Angriffs auf das ölreiche südamerikanische Land ab.

07:45 Uhr – „Außergewöhnlich komplex“ – Wadephul vermeidet Bewertung

Die Bundesregierung vermeidet weiter eine völkerrechtliche Bewertung des US-Angriffs auf Venezuela. Außenminister Johann Wadephul (CDU) verlangte zwar am Montag von den USA, dass diese die internationale Rechtslage nicht nur beachten, sondern auch darlegen, auf welcher Grundlage der Angriff erfolgte. Die Gesamtlage jedoch sei „außerordentlich komplex“

06:25 Uhr – „Imperialismus in Reinform“, sagt die Grünen-Chefin

Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner wirft der US-Regierung „Imperialismus in Reinform“ vor. Zwar sei der festgenommene Staatschef Nicolás Maduro „unbestreitbar ein Tyrann“, sagte sie der „Augsburger Allgemeinen“. „Doch ein Land militärisch zu bedrohen, ohne jede völkerrechtliche Legitimation, und dabei unverhohlen zu erklären, man habe es auf dessen Ölressourcen abgesehen – das ist Imperialismus in Reinform.“

20:05 Uhr – Demos in mehreren deutschen Städten gegen US-Angriff

Nach dem US-Angriff auf Venezuela hat es in mehreren Städten in Deutschland Proteste gegen die Attacke der USA gegeben. In München versammelten sich schätzungsweise 400 Menschen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Demonstranten zogen durch die Straßen, es blieb den Aussagen zufolge friedlich. In Nürnberg versammelten sich einer ersten Einschätzung zufolge rund 120 Teilnehmer zu einer Kundgebung, in Düsseldorf protestierten rund 240 Menschen gegen den Angriff der USA auf Venezuela. Die Teilnehmer zogen durch die Innenstadt, bevor sie vor dem US-Generalkonsulat nahe dem Hauptbahnhof die Abschlusskundgebung abhielten.

Auch in anderen deutschen Städten waren Proteste angekündigt, unter anderem in Hamburg, wo am Abend ein Demonstrationszug an den Landungsbrücken am Hafen entlangzog. In der Hansestadt waren bereits am Samstagabend rund 300 Menschen auf die Straße gegangen.

04:27 Uhr – Venezuela signalisiert nun Kooperationsbereitschaft mit USA

Die venezolanische Interimspräsidentin Rodriguez ist bereit für eine Zusammenarbeit mit den USA. Nach dem US-Angriff auf Venezuela und der Ergreifung des bisherigen Machthabers Maduro zeigte sich Rodriguez versöhnlich und erklärte am Sonntagabend (Ortszeit), sie strebe „respektvolle Beziehungen“ mit der US-Regierung an.

Nachdem Rodríguez am Wochenende zunächst Reden gehalten hatte, in denen sie der Regierung von US-Präsident Donald Trump die Stirn bot, markiert ihre englischsprachige Erklärung auf ihrem Instagram-Kanal einen deutlichen Tonwechsel. „Wir laden die US-Regierung ein, mit uns an einer Agenda der Zusammenarbeit zu arbeiten, die auf gemeinsame Entwicklung im Rahmen des Völkerrechts ausgerichtet ist, um ein dauerhaftes Zusammenleben der Gemeinschaft zu stärken“, schrieb sie.

03:10 Uhr – Kuba bestätigt eigene Tote in Venezuela

Bei dem Angriff des US-Militärs auf Venezuela und der Ergreifung des autoritären Machthabers Nicolas Maduro sind auch 32 Angehörige der kubanischen Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Sie waren auf Bitten der venezolanischen Behörden in das südamerikanische Land entsandt gewesen, wie die regierende Kommunistische Partei Kubas mitteilte. US-Präsident Trump hatte bereits am Vortag verkündet: „Viele Kubaner“ hätten beim US-Angriff auf Venezuela ihr Leben verloren.

02:58 Uhr – Maduro-Leute sehen sich weiter als Herrscher

Maduro bleibt trotz seiner Inhaftierung in den USA nach Einschätzung der Regierung in Caracas rechtmäßiger Präsident des südamerikanischen Landes. „In Venezuela gibt es einen verfassungsmäßigen Präsidenten, Nicolas Maduro Moros, der zwar derzeit unlawful festgehalten wird, aber weiterhin das Staatsoberhaupt in voller Ausübung seines Mandats ist“, sagte Außenminister Yvan Gil auf einer Krisensitzung der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) laut dem regierungsnahen Sender Telesur. „Trotz des Angriffs herrscht in Venezuela heute Frieden und Ruhe, die Institutionen funktionieren uneingeschränkt.“

