Ukraine-Krieg: ++ „Plattform, auf der sich Menschen darstellen können“, sagt Ex-Nato-Expertin zur Sicherheitskonferenz ++ Liveticker | EUROtoday

Mehrere russische Luftangriffe seit Anfang Januar haben die ukrainische Energieversorgung so beschädigt, dass Kiew, Charkiw und andere Städte bei strengem Frost kaum Strom und Heizung haben. Derweil gibt es auf beiden Seiten der Front Angriffe. Trotz des Drängens der USA auf ein Ende der Kämpfe in der Ukraine ist bislang kein diplomatischer Durchbruch in Sicht.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine im Liveticker:

01:27 Uhr – Drohnenangriffe auf Odessa

​Die Ukraine meldet erneute russische Drohnenangriffe auf die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer. Die zweite Drohnenwelle innerhalb von 24 ⁠Stunden habe weitere Häuser, Industrieanlagen und die Energieinfrastruktur der Stadt beschädigt, teilt der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, mit. Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung seien unterbrochen worden. Der Gouverneur von Dnipro im Südosten der Ukraine, Olexandr Ganscha, berichtet auf Telegram, vier Menschen seien bei einem kombinierten Angriff von russischen Raketen und Drohnen verwundet worden, darunter ein Baby und ⁠ein vierjähriges Mädchen.

00:58 ​Uhr – Selenskyi nennt erneut Bedingungen für Wahlen

Wolodymyr Selenskyi ist laut einem Medienbericht offen für Präsidentschaftswahlen in der Ukraine und für ein Referendum über ein Friedensabkommen mit Russland. „Sind wir bereit für Wahlen? Wir sind bereit. Sind wir bereit für ein Referendum? Wir sind bereit,“ sagte Selenskyj in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der US-Zeitschrift „The Atlantic“. Die Ukraine habe vor nichts Angst. Er werde jedoch kein Abkommen unterzeichnen, das den Interessen der Ukraine schade. Er ‌habe einen Vorschlag abgelehnt, die Abstimmungen am 24. Februar, dem ⁠vierten Jahrestag des russischen Einmarsches ​in die Ukraine, anzukündigen. „Ich bin zu Wahlen bereit, aber wir brauchen Sicherheit, Sicherheitsgarantien und einen Waffenstillstand“, sagte Selenskyj ⁠dem Bericht zufolge.

00:12 Uhr – Frieden bis Juni „unrealistisch“, sagt lettischer Verteidigungsminister

Der lettische Verteidigungsminister Andris Sprūds hält einen Frieden in der Ukraine bis Juni, wie von US-Präsident Donald Trump geplant, für unrealistisch. „Putins imperiale Ambitionen sind ungebrochen. Der Drang in Moskau, fremde Länder anzugreifen und zu besetzen, besteht unvermindert fort“, sagte Sprūds im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Es ist additionally ziemlich unrealistisch, dass bis Juni Frieden in der Ukraine einkehrt.“ Zu den wahren Ursachen dieses Krieges gehöre auch Putins autoritäres Regime, das um jeden Preis überleben wolle und deshalb auf seinen Maximalzielen im Krieg beharre. „Daran hat sich nichts geändert.“

Der Forderungen nach einer europäischen nuklearen Abschreckung erteilte er eine Absage. „Nein, eine eigene europäische nukleare Abschreckung ist nicht notwendig“, so der Minister. Sprūds pflichtete Nato-Generalsekretär Mark Rutte bei, dass sich Europa auch in Zukunft nicht ohne die USA verteidigen könne. „Unser Ziel ist nicht, dass die Europäer militärisch unabhängig von den USA werden“.

Donnerstag, 12. Februar:

21:00 Uhr – Freude in Russland über Olympia-Ausschluss von Heraskewytsch

Russland hat den Ausschluss des ukrainischen Skeleton-Piloten Wladyslaw Heraskewytsch bei den Olympischen Winterspielen begrüßt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte der Sportzeitung „Sport-Express“: „Sport sollte nicht politisiert werden.“ Das Thema wurde breit diskutiert in dem Land, das wegen seines Angriffskrieges gegen die Ukraine bei Olympia nicht zugelassen ist und sich nur von einigen Sportlern mit neutralem Status vertreten sieht.

