Iran-Liveblog: ++ Netanjahu kündigt weitere Angriffe in Iran an ++ | EUROtoday


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Stand: 03.04.2026 • 16:22 Uhr

Israels Premier Netanjahu hat weitere gemeinsame Angriffe mit den USA auf die Infrastruktur Irans angekündigt. Papst Leo hat Israels Präsident Herzog in einem Telefonat zum Dialog über ein Ende des Iran-Kriegs aufgerufen.

Die Entwicklungen im Überblick:

  • Netanjahu kündigt weitere Angriffe in Iran an
  • Iranischer Angriff setzt Ölraffinerie in Kuwait in Brand
  • Iran und Hisbollah feuern wieder Geschosse auf Israel
  • US-Völkerrechtler sehen mögliche Kriegsverbrechen
  • Wadephul besorgt über Trumps NATO-Äußerungen
  • Wichtige Brücke in Iran angegriffen

16:22 Uhr

VAE: Mindestens zwölf Menschen von Raketentrümmern verletzt

In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind mindestens zwölf Menschen von Trümmerteilen verletzt wurden, die nach dem Abfangen einer Rakete über dem Emirat Abu Dhabi zu Boden gingen. Angaben der örtlichen Behörden zufolge handelte es sich bei den Personen, die bei dem Vorfall im Gebiet Adschban am Freitag verletzt wurden, um ausländische Staatsbürger: sieben Nepalesen und fünf Inder.

16:10 Uhr

USA bestätigen Abschuss von Kampfjet über Iran

Die USA bestätigen den Abschuss eines Kampfjets über dem Iran. Die Suche nach der Besatzung sei am Laufen, sagt ein Vertreter der US-Regierung Reuters.

16:10 Uhr

Medien: Angriff trifft Gläubige bei Verlassen von Moschee im Libanon

Bei einem israelischen Luftangriff sollen im Osten des Libanons mindestens zwei Gläubige beim Verlassen einer Moschee nach dem Freitagsgebet getötet worden sein. Elf weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Dem Bericht zufolge ereignete sich der Angriff in der Kleinstadt Sohomor in der Beeka-Ebene. Das libanesische Gesundheitsministerium gab zunächst keine offizielle Opferzahl bekannt.

16:08 Uhr

Meloni überraschend zu Besuch in Golfregion

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ist überraschend zu einem Besuch in der Golfregion eingetroffen. Die Regierungschefin landete am Nachmittag mit einem Flugzeug aus Rom in Saudi-Arabien, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Der Aufenthalt conflict aus Sicherheitsgründen bis zur Ankunft geheim gehalten worden. Meloni ist die erste westliche Regierungschefin seit Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran Ende Februar.

15:25 Uhr

Netanjahu kündigt weitere Angriffe in Iran an

Auch Israels Premier Benjamin Netanjahu hat weitere gemeinsame Angriffe mit den USA auf die Infrastruktur des Iran angekündigt. “Zusammen mit unseren amerikanischen Freunden zerschlagen wir weiterhin das Terrorregime im Iran. Wir schalten Kommandeure aus, bombardieren Brücken, bombardieren Infrastruktur”, sagte Netanjahu in einem von seinem Büro verbreiteten Video bei einer Lagebeurteilung.

15:20 Uhr

Israelisches Militär will bald neue Stellungen im Südlibanon besetzen

Das israelische Militär treibt seine Pläne für eine Ausweitung der Pufferzone im Süden des Libanons voran. In wenigen Tagen werde Israel verkünden können, dass es im Nachbarland neue Verteidigungspositionen errichtet habe, sagte der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani am Freitag. Damit solle verhindert werden, dass Orte im Norden Israels vom Südlibanon aus beschossen werden könnten.

14:49 Uhr

Bericht: US-Pilot löst im Iran Schleudersitz aus – Schicksal unklar

Ein US-Kampfpilot soll nach einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens bei einem Einsatz über dem Südwesten des Landes seinen Schleudersitz ausgelöst haben. “Wenn Sie den oder die feindlichen Piloten lebend gefangen nehmen und der Polizei übergeben, erhalten Sie eine wertvolle Belohnung”, sagte ein Moderator am Freitag in einem örtlichen Sender in der Provinz Kohgiluje und Bojer Ahmad. Auf dem Bildschirm conflict zudem ein Banner mit dem Aufruf zu sehen: “Schießt auf sie, wenn ihr sie seht!”

Von den US-Streitkräften oder dem Weißen Haus lag zunächst kein Kommentar vor.

