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Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut von schweren Explosionen erschüttert worden – Ziel der Angriffe waren der staatliche Rundfunk, die Atomenergiebehörde und Kommandozentren. US-Präsident Trump ist offenbar bereit, mit Vertretern des Irans zu sprechen.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
20:37 Uhr
Neue huge Angriffe auf Teheran
Die iranische Hauptstadt Teheran ist am Abend von schweren Explosionen erschüttert worden. Im Norden der Stadt zitterten die Wände, als kurz hintereinander zwei laute Detonationen zu hören waren, berichtete ein dpa-Reporter vor Ort. Auf Bildern waren unter anderem ein großer Feuerball und eine dunkle Rauchwolke über der Stadt zu sehen.
Die Nachrichtenagentur Isna meldete, Einrichtungen des staatlichen Rundfunks seien zum Ziel eines israelisch-amerikanischen Angriffs geworden. Weiteren Berichten zufolge wurde auch der Sitz der iranischen Atombehörde angegriffen.
Das israelische Militär berichtete, dass im Rahmen großangelegter Angriffe mehrere Dutzend militärische Kommandozentren des Irans attackiert worden seien, darunter das Hauptquartier der Revolutionsgarden, Hauptquartiere der Geheimdienste, der Luftwaffe sowie von Einrichtungen der inneren Sicherheit des Irans. Ziel sei es gewesen, Einrichtungen zu treffen, von denen aus Kampfeinsätze gegen Israel und andere Staaten gesteuert wurden, hieß es.
19:49 Uhr
Bundesweite Demonstrationen für Freiheit im Iran
Nach dem Tod des iranischen Staatsoberhauptes und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei sind in Deutschland zahlreiche Menschen auf die Straßen gegangen. Unter anderem demonstrierten sie in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt für Freiheit im Iran.
In Berlin versammelten sich laut Polizei mindestens 1.800 Menschen am Brandenburger Tor. Für die Veranstaltung “Freiheit für Iran unter Führung von Prinz Reza Pahlavi” waren 5.000 Menschen angemeldet.
Menschen nehmen an einem Jubel-Protest unter dem Motto “Freiheit für Iran unter Führung von Prinz Reza Pahlavi” am Brandenburger Tor teil.
19:49 Uhr
Trump: Neun iranische Kriegsschiffe versenkt
Die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran haben laut US-Präsident Donald Trump neun Schiffe der iranischen Marine versenkt. Trump erklärte in den sozialen Medien, die Schiffe seien zerstört und versenkt worden, “einige davon relativ groß und wichtig”.
Der Rest der iranischen Flotte werde bald ebenfalls auf dem Meeresgrund liegen. Der Präsident teilte außerdem mit, dass bei einem separaten Angriff das Hauptquartier der iranischen Marine weitgehend zerstört worden sei.
19:31 Uhr
Trump zu Gesprächen mit Iran bereit
Einen Tag nach den Angriffen auf den Iran und der Tötung des bisherigen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei hat sich US-Präsident Donald Trump gesprächsbereit gezeigt.
“Sie wollen reden, und ich habe zugesagt, also werde ich mit ihnen sprechen”, zitierte ihn die Zeitschrift “The Atlantic” nach einem Telefoninterview. Dabei warf Trump den Iranern vor, zu lange gezögert zu haben.
Unklar battle, ob die iranische Seite auch zu Gesprächen bereit ist. Wann genau die Gespräche stattfinden sollen, ließ Trump demnach offen. Der Präsident habe angemerkt, dass einige Iraner, die an den bisherigen Verhandlungen beteiligt waren, nicht mehr am Leben seien.
19:36 Uhr
Weber: “An der Seite der iranischen Demokraten”
Der Europaabgeordnete und EVP-Fraktionschef Manfred Weber hat die EU-Staaten dazu aufgerufen, die iranische demokratische Opposition zu unterstützen – insbesondere die Frauen und Jugendlichen, die jetzt auf die Straße gehen und für ein anderes Iran demonstrieren würden.
Es sei völlig unklar, wie es im Iran nach den Angriffen weitergehen würde, die Opposition müsste nun gestärkt werden, so Weber im ARD-Sendung Bericht aus Berlin. Die Zukunft liege jetzt bei ihnen.
Weber sagte weiter, außerdem müsse man dafür sorgen, dass Iran keinen Zugang zu weitreichenden Raketen und Atom bekomme. Es wäre möglich, dass diese Raketen auch europäische Städte treffen könnten.
Er betonte, wie wichtig es sei, dass Europa eine gemeinsame Position in den außenpolitischen Fragen finde. Geschlossenheit sei eine Vorbedingung für Stärke.
18:52 Uhr
Angriff auf Bundeswehr-Feldlager in Jordanien und Irak
Iran hat bei seiner Reaktion auf den Angriff der USA und Israels auch Militärbasen im Irak und Jordanien ins Visier genommen, in denen die Bundeswehr stationiert ist. Nach Informationen des Spiegel wurden seit Samstagmorgen mehrere iranische Raketen und Drohnen auf eine multinationale Basis in der Nähe des Flughafens in Erbil im Nordirak und auf ein Feldlager der Bundeswehr in al-Azraq im Osten von Jordanien abgefeuert.
Alle Geschosse und Drohnen wurden durch die Flugabwehr neutralisiert. Allerdings wurde ein US-Soldat durch herabstürzende Trümmer leicht verletzt.
Die Bundeswehr hatte sich schon vor den amerikanisch-israelischen Luftschlägen, die am frühen Samstagmorgen begannen, auf Vergeltungsangriffe Irans eingestellt.
18:31 Uhr
Reiche: Keine Sorge vor Gas- oder Öl-Engpass
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche mahnt angesichts der Sperrung der Straße von Hormus mit Blick auf die Versorgung Deutschlands mit Öl und Gas zur Gelassenheit. Bezogen auf Flüssiggas würden “keine signifikanten Mengen” über diesen Seeweg nach Deutschland importiert, sagt die CDU-Politikerin in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin.