Die Disqualifikation von Heraskewytsch zeige, dass jene, die Sportveranstaltungen als Plattform für politische Propaganda nutzen wollten, einen Dämpfer erhielten, lobte der Vizevorsitzende im Sportausschuss des Parlaments, Amir Chamitow. „Die Regeln gelten für alle“, sagte der Duma-Abgeordnete der russischen Staatsagentur Tass. „Natürlich ist das für solche Teilnehmer eine unangenehme Erkenntnis, aber hier muss man sich entscheiden: Ist man Sportler oder politischer Agitator?“, sagte er.

20:08 Uhr – Selenskyj fordert schnellere Lieferung von Flugabwehrraketen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert angesichts schwerer russischer Luftangriffe von den europäischen Partnern eine schnellere Versorgung mit Flugabwehrraketen. „Das ist derzeit nicht nur für die Ukraine, sondern für ganz Europa eine zentrale Aufgabe“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft aus Kiew. „Die Russen dürfen sich nicht daran gewöhnen, dass ihre Raketen und Shahed(-Drohnen) ihnen irgendwie helfen.“

Ein kombinierter russischer Luftangriff mit 25 Raketen und mehr als 200 Drohnen hatte in der Nacht auf Donnerstag erneut schwere Schäden an der Energieversorgung von Kiew, Odessa und Dnipro verursacht. Selenskyj selbst berichtete, dass Flugabwehrsysteme Patriot im Januar nicht eingesetzt werden konnten, weil es an Munition fehlte. Die europäischen Nato-Staaten kaufen die Raketen im Rahmen des PURL-Waffenprogramms in den USA.

19:48 Uhr – Ukraine-Kontaktgruppe erhöht Militärhilfe für Kiew für 2026 auf 35 Milliarden Euro

Die in der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe organisierten Unterstützer des Landes haben ihre Zusagen an Militärhilfen für Kiew für das Jahr 2026 auf 35 Milliarden Euro erhöht. Das teilte der britische Verteidigungsminister John Healey nach einem Treffen der Gruppe mit. Die 35 Milliarden Euro setzen sich nach Angaben aus Nato-Kreisen aus bereits angekündigten und neuen Beiträgen zusammen.

So hatte die Bundesregierung bereits im vergangenen Jahr angekündigt, das deutsche Ukraine-Budget für 2026 liege bei rund 11,5 Milliarden Euro. Wie viel neue Zusagen am Donnerstag gemacht wurden, blieb zunächst unklar. Nach Angaben von Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatte die Gruppe im vergangenen Jahr 45 Milliarden Euro Militärhilfe für die Ukraine bereitgestellt. Diese Summe soll seiner Ansicht nach 2026 noch übertroffen werden. Die Ukraine-Kontaktgruppe ist eine Verbindung von rund 50 Ländern, die ihre Militärhilfe für die Ukraine koordinieren.

16:04 Uhr – Selenskyj kritisiert Olympia-Ausschluss ukrainischen Athleten

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Disqualifizierung des Skeleton-Fahrers Wladislaw Heraskewytsch von den Olympischen Winterspielen scharf kritisiert. Der Athlet warfare vom IOC ausgeschlossen worden, weil er mit kleinen Aufdrucken auf seinem Helm an im Krieg getötete ukrainische Sportler erinnerte und damit gegen die Richtlinien zu politischen Symbolen verstoßen habe. Selenskyj erklärte, die olympische Bewegung solle helfen, Kriege zu beenden, und nicht „Aggressoren in die Hände spielen“, und betonte, Mut sei mehr wert als jede Medaille.

13:15 Uhr – Ex-Nato-Strategin Babst: Keine Fortschritte von Münchner Sicherheitskonferenz zu erwarten

Die frühere Nato-Chefstrategin Stefanie Babst sieht das Bündnis im Ukraine-Krieg weiterhin strategisch im Rückstand und erwartet von der Münchner Sicherheitskonferenz keine substanziellen Fortschritte. Im Interview bei WELT TV sagte sie, Europa und Kanada müssten ihre Fähigkeiten in der Verteidigungsindustrie deutlich schneller ausbauen.

Auf die Frage, was von der Sicherheitskonferenz zu erwarten sei, sagte sie: „Ich erwarte da keine großen inhaltlichen Fortschritte, sondern ich erwarte eher sehr viele Menschen, die ein großes Interesse daran haben, Reden zu halten. Es ist eine Plattform, auf der sich Menschen darstellen können.“

Gleichzeitig kritisierte sie langsame Beschaffungsprozesse und mangelnde Abstimmung. Mit Blick auf die Konferenz erklärte sie, dort seien keine ernsthaften strategischen Weichenstellungen zu erwarten, sondern vor allem bekannte Reden ohne neue Dynamik.