02:49 Uhr – Trump: USA „tragen die Verantwortung“ in Venezuela

Laut US-Präsident Trump haben die USA die Führung in Venezuela übernommen. „Wir verhandeln mit den Leuten, die gerade vereidigt wurden“, sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) an Bord der Präsidentenmaschine vor Journalisten bezogen auf die venezolanische Interimspräsidentin Delcy Rodriguez. „Fragen Sie mich nicht, wer die Verantwortung trägt, denn ich werde eine Antwort geben, die sehr kontrovers ist“, fügte Trump hinzu und konkretisierte auf Nachfrage: „Es bedeutet, dass wir die Verantwortung tragen“.

00:48 Uhr – Ölpreis fällt minimal

Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela und der Gefangennahme von Maduro sind die Ölpreise gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte Brent kostete am Montag bei Handelsbeginn in Asien rund 51,6 Euro – und sank damit um rund 0,6 Prozent. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate ging um 0,7 Prozent auf knapp 51,2 Euro zurück.

00:01 Uhr – Kein Abschiebeschutz für venezolanische Flüchtlinge in USA

Venezolanische Einwanderer in den USA werden ihren Abschiebeschutz wohl nicht zurückbekommen. Im vergangenen Jahr hatte die Trump-Regierung den sogenannten Temporary Protected Status (TPS) für rund 600.000 venezolanische Einwanderer in den USA aufgehoben. Auf die Frage, ob der TPS für Venezolaner wieder eingeführt werde, verteidigte Heimatschutzministerin Kristi Noem die Aufhebung des Schutzstatus in der Fernsehsendung „Fox News Sunday“. Noem sagte, Venezolaner, die zuvor durch den TPS geschützt gewesen seien, könnten einen Antrag auf Schutz als Flüchtlinge stellen.

Sonntag, 4. Januar:

21:08 Uhr – Trump droht venezolanischer Vizepräsidentin

US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht zufolge Venezuelas Vizepräsidentin Rodriguez gedroht. „Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen, wahrscheinlich höher als Maduro“, sagte er in einem Telefoninterview mit der Zeitschrift „The Atlantic“. Die genaue Frage zu der Antwort veröffentlichte das Medium nicht – auch nicht, ob Trump sich dazu geäußert hatte, was er genau mit „richtig“ meinte.

Trump sagte dem Magazin zudem, auch andere Länder könnten Ziel einer US-Intervention werden. „Wir brauchen Grönland, absolut“, sagte er und bekräftigte damit frühere Äußerungen von ihm ‍selbst und aus seiner Umgebung. Die Ehefrau des stellvertretenden Stabschefs ‍im Weißen Haus, Katie Miller, hatte nach der Militäraktion in Venezuela eine Karte Grönlands in US-Farben mit dem Wort „Soon“ („Bald“) gepostet.

20:54 Uhr – EU fordert Deeskalation in Venezuela, aber Ungarn außen vor

Die EU-Kommission und 26 der 27 EU-Staaten fordern alle Akteure im Venezuela-Konflikt zur Zurückhaltung auf. Alle Beteiligten müssten eine Eskalation vermeiden und eine friedliche Lösung sicherstellen, heißt es ⁠in einer Erklärung, die von allen EU-Mitgliedern mit Ausnahme Ungarns getragen und auch im Namen der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas veröffentlicht wird. Die Achtung des Willens des venezolanischen Volkes sei der einzige Weg, in dem Land die Demokratie wiederherzustellen.

19:12 Uhr – Rubio: USA werden Venezuela nicht regieren

Die USA werden Venezuela nach Angaben von Außenminister Marco Rubio entgegen der Aussage von Präsident Donald Trump nicht regieren. Doch werde Washington mithilfe einer bereits bestehenden Ölblockade politische Veränderungen in Venezuela herbeiführen, sagte Rubio. Trump hatte am Samstag behauptet, dass die USA das südamerikanische Land vorerst regieren würden.

Rubio machte seine Aussagen bei Auftritten in Talkshows in den USA. Damit wollte er offenbar Bedenken wegen einer womöglich neuen längeren Intervention der USA im Ausland entgegentreten, nachdem die Regierung mit dem Militäreinsatz am Samstag einen Regierungswechsel eingeleitet hatte. Rubio sagte im Sender CBS, man werde eine Blockade gegen Öltanker fortsetzen, die mit Sanktionen belegt seien. Das sei „eine gewaltige Menge Druckmittel“, erklärte er. Die Blockade werde so lange fortgeführt, „bis wir Änderungen sehen, die nicht nur das nationale Interesse der USA vorantreiben, was das Wichtigste ist, sondern auch zu einer besseren Zukunft für die Menschen von Venezuela führen“.