Gas beziehe Deutschland vor allem über Pipelines aus Norwegen und Belgien, Flüssiggas überwiegend aus den USA und Kanada. Sie sehe aber, dass vor allem China, Indien, Japan und Südkorea Probleme bekommen könnten. In Bezug auf Öl betont Reiche, Hauptlieferanten für Deutschland seien Kasachstan, Norwegen und die USA. “Es kann zu Preissteigerungen kommen”, schließt Reiche für Deutschland nicht aus. Sie wolle darüber jetzt aber nicht spekulieren.
18:27 Uhr
US-Senator rechnet mit wochenlangen Luftangriffen
Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des US-Senats geht von anhaltenden Luftangriffen auf den Iran aus. Der Einsatz werde wahrscheinlich einige Wochen andauern, sagte Senator Tom Cotton in der TV-Sendung “Face the Nation”. Präsident Donald Trump habe jedoch nicht die Absicht, einen großangelegten Einsatz von Bodentruppen im Iran zu starten.
18:24 Uhr
Reederei: Toter nach Beschuss von Öltanker vor Oman
Vor der Küste Omans in der Straße von Hormus ist nach Angaben des Schiffsdienstleisters V. Ships Asia ein Öltanker beschossen worden. Dabei sei ein Besatzungsmitglied getötet worden, heißt es. Es habe eine Explosion und einen anschließenden Brand gegeben, nachdem der Tanker MKD VYOM von einem mutmaßlichen Geschoss getroffen worden sei.
Ein Projektil habe den unter der Flagge der Marshallinseln fahrenden Tanker getroffen. Die Tanker-Hülle sei beschädigt, es gebe aber keine Hinweise auf Umweltverschmutzung. Das Schiff fahre nun an einen sicheren Ort für eine weitere Überprüfung. Die Islamischen Revolutionsgarden teilten mit, sie hätten drei Tanker aus den USA und Großbritannien im Golf und in der Straße von Hormus mit Raketen getroffen.
Islamische Revolutionsgarde
Die Islamische Revolutionsgarde ist die Armee der “Wächter der Islamischen Revolution” in Iran. Sie entwickelte sich zur Eliteeinheit des Landes und sollte ursprünglich das Fortbestehen der Islamischen Revolution in Iran sicherstellen.
Inzwischen ist die Organisation jedoch nicht nur eine militärische Macht, sondern auch eine wirtschaftliche. Sie organisiert die größten Bauvorhaben des Landes, ist an Häfen, dem Eisenbahnnetz und Flughäfen beteiligt.
Die Revolutionsgarde soll den Gedanken der Islamischen Revolution in andere Länder tragen. So hat die Garde den Aufbau der Hisbollah im Libanon vorangetrieben und die Hamas im Gazastreifen und auch Machthaber Baschar al-Assad in Syrien gestützt. Auch bei der blutigen Niederschlagung der jüngsten Proteste mit Tausenden Toten soll sie beteiligt gewesen sein.
Die USA stuften die Revolutionsgarde 2019 als terroristische Vereinigung ein. Die EU zog Ende Januar 2026 nach.
18:17 Uhr
Wadepuhl: Können in Nahost Gestrandete nicht ausfliegen
Bundesaußenminister Johann Wadephul sieht keine Möglichkeit, im Nahen Osten gestrandete Deutsche ausfliegen zu lassen. “Dazu sind wir nicht in der Lage”, sagt Wadephul in einem Bild-Interview und verweist darauf, dass die Lufträume in der Region für zivile Flugzeuge gesperrt seien. Stattdessen versuche das Auswärtige Amt die Betroffenen mit den notwendigen Informationen zu versorgen. Alle deutschen Auslandsvertretungen seien geöffnet.
18:13 Uhr
Vermittlerstaat Oman ruft zu Deeskalation auf
Der Außenminister des Vermittlerstaats Oman, Badr al-Bussaidi, hat im aktuellen Iran-Krieg zur Deeskalation aufgerufen. Eine Fortsetzung der militärischen Eskalation trage nicht zur Lösung des Konflikts bei, hieß es aus dem Außenministerium in Maskat. Al-Bussaidi forderte eine sofortige Waffenruhe und die Rückkehr zu diplomatischen Gesprächen.
Er habe bereits mit Irans Außenminister Abbas Araghtschi telefoniert. Dieser habe betont, dass Teheran Frieden wolle und diplomatische Bemühungen zur Beendigung der durch die amerikanisch-israelische Militärkampagne ausgelösten Krise unterstütze. Al-Bussaidi habe zudem mit seinen Kollegen aus “brüderlichen und befreundeten Ländern” gesprochen, um die sich schnell entwickelnde Lage und deren ernste Auswirkungen auf die Stabilität der Region zu erörtern.
17:27 Uhr
Merz mahnt im Iran-Krieg Lösung an
Bundeskanzler Friedrich Merz hat Kritik an den USA und Israel nach den Angriffen auf Iran vermieden und Iran aufgefordert, die “wahllosen Angriffe” auf Staaten in der Region sofort zu beenden. Man müsse “an den Tag danach” denken, sagte Merz bei einem Statement im Kanzleramt. Er mahnte an, in Israel, in der Region und auch in Europa “eine Agenda mit Iran für diesen Tag danach“ zu entwickeln.
Zur völkerrechtlichen Einordnung der Militärschläge hat er sich zurückhaltend geäußert. Es sei jetzt “nicht der Moment, unsere Partner und Verbündeten zu belehren”, sagte der CDU-Politiker. “Bei allen Zweifeln teilen wir viele ihrer Ziele, ohne selbst imstande zu sein, sie auch tatsächlich zu erreichen.”
16:40 Uhr
Kreuzfahrtschiffe sitzen im Persischen Golf fest
In Abu Dhabi und Doha warten zwei Schiffe des deutschen Anbieters TUI Cruises weiterhin auf ihre Weiterreise. Eine planmäßige Durchführung der Reisen sei derzeit nicht verantwortbar, teilte die Reederei auf ihrer Webseite mit. Die Gäste befinden sich demnach weiterhin an Bord von “Mein Schiff 4” und “Mein Schiff 5”, hieß es.
16:33 Uhr
Pentagon: Drei US-Soldaten bei Militäreinsatz gegen Iran getötet
Bei dem US-israelischen Militärangriff gegen den Iran sind nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums drei Soldaten getötet worden. Fünf weitere seien “schwer verletzt” worden, teilte das US-Kommando für den Nahen Osten im Onlinedienst X mit. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.
