++ Fernverkehr rollt doch erst ab Mittag wieder an – Schwerverletzte in Rostock ++ „Elli“ im Liveticker | EUROtoday

Viele Unfälle, ausgefallene Züge und noch mehr Schnee: „Elli“ beschäftigt weiter weite Teile Deutschlands. Am Samstag verschiebt sich der Wintersturm nach Süddeutschland – der DWD warnt vor Unwettern und Schneefall.

Alle Ereignisse rund um die Wetterlage in Deutschland im Liveticker:

10:00 Uhr – Bahn: Fernverkehr rollt doch erst ab Mittag wieder an

Nach Wintersturm „Elli“ mit starkem Schnee soll der ausgesetzte Fernverkehr im Norden Deutschlands anders als zunächst erwartet doch erst ab Mittag wieder anrollen. Die ersten Fernzüge im Norden sollten statt ab etwa 10.00 Uhr doch erst ab mittags wieder fahren, sagte eine Deutsche-Bahn-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

09:40 Uhr – 30 witterungsbedingte Unfälle im Bereich Rostock

Wegen Schnee und Eis sind im Bereich Rostock von Freitag bis Samstag Menschen bei vier Unfällen schwer verletzt worden. Bei drei Unfällen wurden Beteiligte leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Insgesamt registrierten die Beamten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Rostock 30 witterungsbedingte Unfälle von Freitag, 6.00 Uhr, bis Samstag, 5.00 Uhr.

So kam etwa ein 85-Jähriger am Freitagmittag in Crivitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) mit seinem Wagen in einer Kurve von der Straße ab. Das Auto überschlug sich und kam auf dem Dach zum Liegen. Der 88-jährige Beifahrer erlitt schwere Verletzungen.

08:38 Uhr – S-Bahnen in Bremen stehen wieder nonetheless

Die S-Bahnen in Bremen fahren aufgrund der Witterungsbedingungen nicht. Der Busverkehr wurde dagegen wieder aufgenommen, allerdings müssen Fahrgäste mit erheblichen Verspätungen rechnen, wie eine Sprecherin der Bremer Straßenbahn AG mitteilte.

08:36 Uhr – Bus-Verkehr in Hannover komplett eingestellt

Schnee und Glätte haben den öffentlichen Nahverkehr in Hannover am Morgen massiv eingeschränkt. Der Busverkehr im Stadtgebiet sowie im Umland ist auch am Morgen weiterhin vollständig eingestellt, wie das Verkehrsunternehmen Überlandwerke und Straßenbahnen Hannover AG (Üstra) mitteilte. Die Sicherheit der Fahrgäste könne unter den aktuellen Witterungsbedingungen nicht gewährleistet werden.

07:58 Uhr – Räumfahrzeug überschlägt sich

Ein Schneepflug ist auf einer Bundesstraße im Nordschwarzwald ins Rutschen geraten und einen Abhang hinuntergestürzt. Das Räumfahrzeug überschlug sich dabei und blieb am Fuß des Abhangs liegen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die beiden Insassen erlitten leichte Verletzungen. Den Angaben zufolge warfare die Fahrbahn der B462 bei Forbach (Kreis Rastatt) glatt. Wegen der Bergungsarbeiten ist die Bundesstraße gesperrt.

07:48 Uhr – 21 Unfälle allein in Hannover

In der Stadt und der Region Hannover hat die Polizei seit Freitagabend bis Samstagmorgen 21 witterungsbedingte Unfälle registriert. Dabei entstanden vor allem Blechschäden, keiner wurde verletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Zudem rückten die Einsatzkräfte zu weiteren wetterbedingten Einsätzen aus: In diesen Fällen hatten sich Fahrzeuge festgefahren, waren aufgrund von Glätte ins Schleudern geraten oder Straßen mussten wegen Schnees geräumt und kurzzeitig gesperrt werden. Autofahrer seien laut dem Polizeisprecher angesichts der Wetterlage vorsichtiger unterwegs gewesen.