17:03 Uhr – „New York Times“-Reporter rief Trump um 4.30 Uhr auf dem Handy an

Kurz nach dem Angriff gegen Venezuela hat Donald Trump einen Anruf der „New York Times“ bekommen. Der Journalist Tyler Pager rief gegen 4.30 Uhr in der Nacht direkt auf dem Handy des US-Präsidenten an, nachdem dieser auf X die Festnahme von Nicolás Maduro verkündet hatte. Das berichtet Pager in einem Artikel. Demnach erklang dreimal ein Tuten in der Leitung, bevor Trump abnahm. Pager sei gar nicht so erstaunt darüber gewesen, schreibt er – schließlich sei Trump bekannt dafür, dass er Anrufe von Journalisten auf seinem privaten Mobiltelefon entgegennehme.

Das Telefonat habe 50 Sekunden gedauert. Pagers wichtigsten Fragen sei der Präsident ausgewichen, nämlich ob der US-Kongress den Militärschlag bewilligt habe und was die nächsten Schritte in Venezuela seien. Trump habe nur gesagt, dass die Operation „brillant“ gewesen sei, dank „viel guter Planung und vielen großartigen, großartigen Soldaten“. Anschließend verwies er den „New York Times“-Reporter auf die Pressekonferenz, die er wenige Stunden später abhielt.

16:32 Uhr – Medwedew nennt das Vorgehen in Venezuela konsequent

Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, hat das Vorgehen von US-Präsident Donald ⁠Trump in Venezuela als rechtswidrig, aber konsequent bezeichnet. „Es muss anerkannt werden, dass trotz der offensichtlichen Rechtswidrigkeit von Trumps Verhalten eine gewisse Konsequenz in seinen Handlungen nicht zu leugnen ist. Er und sein Team verteidigen die nationalen Interessen ihres Landes recht ‍hart“, sagte Medwedew der Nachrichtenagentur Tass. Trump scheine die Kontrolle über die Ölvorräte Venezuelas anzustreben. „Die Hauptmotivation von Uncle Sam struggle schon immer einfach – die Rohstoffe anderer Leute.“ Wären solche Maßnahmen gegen ein stärkeres Land ergriffen worden, würden sie als kriegerischer Akt betrachtet werden.

15:40 Uhr – Hegseth sieht keine Parallelen zu Irak-Einsatz

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht bei dem US-Angriff auf Venezuela samt Festnahme des Staatschefs Maduro keine Parallelen zum US-Einsatz im Irak. Auf die Frage, ob der Einsatz tatsächlich anders struggle als beim Intervenieren der US-Streitkräfte im Irak, sagte er beim Sender CBS News: „Es ist genau das Gegenteil. Wir haben jahrzehntelang Unsummen ausgegeben und mit Blut bezahlt, ohne wirtschaftlich etwas dafür zu erhalten.“ Präsident Donald Trump habe die Spielregeln geändert.

14:50 Uhr – Grüne kritisieren Reaktion des Kanzlers auf US-Angriff in Venezuela

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat die Reaktion von Bundeskanzler Friedrich Merz auf das Vorgehen der USA in Venezuela kritisiert. „Der Einsatz der USA ist völkerrechtswidrig. Was hindert den Bundeskanzler daran, dies klar zu benennen?“, sagte Dröge. Dass Merz sich nach langem Zögern letztendlich nur zu wenigen, relativierenden Sätzen habe durchringen können, sei ein großes Problem. „Abtauchen ist in dieser Situation eine fatale Strategie, Herr Merz“, so Dröge.

Merz hatte am Samstagabend deutlich gemacht, dass er den US-Angriff auf Venezuela noch nicht rechtlich bewerten will. „Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit“, teilte er mit. Grundsätzlich müssten im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten. „Jetzt darf in Venezuela keine politische Instabilität entstehen. Es gilt, einen geordneten Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung zu gewährleisten.“

09:23 Uhr – „Danke, Trump!“: Venezolanische Migranten feiern die Gefangennahme Maduros

Fast acht Millionen Menschen sind über die Jahre aus dem krisengeschüttelten Venezuela emigriert – und nun, nach dem US-Militäreinsatz und der Gefangenennahme des linksnationalistischen Staatschefs Nicolás Maduro, herrscht unter den auf zahlreiche Länder verteilten Migranten riesige Freude und Erleichterung. Viele Venezolaner wollen so rasch wie möglich in die Heimat zurückkehren. „Endlich können wir nach Hause zurück“, jubelte etwa die Straßenverkäuferin Yurimar Rojas in Chile.