16:33 Uhr
Irak ruft Staatstrauer aus
Nach dem Tod des iranischen Revolutionsführers Ali Chamenei hat das Nachbarland Irak eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen. Ein Regierungssprecher verurteilte die Tötung – Chamenei sei durch einen eklatanten Akt der Aggression ums Leben gekommen. Zwischen den beiden Nachbarländern bestehen enge politische und religiöse Beziehungen.
15:31 Uhr
Bericht: Ahmadinedschad bei Luftangriff getötet
Der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist offenbar bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Ilna. Demnach wurde Ahmadinedschads Haus im Osten der Hauptstadt getroffen, in dem sich der 69-Jährige zum Zeitpunkt des Angriffs befunden habe.
15:31 Uhr
Tote bei Iran-Angriff nahe Jerusalem
Bei einem iranischen Raketenangriff auf die westlich von Jerusalem gelegene Stadt Beit Schemesch sind mindestens acht Menschen getötet worden. Außerdem wurden 28 Menschen verletzt, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Die israelische Polizei erklärte, die Rakete sei in ein Gebäude eingeschlagen, das daraufhin eingestürzt sei.
14:17 Uhr
Tausende Reisende sitzen in Golfregion fest
Nach iranischen Angriffen steigen Rauchsäulen über arabischen Großstädten auf. Die Golfstaaten bemühen sich, zu beruhigen. Doch Flughäfen sind lahmgelegt. Tausende Reisende sitzen fest.
14:11 Uhr
Neue Angriffe auf Golfstaaten durch Iran
Einen Tag nach Beginn der iranischen Vergeltungsangriffe hat es neue Angriffe auf mehrere Städte in der Golfregion gegeben. Anwohner berichteten von Explosionen aus Abu Dhabi und Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem katarischen Doha und Bahrains Hauptstadt Manama. Auch im Osten der saudiarabischen Hauptstadt Riad waren demnach laute Explosionen zu hören. Staatsmedien aus dem Oman zufolge wurden ein Hafen und ein Öltanker vor der Küste des Sultanats angegriffen.
14:11 Uhr
Wadephul verteidigt Angriffe auf Iran
Bundesaußenminister Johann Wadephul verteidigt die Angriffe Israels und der USA auf Iran als notwendig. Gegenüber NDR Info sagte der CDU-Politiker, das iranische Regime gefährde nicht nur Israel, sondern auch die Interessen Europas. “Ich nehme zum jetzigen Zeitpunkt keine abschließende völkerrechtliche Beurteilung vor”, sagt Wadephul. Man müsse aber sehen, dass das iranische Regime auch Russland mit Drohnen versorge, die dann im Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt würden.
Zudem unterstütze das Regime in Teheran Terrororganisationen wie die Hisbollah und die Hamas. Eine Lösung könne nur darin bestehen, dass die iranische Führung auf den Besitz von Nuklearwaffen verzichte.
14:03 Uhr
Wie geht es in Iran nun weiter?
Der mächtigste Mann in Iran ist tot, nach quick vier Jahrzehnten an der Macht: Ajatollah Ali Chamenei hat das Land mit harter Hand geführt. Was bedeutet sein Tod für Iran? Wie geht es nach seiner Tötung weiter? Ist ein echter Umbruch denkbar? Lesen Sie hier einen Überblick zur aktuellen Lage:
13:50 Uhr
Israel: Sechs Tote bei iranischen Raketenangriffen
Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind nach israelischen TV-Angaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Nach Angaben des Senders N12 kamen sie beim Einschlag einer Rakete in einem Gebäude in der Stadt Beit Schemesch ums Leben. Weitere Menschen erlitten Verletzungen. Die Stadt liegt westlich von Jerusalem. Auch Einwohner von Tel Aviv berichteten von lauten Explosionen bei den neuen Raketenangriffen.
13:48 Uhr
Israels Staatsflugzeug zum Berliner Flughafen gebracht
Israels Staatsflugzeug ist nach Beginn des Kriegs gegen Iran zum Berliner Flughafen BER gebracht worden. Es parkt dort auf dem Rollfeld, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur dpa beobachtete. Nach Daten des Luftverkehr-Portals Flightradar24 battle die Maschine am frühen gestrigen Nachmittag in Israel gestartet und kreiste dann stundenlang über dem Mittelmeer, bevor sie nach Deutschland flog und am Abend am BER landete.
Der Flughafen BER äußerte sich auf Anfrage nicht zum Aufenthalt des Fliegers, auch die israelische Botschaft reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Bereits bei früheren Konflikten battle die Maschine nach israelischen Medienberichten zum Schutz vor Raketenangriffen außer Landes gebracht worden.
13:43 Uhr
Zypern weist Berichte über iranische Raketen zurück
Die Regierung der Inselrepublik Zypern hat Berichte zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der EU-Mittelmeerinsel abgefeuert wurden. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb auf der Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen nicht zu.
Zuvor hatte der britische Verteidigungsminister John Healey vor der Gefahr “zunehmend wahlloser iranischer Vergeltungsangriffe” gewarnt. Dem britischen Sender Sky News sagte er, es seien zwei iranische Raketen in Richtung Zypern abgefeuert worden.
13:18 Uhr
Hisbollah-Miliz will sich “Aggression entgegenstellen”
Nach den Angriffen Israels und der USA auf Iran hat die Hisbollah-Miliz im Libanon geschworen, sich der “Aggression” entgegenzustellen. “Wir werden unsere Pflicht wahrnehmen, uns der Aggression entgegenzustellen”, erklärte der Anführer der pro-iranischen Schiiten-Miliz, Naim Kassem. “Was auch immer die Opfer sind, wir werden (…) das Feld der Ehre und des Widerstands nicht verlassen.”
Die von Teheran unterstützte Miliz hat seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf Iran am Samstag nicht eingegriffen. Für den heutigen Nachmittag ist im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut aber eine Unterstützungskundgebung geplant. Die Hisbollah will auch Trauerbekundungen für den bei den Angriffen getöteten obersten Führer Irans, Ayatollah Ali Chamenei, organisieren. Die Regierung in Beirut hatte gestern erklärt, der Libanon wolle nicht in den Konflikt hineingezogen werden.