13:06 Uhr – Linken-Chef: Merz soll Xi zu Ukraine-Gipfel einladen

Linken-Co-Chef Jan van Aken fordert ​von Kanzler Friedrich Merz, Chinas Präsident Xi Jinping zu einem Ukraine-Gipfel einzuladen. „Merz sollte auf der Münchner Sicherheitskonferenz die Initiative ergreifen, den chinesischen Präsidenten Xi Jinping ⁠einzuladen, zusammen mit der EU einen Friedensgipfel für die Ukraine zu organisieren“, sagt van Aken der Nachrichtenagentur Reuters in Anspielung auf das geplante Treffen des Kanzlers mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi.

Um die Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine einen entscheidenden Schritt voranzubringen, müsse man China mit ins Boot holen. „Russland wiederum ist in hohem Maße von China abhängig. Wenn Xi Jinping einlädt, muss Wladimir Putin kommen“, fügt er hinzu. Der ⁠Linken-Vorsitzende zeigt sich ​verwundert, dass er dieses Jahr ‌nicht zur MSC eingeladen wurde. Damit fehle eine ganz bestimmte Perspektive auf der Sicherheitskonferenz.

13:02 Uhr – Kreml: Russland sperrt Whatsapp wegen Verstößen gegen russisches Recht

Russland hat den Messengerdienst Whatsapp nach Angaben des Kremls wegen Verstößen gegen russisches Recht gesperrt. Auf die Frage nach einer Blockade der App sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow Reportern am Donnerstag, dass „eine solche Entscheidung in der Tat getroffen und umgesetzt“ worden sei. Peskow betonte, die Entscheidung sei auf den „Widerwillen“ des Unternehmens zurückzuführen, sich an russisches Recht zu halten.

Peskow rief die Bevölkerung auf, stattdessen die 2025 eingeführte staatliche Plattform Max zu nutzen, über die auch Zahlungen und staatliche Dienstleistungen abgewickelt werden können.

Whatsapp hatte am Mittwochabend im Onlinedienst X einen Versuch der russischen Regierung angeprangert, seine Dienste „vollständig zu blockieren“, um die Menschen zur Nutzung der staatlichen „Überwachungs-App“ Max zu drängen. Der Versuch, mehr als 100 Millionen Nutzern eine non-public und sichere Kommunikation vorzuenthalten, sei „ein Rückschritt, der die Sicherheit der Menschen in Russland nur beeinträchtigen kann“, fügte Whatsapp, das zum Facebook-Mutterkonzern Meta gehört, hinzu.

12:43 Uhr – Selenskyj: Russland zögert vor weiteren Verhandlungen

Selenskyj wirft Russland ein Zögern vor weiteren Gesprächen für ein Ende des quick vier Jahre andauernden Kriegs vor. Die USA hätten für kommende Woche weitere Verhandlungen in Miami oder den Vereinigten Arabischen Emiraten vorgeschlagen, sagte Selenskyj Reportern am Mittwochabend. Die Ukraine habe ihre Teilnahme sofort bestätigt. „Soweit ich das verstanden habe, zögert Russland noch“, fügte er hinzu.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte am Donnerstag, eine weitere Gesprächsrunde sei bald zu erwarten. Er nannte aber keine weiteren Details. US-Regierungsvertreter äußerten sich nicht zu der Möglichkeit weiterer Gespräche

10:45 Uhr – Ukraine attackiert Militärobjekt und Raffinerie in Russland

Die Ukraine hat nach Behördenangaben ein Militärobjekt in der Region Wolgograd und eine Raffinerie in der nordrussischen Teilrepublik Komi angegriffen. In der Nacht habe die Flugabwehr einen Raketenangriff abgewehrt, teilte der Gouverneur von Wolgograd, Andrej Botscharow, mit. „Durch herabfallende Trümmer auf das Territorium eines Objekts des Verteidigungsministeriums nahe der Ortschaft Kotluban ist ein Brand ausgebrochen“, wird Botscharow vom Telegramkanal der Gebietsverwaltung zitiert.

Wegen anhaltender Detonationen sei die Evakuierung des Ortes veranlasst worden, heißt es weiter. Verletzte und Schäden an ziviler Infrastruktur habe es bisherigen Informationen nach nicht gegeben. Auf Bildern und Videos sind mehrere Explosionen zu sehen. Ukrainische Medien berichteten, dass in der Region Wolgograd Depots der Raketenartilleriestreitkräfte getroffen worden seien.