In den Aufnahmeländern sind die venezolanischen Migranten oft nicht gerne gesehen. Das gilt insbesondere für Chile, wo der künftige ultrarechte Präsident José Antonio Kast die Abschiebung von quick 340.000 im Land lebenden Zuwanderern ohne Aufenthaltspapiere angekündigt hat, von denen ein Großteil aus Venezuela stammt.

09:10 Uhr – USA heben Flugbeschränkungen über Karibik auf

Die Beschränkungen für den Luftraum über der Karibik laufen US-Verkehrsminister Sean Duffy zufolge um Mitternacht US-Ostküstenzeit (05.00 ‍Uhr GMT) aus. Der Flugverkehr könne dann wieder aufgenommen werden, schreibt Duffy auf der Online-Plattform X. Die Fluggesellschaften seien informiert und würden ihre Flugpläne zügig aktualisieren.

04:25 Uhr – Foto von Maduro in US-Haft veröffentlicht

Dieser Screenshot vom X-Account von „Rapid Response 47,“ dem offiziellen Account des Weißen Hauses für eilige Lagen, zeigt den venezolanischen Ex-Machthaber Nicolas Maduro (Mitte), wie er am 3. Januar 2026 von US-Beamten im Hauptquartier der US-Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) in Lower Manhattan, New York, eskortiert wird:

03:12 Uhr – Interimspräsidentin ernannt

Die Verfassungskammer des Obersten Gerichtshofs von Venezuela hat Vizepräsidentin Delcy ‍Rodriguez zur Interimspräsidentin des Landes ernannt. Die Entscheidung ist eine Reaktion auf die Gefangennahme von Präsident Nicolas Maduro durch die USA.

Rodriguez hat Widerstand gegen den US-Angriff angekündigt. „Wir werden nie wieder Sklaven sein“, sagte sie. „Wir werden nie wieder eine Kolonie, egal von welchem Imperium“, erklärte Rodríguez laut der staatlichen Zeitung. Sie gilt als eine der loyalsten Figuren in Maduros Machtzentrum. Die 56-jährige Juristin hatte als Außenministerin (2014–2017) den konfrontativen Kurs gegen die USA geprägt, den sie als Vizepräsidentin fortsetzte. Schon ihr Vater struggle ein linker Parteifunktionär, auch ihr Bruder Jorge Rodríguez bekleidete eine Reihe wichtiger Ämter in Maduros Regierung. Sie forderte nach dem US-Militäreinsatz die sofortige Freilassung von Maduro und seiner Ehefrau.

00:42 Uhr – Ex-Venezuela-Beauftragter ermahnt Trump

Trumps ehemaliger Venezuela-Beauftragter Elliot Abrams ermahnte den US-Präsidenten in einem Gastbeitrag für die Publikation „The Free Press“, nach dem Sturz von Venezuelas bisherigem Machthaber Nicolas Maduro die demokratische Opposition Venezuelas zu unterstützen. Entsprechende Kandidaten stünden bereit. Trump jedoch scheine sich „viel mehr um das venezolanische Öl als um die venezolanische Demokratie zu sorgen“, kritisierte Abrams.

Samstag, 3. Dezember:

22:49 Uhr – Bericht: Maduro in New York gelandet

Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP ist ein Flugzeug mit dem entmachteten venezolanischen Staatschef Maduro an Bord in New York gelandet.

22:33 Uhr – Mamdani spricht von „kriegerischem Akt“

Der neue New Yorker Bürgermeister, Zohran Mamdani, hat nach dem von Trump befohlenen Einsatz in Venezuela von einem Rechtsverstoß gesprochen. „Ein einseitiger Angriff auf einen souveränen Staat ist ein kriegerischer Akt und verstößt gegen Bundes- und internationales Recht“, schrieb der linke Demokrat auf der Plattform X.

22:00 Uhr – Selenskyj: USA wissen, was mit Diktatoren zu tun ist

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme von Nicolás Maduro als wegweisend gelobt, wie mit „Diktatoren“ umzugehen ist. „Wenn man mit Diktatoren so umgehen kann, dann wissen die Vereinigten Staaten von Amerika, was sie als Nächstes tun müssen“, sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge in Kiew vor Journalisten.

Demnach ließ der Kontext der Äußerung darauf schließen, dass Selenskyj Kremlchef Wladimir Putin im Blick hatte, ohne ihn namentlich zu erwähnen. Auf einer Pressekonferenz mit Donald Trump in Florida meinte zuvor Außenminister Marco Rubio, dass die Operation gegen Maduro eine Warnung auch für andere in der Welt sei, dass Amerika ernstzunehmen sei.