13:13 Uhr
Massiver Stau von Öltankern vor Straße von Hormus
Mindestens 150 Tanker, darunter Rohöl- und Flüssiggasschiffe, haben in den offenen Gewässern vor der Straße von Hormus zwischen Iran und Oman den Anker geworfen. Dutzende weitere liegen auf der anderen Seite der Meerenge fest, wie aus einer Auswertung der Nachrichtenagentur Reuters von Daten der Plattform MarineTraffic hervorgeht. Die Schiffe stauen sich vor den Küsten der großen Ölproduzenten Irak und Saudi-Arabien sowie vor Katar.
13:09 Uhr
Exil-Iraner feiern Anschläge
Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran ist es weltweit zu Demonstrationen gegen das Regime in Teheran gekommen. In Berlin nahmen mehrere Personen an einem Protest unter dem Motto “Stoppt Hinrichtungen im Iran und Solidarität mit den Bürgerprotesten im Iran” an der iranischen Botschaft teil. Auch in Tokio und im australischen Canberra protestierten Exil-Iraner vor der iranischen Botschaft. In Sydney und Melbourne feierten einige Tausend Demonstranten die Angriffe.
Bereits gestern hatten in Berlin etwa 1.600 Menschen im Zentrum gegen das iranische Regime protestiert. Laut einigen Berichten in sozialen Medien ist es auch in Teheran nach den Angriffen zu Sympathiebekundungen gekommen.
In Australien (hier Sydney) feierten Exil-Iraner die US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf Iran.
12:24 Uhr
Israel: Dutzende iranische Raketenabschussrampen zerstört
Seit Beginn der Angriffe auf Iran hat die israelische Armee nach eigenen Angaben Dutzende Raketenabschussrampen zerstört. Ein israelischer Armeesprecher sagte, zu Beginn des letzten Kriegs gegen den Iran im vergangenen Juni habe Teheran über intestine 3.000 ballistische Raketen verfügt. Dieses Arsenal sei damals etwa halbiert worden. “Inzwischen haben sie es wieder aufgefüllt, sodass es nun wieder bei rund 2.500 liegt – und die Zahl steigt”, sagte der Militärsprecher. Seit Beginn des jüngsten Schlagabtauschs habe Iran Hunderte Raketen auf Israel sowie andere Länder in der Region abgefeuert.
Teheran strebe danach, ein deutlich größeres Arsenal aufzubauen, sagte er. Er nannte die Zahl von rund 8.000 ballistischen Raketen. Ein Ziel der gegenwärtigen Operation sei, dies zu verhindern. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
12:11 Uhr
Putin nennt Tötung Chameneis “zynischen Mord”
Der russische Präsident Wladimir Putin kondoliert seinem iranischen Kollegen Massud Peseschkian zum Tod von Ajatollah Ali Chamenei. Putin bezeichne die Tötung als “zynischen Mord”, meldet die Nachrichtenagentur Tass. Dies sei eine Verletzung aller Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts.
12:09 Uhr
China: Tötung Chameneis und Angriffe inakzeptabel
Chinas Außenminister Wang Yi hat die Angriffe der USA und Israels auf Iran als inakzeptabel verurteilt. In einem Telefonat mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow kritisiert er laut der Nachrichtenagentur Xinhua besonders, dass die Attacken während laufender Verhandlungen stattgefunden hätten. Die “unverhohlene Tötung” eines souveränen Staatsoberhaupts und die Anstiftung zum Regimewechsel seien nicht hinnehmbar. Peking fordere ein sofortiges Ende der Militäraktionen und eine Rückkehr zum Dialog.
12:07 Uhr
Israel weist Schuld an Angriff auf iranische Schule zurück
Israel hat eine Verantwortung für einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran zurückgewiesen. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna hatte berichtet, bei einem Raketenangriff im Süden des Landes seien mehr als 100 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan.
“Zu diesem Zeitpunkt sind uns keine israelischen oder amerikanischen Angriffe dort bekannt”, sagte der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani. “Ich weiß, dass die Amerikaner nachprüfen, ich weiß, dass wir nachprüfen”, ergänzte der Sprecher. Man sei in der Lage gewesen, 40 Personen auszuschalten, “auf sehr präzise Weise, mehr als Tausend Meilen entfernt”, sagte Schoschani offenbar mit Blick auf die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei. Dies könnten nicht viele Armeen auf der Welt, und es bedeute, “dass wir extrem präzise operieren”. Die Angaben beider Kriegsparteien lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
12:02 Uhr
Hapag-Lloyd stoppt alle Fahrten durch Straße von Hormus
Die Reederei Hapag-Lloyd setzt bis auf Weiteres alle Fahrten durch die Straße von Hormus aus. Grund sei die sich entwickelnde Sicherheitslage in der Region, teilt der Hamburger Konzern mit.
Zuvor hatte bereits der Verband Deutscher Reeder (VDR) mitgeteilt, dass in vielen Unternehmen Krisensitzungen liefen. Schiffe würden – wo immer möglich – aus Gefahrenzonen herausgeführt, umgeleitet oder warteten außerhalb der Risikogebiete auf neue Anweisungen. “Die aktuelle Eskalation trifft das Herz globaler Seehandelsrouten und auch die Schiffe deutscher Reedereien, vor allem aber die Menschen an Bord, unmittelbar”, sagte Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des VDR. “Für viele unserer Mitgliedsunternehmen ist dies eine akute operative Krise, keine abstrakte geopolitische Entwicklung.”
Laut dem Verband Deutscher Reeder trifft die aktuelle Eskalation im Nahen Osten “das Herz globaler Seehandelsrouten”.
11:39 Uhr
London warnt vor “wahllosen” iranischen Angriffen
Der britische Verteidigungsminister John Healey warnt vor der Gefahr von “zunehmend wahllosen iranischen Vergeltungsangriffen”. Es seien zwei Raketen Richtung Zypern abgefeuert worden. Er glaube nicht, dass sie gezielt auf Zypern gerichtet gewesen seien, sagte Healey dem Sender Sky News. Es sei aber ein Beispiel dafür, dass es eine “sehr reale (…) Bedrohung durch ein Regime” gebe, das in der gesamten Region weit um sich schlage.