09:38 Uhr – Hunderttausende in Odessa ohne Strom und Wasser

In der ⁠südukrainischen Stadt Odessa sind nach einem russischen Angriff quick 300.000 Menschen von der Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten. Das teilt der stellvertretende Ministerpräsident Oleksij Kuleba mit. Zudem seien quick 200 Gebäude in der Stadt ⁠ohne Heizung. ​Auch in ‌der südöstlichen Stadt Dnipro hätten 10.000 Verbraucher keine Heizung mehr.

04:35 Uhr – Deutsche wollen Merz-Putin-Gespräch

Eine große Mehrheit der Deutschen ist für direkte Gespräche zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über ein Ende des Ukraine-Kriegs. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 58 Prozent der Befragten, dass sie solche Gespräche eher oder sogar voll und ganz befürworten würden. Nur 26 Prozent sprachen sich dagegen aus.

Besonders groß ist der Wunsch nach direkten Kontakten zwischen Merz und Putin im eigenen Lager des CDU-Chefs Merz. Von den Wählern der Union sind der Umfrage zufolge 64 Prozent dafür, besonders niedrig ist die Zustimmung bei den Anhängern der Linken mit 47 Prozent.

02:39 Uhr – Massiver Raketenangriff auf Kiew

Die ⁠ukrainische ​Hauptstadt ‌Kiew steht Behördenangaben zufolge unter einem massiven russischen Raketenangriff. Bürgermeister Vitali Klitschko spricht von Treffern in Wohn- ‌und ⁠Geschäftsgebäuden auf beiden ​Seiten des Flusses ⁠Dnipro. Der Angriff auf die Hauptstadt ‌dauere ⁠an, teilt er ‌mit. ​Reporter ⁠der Nachrichtenagentur ​Reuters hören Explosionen ‌in ​der Stadt.

00:12 Uhr – Selenskyj fordert „ein genaues Datum“ für EU-Beitritt

Ukraine-Präsident Selenskyj fordert, dass ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs ein konkretes Datum für einen EU-Beitritt seines Landes enthalten soll. Für die Ukraine sei es wichtig, alles dafür zu tun, bis 2027 für einen EU-Beitritt bereit zu sein, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Zumindest die wichtigsten Schritte werde sie erreichen.

„Ich will ein genaues Datum“, führte er aus. Wenn in dem Abkommen, das die USA, Russland, die Ukraine und Europa unterzeichnen sollen, kein genaues Datum stehe, werde Russland alles dafür tun, um den Beitrittsprozess zu blockieren. Russland werde das nicht selbst, sondern über bestimmte europäische Vertreter tun, schrieb Selenskyj. Die EU sei für sein Land eine Sicherheitsgarantie. „Das sind konkrete Details mit einem konkreten Datum.“

Mittwoch, 11. Februar:

19:32 Uhr – Selenskyj: Wahlen nur bei Waffenruhe und Sicherheitsgarantien

Die Ukraine wird nach Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Wahlen erst dann abhalten, wenn es eine Waffenruhe mit Russland sowie internationale Sicherheitsgarantien für das Land gibt. Die Ukraine werde Wahlen organisieren, sobald es eine Waffenruhe gebe und „all die notwendigen Sicherheitsgarantien in Kraft sind“, sagte Selenskyj in einer Online-Pressekonferenz. „Das ist ganz einfach umzusetzen: Stellt einen Waffenstillstand her und es gibt Wahlen“, fügte er hinzu.

Selenskyj reagierte damit auf einen Bericht der „Financial Times“. Die britische Zeitung hatte berichtet, Kiew erwäge im Mai eine Präsidentschaftswahl und ein Referendum über mögliche Gebietsabtretungen an Russland abzuhalten. Die USA hatten bei den Friedensverhandlungen mit der Ukraine und Russland zuletzt den Druck dahingehend erhöht.

18:59 Uhr – Größte Nato-Übung des Jahres – Schiffe treffen in Kiel ein

Der Flottenverband der Nato-Eingreiftruppe „Allied Reaction Force“ mit Schiffen aus fünf Nationen ist im Marinestützpunkt in Kiel eingetroffen. Er übt im Rahmen des Manövers Steadfast Dart 2026 eine schnelle Verlegung über alle Verkehrswege Europas, wie das Bundeswehr-Führungskommando mitteilte. Mit der Ankunft der Schiffe ende die Verlegungs-Phase, bei der Einheiten aus dem gesamten Bündnisgebiet koordiniert per Luft, See und Land ins Zielgebiet gebracht wurden.

