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Der Sprecher der islamischen Revolutionsgarde wurde offenbar bei einem Luftangriff am Morgen getötet. Israels Premier Netanjahu sieht Iran nach Luftangriffen stark geschwächt.
12:45 Uhr
Berichte: USA und Israel attackieren 16 Frachtschiffe in iranischen Häfen
Im Krieg gegen Iran haben die USA und Israel laut iranischen Behörden mindestens 16 iranische Frachtschiffe in iranischen Häfen am Persischen Golf attackiert. Die Schiffe seien dabei verbrannt, hieß es unter Berufung auf Behörden in einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. Angriffe gab es laut einem Vertreter der Behörden der Provinz Hormusgan in den Städten Bandar Lengeh und Bandar Kong, die beide an der strategisch wichtigen Straße von Hormus liegen. Die Schiffe seien “völlig ausgebrannt”, sagte der Behördenvertreter der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge.
12:13 Uhr
Bundesregierung will sich nicht auf weitere Entlastungen festlegen
Angesprochen auf Forderungen nach einer Absenkung der Stromsteuer für alle oder einer Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne sagte Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin, es würden mögliche Optionen geprüft. Die Regierung habe bereits erste Maßnahmen für eine stärkere Regulierung von Preiserhöhungen an Tankstellen sowie zur Schärfung des Kartellrechts beschlossen. Dies sollte nun erstmal wirken. “Wir beobachten die Lage natürlich weiter.”
12:11 Uhr
Strompreise steigen – Langfristig hohe Energiekosten befürchtet
Die Folgen des Iran-Kriegs für Verbraucher in Deutschland weiten sich aus und die Energiekosten könnten längerfristig hoch bleiben. Einer Auswertung des Portals Finanztip zufolge steigen mittlerweile neben den Gas- auch die Strompreise für Neukunden. Katar, wichtiger Produzent von Flüssigerdgas, teilte mit, dass LNG-Produktionskapazitäten in dem Golfstaat durch iranische Angriffe wohl nachhaltig beschädigt wurden. SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese stellte im Fall einer anhaltenden Energiepreiskrise Entlastungen für Verbraucher in Aussicht.
12:10 Uhr
Israels Armee beginnt neue Luftangriffe in Iran
Die israelische Armee greift eigenen Angaben zufolge erneut Ziele in Iran an. Das Militär habe neue Bombardements auf Stellungen der iranischen Führung in der Gegend der Stadt Nur im Norden des Landes begonnen, hieß es in einer Mitteilung am Mittag. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.
11:39 Uhr
Bundesregierung lockert Regeln für Rüstungsexport in Golfstaaten
Die Bundesregierung lockert die Regeln für den Export bestimmter Rüstungsgüter für eine Reihe von Golfstaaten und die Ukraine. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, ist dazu heute eine neue, befristete Allgemeine Genehmigung in Kraft getreten. Sie ist auf sechs Monate befristet. Exporteure können so schnellere Ausfuhrgenehmigungen nutzen, ohne vorher beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) einen Ausfuhrantrag stellen zu müssen.
Die Regelung soll eine schnelle Lieferung von Gütern der Luft- und maritimen Verteidigung ermöglichen. Damit setze die Bundesregierung ein “Zeichen der Solidarität”, sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. “Die wahllosen Angriffe Irans auf die Golfstaaten haben zur Folge, dass dort Rüstungsgüter vor allem zur Luftverteidigung dringend benötigt werden”, betonte die CDU-Politikerin.
Die bis 15. September befristete Verfügung umfasst Ausfuhren nach Saudi-Arabien, in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Katar, Kuwait, Bahrain und Oman. Zugleich bestehe der Bedarf der Ukraine zur militärischen Unterstützung insbesondere der Luftverteidigung weiter, sagte Reiche weiter.
11:21 Uhr
Ölraffinerie in Haifa soll Betrieb in einigen Tagen wieder aufnehmen
Die Ölraffinerie im israelischen Haifa ist nach dem iranischen Raketenangriff von gestern beschädigt und wird nach Konzernangaben erst in einigen Tagen ihren Betrieb wiederaufnehmen. Das teilte der Raffinerie- und Petrochemiekonzern Oil Refineries mit. Bei dem Angriff wurde die Stromversorgung der Raffinerie beschädigt, die für den Betrieb unerlässlich sei.