14:36 Uhr

Trump: USA können Straße von Hormus öffnen und Öl nehmen

Aus Sicht von US-Präsident Donald ist die Öffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr kein größeres Problem. “Mit ein wenig mehr Zeit können wir die Straße von Hormus leicht öffnen, das Öl nehmen und ein Vermögen machen”, erklärt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social.

14:31 Uhr

Angriffe auf arabische Länder gehen weiter

Auch in der fünften Woche des Iran-Kriegs gibt es weiterhin Angriffe auf arabische Länder. Jordanien meldete Verletzte. Die Streitkräfte des Landes hätten zwei Raketen, die auf Ziele im Land ausgerichtet waren, abgeschossen, teilte die staatliche Nachrichtenagentur Petra mit. Die beiden Verletzten seien in stabilem Zustand.

In Kuwait seien indessen Einsatzkräfte im Einsatz, um den Betrieb einer Entsalzungsanlage fortführen zu können, hieß es in einer Stellungnahme des zuständigen Ministeriums. Iran habe die Anlage angegriffen und Schäden verursacht, hieß es nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna. Eine Gasanlage stellt derweil in Abu Dhabi nach offiziellen Angaben den Betrieb ein. Trümmerteile seien nach einer Luftverteidigungsaktion auf das Gelände der Habshan Gasanlage gefallen, teilte das staatliche Medium Abu Dhabi Media Office auf X mit.

Insgesamt hätten die Vereinigten Arabischen Emirate heute 18 ballistische Raketen, vier Marschflugkörper und 47 Drohnen abgefangen hießt es in einer Mitteilung der Streitkräfte des Landes. Bahrain und Saudi-Arabien meldeten den Abschuss von Drohnen.

14:09 Uhr

Bericht zu Kollateralschäden in Iran

Die meisten zivilen Todesopfer des Krieges in Iran sind nach Angaben einer Beobachterorganisation auf gezielte Angriffe der USA und Israels auf militärische und staatliche Ziele zurückzuführen. In der Umgebung dieser Orte seien besonders viele Tote gezählt worden, teilte die Organisation ACLED mit, die Daten zu bewaffneten Konflikten auswertet.

Auf “wahlloses Bombardement” städtischer Wohngebiete seien die hohen zivilen Opferzahlen hingegen eher nicht zurückzuführen, hieß es. Iran hat seit Kriegsbeginn 1.973 Tote gemeldet.

13:36 Uhr

Papst Leo ruft zu Dialog auf

Papst Leo XIV. hat am Morgen mit Israels Präsident Isaac Herzog telefoniert. Wie der Vatikan anschließend mitteilte, wurde in dem Gespräch die Notwendigkeit bekräftigt, alle möglichen Kanäle des diplomatischen Dialogs wieder zu öffnen. Das Ziel sei, damit den derzeitigen schweren Konflikt zu beenden und einen gerechten und dauerhaften Frieden im gesamten Nahen Osten zu erreichen, hieß es.

12:38 Uhr

Bericht: Mehr Schiffe passieren Straße von Hormus

Die Zahl der Schiffspassagen durch die Straße von Hormus hat zuletzt zugenommen. Nach einem Bericht der Datenfirma Windward sind am Mittwoch 16 Frachter durch die weitgehend blockierte Meerenge gefahren, am Vortag seien es elf Schiffe gewesen. Die Zahl der Durchfahrten sei drei Tage infolge gestiegen. Sie beträgt aber noch immer nur einen Bruchteil des Verkehrs vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar.

Die meisten der Schiffe sind den Angaben zufolge nah an der iranischen Küste entlanggefahren. Windward schreibt, dieser Korridor entlang der Insel Larak erlaube Iran eine “berechtigungsbasierte, selektive Blockade” aufrechtzuerhalten.

12:06 Uhr

Medien: Frachter von französischer Reederei passiert Straße von Hormus

Ein Containerschiff der französischen Reederei CMA CGM passiert einem Medienbericht zufolge die Straße von Hormus. Warum das Schiff die eigentlich durch Iran gesperrte Meerenge durchfahren konnte, bleibe zunächst offen, berichtet der Sender BFM TV. CMA CGM ist für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Das französische Außenministerium lehnt einen Kommentar ab.