Rund ein Dutzend Schiffe steuerten die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt an – vom Flugzeugträger bis zum Minenjagdboot. Das Flaggschiff des Flottenverbands ist laut Angaben die spanische ESPS „Castilla“, ein Docklandungsschiff, das Truppen, Ausrüstung, Fahrzeuge und Boote für Landungsoperationen transportiert. Die deutsche Marine beteilige sich mit drei Schiffen. Steadfast Dart 2026 ist den Angaben nach mit rund 10.000 Soldaten die größte Nato-Übung in diesem Jahr. Sie findet noch bis zum 20. Februar statt.

18:00 Uhr – Nato-Chef Rutte: Arktis-Einsatz soll Sicherheitslücken aufzeigen

Der am Mittwoch begonnene Arktis-Einsatz „Arctic Sentry“ soll der Nato bei der Bewertung von Sicherheitslücken helfen. Das sagte der Generalsekretär des Militärbündnisses, Mark Rutte, in Brüssel zu Journalisten. Es gelte herauszufinden, wo Nachholbedarf bestehe. „Was wirklich neu daran ist, ist dass wir zum ersten Mal alles, was wir in der Arktis tun, unter einem Kommando zusammenbringen“, erklärte Rutte. „Angesichts der verstärkten Militäraktivitäten Russlands und des wachsenden Interesses Chinas am Hohen Norden warfare es unerlässlich, dass wir mehr tun.“

„Arctic Sentry“ ist zunächst nicht als eigenständiger Militäreinsatz gedacht, sondern vielmehr als Dach für nationale Militärübungen in der Region – wie „Arctic Endurance“ unter der Führung Dänemarks oder die von Norwegen koordinierte Militärübung „Cold Response“. Ein wichtiges Ziel einer verstärkten Militärpräsenz im Rahmen von „Arctic Sentry“ ist auch, die Krise um die Grönland-Ansprüche von US-Präsident Donald Trump zu entschärfen.

17:18 Uhr – Lawrow: Respekt und Sympathie zwischen Putin und Trump

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat die Beziehung zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin in einer Rede vor dem russischen Unterhaus als „exzellent“ bezeichnet. Ihre gegenseitige Sympathie und ihr Respekt füreinander hätten dazu beigetragen, eine Atmosphäre zu schaffen, die es ihnen ermöglicht habe, sich bei ihrem Treffen im US-Bundesstaat Alaska im August in bestimmten Fragen zu einigen, etwa mit Blick auf die Ukraine, sagte Lawrow.

Abgeordnete befragten Lawrow am Mittwoch in der Staatsduma auch zu dem Bestreben der USA, die Kontrolle über Grönland zu übernehmen. Lawrow sagte, das betreffe Russland nicht, merkte jedoch an: „Im Falle einer Militarisierung Grönlands und der Schaffung militärischer Kapazitäten dort, die gegen Russland gerichtet sind, werden wir entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen, auch militärtechnischer Art.“

16:31 Uhr – US-Verteidigungsminister Hegseth sagt Nato-Treffen ab

Die USA werden erneut nicht auf Ministerebene bei einem Nato-Treffen vertreten sein. Zum Verteidigungsministertreffen in Brüssel reist anstelle von Minister Pete Hegseth lediglich Staatssekretär Elbridge Colby an, wie Nato-Generalsekretär Mark Rutte bestätigte. Bereits im Dezember hatte US-Außenminister Marco Rubio ein Nato-Treffen abgesagt. Beobachter werten das Fernbleiben als ungewöhnlich und als mögliches Signal in einer angespannten Phase der transatlantischen Beziehungen.

15:55 Uhr – Verluste auf russischer Seite bei 1,3 Millionen Soldaten

Die russischen Verluste im Angriffskrieg gegen die Ukraine sind nach Einschätzung der Nato zuletzt weiter erheblich gestiegen. Ein ranghoher Nato-Beamter bezifferte die Zahl der im vergangenen Jahr getöteten oder verletzten russischen Soldaten auf etwa 400.000c. Darunter seien schätzungsweise 350.000 getötete russische Soldaten. „Moskau opfert damit mehr Männer und Frauen als in jedem europäischen Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagte er. Die Lage für die ukrainischen Streitkräfte bezeichnet der Nato-Beamte dennoch als „weiter schwierig“. Russische Kräfte machten entlang mehrerer Abschnitte der Front weiterhin schrittweise Geländegewinne, erklärte er. Dazu habe sehr wahrscheinlich auch das schlechte Wetter beigetragen.