10:40 Uhr
Teile von Raffinerie in Kuwait nach Drohnenangriff abgeschaltet
In Kuwait sind nach Drohnenangriffen Teile einer Ölraffinerie abgeschaltet worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation (KPC) berichtete, wurde die Ölraffinerie Mina al-Ahmadi am frühen Morgen mit mehreren Drohnen angegriffen. Dabei sei in einigen Anlagen der Raffinerie Feuer ausgebrochen.
Ersten Informationen zufolge gibt es keine Verletzten oder Tote infolge der Angriffe. Feuerwehr und Rettungskräfte hätten sofort mit den Löscharbeiten begonnen, mehrere Anlagen der Raffinerie seien abgeschaltet worden. Die Raffinerie struggle bereits gestern getroffen worden, dabei kam es nach KPC-Angaben zu einem begrenzten Brand. Die Anlage gehört zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.
10:11 Uhr
Sprecher der islamischen Revolutionsgarde offenbar getötet
Im Iran ist der Sprecher der Revolutionsgarde, Ali Mohammad Naini, bei einem Angriff der USA und Israels am Morgen getötet worden. Das berichtet das staatliche iranische Fernsehen.
Die iranische Führung hat unterdessen die Mitarbeiter des Geheimdienstes dazu aufgerufen, den “Feinden im In- und Ausland” die Sicherheit zu entziehen. In einer Mitteilung auf dem X-Profil des neuen obersten Führers, Modschtaba Chamenei, hieß es weiter, nach dem Tod von Geheimdienstchef Ismail Chatib müssten die “übrigen Beamten und Mitarbeiter dieses sensiblen Ministeriums” diese Lücke ausgleichen.
09:19 Uhr
Israel greift Ziele in Syrien an
Israel hat Einrichtungen des syrischen Militärs in der südlichen Provinz Suwaida angegriffen. Ziele des Beschusses in der Nacht seien ein Kommandozentrum und weitere Armeeanlagen gewesen, teilte das israelische Militär mit. Vorausgegangen seien Angriffe auf drusische Zivilisten, hieß es. Das israelische Militär erklärte, es werde nicht dulden, dass die drusische Bevölkerung Schaden erleide.
Die Drusen und die Sunniten, die in Syrien die Mehrheit stellen, sind seit langem verfeindet. So kam es im vergangenen Juli zu heftigen Kämpfen zwischen Drusen und sunnitischen Beduinen um die Kontrolle in der gleichnamigen Stadt Suwaida. Die syrische Regierung von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa schickte deshalb Truppen in die Region.
08:48 Uhr
Iran dementiert Netanjahu-Aussage zu Raketenbau
Iran produziert nach eigenen Angaben trotz der anhaltenden Luftangriffe der USA und Israels weiterhin ballistische Raketen. “Selbst unter Kriegsbedingungen setzen wir die Raketenproduktion fort”, sagte der Sprecher der iranischen Revolutionsgarde, Ali Mohammed Naini.
Auch Engpässe bei der Bevorratung gebe es demnach nicht. Der Sprecher wies damit Aussagen des israelischen Premierministers Netanjahu zurück.
08:34 Uhr
Netanjahu: “Iran wird dezimiert”
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu sieht Iran knapp drei Wochen nach Beginn des Kriegs stark geschwächt. Die Luftangriffe Israels und der USA hätten dazu geführt, dass Iran nicht mehr in der Lage sei, Uran anzureichern oder ballistische Raketen herzustellen.
Nach Angaben Netanjahus sei der Krieg noch nicht zu Ende. “Es gibt noch mehr zu tun und Israel wird das auch tun”, so der israelische Regierungschef wörtlich. Gleichzeitig kündigte er an, der Krieg werde schneller enden, als viele denken.
07:23 Uhr
Explosionen und Brände nach Angriffen in Golfstaaten
In Bahrain ist nach einer iranischen Angriffswelle am Morgen ein Feuer in einem Lagergebäude ausgebrochen. Nach Angaben des Innenministeriums sind Feuerwehrkräfte dabei, den Brand zu löschen. Saudi-Arabien meldet mehrere Abschüsse von iranischen Drohnen. Sie hätten auf die ölreiche Ostprovinz gezielt.