07:28 Uhr – Bis zu 50 Zentimeter Neuschnee

Den ganzen Samstag über rechnet der DWD mit starkem Schneefall, vor allem im Schwarzwald. Oberhalb von 600 Metern sei mit Mengen zwischen 20 und 40 Zentimetern Neuschnee zu rechnen. In Hochlagen des Schwarzwaldes könnten bei unwetterartigem Schneefall bis zu 50 Zentimeter fallen. Neben dem Schwarzwald sei vor allem auch auf der Ostalb mit markanten Neuschneezuwächsen zu rechnen. Im Bergland sei mit Schneeverwehungen zu rechnen, hieß es. Aber auch in tieferen Lagen falle Schnee. Verbreitet werde es glatt.

Von den Küsten abgesehen bleibt Deutschland unter Dauerfrost bei Höchstwerten zwischen -7 und 0 Grad. In der Nacht zum Sonntag können die Temperaturen örtlich bis auf unter -15 Grad fallen, heißt es vom Wetterdienst.

04:51 Uhr – Bundesweit weiter Ausfälle bei der Bahn

Die Deutsche Bahn will den wegen Unwetters eingestellten Fernverkehr in Norddeutschland ab 10 Uhr wieder schrittweise aufnehmen. Dennoch sei bundesweit weiter mit Einschränkungen und Zugausfällen zu rechnen, teilte das Unternehmen mit. Besonders Schneeverwehungen hätten zuletzt für erhebliche Probleme gesorgt.

Reisende werden gebeten, sich vor Fahrtantritt in der App DB Navigator oder auf der Internetseite der Bahn zu informieren. Auch zahlreiche Regionalzüge fielen am Freitag aus oder waren nur stark eingeschränkt unterwegs.

04:00 Uhr – Schlitten in Hamburg ausverkauft

Schlitten sind in Hamburger Sport- und Outdoorgeschäften stark nachgefragt – und mancherorts ausverkauft. Das geht aus Antworten mehrerer Handelsketten hervor, die die Deutsche Presse-Agentur befragt hat. Hamburg ist seit mehr als einer Woche eingeschneit.

02:20 Uhr – Kerkelings Flugzeug musste wetterbedingt umkehren

Hape Kerkeling konnte wegen des Winterwetters nicht mit dem Flugzeug in Hamburg landen, um in der NDR „Talk Show“ mit Barbara Schöneberger und Bettina Tietjen aufzutreten. „Dann steigen wir in die Maschine und der Kapitän sagt, meine Damen und Herren, es ist nicht ganz sicher, ob wir in Hamburg landen werden“, erzählte Kerkeling schließlich per Videoschalte in der Sendung. Trotzdem wollte der Pilot es versuchen und eine „Wetterlücke“ treffen – was aber nicht gelang. Also kehrte das Flugzeug um und es ging für Kerkeling zurück nach München, erzählte der Komiker.

02:08 Uhr – Zugfahrer harren in „Aufenthaltszügen“ aus

Im Schneechaos am Hauptbahnhof Hannover muss niemand frieren: Gestrandete können sich in einem sogenannten Aufenthaltszug aufhalten, der im Bahnhof parkt. Auch an anderen Bahnhöfen hat die Deutsche Bahn nach Eigenangaben solche Angebote eingerichtet.

„Hier gibt es Strom, hier gibt es WLAN. Hier gab es zwischendurch auch schon Essen und Getränke. Und insofern hat man hier nichts auszustehen“, sagte der gestrandete Reisende Ingo Allerkamp im Aufenthaltszug. Personal der Deutschen Bahn verteilte Essen und Getränke in den Waggons. Der Zug steht auch über Nacht zur Verfügung.

00:06 Uhr – A7 auf intestine 20 Kilometern gesperrt

Auf der A7 in Niedersachsen ist es zu mehreren witterungsbedingten Verkehrsunfällen gekommen. Wegen Bergungsarbeiten ist die Strecke zwischen Bockenem (Landkreis Hildesheim) und Seesen (Landkreis Goslar) voll gesperrt, sagte ein Polizeisprecher. Angaben der Polizei ereigneten sich am späten Nachmittag bei Seesen an derselben Stelle vier Unfälle. Die Polizei empfahl, die A7 in den betroffenen Abschnitten zu meiden und eine Umleitung über die Bundesstraße 243 zu nehmen, die jedoch stark belastet warfare.