Großbritannien beteiligt sich im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz, wie Premierminister Keir Starmer bereits am Samstag mitgeteilt hatte. Healey erläuterte, dass britische Flugzeuge Drohnen und Raketen abschießen würden, wenn sie diese sähen.
11:18 Uhr
Ajatollah Arafi in Führungsrat berufen
Der Geistliche Aliresa Arafi wird der iranischen Nachrichtenagentur Isna zufolge in den iranischen Führungsrat berufen. Das Gremium nehme die Aufgaben des Obersten Führers wahr, bis der Expertenrat einen Nachfolger des getöteten Ayatollah Ali Chamenei gewählt habe. Arafi bilde zusammen mit Präsident Massud Peseschkian und Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei die vorübergehende Staatsspitze in Iran.
10:57 Uhr
Röttgen: “Erhebliche Schwächung des Regimes”
Der Außenpolitiker und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Bundestag, Norbert Röttgen, mit einer Einschätzung zum Machtgefüge in Iran nach den Angriffen Israels und den USA.
Der wichtigste Sinn dieser Militäroperation sei es, dass sie eine Chance auf Befreiung für ein “geknechtetes, großes Volk bietet”, so Röttgen. Darauf müsse die Kriegsführung ausgerichtet sein, indem sie sich auf die Schwächung und Ausschaltung des Regimes konzentriere und Zivilisten schone. Außerdem müsse das iranische Volk unterstützt werden.
10:44 Uhr
Vereinigte Arabische Emirate warnen Iran
Ein Berater des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate hat Angriffe Irans auf Golfstaaten als Reaktion auf Luftangriffe der USA und Israels kritisiert. “Ihr Krieg richtet sich nicht gegen Ihre Nachbarn”, teilte Anwar Gargasch auf der Plattform X mit. “Kehren Sie zur Vernunft zurück, zu Ihrer Umgebung und gehen Sie mit Ihren Nachbarn mit Vernunft und Verantwortungsbewusstsein um, bevor sich der Kreis der Isolation und Eskalation ausweitet.”
Die Vereinigten Arabischen Emirate waren zuvor mit iranischen Raketen und Drohnen beschossen worden. Betroffen battle vor allem Dubai. In Abu Dhabi wurden nach Angaben der Regierung eine Frau und deren Kind von Teilen einer abgefangenen Drohne leicht verletzt.
10:39 Uhr
Irans Präsident: Tötung Chameneis ist “Kriegserklärung an Muslime”
Irans Präsident Massud Peseschkian hat die Tötung des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Chamenei bei US-israelischen Angriffen als eine “Kriegserklärung an die Muslime” bezeichnet. Die “Ermordung” Chameneis werde als “offene Kriegserklärung an die Muslime und insbesondere an die Schiiten überall auf der Welt wahrgenommen”, sagte Peseschkian in einer Fernsehansprache. Iran betrachte es als “seine legitime Pflicht und sein Recht, sich an den Tätern und Drahtziehern dieses historischen Verbrechens zu rächen”, fügte er hinzu.
10:30 Uhr
Israel: 20.000 Reservisten zur Unterstützung der Zivilbevölkerung
Angesichts der iranischen Gegenangriffe hat das israelische Heimatfront-Kommando rund 20.000 Reservisten zur Unterstützung der Zivilbevölkerung mobilisiert. Sie hätten sich in den vergangenen 24 Stunden dem Heimatfront-Kommando angeschlossen, erklärte die zentrale Koordinationsstelle der israelischen Zivilverteidigung.
10:24 Uhr
Oman meldet Angriff auf Öltanker in Straße von Hormus
Oman hat einen Angriff auf einen Öltanker in der Straße von Hormus gemeldet. Dabei seien vier Menschen an Bord der “Skylight” verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency. Der betroffene Öltanker sei unter Flagge Palaus gefahren. Die Besatzungsmitglieder seien Inder und Iraner. Wer für den Angriff verantwortlich battle, ist noch unklar.
Der Iran soll aber per Radio mit Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus gedroht haben, nachdem die USA und Israel das Land angegriffen hatten.
10:04 Uhr
Zwei Verletzte in Dubai
In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind bei der Abwehr von Drohnenangriffen zwei Menschen verletzt worden. Trümmerteile seien in die Höfe von zwei Wohnhäusern gefallen, teilte das Medienbüro von Dubai laut der Nachrichtenagentur dpa mit. Explosionsgeräusche in der Stadt seien auf Abfangraketen zurückzuführen, hieß es weiter.
Bereits gestern battle es im Zuge der aktuellen Eskalation zu einem Feuer am bekannten Luxushotel Burj al Arab gekommen. In Behördenangaben battle von einem “kleinen Brand” die Rede. Ein Video zeigte aber, dass es an der Außenwand des mehr als 300 Meter hohen Wolkenkratzers über mehrere Stockwerke hinweg brannte.
09:59 Uhr
Drohnenangriff im Oman
Der Handelshafen von Dukm im Oman ist mit zwei Drohnen angegriffen worden. Eine der Drohnen habe eine Arbeiterunterkunft getroffen, wobei ein ausländischer Arbeiter verletzt worden sei, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf Sicherheitsquellen. Die zweite Drohne sei in der Nähe von Treibstofftanks abgestürzt. Die Regierung des Oman verurteilte den Angriff. Bereits gestern hatte Teheran mehrfach US-Militärstützpunkte in der Region attackiert.
Zuvor hatte die iranische Armee gemeldet, neue Angriffe auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion geflogen zu haben. “Vor wenigen Minuten haben Piloten der Luftstreitkräfte der Islamischen Republik Iran in mehreren Operationsphasen erfolgreich US-Stützpunkte in den Ländern am Persischen Golf und in der Region Kurdistan im Irak bombardiert”, erklärte die iranische Armee im Staatsfernsehen.