Der Sender BFM TV gehört zum Unternehmen RMC BMF, das von der Mediensparte der Reederei CMA CGM kontrolliert wird. Zuletzt gab es Berichte, wonach potenzielle Angreifer Geld für eine sichere Passage von Frachtern durch die Straße von Hormus verlangten. Derzeit sitzen sechs Schiffe der Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd im Persischen Golf fest.

12:03 Uhr

FAZ: Röttgen lehnt Macrons Verhandlungsvorschlag zur Straße von Hormus ab

Der CDU-Außenpolitiker und stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Norbert Röttgen, hat sich ablehnend zum Vorschlag des französischen Präsidenten Emmanuel Macron geäußert, mit Iran über die Öffnung der Straße von Hormus zu verhandeln.

Röttgen sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: “Die Kontrolle über die Straße von Hormus entscheidet strategisch über Sieg und Niederlage in diesem Krieg.” Irans Anspruch auf die Kontrolle der ganzen Straße sei jedoch völkerrechtswidrig. “Der Vorschlag Macrons beinhaltet darum die Anerkennung der Vorherrschaft Irans und zwar umfassend militärisch, rechtlich und in der Folge politisch”, sagte Röttgen.

11:48 Uhr

Berichte: Hisbollah-Entwaffnung kein Ziel von Israels Armee

Die Entwaffnung der Hisbollah im Libanon ist Medienberichten zufolge doch kein Kriegsziel der israelischen Armee. Das meldete unter anderem die “Times of Israel” unter Berufung auf einen Vertreter der Armee. Die israelische Nachrichtenseite ynet sprach von einer Kursänderung des Militärs. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuletzt noch auf eine Entwaffnung der von Iran unterstützten Miliz gedrungen.

Nach einem etwa einjährigen Krieg zwischen Israel und der Hisbollah conflict im November 2024 eine Waffenruhe vereinbart worden. Teil dieses Abkommens conflict auch die Entwaffnung der Hisbollah, die bislang nicht umgesetzt wurde.

11:46 Uhr

Amnesty: Rekrutierung von Kindern in Iran ist Kriegsverbrechen

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat die Rekrutierung von Kindern für die Freiwilligen-Miliz Basidsch in Iran scharf verurteilt. Dies sei ein Kriegsverbrechen, teilte Erika Guevara-Rosas von Amnesty International am Freitag auf der Plattform X mit. Die Revolutionsgarde hatte kürzlich Kinder und Jugendliche ab einem Alter von zwölf Jahren zum Dienst bei den Basidsch-Milizen aufgerufen, die Kontrollposten betreiben und in der Vergangenheit Proteste brutal niedergeschlagen haben.

Augenzeugenberichte und die eigene Analyse von Videoaufnahmen würden zeigen, dass bereits “Kindersoldaten an Kontrollposten und auf Patrouillen eingesetzt wurden”, hieß es von Amnesty. Einige seien mit Waffen wie Kalaschnikow-Sturmgewehren ausgerüstet.

11:43 Uhr

Gasanlage in Abu Dhabi hat nach Angriff Betrieb eingestellt

In Abu Dhabi stellt nach offiziellen Angaben eine Gasanlage den Betrieb ein. Trümmerteile seien nach einer Luftverteidigungsaktion auf das Gelände der Habshan Gasanlage gefallen, teilte das staatliche Medium Abu Dhabi Media Office auf X mit. Es gebe keine Berichte über Opfer. Der Betrieb sei eingestellt worden, während die Behörden einen Brand bekämpften, hieß es weiter. Auch in der Region Adschban reagierten Behörden des Emirats auf herabfallende Trümmerteile, hieß es in einer weiteren Stellungnahme.

11:20 Uhr

Iran und Hisbollah feuern wieder Geschosse auf Israel

Israel ist erneut mit Raketen beschossen worden. Im Norden des Landes gab es am Vormittag nach Einschlägen in der Gegend der Stadt Haifa infolge eines iranischen Angriffs Schäden an Gebäuden und Autos, wie israelische Medien berichteten. Demnach setzte der Iran die worldwide weitgehend geächtete Streumunition ein. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, ein Mann sei leicht verletzt worden.

Iranischen Informationen zufolge wurden Militärziele in Israel beschossen. Unter anderem sei ein Militärflugplatz rund 30 Kilometer von Haifa attackiert worden. In der Metropolregion Tel Aviv sei eine Produktionsstätte für Kampfdrohnen getroffen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Die iranischen Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren. Schäden an Militäranlagen und im Rüstungsbereich unterliegen in Israel der Zensur.

