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US-Präsident Trump drängt andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen in die Straße von Hormus. Die katarischen Behörden haben nach eigenen Angaben wichtige Stadtgebiete von Doha evakuiert.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
- Trump: Viele Länder sollen Straße von Hormus sichern
- Iran greift Ziele in Golfstaaten an
- Katar fängt Raketen ab und evakuiert Stadtteile
19:39 Uhr
USA rufen eigene Bürger auf, Irak zu verlassen
Die US-Botschaft in Bagdad ruft alle US-Bürger dazu auf, den Irak umgehend zu verlassen. Hintergrund ist ein Raketenangriff auf das Botschaftsgebäude in der Nacht. Wer sich entscheide, im Land zu bleiben, solle dies angesichts der erheblichen Bedrohung durch Iran-treue Milizen dringend überdenken, heißt es in einem Sicherheitshinweis der Vertretung.
18:47 Uhr
Angriff auf Konsulat der Vereinigten Arabischen Emirate im Irak
In der Kurdenregion im Irak ist das Konsulat der Vereinigten Arabischen Emirate zum zweiten Mal innerhalb einer Woche angegriffen worden. Zwei Sicherheitskräfte seien dabei verletzt worden, teilte das emiratische Außenministerium mit. Zudem habe es Schäden am Gebäude gegeben. Die Regierungen des Landes und der autonomen Kurdenregion müssten die Hintergründe des Angriffs untersuchen und die Verantwortlichen finden.
17:59 Uhr
Israel meldet 400 Angriffswellen gegen Iran in zwei Wochen
Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben in den ersten beiden Wochen des Iran-Krieges rund 400 Angriffswellen mit jeweils zahlreichen beteiligten Kampfjets geflogen. Hauptziele im Zentrum und Westen des Irans seien Anlagen für Raketenstarts und Verteidigungsanlagen gewesen.
Allein in den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 200 Ziele bombardiert worden. Dabei seien Dutzende Abschussrampen für ballistische Raketen getroffen worden, von denen einige für Angriffe auf Israel vorbereitet gewesen sein sollen. Zudem seien Luftverteidigungssysteme und Waffenlager angegriffen worden.
Bei einem Angriff in Teheran seien am Freitag zwei hochrangige Geheimdienstoffiziere des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija getötet worden. Dieses übernimmt in Kriegszeiten das Kommando im iranischen Generalstab. Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben der Konfliktparteien oder von Beobachtern zum Kriegsgeschehen können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
17:52 Uhr
Iranischer Außenminister: Alles intestine bei Obersten Führer
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat in einem Interview mit MS Now erklärt, es gebe kein Problem mit dem neuen Obersten Führer des Iran, Modschtaba Chamenei. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Freitag gesagt, Chamenei sei verwundet und wahrscheinlich entstellt worden.
17:37 Uhr
Guterres fordert Ende der Kämpfe im Libanon
UN-Generalsekretär António Guterres hat Israel und die Hisbollah zur Einstellung der Gefechte aufgefordert. Guterres sagte in Beirut, es gebe keine militärische Lösung für den Krieg zwischen Israel und der Hisbollah, und forderte Diplomatie sowie die vollständige Umsetzung der UN-Resolutionen. An die internationale Gemeinschaft richtete er den Appell, ihre Bemühungen zur Beendigung des Konflikts zu verstärken.
Die Zahl der Todesopfer im Libanon durch die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah stieg unterdessen nach libanesischen Angaben auf 826. Das libanesische Gesundheitsministerium teilte mit, dass seit Beginn der jüngsten Kampfhandlungen am 2. März zudem mindestens 2.009 Menschen verletzt worden seien. Unter den Toten seien 106 Kinder und 65 Frauen.