09:50 Uhr
Große Explosion in Teheran: Israel greift Stadtzentrum an
Eine gewaltige Explosion hat die iranische Hauptstadt Teheran erschüttert. Über der Stadt stieg eine riesige Rauchwolke auf, der Boden bebte. Die Detonation schien sich in einem Viertel zu ereignen, in dem sich die Zentralen der iranischen Polizei und des iranischen Staatsfernsehens befinden. Das israelische Militär teilte mit, es würden Ziele in der Innenstadt beschossen. Das Militär habe gestern den Weg nach Teheran freigemacht, hieß es.
09:44 Uhr
Atomenergiebehörde setzt Sondersitzung an
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat als Reaktion auf die massiven Angriffe der USA und Israels auf Iran – die sich auch gegen das Atomprogramm der Islamischen Republik richten – für morgen eine Sondersitzung angesetzt. Die UN-Behörde mit Sitz in Wien teilte mit, die Sitzung sei auf Antrag Russlands einberufen worden, einem wichtigen Verbündeten Teherans. Iran hatte gestern in einem Brief an IAEA-Chef Rafael Grossi ebenfalls eine Sondersitzung zu den Angriffen gefordert.
09:36 Uhr
US-Medienbericht: CIA half beim Aufspüren Chameneis
Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hat laut einem Bericht der New York Times eine wichtige Rolle vor dem Angriff auf Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei gespielt. Die US-Zeitung berichtete unter Berufung auf mehrere nicht genannte Personen, die mit dem Einsatz vertraut sein sollen, der Auslandsgeheimdienst habe Chamenei über Monate verfolgt und dabei Kenntnisse über seine Aufenthaltsorte und Gewohnheiten erlangt.
Die CIA soll erfahren haben, dass am Samstagmorgen in einem Gebäudekomplex im Herzen Teherans ein Treffen hochrangiger iranischer Offizieller stattfinden sollte und sich Chamenei dort aufhalten würde. Daraufhin sollen die USA und Israel den Zeitpunkt ihrer Angriffe auf den Iran angepasst haben. Ursprünglich sei laut dem Zeitungsbericht geplant gewesen, nachts anzugreifen.
09:14 Uhr
Tote bei Angriff auf US-Konsulat in Pakistan
Bei einem Angriff auf das US-Konsulat in der pakistanischen Stadt Karachi sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Hunderte Demonstranten hatten laut Polizeiangaben das Gebäude in der Hafenstadt angegriffen, woraufhin es zu Zusammenstößen mit Polizisten kam. Die Teilnehmer des Protests seien später vertrieben worden, die Situation sei unter Kontrolle.
Der Sturm auf das Konsulat folgte auf die Tötung des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bei Angriffen der USA und Israels.
09:11 Uhr
Dubai: Raketenwarnung mitten in der Nacht
Zur aktuellen Lage in den Golfstaaten nach Angriffen aus Iran berichtet ARD-Korrespondentin Anna Osius aus Dubai.
08:56 Uhr
Israel ist “auf Gegenangriffe vorbereitet”
Aus Tel Aviv berichtet ARD-Korrespondent Christian Limpert über die derzeitige Lage in Israel und die israelischen Reaktionen auf den Tod von Ajatollah Chamenei, dem geistlichen Führer Irans.
08:39 Uhr
ARD-Korrespondent: “Alles sehr in Bewegung”
ARD–Korrespondent Bernd Niebrügge aus Istanbul zum Tod des geistlichen Führers Irans, Ajatollah Chamenei.
08:30 Uhr
Tumulte nahe US-Botschaft in Bagdad
Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei haben Demonstranten in der irakischen Hauptstadt Bagdad versucht, in das streng gesicherte Regierungsviertel mit der US-Botschaft vorzudringen. Nach Angaben von Augenzeugen hatten sich am Eingang zur sogenannten Grünen Zone Hunderte Menschen zum Protest versammelt.
Sicherheitskräfte lösten die Menge gewaltsam auf. Die Demonstranten versuchten demnach, die Sicherheitsbarrieren zu überwinden, um zur US-Botschaft innerhalb der Grünen Zone zu gelangen. Laut Augenzeugen setzten die Sicherheitskräfte Schlagstöcke, scharfe Munition, Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben.
08:21 Uhr
Erneut Raketenalarm in Israel
Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs erneut Raketen auf den jüdischen Staat abgefeuert. Die Abwehrsysteme seien aktiviert, um sie abzuwehren, teilte die Armee mit. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, in die Schutzräume zurückzukehren. In mehreren Gebieten des Landes heulten erneut die Sirenen.
08:14 Uhr
Iran meldet Tod von Generalstabschef Mussawi
Nach einer Meldung des iranischen Fernsehens ist der Generalstabschef der iranischen Streitkräfte, Abdolrahim Mussawi, bei Angriffen auf Iran getötet worden. Mussawi battle Nachfolger von Mohammad Bagheri, der bei den US-amerikanischen Luftschlägen im Juni 2025 getötet wurde.
07:36 Uhr
Katz zum Tod Chameneis: “Gerechtigkeit ist geschehen”
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat die Tötung des geistlichen Oberhaupts Irans, Ali Chamenei, als Akt der Gerechtigkeit begrüßt. Chamenei sei “zusammen mit hochrangigen Mitgliedern der iranischen Terrorfestung” eliminiert worden, erklärte Katz in Onlinediensten. “Gerechtigkeit ist geschehen, und die Achse des Bösen hat einen schweren Schlag erlitten”, betonte der Verteidigungsminister.
07:28 Uhr
Erneute Explosionen in Golfstaaten
Nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei durch US-amerikanisch-israelische Angriffe hat es in den arabischen Golfstaaten erneut Explosionen gegeben. Augenzeugen in der katarischen Hauptstadt Doha zufolge waren am Morgen mehrere Knallgeräusche zu hören. Der katarische Nachrichtensender Al-Jazeera meldete mindestens elf Explosionen in Doha sowie Detonationen in Dubai. Auch in Manama, der Hauptstadt von Bahrain, wurden erneut Explosionen gemeldet. Dort hatte es bereits gestern Einschläge gegeben.
