Krieg in Nahost: +++ Trump erhöht den Druck auf Europa – und fordert laut Bericht konkrete Zusagen ein +++ Liveticker | EUROtoday

Am 28. Februar begannen die USA und Israel, den Iran anzugreifen. Führungsfiguren des Regimes in Teheran wurden ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgte Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nahmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockierten weitgehend die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft. Nun einigten sich die USA und der Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:

14:34 Uhr – USA fordern laut „Spiegel“ konkrete Zusagen der Europäer

Laut einem „Spiegel“-Bericht hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte die europäischen Partner informiert, dass US-Präsident Trump Donald Trump konkrete Zusagen für die Entsendung von Kriegsschiffen oder anderen militärischen Fähigkeiten erwartet – und zwar in den nächsten Tagen. Politische Zusagen seien nicht mehr ausreichend, heißt es in dem Bericht. Damit erhöhen die USA den Druck auf die Europäer, sich in der Straße von Hormus militärisch zu engagieren. Dem „Spiegel“ zufolge bezeichnen europäische Diplomaten, die mit der Sache vertraut sind, den Vorgang als „Ultimatum“.

Zuvor hatte die US-Regierung laut „Wall Street Journal“ die „Bestrafung“ bestimmter Nato-Mitgliedsländer wegen mangelnder Unterstützung der USA während des Iran-Kriegs erwogen. So könnten US-Soldaten aus bestimmten Ländern abgezogen werden, die wenig geholfen hätten, und in Ländern stationiert werden, die die US-Angriffe stärker unterstützt hätten.

14:17 Uhr – Iran droht Israel mit harter Reaktion

Irans Parlamentspräsident droht nach den israelischen Angriffen im Libanon mit einer entschiedenen Reaktion. „Verstöße gegen die Waffenruhe haben konkrete Konsequenzen und ziehen STARKE Reaktionen nach sich. Löschen Sie das Feuer sofort“, schrieb Mohammed-Bagher Ghalibaf auf X.

11:37 Uhr – Iran sieht Recht darauf, Uran anzureichern

Der Chef der iranischen Atombehörde besteht auf dem Recht des Irans, auch künftig Uran anzureichern. Dieses Recht sei eine Bedingung für Verhandlungen mit den USA, teilt Mohammed Eslami mit: „Es ist Teil der notwendigen (Dinge), über die niemand spricht“. Er verweist damit auf die Weigerung der Regierung von US-Präsident Donald Trump, die Urananreicherung als einen Aspekt eines Zehn-Punkte-Plans des Irans für eine dauerhafte Waffenruhe anzuerkennen.

10:46 Uhr – Internationale Kritik an Maut-Idee für Straße von Hormus – Meloni warnt

Frankeich lehnt die mögliche dauerhafte Erhebung einer Durchfahrtsgebühr für die Straße von Hormus ab. Eine entsprechende Idee hat der Iran eingebracht. „Das ist inakzeptabel, weil die freie Schifffahrt in internationalen Gewässern ein Gemeingut ist, das nicht behindert oder mit Gebühren belegt werden darf“, sagt der französische Außenminister Jean-Noël Barrot dem Sender France Inter.

Auch die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni will die Wiederherstellung der freien Schifffahrt in der Region. „Wir sind ​nur einen Schritt von dem Punkt entfernt, an dem es kein Zurück mehr gibt, aber jetzt stehen wir vor einer zerbrechlichen Aussicht auf Frieden, die mit Entschlossenheit verfolgt werden muss“, warnt sie im Parlament. Italien verurteile jede Verletzung der Waffenruhe und fordere ein dauerhaftes Ende ⁠der Feindseligkeiten.

Ähnlich klingt Großbritannien: „Die grundlegenden Freiheiten der Meere ⁠dürfen nicht einseitig entzogen oder an einzelne Bieter verkauft werden“, sagt Außenministerin Yvette Cooper laut vorab veröffentlichten Auszügen aus einer Rede. Es dürfe keinen Platz für Mautgebühren auf einer internationalen Wasserstraße geben, sagt Cooper. Zudem schließt sich die britische Außenministerin der Forderung an, die kürzlich zwischen den USA und dem Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe auf den Libanon auszuweiten.

10:00 Uhr – Neue Raketenangriffe aus dem Libanon auf Israels Norden

Israels Norden ist erneut vom Libanon aus mit Raketen angegriffen worden. In der israelischen Grenzstadt Kiriat Schmona, die seit mehr als einem Monat unter Dauerbeschuss steht, heulten erneut die Warnsirenen. Die meisten Geschosse seien abgefangen worden, andere in offenem Gebiet niedergegangen, teilte die israelische Armee mit.

09:20 Uhr – Dax rutscht unter 24.000 Punkte

Nach dem Freudenrausch kehrt am deutschen Aktienmarkt Ernüchterung ein: Der Dax verliert am ​Donnerstagmorgen 0,7 Prozent auf 23.924 Punkte. Beflügelt von der angekündigten zweiwöchigen Waffenruhe ⁠im Iran-Krieg hatte der deutsche Leitindex am Mittwoch 5,1 Prozent zugelegt und die wichtige Marke von 24.000 Punkten geknackt.