17:24 Uhr
Türkei: Prüfen Widersprüche zu Raketenabschüssen
Die Türkei prüft laut Außenminister Hakan Fidan Widersprüche zwischen iranischen Angaben und vorliegenden technischen Daten zu den Raketen, die auf die Türkei abgefeuert wurden. Iran habe jede Verantwortung zurückgewiesen, sagte Fidan bei einer Pressekonferenz. Die türkischen Behörden verfügten über technische Daten zu den auf die Türkei abgefeuerten Raketen und würden die Unstimmigkeiten gegenüber iranischen Vertretern zur Sprache bringen.
17:21 Uhr
Iranische Medien rufen zur Evakuierung von Häfen in den Emiraten auf
In iranischen Staatsmedien ist zur Evakuierung von drei Häfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgerufen worden. Die offizielle Nachrichtenagentur der iranischen Justiz, Misan, behauptete am Samstag ohne Beweise, dass sich US-Streitkräfte in den zivilen Häfen Dschabal Ali in Dubai, Chalifa in Abu Dhabi und Fudschaira im gleichnamigen Emirat aufhielten, was die Anlagen zu legitimen Zielen für iranische Angriffe mache.
Die Nachrichtenagentur forderte die Menschen in und um die Häfen auf, die Gegenden unverzüglich zu verlassen, weil sie in den kommenden Stunden angegriffen werden könnten. Zuvor hatten am Samstagmorgen Trümmer einer abgefangenen Drohne einen Brand in der Nähe des Hafens von Fudschaira ausgelöst, wie die Behörden mitteilten. Verletzte wurden nicht gemeldet. Der Hafen von Dschabal Ali in Dubai ist der verkehrsreichste im Nahen Osten.
17:20 Uhr
Gespräche zwischen Israel und Libanon in den kommenden Tagen möglich
Israel und der Libanon werden einem israelischen Zeitungsbericht zufolge voraussichtlich in den kommenden Tagen direkte Gespräche führen. Ron Dermer, ein Vertrauter des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, werde wohl die israelische Delegation anführen, berichtet die Zeitung Haaretz unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Die USA würden von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, vertreten. Die ersten Gespräche seit Beginn des Iran-Kriegs, der auch den Libanon immer tiefer in den Konflikt hineingezogen hat, könnten in Paris oder auf Zypern stattfinden.
17:12 Uhr
Iran droht mit Angriffen auf US-Unternehmen in der Region
Iran hat angekündigt, US-Unternehmen in der Region anzugreifen, sollte seine Energieinfrastruktur ins Visier genommen werden. Sein Land werde mit Vorsicht vorgehen, um Angriffe auf besiedelte Gebiete zu vermeiden, sagte Irans Außenminister Abbas Araghtschi staatlichen Medien zufolge.
15:36 Uhr
Trump: Viele Länder sollen Straße von Hormus sichern
US-Präsident Donald Trump hat andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen zur Sicherung der Straße von Hormus gedrängt. “Viele Länder, vor allem diejenigen, die von Irans versuchter Sperrung der Straße von Hormus betroffen sind, werden gemeinsam mit den USA Kriegsschiffe entsenden, um die Straße offen und sicher zu halten”, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social.
Er hoffe darauf, dass auch China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien “und andere Länder” Schiffe entsenden. Konkreter wurde er nicht. So oder so werde die Straße von Hormus bald offen sein, so Trump weiter.
15:28 Uhr
Zwei Verletzte bei Angriff auf Südisrael
In der südisraelischen Stadt Eilat sind bei einem iranischen Raketenangriff zwei Menschen verletzt worden, unter ihnen ein 12-jähriger Junge. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom gab es mehrere Einschläge von Raketen- und Trümmerteilen.
Aus Eilat – einem vor allem bei Israelis und vor dem Krieg auch bei ausländischen Touristen beliebten Urlaubsort am Roten Meer – waren bisher nur wenige Angriffe aus dem Iran gemeldet worden.