Heftige Explosionen erschütterten am Morgen Dubai. Nach Angaben der Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten struggle zuvor Raketenalarm ausgelöst worden, mehrere Geschosse seien abgefangen worden. Es habe keine Verletzten gegeben.
06:03 Uhr
Drohnenangriffe auf Ölraffinerie in Kuwait
Die kuwaitische Ölraffinerie Mina Al-Ahmadi ist am frühen Morgen von mehreren Drohnen angegriffen worden. Dabei sei in einigen Anlagen ein Feuer ausgebrochen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf den Ölkonzern KPC.
Verletzte wurden demnach bislang nicht gemeldet. Die Feuerwehr sei sofort im Einsatz gewesen. Mehrere Anlagen seien vorsorglich abgeschaltet worden, um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten.
04:58 Uhr
US-Medien: US-Kampfflugzeug von mutmaßlich iranischem Beschuss getroffen
Ein US-Tarnkappen-Kampfflugzeug vom Typ F-35 ist US-Medienberichten zufolge von mutmaßlich iranischem Beschuss getroffen worden. Das Flugzeug habe an einem US-Luftwaffenstützpunkt im Nahen Osten notlanden müssen, berichteten unter anderem die Sender ABC und CNN.
Der Sprecher für das Nahost-Kommando Centcom, Tim Hawkins, erklärte, das Flugzeug sei sicher gelandet und der Pilot befinde sich in stabilem Zustand. “Dieser Vorfall wird untersucht”, sagte er.
Die US-Armee hat im bisherigen Verlauf des Iran-Krieges bereits mehrere Flugzeuge verloren. Anfang März waren drei Kampfflugzeuge vom Typ F-15E nach Angaben der US-Armee “versehentlich” von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden. Alle sechs Insassen konnten sich aber per Schleudersitz retten. Mitte März stürzte ein Betankungsflugzeug vom Typ KC-135 über dem Westirak ab. Dabei starben sechs Besatzungsmitglieder. Bislang ist jedoch von keinem Flugzeug bekannt, das von iranischem Beschuss getroffen wurde.
04:15 Uhr
Iran greift erneut Golfstaaten an
Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge hat Iran in der Nacht seine Angriffe gegen arabische Staaten, in denen es US-Militärstützpunkte gibt, fortgesetzt. Die Armee von Kuwait meldete auf der Plattform X erneuten Beschuss durch Raketen und Drohnen. Die Luftabwehr sei dabei, die Geschosse abzufangen.
Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien wehrte nach eigenen Angaben gleich mehrere Drohnenangriffe ab. Auch die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten meldeten auf X die erfolgreiche Abwehr eines Luftangriffs. In Bahrain geriet nach Angaben des Innenministeriums ein Lagerhaus durch herabfallende Trümmer in Brand. Das Feuer sei unter Kontrolle gebracht worden. Es gebe keine Verletzten, hieß es.
04:07 Uhr
Ölpreis könnte auf 180 Dollar steigen
Der Ölpreis könnte nach Einschätzungen von Vertretern der Ölindustrie in Saudi-Arabien auf über 180 Dollar professional Barrel steigen, falls die Störungen durch den Iran-Krieg bis Ende April anhalten. Das berichtet die US-Zeitung Wall Street Journal.
03:42 Uhr
VAE: “Terrornetzwerk” von Hisbollah und Iran zerschlagen
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben nach eigenen Angaben ein “von der libanesischen Hisbollah und Iran finanziertes und betriebenes Terrornetzwerk” zerschlagen und dessen Mitglieder festgenommen.
Den Männern wird vorgeworfen, “unter dem Deckmantel eines fiktiven Unternehmens im Land operiert zu haben und versucht zu haben, die nationale Wirtschaft zu infiltrieren sowie externe Pläne umzusetzen, die die finanzielle Stabilität des Landes bedrohen”. Außerdem sollen sie Geldwäsche betrieben haben.