Freitag, 9. Januar:

23:03 Uhr – Sonntag soll Wintertag „wie aus dem Bilderbuch“ werden

Am Wochenende soll sich Sturmtief „Elli“ langsam auflösen. „Im Norden und Osten kehrt, abgesehen von vereinzelten Schneeschauern, Ruhe ein“, so der DWD-Meteorologe David Menzel. Schnee wird dann aber im Süden fallen. Vor allem in den Staulagen der Mittelgebirge und im Allgäu schneit es teils heftig, mehr als 30 Zentimeter Neuschnee sind drin. Auch in tieferen Lagen können zehn Zentimeter zusammenkommen.

Plusgrade werden am Samstag nur noch südlich des Mains gemessen, aber auch dort fallen die Temperaturen im Tagesverlauf in den Frostbereich. „In der Nacht wird es knackig kalt.“ Wo Schnee liegt, rechnet der DWD mit minus zehn Grad. Am Sonntag erwartet der Wetterdienst „einen Wintertag wie aus dem Bilderbuch“.

20:53 Uhr – DWD erwartet keinen großen Schneefall mehr im Norden

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für Norddeutschland nicht mehr mit großem Schneefall. In Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern könne es zwar im Laufe des Samstags noch einzelne Schneeschauer von der Ostsee her geben. Mit Blick auf die Schneemengen sei aber nichts Großartiges mehr zu erwarten, sagte der Meteorologe vom Dienst, Christian Paulmann. Allerdings stünden vor allem im Nordosten Tage mit strengem Frost bevor.

20:43 Uhr – Busverkehr in Stadt und Region Hannover sowie Osnabrück komplett eingestellt

Wegen des starken Winterwetters ist der Busverkehr in Stadt und Region Hannover seit 19 Uhr komplett eingestellt. Nach Vorfällen mit festgefahrenen und rutschenden Bussen sei die Sicherheit der Fahrgäste nicht mehr gewährleistet, teilte das zuständige Verkehrsunternehmen Üstra mit.

Auch in Osnabrück ist der Busverkehr eingestellt worden.

19:35 Uhr – Hier gelten Unwetterwarnungen

17:56 Uhr – Erhebliche Lawinengefahr in Bayern

Mit stürmischem Westwind und Schneefall ist die Lawinengefahr in den bayerischen Bergen angestiegen. Oberhalb der Waldgrenze ist die Gefahr nun erheblich, unterhalb mäßig. „Das Problem ist in allen Höhenlagen der Triebschnee“, urteilt der Lawinenwarndienst Bayern.

Gefahrenstellen befänden sich im Übergangsbereich zwischen Wald und freier Fläche, in Waldschneisen und Lichtungen. Durch den stürmischen Wind wachsen die Triebschneeansammlungen demnach weiter an. Sie seien sehr störanfällig. Auch in den nächsten Tagen bleibt die Lawinenlage der Prognose zufolge vorerst kritisch.

17:53 Uhr – Fernverkehr bleibt auch Samstag eingeschränkt

Die Deutsche Bahn will den eingestellten Fernverkehr in Norddeutschland am Samstagmorgen wieder schrittweise aufnehmen. Am Samstag sei trotzdem bundesweit noch mit Einschränkungen und Zugausfällen zu rechnen, teilte das Unternehmen mit. „Es sind vor allem die heftigen Schneeverwehungen, die uns zu schaffen machen“, sagte Bahnsprecher Achim Strauß. Am Abend und in der Nacht sollen Fahrzeuge zu ihren Einsatzorten gebracht und Strecken – wenn möglich – so geräumt werden, dass sie wieder sicher befahrbar sind.