11:12 Uhr

Armee: Israel hat im vergangenen Monat rund 3.500 Ziele im Libanon angegriffen

Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge seit der Ausweitung des Iran-Kriegs auf den Libanon vor einem Monat mehr als 3.500 Ziele in dem Land angegriffen. Die Angriffe richteten sich “gegen terroristische Infrastruktur, Waffenlager, Abschussstellungen sowie Kommando- und Kontrollzentren” der pro-iranischen Hisbollah-Miliz, wie die Armee am Freitag erklärte. Dabei seien etwa 1000 Kämpfer getötet worden.

10:32 Uhr

Iran warnt UN-Sicherheitsrat vor “provokanten Handlungen” bezüglich Hormus-Meerenge

Der Iran hat vor einer ursprünglich für Freitag geplanten Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über den Einsatz von Gewalt zur Sicherung der Straße von Hormus vor “provokanten Handlungen” gewarnt. “Jede provokante Handlung der Aggressoren und ihrer Unterstützer, auch im UN-Sicherheitsrat, in Bezug auf die Lage in der Straße von Hormus wird die Situation nur komplizierter machen”, erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi.

Die ursprünglich für Freitag angesetzte Abstimmung über einen von Bahrain eingebrachten Resolutionsentwurf conflict kurzfristig verschoben worden. Ein neuer Termin für das Votum wurde nicht genannt. Bahrain hatte einen Resolutionsentwurf vorgelegt, demzufolge “defensive” Gewalt eingesetzt werden kann, um die Fahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten.

10:23 Uhr

Kuwait: Iranischer Angriff traf Kraftwerk und Entsalzungsanlage

Bei einem iranischen Angriff in Kuwait wurden nach Angaben der dortigen Regierung ein Kraftwerk und eine Wasserentsalzungsanlage getroffen. Dabei entstanden Sachschäden an Teilen der Anlage, teilte das Ministerium für Elektrizität, Wasser und erneuerbare Energien mit. Notfall- und Technik-Teams seien im Einsatz, um den Betrieb gemäß den Notfallplänen aufrechtzuerhalten und das Gelände zu sichern.

08:54 Uhr

Iran meldet erneut Abschuss eines amerikanischen F-35-Kampfjets

Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen Kampfjet vom Typ F-35 abgeschossen. Das Kampfflugzeug sei im zentralen Luftraum durch ein neues fortschrittliches Verteidigungssystem abgeschossen worden, hieß es in einer Erklärung der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht. Von US-Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

Es sei bereits der zweite Abschuss eines F-35, behaupteten die Revolutionswächter. “Aufgrund der völligen Zerstörung des Flugzeugs gibt es keine Informationen über das Schicksal des Piloten”, hieß es in der Mitteilung. Es sei unwahrscheinlich, dass der Pilot überlebt habe.

Iranische Meldungen über erfolgreiche Zerstörungen US-amerikanischer Kampfjets hatte das Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) zuletzt zurückgewiesen. Am Donnerstag etwa widersprach Centcom einem vermeintlichen Abschuss über der iranischen Insel Gheschm im Süden des Landes. Der F-35-Jet des US-amerikanischen Konzerns Lockheed Martin zählt zu den modernsten Kampfflugzeugen der Welt. Bestätigte Fälle, wonach ein F-35 in einem bewaffneten Konflikt abgeschossen wurde, gibt es bislang nicht.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der Konfliktparteien können nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

08:51 Uhr

Irans früherer Außenminister fordert “echten Frieden”

Der frühere iranische Außenminister Mohammed-Dschawad Sarif hat angesichts des verheerenden Kriegs für einen “echten” Frieden mit den USA geworben. In einem Gastbeitrag für das Magazin Foreign Affairs argumentierte Sarif, dass der Grundkonflikt gelöst werden müsse. Anstelle eines möglicherweise fragilen Waffenstillstands sei ein echtes Friedensabkommen nötig. Beide Staaten sollten “diese Katastrophe als Gelegenheit nutzen, um 47 Jahre der Kriegslust zu beenden”.

08:17 Uhr

Frankreich und Südkorea wollen sich für Öffnung der Straße von Hormus einsetzen

Der französische Präsident Emmanuel Macron und sein südkoreanischer Amtskollege Lee Jae Myung wollen gemeinsam darauf hinarbeiten, die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Das sagten die beiden Staatschefs bei einer Pressekonferenz in Seoul. Sie gingen allerdings nicht näher darauf ein, wie sie zur Wiederöffnung der vom Iran blockierten Meerenge beitragen wollen, und beantworteten keine Fragen.