07:11 Uhr
Israels Armee gibt nach Raketenbeschuss wieder Entwarnung
Israels Armee hat nach gemeldeten Raketenangriffen Irans wieder Entwarnung gegeben. Die Menschen in allen Teilen des Landes dürften die Schutzräume wieder verlassen, sollten sich aber weiter in deren Nähe aufhalten, teilte die Armee am Morgen mit. Zuvor waren Luftabwehrsysteme im Einsatz gewesen, um die Angriffe abzuwehren.
Zum bereits 20. Mal hätten Millionen Menschen in Israel innerhalb von 24 Stunden wegen Angriffen Irans in die Schutzräume rennen müssen, erklärte das Militär. Die israelische Luftwaffe hatte in der Nacht auch ihre Angriffe gegen Raketenstützpunkte und Luftabwehrsysteme in Iran fortgesetzt.
06:52 Uhr
Trump droht Iran mit “nie dagewesener Macht”
US-Präsident Donald Trump hat den Iran mit beispielloser Gewalt gedroht, sollte das Land Vergeltung für die US-amerikanischen und israelischen Angriffe üben. Die Vereinigten Staaten würden Iran mit einer noch nie dagewesenen Macht treffen, erklärt Trump auf seinem Messenger-Dienst Truth Social: “Iran hat gerade erklärt, dass es heute sehr hart zuschlagen wird, härter als jemals zuvor.” Er fügt (in Großbuchstaben) hinzu: “Sie sollten das aber besser nicht tun, denn wenn sie es tun, werden wir sie mit einer noch nie dagewesenen Macht schlagen.”
06:44 Uhr
Irans Parlamentssprecher: Rote Linie überschritten
Der Iran wird laut Parlamentssprecher Baker Kalibaf den Weg von Ajatollah Chamenei fortsetzen. Sich an US-Präsident Donald Trump und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu wendend, sagt Kalibaf im Staatsfernsehen, sie hätten eine “rote Linie” überschritten und würden dafür bezahlen.
06:34 Uhr
Tausende Iraner trauern in Teheran um Chamenei
Nach dem Tod des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ali Chamenei, haben sich am Sonntag Tausende Menschen zu seinen Ehren in Teheran versammelt. Die größtenteils schwarz gekleideten Teilnehmer der Kundgebung auf dem zentralen Enghelab-Platz skandierten “Tod den Vereinigten Staaten” und “Tod Israel”, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Viele der Demonstranten schwenkten iranische Flaggen und hielten Fotos von Chamenei hoch.
06:30 Uhr
Irans Revolutionsgarde meldet huge Vergeltungsschläge
Die iranische Revolutionsgarde hat in Reaktion auf die Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei nach eigenen Angaben huge Vergeltungsschläge gegen Dutzende Stellungen der USA und Israels durchgeführt. Es seien 27 US-Stützpunkte in der Region sowie Israels Armeehauptquartier und ein Rüstungskomplex in Tel Aviv ins Visier genommen worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, ein Sprachrohr von Irans Elitestreitmacht.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch Konfliktparteien können in der aktuellen Lage zum Teil nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
06:06 Uhr
Trio soll Iran vorübergehend führen
Die Verantwortung für die Übergangsphase sollen Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und ein Mitglied des Wächterrats übernehmen. Das erklärte ein Berater des getöteten Chameneis, Mohammed Mochber, der Nachrichtenagentur Mehr zufolge. Auch die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete darüber.
Das Trio soll die Aufgaben Chameneis übernehmen, bis der sogenannte Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, einen Nachfolger benennt. Laut der Verfassung müsse der Expertenrat umgehend einen neuen Führer bestimmen und vorstellen, sagte Mochber.
05:49 Uhr
Offenbar neue Angriffswelle aus Iran
In Israel haben am frühen Morgen erneut die Sirenen geheult. Es seien Raketen aus Iran in Richtung Israel abgefeuert worden, gab die israelische Armee bekannt. In der Region Dubai sind Augenzeugen zufolge erneut laute Explosionen zu hören.
Auf Fotos und Videomaterial von Nachrichtenagenturen aus dem irakischen Erbil ist eine große schwarze Rauchwolke zu sehen. Die iranischen Revolutionsgarde hatte zuvor “die heftigste Offensive in der Geschichte der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran” angekündigt.
An mehreren Orten in der Golfregion gab es am Sonntagmorgen Explosionen wie hier in Erbil im Irak.
04:48 Uhr
Iran: Weitere hochrangige Todesopfer bestätigt
Iran hat den Tod des Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarde, Mohammed Pakpur, bestätigt. Er sei ebenso wie der Vorsitzende des nationalen Verteidigungsrats, Ali Schamchani, am Samstag bei den US-israelischen Luftangriffen auf Teheran umgekommen, teilte die iranische Justiz am Sonntag auf ihrer Website “Misan Online” mit. Israel hatte den Tod der beiden bereits zuvor verkündet.
04:30 Uhr
Schah-Sohn Pahlavi bringt sich als Interimsführer ins Spiel
Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, hat sich nach der Tötung von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei erneut als Übergangsführer Irans ins Spiel gebracht. “Viele Iraner haben mich, oft trotz lebensbedrohlicher Situationen, gebeten, diesen Übergang zu leiten”, schrieb er in einem Meinungsbeitrag in der Washington Post.
Er wolle ihrem Ruf folgen und den Weg hin zu einer neuen Verfassung freimachen. Diese solle zunächst in einem Referendum verabschiedet werden. Darauf sollten dann freie Wahlen unter internationaler Aufsicht folgen. “Mit der Abstimmung der Iraner löst sich die Übergangsregierung auf”, schrieb er weiter. Auf X rief er Iran Sicherheitskräfte zudem zum Umsturz auf: “Es ist eure letzte Gelegenheit, euch dem Volk anzuschließen.”
04:20 Uhr
EU-Außenminister kommen zusammen
Angesichts der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran und zahlreicher Vergeltungsattacken Teherans kommen die Außenminister der EU-Mitgliedsstaaten am Sonntag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas soll dabei über “über den Iran und die sich rasch entwickelnden Ereignisse im Nahen Osten” beraten werden. “Die wahllosen Angriffe des iranischen Regimes auf seine Nachbarn bergen die Gefahr, die Region in einen größeren Krieg zu ziehen, und wir verurteilen dies”, sagte Kallas.