21:35 Uhr – Vizepräsidentin spricht von „Entführung“

Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodriguez hat in einer Fernsehansprache erklärt, Nicolas Maduro sei der einzige Präsident des Landes. Sie sprach von einer Entführung Maduros und rief zur Ruhe und Einheit auf, um das Land zu verteidigen. Venezuela werde niemals die Kolonie einer anderen Nation sein, sagte sie weiter. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, Rodriguez sei nach der Gefangennahme Maduros als ⁠dessen Nachfolgerin vereidigt worden. Rodriguez trat an der Seite ihres Bruders, des Parlamentspräsidenten Jorge Rodriguez, sowie der Minister für Inneres, Äußeres und Verteidigung auf.

20:41 Uhr – Venezuelas Vizepräsidentin fordert Freilassung von Maduro

Nach dem US-Einsatz in Venezuela hat Vizepräsidentin Delcy Rodriguez die sofortige Freilassung von Staatschef Nicolás Maduro und seiner Ehefrau verlangt. Rodríguez sprach auf einer Sitzung des Verteidigungsrates des südamerikanischen Landes, die dwell im Fernsehen übertragen wurde.

20:09 Uhr – Protest in Berlin gegen US-Aktion in Venezuela

Mehrere Hundert Menschen haben in Berlin gegen den US-Angriff auf Venezuela protestiert. Die Demonstranten am Brandenburger Tor forderten, die Bundesregierung und die Vereinten Nationen sollten die Militäraktion offiziell verurteilen und sich für die Freilassung des von US-Kräften festgenommenen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro einsetzen. Zu sehen waren vor allem Plakate linker Gruppen.

Eine der Teilnehmerinnen sagte, sie sei da, „weil ich es einfach unmöglich finde, dass jemand ein fremdes Land überfällt und den Präsidenten entführt und bei sich vor Gericht stellt“. Außerdem hätten die USA in Venezuela nichts zu suchen. Ein Demonstrant sagte, er sei schockiert über die Gewalt, die gerade von den USA ausgehe gegen andere Staaten.

20:05 Uhr – Merz warnt vor politischer Instabilität in Venezuela

Bundeskanzler Friedrich Merz warnt vor politischer Instabilität nach der US-Militäroperation in Venezuela. „Es gilt, einen geordneten Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung zu gewährleisten“, erklärt er. Für die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes nehme sich die Bundesregierung Zeit. „Grundsätzlich müssen im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten.“ Deutschland habe die Präsidentschaft von Nicolas Maduro nicht anerkannt, betont Merz. „Die letzte Wahl wurde gefälscht.“

19:50 Uhr – Trump: Verletzte bei Festnahme von Maduro

Bei der Festnahme von Maduro durch US-Spezialkräfte sind nach Angaben von Präsident Donald Trump „ein paar“ Einsatzkräfte getroffen worden. Diese seien allerdings „zurückgekehrt und sollen in recht guter Verfassung sein“, sagte Trump dem Sender Fox News. Wie viele Menschen verletzt wurden und ob es sich dabei lediglich um US-Truppeneinheiten handelte, sagte Trump nicht.

Der US-Präsident betonte, dass die USA bei dem viel kritisierten Vorgehen in Venezuela keine Todesopfer verzeichnet hätten. „Wir hatten keine Toten und haben auch kein Flugzeug verloren“, sagte er weiter.

19:00 Uhr – Maduro wollte sich in einem Safe Room verstecken

Kurz vor seiner Festnahme habe Maduro versucht, in einen mit Stahl gesicherten Safe Room zu gelangen, berichtet Donald Trump. Maduro sei aber so schnell überwältigt worden, dass ihm das nicht mehr gelang. „Er hat diesen Raum nicht mehr zugesperrt bekommen. Er hat versucht, hineinzukommen, aber wurde so schnell überrumpelt, dass er das nicht geschafft hat“, so der Republikaner in einem Interview mit Fox News. Maduro hätte bei dem Einsatz auch getötet werden können. „Das hätte passieren können“, sagte er auf die Frage einer Reporterin.

18:27 Uhr – US-General beschreibt Einzelheiten der US-Militäroperation

An der US-Militäraktion in Venezuela waren nach den Worten von US-General John Caine 150 Flugzeuge und Helikopter beteiligt. Die Operation sei monatelang durch die Geheimdienste vorbereitet worden, erläutert der Vorsitzende des Vereinigten US-Generalstabs vor der Presse in Washington. Man habe den Tagesablauf von Maduro gekannt, was er esse, wo er sich bewege, was seine Haustiere seien. Man habe mit Geduld auf den richtigen Zeitpunkt gewartet, um das Überraschungsmoment zu nutzen und zivile Schäden so gering wie möglich zu halten.