15:20 Uhr
US-Stützpunkt bei Angriff getroffen
Der US-Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan in Saudi-Arabien ist laut Präsident Donald Trump vor einigen Tagen bei einem Angriff getroffen worden. Vier der fünf dort stationierten Tankflugzeuge hätten aber “praktisch keinen Schaden” davongetragen und seien bereits wieder im Einsatz. Trump kritisierte Berichte von US-Medien, die Flugzeuge seien bei dem Angriff beschädigt worden.
13:56 Uhr
Die schwierige Rolle des Irak
Auch der Irak wird immer wieder Ziel von Angriffen, meistens gegen US-Einrichtungen. Gleichzeitig ist unklar, inwiefern sich kurdische Kämpfer möglicherweise am Konflikt direkt beteiligen werden.
13:50 Uhr
Berichte: Flugabwehr an US-Botschaft im Irak angegriffen
Ein Flugabwehrsystem an der US-Botschaft im Irak ist Medienberichten zufolge von einer Rakete getroffen worden. Nach dem Angriff von heute früh gab es irakischen Medienberichten zufolge einen Brand an dem Botschaftsgebäude. Der Nachrichtenkanal Al Jazeera berichtete, eine Einheit des als C-RAM bekannten Raketenabwehrsystems zum Schutz der Botschaft sei getroffen worden. Von der US-Botschaft, dem US-Militär wie auch der irakischen Regierung gab es zunächst keine Bestätigung.
13:40 Uhr
Emirate melden neue Angriffe
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben neue Drohnen- und Raketenangriffe auf ihr Territorium gemeldet. Neun ballistische Raketen und 33 Drohnen seien auf die Emirate abgefeuert worden, teilte das Verteidigungsministerium mit.
13:04 Uhr
Katz: Iran-Krieg in “entscheidender Phase”
Der von US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu angeführte “globale und regionale Kampf” gegen Iran “tritt in die entscheidende Phase ein, die so lange andauern wird wie nötig”, sagte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz in einer Rede vor Armeevertretern. An die Bevölkerung des Iran appellierte Katz, “entschlossen zu kämpfen”, um die Führung in Teheran zu stürzen. Nur so könne “Iran gerettet” werden.
Der Verteidigungsminister lobte den US-Angriff auf die für die iranischen Ölexporte wichtige Insel Charg. Dies sei die “angemessene Antwort” auf die Verminung der Straße von Hormus durch Iran und auf die “Erpressungsversuche des terroristischen iranischen Regimes”.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der Konfliktparteien können nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
12:54 Uhr
USA: Angriff auf mehr als 90 militärische Ziele auf Charg
US-Streitkräfte haben bei einem Angriff auf die iranische Insel Charg mehr als 90 militärische Ziele getroffen. Das teilte das US-Zentralkommando (Centcom) mit. Die Ölinfrastruktur sei dabei verschont geblieben. Demnach wurden Lager für Seeminen, Raketenbunker und zahlreiche weitere militärische Einrichtungen zerstört.
12:44 Uhr
Iran: Museen und historische Stätten beschädigt
In den ersten zwei Wochen des Iran-Kriegs sind nach Angaben des iranischen Kulturministeriums bereits mindestens 56 Museen und historische Stätten beschädigt worden. Besonders betroffen sei die Hauptstadt Teheran mit 19 beschädigten Kulturstätten, erklärte das Ministerium.
Angesichts der massiven Drohnen- und Raketenangriffe in der Golfregion hatte sich die Unesco zuvor über die Schäden und Risiken für das kulturelle Erbe des Iran alarmiert gezeigt. Die UN-Kulturorganisation verwies auf bereits beschädigte historische Stätten im Iran, in Israel und im Libanon und hunderte weitere, die durch den Krieg potenziell gefährdet sind.