04:17 Uhr
Revolutionsgarde plant wohl Gegenoffensive
Die iranischen Revolutionsgarde hat eine schnelle Antwort auf die massiven Luftangriffe der USA und Israels angekündigt. “Die heftigste Offensive in der Geschichte der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran wird jeden Moment beginnen”, teilte die Revolutionsgarde am Morgen im Onlinedienst Telegram mit. Kurz zuvor hatte das Staatsfernsehen den Tod von Irans geistlichem Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei bestätigt. Die Revolutionsgarde kündigte eine “strenge und entschlossene” Bestrafung der “Mörder” Chameneis an.
03:57 Uhr
Revolutionsgarde droht “inneren und äußeren” Verschwörern
Irans Revolutionsgarde hat Rache für den Tod von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei angekündigt. “Die Mörder des Imams der Nation werden einer harten, entschiedenen und abschreckenden Strafe nicht entgehen”, heißt es in einer von der libanesischen Hisbollah-Miliz verbreiteten Erklärung der Elitestreitmacht des Irans.
Die Revolutionsgarde, die Streitkräfte der Islamischen Republik und die Basidsch-Milizen würden “inneren und äußeren Verschwörungen entschieden entgegentreten” und die Aggressoren “mit einer abschreckenden und beispielhaften Antwort bestrafen”, heißt es. Alle Teile der Gesellschaft werden darin aufgerufen, sich an der Landesverteidigung zu beteiligen.
03:19 Uhr
Tod von Chamenei bestätigt
Die iranischen Staatsmedien haben den Tod des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei bestätigt. Den Tod des 86-Jährigen vermeldeten das Staatsfernsehen und die staatliche Nachrichtenagentur Irna am frühen Sonntagmorgen. Er sei in den frühen Morgenstunden des Samstags ums Leben gekommen, melden die Medien weiter. Zudem sei eine 40-tägige Staatstrauer ausgerufen worden.
02:30 Uhr
Israel verkündet weitere Angriffswelle
Die israelische Armee hat in der Nacht nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle gegen Ziele in Iran begonnen. Ins Visier genommen würden Abschussstellungen für ballistische Raketen sowie die Luftabwehrsysteme des Erzfeindes, teilte die Armee mit. Die Armee hatte zuvor eine weitere Angriffswelle beendet, bei der unter anderem ein wichtiges Militärdepot für ballistische Raketen attackiert worden sei.
An dem Raketenabschussstandort in der Region Qom im Zentrum des Irans seien ballistische Raketen vom Typ “Ghadr H-1” mit Hunderten Kilogramm Sprengstoff gelagert worden, hieß es. Der Angriff habe die wichtigsten Offensivfähigkeiten der iranischen Staatsführung “erheblich geschwächt”. In Teheran waren laut einem AFP-Reporter mindestens drei Detonationen seien zu hören. Zugleich waren dröhnende Geräusche zu hören, die denen von Flugzeugen ähnelten.
02:18 Uhr
Iranische Staatsmedien melden Tod von Chameneis Tochter und Enkel
Bei den Angriffen der USA und Israel auf Iran ist nach Angaben der iranischen Staatsmedien die Tochter des Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei und ein Enkel getötet worden.
Nach Angaben des iranischen Roten Halbmonds wurden bei den Luftangriffen der USA und Israels mindestens 201 Menschen getötet und mehr als 740 weitere verletzt.
02:15 Uhr
USA: Angriff auf Iran von internationalem Recht gedeckt
Die USA sehen ihren Angriff auf Iran eigenen Angaben zufolge im Einklang mit internationalem Recht. Die Vereinigten Staaten hätten in enger Abstimmung mit Israel rechtmäßige Maßnahmen gemäß Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen ergriffen, sagte der UN-Botschafter der USA, Mike Waltz, bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats in New York.
Artikel 51 der UN‑Charta verankert das Recht eines Landes auf Selbstverteidigung. Waltz argumentierte, “das Regime in Iran” sei verantwortlich für eine Reihe bewaffneter Angriffe auf die Vereinigten Staaten und Israel, Verstöße gegen die UN-Charta sowie Bedrohungen des internationalen Friedens und der Sicherheit im Nahen Osten.
02:11 Uhr
Verletzte durch Raketenangriff auf Flughafen in Dubai
Bei einem mutmaßlichen iranischen Raketenangriff sind auf dem internationalen Flughafen von Dubai vier Menschen verletzt worden. Die Emirate sprachen gestern in einer Mitteilung von einer “schweren Attacke mit iranischen ballistischen Raketen”. Im Hafen der bei Touristen beliebten Stadt brach durch Trümmer einer abgefangenen Rakete außerdem ein Brand aus, wie die Behörden mitteilten.
Angriffe wurden auch an anderen Verkehrsflughäfen in der Region gemeldet, etwa am Internationalen Flughafen Kuwait. Mehrere Airports wurden geschlossen und Flüge gestrichen.
02:03 Uhr
Emirate: 132 iranische Raketen und quick 200 Drohnen abgewehrt
Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate hat seit Beginn der iranischen Gegenangriffe nach eigenen Angaben 132 ballistische Raketen und 195 Drohnen abgewehrt. Zudem seien fünf ballistische Raketen des Irans ins Meer gefallen. Vierzehn Drohnen seien ebenfalls über Wasser oder an Land abgestürzt, wodurch es einige Schäden gegeben habe, teilte das Ministerium mit. Auch aufgrund abgeschossener Projektile sei es zu kleineren Schäden an zivilem Eigentum gekommen.
02:00 Uhr
Rubio sagt Israel-Reise ab
US-Außenminister Marco Rubio wird seine Reise nach Israel nicht wie geplant antreten. Aufgrund der aktuellen Umstände werde Rubio am Montag nicht nach Israel reisen, teilte ein Vertreter des Ministeriums auf der Plattform X mit. Er machte keine Angaben dazu, ob die Reise zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden soll.
01:59 Uhr
Der Liveblog von Samstag zum Nachlesen
Lesen Sie hier die Entwicklungen vom Samstag nach:
https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-israel-usa-angriffe-iran-102.html