Auch das Wetter sei entscheidend gewesen. US-Präsident Donald Trump habe ⁠den Angriff um 22:46 Uhr US-Ostküsten-Zeit angeordnet. Bei der Operation seien die US-Helikopter beschossen worden. Einer sei getroffen worden, aber flugtauglich geblieben. Das US-Militär habe das Feuer erwidert. Die Operation sei erfolgreich beendet worden, aber die Streitkräfte in der Region blieben in Alarmbereitschaft.

17:49 Uhr – Trump: Amerikanische Mission sei „eine Warnung an alle“

Trump erhebt schwere Vorwürfe gegen Maduro: Er habe eine „Kampagne des Terrors“ geführt, nicht nur die Sicherheit der USA, sondern auch der gesamten Region bedroht und kriminelle Gangs unterstützt, die auch in den Vereinigten Staaten aktiv gewesen seien.

Trump betont jedoch, dass „das jetzt vorbei“ sei. Abschließend erklärt er, Maduro werde „nie wieder in der Lage sein, amerikanische oder venezolanische Bürger zu bedrohen“. Und weiter: Die amerikanische Mission sei „eine Warnung an alle“.

17:47 Uhr – USA werden Venezuela vorerst regieren

Trump erklärt, die USA würden in Venezuela bleiben „bis eine ordentliche Übergabe stattfinden“ könne und das Land „führen, bis eine ordentliche Übergabe möglich ist“. Er kündigt an, die USA seien bereit für einen „zweiten und viel größeren Angriff“, sollte dies erforderlich sein. Der bisherige Einsatz sei gezielt gewesen, könne aber massiv ausgeweitet werden.

17:47 Uhr – Trump: „Kein anderes Land der Welt hätte das durchführen können wie wir“

Trump spricht von einer „außergewöhnlichen Operation“, die in der Hauptstadt Venezuelas durchgeführt worden sei. Der Einsatz sei ein „beispielloses Event“ und eine Demonstration amerikanischer „Macht und Stärke, wie es sie in der Geschichte der USA noch nicht gegeben hat“.

Er ordnet die Operation in eine Reihe früherer US-Einsätze ein und vergleicht sie mit denen gegen Soleimani und al-Baghdadi. Der Präsident betont: „Kein anderes Land der Welt hätte das durchführen können wie wir.“

Nach Angaben von Trump wurde das venezolanische Militär „außer Gefecht gesetzt“. Sowohl Präsident Nicolás Maduro als auch seine Frau würden der amerikanischen Gerichtsbarkeit zugeführt. Trump hebt hervor, dass „nicht ein einziger amerikanischer Soldat“ bei dem Einsatz getötet wurde.

17:05 Uhr – Trump veröffentlicht Foto von gefesseltem Maduro mit verbundenen Augen

Nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz hat US-Präsident Donald Trump ein Foto veröffentlicht, das diesen in Handschellen und mit verbundenen Augen zeigt. Auf dem Bild sei Maduro an Bord des US-Kriegsschiffs „USS Iwo Jima“ zu sehen, kommentierte Trump in Onlinediensten das Foto des mit einem grauen Jogginganzug bekleideten langjährigen venezolanischen Staatschefs. Bei einem groß angelegten Militäreinsatz hatten die USA in der Nacht Ziele in Venezuela angegriffen und Maduro und dessen Frau gefangen genommen.

17:00 Uhr – Auswärtiges Amt verhängt Reisewarnung für ganz Venezuela

Die Bundesregierung hat nach Angaben des Auswärtigen Amtes eine Reisewarnung für ganz Venezuela ausgesprochen. Der Krisenstab der Bundesregierung sei im Auswärtigen Amt zusammengetreten, sagt eine Sprecherin des Außenamts. Deutsche Staatsangehörige im Land seien aufgerufen, an einem sicheren Ort zu bleiben. Das Auswärtige Amt stehe im engsten Kontakt mit der Botschaft in Caracas.

16:57 Uhr – Machado: Oppositioneller González soll Präsident werden

Die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado fordert nach der Festnahme von Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia als Nachfolger. Er habe die Präsidentenwahl vor eineinhalb Jahren gewonnen und sollte sein verfassungsmäßiges Amt nun unverzüglich antreten, heißt es in einer auf X veröffentlichten Mitteilung Machados.