12:42 Uhr
Reeder-Verband fordert mehr Einsatz der Bundesregierung
Die Aussagen der Bundesregierung zu einem etwaigen Militäreinsatz zum Schutz von Handelsschiffen im Persischen Golf sorgen beim Verband der deutschen Reeder (VDR) für Irritationen, wie der Spiegel berichtet. Die G-7-Länder und damit auch Deutschland hätten “zuletzt betont, dass internationale Anstrengungen notwendig sind, um die sichere Passage ziviler Schiffe zu gewährleisten”, so der Verband
Auch Deutschland sollte “alle Optionen prüfen, die zu einem wirksamen Schutz von Schiffen und Besatzungen beitragen können”, heißt es. “Ein bloßes Vertrauen darauf, dass es zu keinen Zwischenfällen kommt, kann angesichts der aktuellen Lage keine tragfähige Strategie sein.”
Zuvor hatte Verteidigungsminister Boris Pistorius einem europäischen Militäreinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus eine Absage erteilt.
12:38 Uhr
US-Regierung kritisiert CNN wegen Iran-Berichterstattung
Die US-Regierung hat den Nachrichtensender CNN wegen seiner Berichterstattung über den Iran-Krieg massiv kritisiert. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte, er könne die Übernahme des Senders durch den Film- und Medienkonzern Paramount Skydance und damit durch Unterstützer von US-Präsident Donald Trump kaum erwarten.
Der frühere Fox-News-Moderator empörte sich vor allem über einen CNN-Bericht, demzufolge Washington bei der Planung der Luftangriffe auf Iran das Risiko einer Blockade der Öltransporte durch die Straße von Hormus unterschätzt habe. Der Bericht sei “offenkundig lächerlich”, sagte Hegseth.
12:15 Uhr
Iran: Ölhandel auf Charg trotz Angriffen ungestört
Die US-Angriffe auf die iranische Insel Charg haben die Ölgeschäfte dort laut iranischen Angaben nicht beeinträchtigt. Die Export- und Importgeschäfte sowie die Aktivitäten der auf der Insel ansässigen Unternehmen liefen weiter, sagte der stellvertretende Gouverneur der Provinz Buschehr, Ehsan Dschahanijan, laut der Nachrichtenwebsite NourNews, die dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Irans nahesteht. Dschahanijan sagte außerdem, bei den US-Angriffen seien keine Menschen zu Schaden gekommen.
12:13 Uhr
Iran droht mit Angriffen auf US‑Ziele in den Emiraten
Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf US-Einrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Sprecher der Kommandozentrale der Garden erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, Iran betrachte es als sein legitimes Recht zur Verteidigung seines Hoheitsgebiets, Abschussstellen von US-Raketen in Häfen und Docks der Emirate anzugreifen. Ins Visier genommen werde auch US-Militärpersonal in Städten. Bewohner in unmittelbarer Umgebung von US-Zielen sollten sich in Sicherheit bringen.
11:58 Uhr
Iran lässt indische Schiffe durch Straße von Hormus
Iran hat eine Ausnahme von seiner Blockade der Straße von Hormus gemacht und einigen indischen Schiffen die Durchfahrt erlaubt. Dies bestätigte der iranische Botschafter in Indien, Mohammad Fathali, bei einer Konferenz in Neu-Delhi. Die genaue Zahl der Schiffe nannte Fathali nicht.
Nach der Freigabe dringt die Regierung in Neu-Delhi auf die sichere Passage auch der übrigen Schiffe unter indischer Flagge im Persischen Golf. 22 solche Schiffe lägen noch westlich der Straße von Hormus, teilt die indische Regierung mit. Unter ihnen seien vier Öl- und sieben Gastanker.
11:52 Uhr
Macron ruft Israel zu direkten Gesprächen mit dem Libanon auf
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat Israel zu direkten Gesprächen mit der libanesischen Regierung aufgerufen und sich als Gastgeber solcher Verhandlungen angeboten. Die libanesische Regierung habe “ihre Bereitschaft signalisiert, direkte Gespräche mit Israel aufzunehmen”, schrieb Macron im Onlinedienst X. Frankreich sei bereit, solche Gespräche zu unterstützen, “indem es sie in Paris ausrichtet”.