Betroffen waren unter anderem diese Strecken:

  • Hamburg – Berlin
  • Hannover – Berlin
  • Hannover – Ruhrgebiet
  • Ruhrgebiet – Hamburg
  • Berlin – Kassel
  • Norddeich/Emden – Hannover / Ruhrgebiet

Die Bahn erlaubt Kunden, die bis Mittwoch ein Ticket für eine Reise von Donnerstag bis Sonntag gekauft haben, diese zu verschieben. Die Zugbindung sei aufgehoben und Sitzplatzreservierungen könnten kostenfrei storniert werden.

17:45 Uhr – Frankreich schaltet Atomkraftwerk wegen Sturms ab

Wegen heftigen Sturms über Nordfrankreich hat der französische Stromkonzern EDF das Atomkraftwerk Flamanville am Ärmelkanal in der Nacht zu Freitag abgeschaltet. Das für den Betrieb des Kraftwerks zwingend notwendige Personal befinde sich in dem AKW, die übrigen Mitarbeiter seien aufgefordert worden, nicht zum Kraftwerk zu kommen und im Homeoffice zu arbeiten, teilte EDF mit. Entsprechend dem Verfahren bei Unwetter warfare die Leistung des Kraftwerks zunächst gedrosselt worden.

Die französische Behörde für nukleare Sicherheit und Strahlenschutz erklärte, am heute Mittag vorsorglich ein Krisenzentrum eingerichtet zu haben, um die Lage zu überwachen und die Maßnahmen des Betreibers zu überprüfen. Der Vorfall habe keine Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Umwelt.

16:37 Uhr – Bundesliga-Spiel Bremen gegen Hoffenheim abgesagt

Das Fußball-Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und 1899 Hoffenheim fällt an diesem Samstag aus. Die Partie kann wegen flächendeckender Vereisungen und erheblicher Schneeverwehungen im Stadionareal nicht stattfinden, teilte die Deutsche Fußball Liga mit.

16:20 Uhr – Auch Regionalzüge fahren nicht mehr

Einige Regionalzüge stellen ihren Verkehr in Niedersachsen ein. Das Unternehmen Start Niedersachsen teilte mit, dass keine Züge mehr fahren. Start-Züge fahren unter anderem Hannover, Hildesheim, Hamburg und Bremen an.

Betroffener Zugverkehr:

  • Großraum Hannover
  • Fernverkehr von Hannover in Richtung Norden
  • Fernverkehr zwischen Berlin und NRW
  • Regionalbahnen „Start Niedersachsen“
  • Teile der Erixx-Züge: Hannover, Harz, Braunschweig, Lüneburger Heide
  • Züge der Unternehmen Metronom und Enno

Ob die Züge am Samstag wieder fahren werden, ist noch unklar.

16:15 Uhr – Mann stürzt an Steilküste in die Tiefe

Ein Mann ist an der Küste im Kreis Ostholstein 15 Meter in die Tiefe gestürzt. Nach Angaben der Polizei wurde der 47 Jahre alte Mann schwer verletzt am Freitagmorgen von Rettungskräften am unteren Ende der Steilküste bei Wangels gefunden. Der Mann habe nach seinem Fall selbst den Notruf gewählt. Er sei mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden. Er befinde sich nicht in Lebensgefahr.

15:58 Uhr – Mehr Schlafplätze für Obdachlose

Wegen der niedrigen Temperaturen stehen kurzfristig mehr als 100 weitere Schlafplätze für obdachlose Menschen in Berlin zur Verfügung. Damit steige die Zahl der verfügbaren Plätze an diesem Wochenende auf 1256, hieß es von der Berliner Sozialverwaltung.

Zudem seien in Absprache mit Behörden und Senatskollegen weitere Regelungen getroffen worden, um obdachlose Menschen vor der Kälte zu schützen. So sollen Polizisten obdachlosen Menschen den Aufenthalt an warmen Orten gewähren. Das Personal in Krankenhäuser sei sensibilisiert und weise Obdachlose ohne Krankenkarte nicht ab. Obdachlose Patienten ohne Ausblick auf eine warme Unterkunft sollen zudem nicht entlassen werden. Außerdem gewähren Bibliotheken Schutz vor Kälte.