16:53 Uhr – Senator: FBI struggle Teil bei Venezuela-Angriff

Die US-Bundespolizei FBI struggle nach Angaben eines Senators bei der Festnahme von Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte beteiligt. Es sei nicht nötig gewesen, den US-Kongress über die Pläne von Donald Trump zu informieren, da es sich um die Festnahme eines Drogenhändlers handele, behauptete der republikanische Senator Tom Cotton in einem Gespräch mit Fox News.

„Der Kongress muss nicht jedes Mal benachrichtigt werden, wenn die Exekutive eine Festnahme vollzieht“, rechtfertigte er den US-Angriff. Es sei zudem intestine gewesen, dass das US-Parlament nicht im Vorfeld involviert worden sei – sonst hätte der Angriff womöglich öffentlich gemacht werden können, spekulierte Cotton

16:40 Uhr – „Wir werden sehr involviert sein“, sagt Trump

Donald Trump will bei der Machtfrage in Caracas mitentscheiden. „Wir treffen diese Entscheidung jetzt. Wir können nicht riskieren, dass jemand anderes übernimmt und einfach so weitermacht“, sagte er gegenüber Fox News auf die Frage nach der politischen Zukunft von Venezuela. „Wir werden sehr involviert sein. Wir wollen Freiheit für die Menschen erreichen.“

15:41 Uhr – Trump: Habe Gefangennahme Maduros dwell mitverfolgt – wie eine „Fernsehshow“

Trump hat die Gefangennahme Maduros durch das US-Militär nach eigenen Angaben dwell mitverfolgt. Es sei wie eine „Fernsehshow“ gewesen, sagte Trump in einem Telefoninterview mit Fox News.

„Ich habe zugeschaut, buchstäblich, als wenn ich eine Fernsehshow gesehen hätte“, sagte Trump und fügte hinzu: „Und wenn Sie das Tempo gesehen hätten, die Gewalt“.

„Wir haben das in einem Raum angeschaut und jede Einzelheit gesehen“, sagte Trump, ohne Angaben dazu zu machen, wer für die Direktübertragung der Gefangennahme Maduros verantwortlich struggle.

13:45 Uhr – Maduro und Ehefrau Flores in New York angeklagt

Maduro und seine Ehefrau sind nach Angaben von US-Justizministerin Pam Bondi in New York angeklagt worden. Maduro würden unter anderem Verbrechen in Zusammenhang mit Drogenhandel vorgeworfen, teilte Bondi auf der Plattform X mit. „Sie werden sich bald vor amerikanischen Gerichten und auf amerikanischem Boden der vollen Härte des amerikanischen Justizsystems stellen müssen“, schrieb Bondi.

Zwar struggle schon bekannt, dass Maduro 2020 wegen des Vorwurfs der Verschwörung zum „Drogenterrorismus“ in den USA angeklagt worden struggle. Doch dass auch seine Frau angeklagt worden ist, struggle unklar.

13:35 Uhr – Russland verlangt „sofortige Klärung“

Russland hat den US-Angriff auf Venezuela scharf verurteilt und sofortige Aufklärung über das Schicksal von Staatschef Maduro gefordert. Russlands Regierung sei „extrem besorgt“ über Berichte, wonach Maduro und dessen Frau „in Folge der heutigen US-Aggression gewaltsam aus dem Land gebracht wurden“, erklärte das Außenministerium in Moskau und verlangte „eine sofortige Klärung der Situation“.

13:12 Uhr – EU-Außenbeauftragte ruft zur Achtung des Völkerrechts auf

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat nach dem US-Angriff auf Venezuela zur Achtung des Völkerrechts aufgerufen. „Unter allen Umständen müssen die Grundsätze des internationalen Rechts und der Charta der Vereinten Nationen eingehalten werden. Wir rufen zur Zurückhaltung auf“, schrieb Kallas auf X. Nach eigenen Angaben hatte sie zuvor mit US-Außenminister Marco Rubio telefoniert.

Die Europäische Union beobachte die Lage in Venezuela aufmerksam, heißt es im Post von Kallas. Die EU habe wiederholt erklärt, dass Maduro Legitimität fehle, und sich für einen friedlichen Übergang ausgesprochen. „Die Sicherheit der EU-Bürger in diesem Land hat für uns oberste Priorität“, fügte die estnische Politikerin hinzu.