Macron hatte nach eigenen Angaben am Freitag mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aounm sowie mit Regierungschef Nawaf Salam und Parlamentspräsident Nabih Berri telefoniert. “Es muss alles getan werden um zu verhindern, dass der Libanon ins Chaos stürzt”, erklärte der französische Präsident. Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz müsse sofort ihren Kurs ändern; Israel wiederum müsse seine Pläne für eine großangelegte Offensive im Libanon aufgeben und seine massiven Luftangriffe einstellen.
11:36 Uhr
Ausländer in den Emiraten wegen Kriegsaufnahmen festgenommen
In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind zehn Ausländer festgenommen worden, die Videoaufnahmen von Raketen- und Drohnenangriffen auf das Land in sozialen Medien verbreitet haben sollen. Der Generalstaatsanwalt der Emirate, Hamad Al Schamsi, teilte mit, den Festgenommenen werde die Verbreitung von Falschinformationen vorgeworfen, darunter KI-generierte Videos von angeblichen Angriffen auf Wahrzeichen der Emirate. Den Beschuldigten drohten im Fall einer Verurteilung Freiheitsstrafen von mindestens einem Jahr und Geldstrafen von mindestens 100.000 Dirham (24.000 Euro).
11:11 Uhr
ARD-Korrespondent zur Lage im Irak: Angriffe auf iranische Kurden
ARD-Korrespondent Alexander Stenzel berichtet über die fortdauernden Angriffe auf den Irak. In der Nacht seien erneut Basen von aus dem Iran geflüchteten Kurden attackiert worden. Eine Basis sei evakuiert worden.
10:40 Uhr
Katar fängt Raketen ab und evakuiert Stadtteile
Die Streitkräfte des Golfemirats Katar haben über dem Zentrum der Hauptstadt Doha zwei Raketen abgefangen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP waren am frühen Morgen Explosionen zu hören. Die Behörden evakuierten wichtige Stadtgebiete, vor Niederlassungen großer US-Konzerne wurden Sicherheitskräfte postiert. Ein AFP-Journalist berichtete, dass zahlreiche Bewohner und einige Hotelgäste in unterirdische Parkhäuser eilten, um sich in Sicherheit zu bringen.
09:53 Uhr
Ölverladung in VAE nach Angriff zum Teil ausgesetzt
Nach einem Drohnenangriff und einem Brand werden im Hafen von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) einige Ölverladungen ausgesetzt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Der Hafen Fudschaira liegt außerhalb der Straße von Hormus.
09:02 Uhr
Hamas: Iran soll Angriffe auf Nachbarstaaten einstellen
Die islamistische Hamas hat Iran dazu aufgerufen, die Angriffe auf Nachbarstaaten einzustellen. Die Terrororganisation bekräftigte in einer Mitteilung, Teheran habe das Recht auf israelisch-amerikanische Attacken zu reagieren. Die “Brüder im Iran” sollten jedoch davon absehen, ihre Angriffe auf Nachbarländer fortzusetzen. Seit Beginn des Iran-Kriegs melden die umliegenden Golfstaaten zahlreiche iranische Raketen- und Drohnenangriffe.
06:59 Uhr
Offenbar Angriff auf US-Botschaft in Bagdad
In Iraks Hauptstadt Bagdad hat es offenbar einen Luftangriff auf die US-Botschaft gegeben. Das berichten mehrere Nachrichtenagenturen. Das Botschaftsgebäude soll getroffen worden sein. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP sah über dem Gebäudekomplex Rauch aufsteigen.
US-Soldaten inspizieren Schäden auf dem Dach des Botschaftsgebäudes.