In der im südkoreanischen Fernsehen übertragenen Pressekonferenz nach einem Treffen in Seoul betonte Macron die Notwendigkeit einer Kooperation zwischen Frankreich und Südkorea, um die Straße wieder zu öffnen und die Spannungen im Nahen Osten abzubauen. Lee sagte, beide hätten “ihre Entschlossenheit bekräftigt, zusammenzuarbeiten, um die Sicherheit der Schifffahrtsroute in der Straße von Hormus zu gewährleisten”. Macron conflict zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt im Jahr 2017 zu Besuch in Südkorea.

07:36 Uhr

Iranischer Angriff setzt Ölraffinerie in Kuwait in Brand

Ein iranischer Drohnenangriff hat in einer Ölraffinerie im Golfstaat Kuwait ein Feuer ausgelöst. Feuerwehrleute seien im Einsatz um den Brand an der Anlage Mina al-Ahmadi zu löschen, teilte die staatliche Ölgesellschaft Kuwait Petroleum am Freitag mit. Berichte über Verletzte gebe es keine.

Kuwait betreibt drei Ölraffinerien. Mina al-Ahmadi wurde im Verlauf des Krieges bereits mehrfach angegriffen. Raffinerien sind für Kuwaits Ölförderung von entscheidender Bedeutung, denn ohne sie müssten die Ölquellen stillgelegt werden. Eine Abschaltung und Wiederinbetriebnahme der Raffinerien wäre äußerst zeitaufwendig.

07:08 Uhr

Abstimmung im UN-Sicherheitsrat verschoben

Der UN-Sicherheitsrat hat die für Freitag angesetzte Abstimmung über eine vom Golfkooperationsrat geforderte Freigabe eines Einsatzes von Waffengewalt zum Schutz der Straße von Hormus verschoben. Als Begründung hieß es aus diplomatischen Kreisen, dass die Vereinten Nationen Karfreitag als Feiertag sehen – obwohl dies bereits bekannt conflict, als die Abstimmung für Freitag angekündigt worden conflict. Ein neues Datum wurde nicht genannt.

Bahrain hatte zuvor einen Resolutionsentwurf vorgelegt, demzufolge “alle notwendigen Mittel” eingesetzt werden können sollen, um die Fahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten. Die Vetomächte Russland, China und Frankreich äußerten starke Bedenken gegenüber dem von den USA unterstützten Vorschlag.

05:37 Uhr

US-Völkerrechtsexperten sehen mögliche Kriegsverbrechen

Mehr als 100 Völkerrechtsexperten aus den USA bezeichnen die US-Angriffe auf den Iran in einem offenen Brief als mögliche Kriegsverbrechen. In dem Brief heißt es, das Verhalten der US-Streitkräfte und Äußerungen hochrangiger US-Vertreter gäben Anlass zu “ernsthaften Bedenken hinsichtlich Verstößen gegen das internationale Menschenrecht und das humanitäre Völkerrecht, einschließlich möglicher Kriegsverbrechen”.

Der Brief verweist auf eine Äußerung von Präsident Donald Trump, wonach die USA Angriffe auf den Iran “nur zum Spaß” ausführen könnten. Zudem wird eine Aussage von Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert, wonach die USA nicht mit “dummen Einsatzregeln” kämpften.

Der Brief der Juristen von Universitäten wie Harvard, Yale und Stanford wurde auf der Webseite der Fachzeitschrift “Just Security” veröffentlicht.

05:23 Uhr

Trump droht Iran

US-Präsident Donald Trump hat Iran mit der weiteren Zerstörung von wichtiger Infrastruktur gedroht. “Unsere Streitkräfte, die größten und stärksten der Welt, haben noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was im Iran noch übrig ist. Als nächstes kommen Brücken, dann Kraftwerke”, schrieb der US-Präsident in den sozialen Medien. “Die neue iranische Führung weiß, was getan werden muss, und zwar schnell!”, fügte er hinzu.

04:31 Uhr

US-Flugzeugträger setzt sich in Bewegung

Der größte aktive US-Flugzeugträger, die “USS Gerald R. Ford”, hat den Hafen der kroatischen Stadt Split verlassen. Der Flugzeugträger “bleibt bereit für volle Einsatzaufgaben zur Unterstützung nationaler Ziele in jedem Operationsgebiet”, teilte die 6. Flotte der US-Marine mit. Es conflict unklar, wohin die “USS Gerald R. Ford” fuhr. Im März hatte es einen Brand in einer Wäscherei an Bord des Flugzeugträgers gegeben, woraufhin er für Reparaturen nach Kreta gebracht wurde. In Kroatien wurden weitere Wartungsarbeiten vorgenommen.