15:40 Uhr – Ostseehochwasser bis 1,5 Meter erwartet

Die Sturmflut der Ostsee könnte höher steigen als zunächst erwartet. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) geht jetzt von einem maximalen Wasserstand bis 1,5 Meter über regular in Flensburg aus. Tiefer gelegene Bereiche am Hafen würden dann überschwemmt. Für die Kieler Bucht erwartet das BSH maximal 1,4 Meter und für Lübeck 1,2 Meter.

15:34 Uhr – Aktuelle Unwetterwarnungen

14:52 Uhr – Trotz Schnee: Mann flüchtet mit 180 km/h vor Polizei

Bei winterlichen Straßenverhältnissen ist ein Autofahrer im Landkreis Vechta mit Tempo 180 vor der Polizei geflüchtet. Die Einsatzkräfte wollten den Fahrer am Donnerstag bei Holdorf kontrollieren. Das Fahrzeug warfare den Beamten aufgefallen, weil der Mann an einer Kreuzung trotz Schnee und Glätte stark beschleunigte, wie die Polizei mitteilte.

Der 27-Jährige fuhr demnach viel zu schnell und überholte mit seinem Auto trotz unklarer Verkehrslage mehrere andere Fahrzeuge, teilweise auch im Kurvenbereich. An einer roten Ampel stoppten die Beamten das Auto. Sie beschlagnahmten den Führerschein des jungen Manns und leiteten ein Strafverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ein.

14:20 Uhr – Wetterlage im Überblick

14:18 Uhr – Eisblöcke von Autobahnbrücke geworfen

Bei Bremerhaven wurden Eisblöcke auf die Autobahn geworfen. Kinder und Jugendliche sollen sie bereits am Donnerstag von einer Brücke aus auf die A27 geworfen haben, wie die Polizei mitteilte. Die drei Verdächtigen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren wurden demnach in der Nähe gefasst.

Den Angaben nach wurden mehrere Autos von den Eisblöcken getroffen. Welche Schäden verursacht wurden, warfare zunächst nicht bekannt. Informationen zu Verletzten gab es keine.

14:13 Uhr – Bundesliga-Spiel St. Pauli gegen Leipzig abgesagt

Der Wintereinbruch im Norden Deutschlands hat zu einer ersten Spielabsage in der Fußball-Bundesliga geführt. Das Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig fällt wegen der extremen Witterungsbedingungen und Sicherheitsrisiken aus. Das teilten die Deutsche Fußball Liga und die Klubs mit. Die Partie warfare für Samstag um 15.30 Uhr im Hamburger Millerntor-Stadion angesetzt. Zunächst hatte „Bild“ berichtet.

Grund ist laut des Berichts, dass sowohl die Wege zum Millerntor-Stadion in Hamburg als auch die Tribünen nicht ausreichend von Schnee geräumt werden könnten. Überdies hätte Gefahr durch Schnee und Eis auf dem Stadiondach bestanden. Der Rasen selbst hätte hingegen wohl kein Problem dargestellt. Die Absage kommt für Gegner RB Leipzig noch rechtzeitig. Die Gäste wollten nach der Pressekonferenz um 14.30 Uhr zum Flughafen fahren und dann nach Hamburg reisen.

13:57 Uhr – Linke will Obdachlose in leeren Büros unterbringen

Die Linke fordert angesichts der derzeitigen Kälte die Unterbringung von Obdachlosen in leer stehenden Bürogebäuden und in U-Bahnhöfen. „Die aktuellen Kältenächte machen unmissverständlich klar: Deutschland braucht sofort wirksame Schutzräume für obdachlose Menschen“, sagte Linken-Bundesgeschäftsführer Janis Ehling dem Nachrichtenportal „T-Online“.