05:13 Uhr
Trumps KI-Beauftragter fordert Deeskalation
Der KI-Beauftragte des Weißen Hauses, David Sacks, fordert ein Ende des US-Krieges gegen Iran. “Dies ist ein guter Zeitpunkt, um den Sieg zu erklären und auszusteigen”, sagt Sacks in seinem “All-In Podcast” in Washington. Die USA hätten die militärischen Fähigkeiten Irans geschwächt. Nun sollten die USA einen Ausweg aus der Situation finden. Wenn eine Eskalation zu nichts Gutem führe, müsse man darüber nachdenken, wie man deeskalieren könne.
04:59 Uhr
Trump: US-Eskorte der Tanker beginnt “bald”
US-Kriegsschiffe sollen nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump in Kürze Tanker durch die Straße von Hormus begleiten. Die Eskorte der US-Marine werde “bald” beginnen, sagte Trump zu Journalisten. Die iranischen Revolutionsgarden blockieren im Zuge des Krieges mit den USA und Israel die für den weltweiten Öltransport wichtige Meerenge. Der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen. Das Pentagon schickt laut Medienberichten jetzt weitere Kriegsschiffe und Marine-Infanteristen in den Nahen Osten.
04:59 Uhr
Tote bei israelischem Luftangriff auf Gesundheitszentrum
Bei einem israelischen Angriff auf ein Gesundheitszentrum im Südlibanon sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens zwölf medizinische Mitarbeiter getötet worden. Dies meldet die staatliche libanesische Nachrichtenagentur unter Berufung auf das Ministerium. Die Zahl der Todesopfer in der Stadt Borj Qalaouiya könnte sich noch ändern. Rettungskräfte suchten nach Vermissten.
02:40 Uhr
Iran droht mit Angriffen auf Energieanlagen
Nach Angaben iranischer Medien drohen die iranischen Streitkräfte mit Gegenschlägen, sollte die Öl- und Energieinfrastruktur ihres Landes angegriffen werden. Die Gegenangriffe würden sich gegen die Energieinfrastruktur von Ölkonzernen richten, die in der Region mit den USA kooperierten, berichten die Medien. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, die USA hätten militärische Ziele auf der iranischen Ölexport-Insel Charg zerstört, die Ölinfrastruktur jedoch einstweilen verschont.
02:10 Uhr
US-Angriffe auf iranische Insel Charg
Die USA haben nach Angaben von Präsident Trump einen massiven Angriff auf die iranische Insel Charg durchgeführt. Trump schrieb, es sei “jedes militärische Ziel” auf der Insel angegriffen worden. Charg liegt im Persischen Golf. Über ein Terminal auf der Insel wird ein Großteil des iranischen Rohöl-Exports abgewickelt.
01:50 Uhr
Iran greift Ziele in Golfstaaten an
Die iranischen Streitkräfte haben wieder Ziele in den Golfstaaten an. In der katarischen Hauptstadt Doha waren Explosionen zu hören, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur afp berichtete. Über mögliche Opfer oder Schäden ist bislang nichts bekannt.
00:39 Uhr
Mehrere Gebiete in Katar “vorübergehend” evakuiert
Angesichts der anhaltenden iranischen Angriffe auf die Golfstaaten sind in Katar mehrere Gebiete evakuiert worden. Als “vorübergehende Vorsichtsmaßnahme” würden “mehrere wichtige Gebiete evakuiert, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, bis die Gefahr vorüber ist”, erklärte Katars Innenministerium. Im zentralen Stadtteil Muscheireb in der Hauptstadt Doha erhielten einige Anwohner telefonische Warnungen mit der Aufforderung, “das Gebiet unverzüglich zu verlassen und sich vorsorglich an den nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben”.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen gegen Iran begonnen. Das Land greift seitdem mit Raketen und Drohnen Israel sowie mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region an.
11:35 Uhr
Der Liveblog von Freitag zum Nachlesen
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/liveblog-iran-samstag-100.html