Sollte die “USS Gerald R. Ford” Kurs auf den Nahen Osten nehmen, müsste sie den Suezkanal und das Rote Meer passieren, wo die mit Iran verbündeten Huthi-Rebellen eine Gefahr darstellen.

04:19 Uhr

Iran feuert offenbar Raketen ab

Die israelische Armee hat eine neue Welle von Raketen aus Iran gemeldet. Es seien Raketen identifiziert worden, “die von Iran in Richtung des Staatsgebiets Israels abgefeuert wurden”, teilte die israelische Armee am Freitagmorgen mit. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz. Es gab zunächst keine Berichte über Opfer oder Schäden.

Auch die kuwaitische Armee meldete erneut Angriffe auf den Golfstaat. “Die kuwaitische Luftabwehr reagiert derzeit auf feindliche Raketen- und Drohnenbedrohungen”, erklärte die Armee im Onlinedienst X.

04:05 Uhr

US-General verliert Posten

Inmitten des Iran-Kriegs muss einer der wichtigsten US-Militärs den Posten räumen: Der Generalstabschef des US-Heeres George soll zuvor von Verteidigungsminister Hegseth zum Rücktritt aufgefordert worden sein.

03:16 Uhr

Wadephul besorgt wegen Trumps NATO-Kritik

Außenminister Johann Wadephul zeigt sich angesichts neuer Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu einem möglichen NATO-Austritt beunruhigt. “Natürlich besorgen mich solche Aussagen”, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Wadephul sagte, die NATO sei “für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland genau wie für die Sicherheit aller Bündnispartner von enormer Wichtigkeit”.

Zugleich gab er sich aber zuversichtlich, dass ein solcher Schritt der Amerikaner abzuwenden sei: “Ich denke, dass unser klares Bekenntnis und unser entschiedenes Eintreten für das Bündnis die USA davon überzeugen werden, diese Erfolgsstory gemeinsam weiterzuschreiben.” Trump und sein Außenminister Marco Rubio hatten gerade erst wieder die NATO-Mitgliedschaft der USA infrage gestellt.

03:09 Uhr

Resolution zur Straße von Hormus im Sicherheitsrat

Nach Angaben von Diplomaten will der UN-Sicherheitsrat heute über eine von Bahrain eingebrachte Resolution zum Schutz der Handelsschifffahrt in und um die Straße von Hormus abstimmen. Der von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehene Resolutionsentwurf würde “alle notwendigen defensiven Mittel” zum Schutz der Handelsschifffahrt für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten genehmigen.

China hat sich jedoch bereits gegen eine Ermächtigung zur Gewaltanwendung ausgesprochen. Der chinesische UN-Gesandte Fu Cong sagte, dies wäre die “Legitimierung des unrechtmäßigen und wahllosen Einsatzes von Gewalt, was unweigerlich zu einer weiteren Eskalation der Lage und zu ernsten Konsequenzen führen würde”. China kann im Sicherheitsrat ein Veto einlegen.

02:58 Uhr

Wichtige Brücke in Iran angegriffen

Bei neuen Angriffen auf Iran ist offenbar eine große Autobahnbrücke getroffen worden. US-Präsident Donald Trump veröffentlichte auf seiner Plattform Truth Social ein Video von der B1-Brücke in Karadsch, in dem zu sehen ist, wie das Bauwerk teilweise einstürzt und dichter Rauch aufsteigt. Die noch im Bau befindliche B1-Brücke befindet sich rund 35 Kilometer südwestlich von Teheran.

Bei den Angriffen seien acht Menschen getötet und 95 weitere verletzt worden, berichteten das iranische Staatsfernsehen und die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf Behörden. Das Staatsfernsehen hatte zuvor von zwei Angriffen auf die Brücke berichtet. Bei dem ersten Angriff habe es zwei zivile Opfer gegeben. Der zweite Angriff sei erfolgt, als Einsatzkräfte zu Hilfe gekommen seien.

02:16 Uhr

Der Liveblog vom Donnerstag zum Nachlesen

Israel hat den Tod des iranischen Öl-Kommandeurs Dschamschid Eshaghi verkündet. Italien hat einen humanitären Korridor durch die Straße von Hormus gefordert.

https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-iran-freitag-106.html