Es brauche nun „schnelle politische Entscheidungen und rechtliche Schritte, um leer stehende Büroflächen kurzfristig für obdachlose Menschen nutzen zu können“, so Ehling. Er verweist auf die Situation in Berlin: „Allein dort stehen über 1,5 Millionen Quadratmeter Bürofläche leer, während Menschen keinen warmen Ort zum Schlafen finden.“

13:34 Uhr – VW sagt Golf-Spätschicht in Wolfsburg ab

Das Sturmtief bremst bei VW jetzt auch in Wolfsburg die Produktion: Weil wegen verschneiter Straßen nicht genug Teile von den Zulieferern ankommen, wurde im Stammwerk eine der drei geplanten Spätschichten abgesagt. Betroffen sei ausschließlich die Golf-Fertigung, die vorzeitig ins Wochenende gehe. Tiguan, Touran und Tayron laufen laut VW auf zwei Produktionslinien weiter.

In Emden hatte VW die Produktion am Freitag bereits vorsorglich komplett gestoppt. Ein eigentlich für Ende Januar in Emden geplanter Ruhetag sei auf diesen Freitag vorgezogen worden. Der Standort hat mehr als 8000 Mitarbeiter.

12:54 Uhr – Ende der Bahn-Einschränkungen nicht absehbar

Fahrgäste müssen sich bis auf Weiteres auf erhebliche Beeinträchtigungen im Fern- und Regionalverkehr der Bahn im Norden Deutschlands einstellen. „Wie lange die Einschränkungen in Norddeutschland andauern, kann ich im Moment noch nicht sagen“, sagte ein Bahnsprecher. Es bringe nichts, Züge fahren zu lassen, die dann auf freier Strecke halten müssten, ergänzte er.

Betroffener Zugverkehr:

  • Großraum Hannover
  • Fernverkehr von Hannover in Richtung Norden
  • Fernverkehr zwischen Berlin und NRW
  • Regionalbahnen „Start Niedersachsen“
  • S-Bahn Hannover

Die Bahn empfiehlt, Verbindungen vor Reiseantritt zu prüfen oder Reisen nach Möglichkeit zu verschieben. Der Konzern hat die Zugbindung für bereits gekaufte Tickets für Reisen zwischen dem 8. und dem 11. Januar aufgehoben. Diese Fahrkarten behalten auch in den Tagen danach ihre Gültigkeit und sind flexibel nutzbar.

12:36 Uhr – Sturm zieht an Berlin vorbei

Das angekündigte Unwetter ist an Berlin und Brandenburg vorbeigezogen. Lediglich für einen Streifen entlang der Landkreise Havelland, Teltow-Fläming, Niederlausitz rechne man tagsüber mit teils heftigem Schneefall mit bis zu 15 Zentimetern Neuschnee, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. Bei starkem Wind könnten sich die Schneeverwehungen auftürmen. Auf den Landstraßen könne es durch die Verwehungen in Brandenburgs Süden zu Verkehrsbehinderungen kommen.

10:41 Uhr – Kältenächte: Berliner BVG will Bahnhöfe nicht als Bleibe öffnen

Trotz angekündigten Minustemperaturen wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) aktuell ihre Bahnhöfe nicht als Bleibe für Obdachlose öffnen. „Aus Sicherheitsgründen können wir keine Bahnhöfe als Bleibe über Nacht zur Verfügung stellen“, sagte eine BVG-Sprecherin. Die Sicherheit in sogenannten „Kältebahnhöfen“ könne nicht verlässlich gewährleistet werden. Die Mitarbeiter vor Ort seien aber angewiesen – „insbesondere in Phasen extremer Kälte – selbstverständlich mit besonderer Sensibilität und Augenmaß“ zu handeln, führte die Sprecherin aus. Niemand werde achtlos aus einem Bahnhof verwiesen. Die excessive Kälte in Berlin ist für Obdachlose besonders bedrohlich, da es nicht immer genug Notunterkünfte gibt.

dpa/AFP/dts/Reuters/kami/cvb

https://www.welt.de/vermischtes/article695f75414d1d5f581eeaf7a3/fernverkehr-rollt-doch-erst-ab-mittag-wieder-an-schwerverletzte-in-rostock-elli-im-liveticker.html