12:50 Uhr – „Nur teilweise gelungen“

Die USA haben mit ihrem Angriff auf Venezuela und mit der Gefangennahme des autoritären Präsidenten Maduro ihr Ziel nach Einschätzung der Regierung in Caracas nur teilweise erreicht. „Das Land ist ganz ruhig. Was sie mit ihren Bomben und Raketen erreichen wollten, ist ihnen nur teilweise gelungen“, sagte Innenminister Diosdado Cabello mit Militärhelm und taktischer Weste umgeben von Bewaffneten im Staatsfernsehen. „Sie haben erwartet, dass das Volk feige die Flucht ergreift. Das ist nicht geschehen. Die Zeit der Feiglinge ist vorbei.“

12:20 Uhr – Caracas beantragt Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats

Nach dem US-Angriff auf Venezuela hat die Regierung in Caracas eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt. „Im Angesicht der kriminellen Aggression durch die US-Regierung auf unser Heimatland haben wir eine dringliche Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen beantragt“, erklärte Außenminister Yvan Gil im Onlinedienst Telegram. Aufgabe des Gremiums sei es, „das Völkerrecht aufrechtzuerhalten“.

12:10 Uhr – Krisenstab im Auswärtigen Amt

Nach dem US-Angriff auf Venezuela verfolgt die Bundesregierung in Deutschland die Entwicklung „mit größter Sorge“. Der Krisenstab der Bundesregierung berate im Auswärtigen Amt über die Situation, verlautete von dort. „Wir beobachten die Lage in Venezuela sehr aufmerksam“, hieß es. Das Auswärtige Amt stehe im engen Kontakt mit der Botschaft in Caracas. Die Lage sei derzeit noch in Teilen unübersichtlich. „Wir stimmen uns eng mit unseren Partnern ab.“

12:09 Uhr – Einsatz soll beendet sein

Der US-Militäreinsatz gegen Venezuela und dessen Präsidenten Maduro soll nach Angaben eines US-Senators inzwischen beendet sein. Der republikanische Senator Mike Lee erklärte, dies habe ihm US-Außenminister Marco Rubio in einem Telefonat mitgeteilt. Rubio erwarte nach der Gefangennahme Maduros „kein weiteres Vorgehen in Venezuela“.

12:02 Uhr – USA wollen Maduro vor Strafgericht stellen

Die USA wollen Venezuelas Präsidenten Maduro nach Angaben des US-Senators Mike Lee in den Vereinigten Staaten vor ein ⁠Strafgericht stellen. Er habe dies von Außenminister Marco Rubio in einem Telefonat erfahren, sagt Lee. Rubio gehe auch nicht von „weiteren Handlungen“ in Venezuela aus, jetzt da sich Maduro in US-Gewahrsam ‍befinde. Lee ist wie Rubio und Präsident Trump Mitglied der Republikanischen Partei.

11:40 Uhr – Keine Opfer auf US-Seite

Bei dem Angriff gab es laut einem Medienbericht keine Opfer auf US-Seite. Dies berichtet die Zeitung „New York Times“ unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Ob es aufseiten Venezuelas bei dem Angriff Opfer gab, kommentierte die Person nicht. Unklar struggle, ob damit Tote oder Verletzte gemeint waren.

11:35 Uhr – Trump lobt Festsetzung

Trump hat in einem Telefonat mit der „New York Times“ den US-Einsatz zur Ergreifung des venezolanischen Staatschefs Maduro als Erfolg gewertet. Dieser sei aufgrund „viel guter Planung und vieler großartiger Soldaten und großartiger Leute“ erfolgreich durchgeführt worden, berichtet die Tageszeitung unter Berufung auf ein Gespräch mit dem Präsidenten. Er habe das Vorgehen als „brillante Operation“ bezeichnet.

11:30 Uhr – „Der Tyrann ist gestürzt“

Der von US-Streitkräften gefasste venezolanische Staatschef Maduro wird nach Angaben von US-Vize-Außenminister Christopher Landau für seine „Verbrechen“ zur Rechenschaft gezogen. „Der Tyrann ist gestürzt“, schrieb Landau auf X.

11:25 Uhr – Verteidigungsminister ruft zu „Widerstand“ auf

Nach den US-Angriffen auf Venezuela hat der Verteidigungsminister des südamerikanischen Landes zum Widerstand aufgerufen. „Sie haben uns angegriffen, aber sie werden uns nicht brechen“, sagte Vladimir Padrino in einer Videobotschaft. „Vereint bilden Soldaten und das Volk eine unzerstörbare Mauer des Widerstands.“ Alle Truppen würden zur Landesverteidigung eingesetzt.

dpa/AP/AFP/Reuters/krö/jac/jho/coh/nw

https://www.welt.de/politik/ausland/article6958ef97441b06c4906d1ccf/liveticker-venezuela-ich-bin-ein-anstaendiger-mann-maduro-plaediert-vor-gericht-auf-nicht-schuldig.html