14:20 Uhr – Russische Armee beschießt Westukraine mit Raketen

Die russischen Streitkräfte haben die Region Lwiw im Westen der Ukraine ⁠mit Raketen angegriffen. Die Flugabwehr sei zum Einsatz gekommen, teilt der Bürgermeister Lwiws mit, Andrij Sadowyj. Die Luftwaffe hatte vor russischen Raketen gewarnt. Lwiw liegt weniger als 60 Kilometer von der Grenze zu Polen entfernt, das EU- und Nato-Mitglied ⁠ist. Angriffe ​auf die rund ‌600 Kilometer von der russischen Grenze entfernte Stadt sind seltener als in anderen ukrainischen Großstädten, insbesondere tagsüber.

12:27 Uhr – Russische Ölraffinerie bei Wolgograd angegriffen

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht zu Mittwoch die Ölraffinerie des Konzerns Lukoil in der südrussischen Oblast Wolgograd mit Drohnen beschossen und getroffen. Der Angriff habe ein Feuer auf dem Gelände ‌der Anlage verursacht, wie der ukrainische Generalstab mitteilte.

11:52 Uhr – Russland will Limit für Atomwaffen weiter einhalten, wenn USA mitziehen

Nach dem Auslaufen des „New Start“-Abkommens will Russland sich weiter an die vorgeschriebene Höchstgrenze für sein Atomwaffenarsenal halten – hat die Einhaltung aber an ein entsprechendes Handeln der USA geknüpft. Ein selbst auferlegtes „Moratorium“ bleibe in Kraft, „aber nur so lange die Vereinigen Staaten die festgelegten Grenzen nicht überschreiten“, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch in einer Rede vor dem Parlament.

Das „New Start“-Abkommen warfare am 5. Februar ausgelaufen. Es warfare im April 2010 zwischen den USA und Russland unterzeichnet worden. Beide Länder verpflichteten sich damals, ihre atomaren Sprengköpfe jeweils auf maximal 1550 Stück zu verringern. Zuletzt signalisierten beide Seiten, einen neuen Atomwaffenvertrag schließen zu wollen. Die USA wollen in Zukunft jedoch auch China wegen seines wachsenden Atomwaffenarsenals in künftige Verhandlungen einbeziehen.

08:27 Uhr – Neue Zahlen zu Ukraine-Hilfen – So viele Milliarden zahlt Deutschland

Europa hat 2025 den Einbruch der US-Hilfe weitgehend auffangen müssen. Das zeigen neue Zahlen des „Ukraine Support Tracker“ des Kieler Instituts für Weltwirtschaft in Kiel (IfW). Demnach fiel die Unterstützung der USA 2025 im Vergleich zu 2024 um rund 99 Prozent (98,96 Prozent; von 46,39 Mrd. Euro auf 0,48 Mrd. Euro). Die EU-Militärhilfen stiegen demgegenüber von 2024 auf 2025 um rund 67 Prozent auf quick 29 Mrd. Euro (28,48 Mrd. Euro) – nach etwas mehr als 17 Mrd. Euro (17,0976 Mrd. Euro) in den Jahren 2022 bis 2024.

Größter europäischer Geber bei der Militärhilfe waren 2025:

  1. Deutschland: 9,01 Milliarden Euro
  2. Großbritannien: 5,44 Milliarden Euro
  3. Schweden: 3,71 Milliarden Euro
  4. Norwegen: 3,63 Milliarden Euro
  5. Dänemark: 2,61 Milliarden Euro

02:13 Uhr – Kinder getötet bei russischen Angriffen in Charkiw

Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Bohoduchiw in der ostukrainischen Region Charkiw sind nach Angaben örtlicher Behörden vier Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern seien zwei einjährige Jungen und ein zweijähriges Mädchen, teilte der ukrainische Militärverwalter Oleh Synehubow am Mittwoch im Onlinedienst Telegram mit. Ein 34-jähriger Mann in demselben Haus sei ebenfalls getötet worden. Bei dem Angriff wurden Synehubow zufolge eine 35-jährige Schwangere und eine 74-jährige Frau verletzt.

dpa/AFP/Reuters/ceb/lay/jac/saha

https://www.welt.de/politik/ausland/article698977ac2dc88ba237f4611e/ukraine-krieg-plattform-auf-der-sich-menschen-darstellen-koennen-sagt-ex-nato-expertin-zur-sicherheitskonferenz-liveticker.html