03:38 Uhr
Libanons Präsident fordert Waffenstillstand und Verhandlungen mit Israel
Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat erneut zu einem Waffenstillstand und Verhandlungen mit Israel aufgerufen. Aoun betonte “die Notwendigkeit eines Waffenstillstands” und erklärte, dass “das Wichtigste darin besteht, die Eskalation” zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz zu beenden, wie es in einer Erklärung des libanesischen Präsidentenamtes hieß.
Am 9. März hatte Aoun eine Vier-Punkte-Initiative vorgeschlagen, die einen “vollständigen Waffenstillstand” mit Israel, verstärkte Unterstützung für die libanesische Armee zur “Entwaffnung der Hisbollah” sowie “direkte Verhandlungen” mit Israel vorsah. Diese Initiative liege nach wie vor auf dem Tisch, erklärte Aoun. Jedoch behindere “die anhaltende militärische Eskalation” ihre Umsetzung.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der vergangene Woche mit Aoun und weiteren libanesischen Führungspersönlichkeiten gesprochen hatte, drängte die israelische Regierung am Donnerstag, direkten Gesprächen mit Beirut zuzustimmen.
03:16 Uhr
Katar exportiert weniger Erdgas wegen Schäden an LNG-Anlagen
Katar hat nach den jüngsten iranischen Angriffen auf Erdgasanlagen gemeldet, dass sich dadurch die Exporte um 17 Prozent verringern würden. Die Reparatur der Schäden an den LNG-Anlagen werde drei bis fünf Jahre dauern, sagte Energieminister Saad Scherida al-Kaabi. Von den ausbleibenden Exporten sind demnach China, Südkorea, Italien und Belgien betroffen.
03:12 Uhr
EU knüpft Hilfe in der Straße von Hormus an Bedingungen
Die EU hat ihre Bereitschaft erklärt, bei der Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus Hilfe zu leisten, knüpft dies aber an nicht näher genannte Bedingungen. “Der Europäische Rat begrüßt ferner die von den Mitgliedstaaten angekündigten verstärkten Anstrengungen, unter anderem durch eine verstärkte Koordinierung mit Partnern in der Region, um die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten – sobald die Voraussetzungen dafür gegeben sind”, heißt es in der am Donnerstagabend verabschiedeten Gipfelerklärung in Brüssel.
Damit folgt die EU der Erklärung von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Japan, die ebenfalls ihre Hilfe angeboten hatten, ohne aber auf das Hilfeersuchen von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg konkret einzugehen. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte einen Einsatz der Bundeswehr ausgeschlossen, solange der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran andauert.
03:04 Uhr
Israel und Iran setzen gegenseitige Angriffe fort
Israel hat in der Nacht zum Freitag weitere Luftangriffe gegen Iran geflogen. Die israelische Armee erklärte am frühen Freitagmorgen, sie habe mit Angriffen auf Teheran begonnen.
Die Ankündigung des israelischen Militärs folgte auf einen intensiven Tag iranischer Raketenangriffe auf Israel. Den Angaben zufolge gab es allein am Donnerstag mehr als ein Dutzend Abschüsse. Iran setzte am Freitag seine Angriffe auf Israel fort, die bereits Millionen Menschen in Schutzräume zwangen. Sirenen ertönten über weite Teile des Nordens, von Haifa über Galiläa bis zur Grenze zum Libanon.
00:52 Uhr
Merz erwartet leichten Anstieg der Inflation durch Iran-Krieg
Kanzler Friedrich Merz erwartet durch den Iran-Krieg einen leichten Anstieg der Inflation. Er verwies nach Ende des EU-Gipfels auf eine entsprechende Einschätzung der Europäischen Zentralbank.
“Wenn dieser Konflikt schnell beendet ist, dann lassen sich die Auswirkungen relativ schnell auch abschließend beurteilen und bewerten”, fügte er hinzu. Wenn der Krieg länger dauere, sei die weitere Entwicklung auch der Inflation aber nur schwer abschätzbar.
00:08 Uhr
Der Liveblog vom Donnerstag zum Nachlesen
Die EU-Staaten fordern von allen Kriegsparteien, keine Energie- und Wasseranlagen mehr anzugreifen. Der israelische Regierungschef Netanjahu hat verkündet, dass Iran keine ballistischen Raketen mehr produzieren und kein Uran mehr anreichern kann.
https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-iran-freitag-100.html