08:55 Uhr – Iran veröffentlicht Karte mit Minen in Straße von Hormus

Die Marine der iranischen Revolutionsgarden hat vor Seeminen in der Straße von Hormus gewarnt. Die Streitkräfte publizierten am späten Mittwochabend (Ortszeit) eine Karte, auf der eine Gefahrenzone in den gewöhnlichen Schifffahrtswegen der Meerenge verzeichnet ist. In Anbetracht der Kriegssituation im Persischen Golf werde allen Schiffen dazu geraten, eine Alternativroute weiter nördlich zu nutzen. Damit soll der „mögliche Zusammenstoß mit Seeminen“ vermieden werden.

08:50 Uhr – Hohe Sicherheitsvorkehrungen in Islamabad

Vor den von Pakistan ausgerichteten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran haben die Behörden die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt Islamabad verschärft. Hunderte zusätzliche Polizisten und paramilitärische Kräfte wurden eingesetzt, um einen störungsfreien Ablauf der Verhandlungen über eine mögliche Friedenslösung im Iran-Krieg zu gewährleisten. Teile der Stadt wurden am Donnerstag abgeriegelt. Für ein Hotel, in dem Unterhändler erwartet wurden, wurden strenge Sicherheitsvorkehrungen erlassen.

07:50 Uhr – Iranische Delegation trifft Donnerstag in Islamabad ein

Die iranische ​Delegation für Gespräche zur Beendigung des Krieges mit den USA und Israel wird dem Botschafter in Pakistan zufolge noch am Donnerstagabend ⁠in der Hauptstadt Islamabad eintreffen.

07:40 Uhr – Ölpreise legen zu nach Einbruch am Vortag

Die Ölpreise steigen nach dem Einbruch am Mittwoch wieder leicht. Heute Morgen liegt der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni bei 97,24 US-Dollar und damit 2,6 Prozent höher als am Vortag. Der Preis battle tags zuvor im Zuge der Waffenruhe im Iran-Krieg mit quick 90 Dollar auf das tiefste Niveau seit Mitte März gesackt. Auch der Preis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai legt heute Morgen wieder zu.

06:22 Uhr – Trump droht Iran mit „tödlicher Verfolgung und Vernichtung“ – US-Truppen bleiben einsatzbereit

US-Präsident Trump plant derzeit noch keinen Abzug von US-Militär im Nahen Osten. Es würde in der Region ⁠stationiert ​bleiben, bis ‌der Iran das Abkommen vollständig einhalte. „Alle US-Schiffe, Flugzeuge und Militärangehörigen, zusammen mit zusätzlicher Munition, Waffen und allem anderen, was für die tödliche Verfolgung und Vernichtung eines bereits erheblich geschwächten ‌Feindes angemessen und notwendig ⁠ist, ​werden in und um den Iran stationiert bleiben, ⁠bis das WIRKLICHE ABKOMMEN vollständig eingehalten wird“, erklärt Trump in einem Beitrag ‌auf seiner Plattform ⁠Truth ‌Social. ​Trump droht ⁠zugleich mit ​erneuten Angriffen, sollte der Iran ‌die ​Vereinbarung nicht einhalten. Diese würden „größer, besser und stärker“ ausfallen.

Er wiederholte seine Forderung, dass der Iran keine Atomwaffen besitzen dürfe und dass die Straße von Hormus offen bleiben müsse.

06:09 Uhr – UN-Generalsekretär verurteilt die Angriffe Israels im Libanon

UN-Generalsekretär António Guterres kritisiert die verheerenden israelischen Luftangriffe im Libanon scharf. Er „verurteilt entschieden die massiven Angriffe“, teilte sein Sprecher auf der Plattform X mit. Dabei seien „Hunderte Zivilisten, darunter auch Kinder, getötet und verletzt“ sowie zivile Infrastruktur beschädigt worden, hieß es weiter. Guterres unterstrich seinen Aufruf an alle Kriegsparteien, „die Kampfhandlungen unverzüglich einzustellen“. Es gebe keine militärische Lösung für den Konflikt. Der UN-Generalsekretär „verurteilt den Verlust von Menschenleben unter Zivilisten aufs Schärfste und ist zutiefst beunruhigt über die steigende Zahl ziviler Opfer“, erklärte Guterres’ Sprecher.

04:13 Uhr – Hisbollah-Miliz: Angriffe auf Israel gehen weiter

Nach den israelischen Luftangriffen im Libanon schwört die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz eine Fortsetzung ihrer Angriffe gegen Israel. In Reaktion auf Israels „Verstoß gegen die Waffenruhe“ sei in der Nacht der Kibbuz Manara im Norden Israels beschossen worden, hieß es in einer Erklärung der Schiiten-Miliz. Die Gegenangriffe auf Israel würden so lange fortgesetzt, bis die israelisch-amerikanische Aggression aufhöre.

02:39 Uhr – Trumps ermahnt Nato-Verbündete: „Erinnert euch an Grönland“

US-Präsident Trump wirft den Nato-Partnern erneut mangelnde Unterstützung für den Krieg gegen den Iran vor und thematisiert dabei auch wieder den Streit um Grönland. „Die Nato battle nicht da, als wir sie brauchten, und sie wird auch nicht da sein, wenn wir sie wieder brauchen“, schrieb er in Großbuchstaben auf seiner Plattform Truth Social nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Die Verbündeten sollten sich an Grönland erinnern, das er als „großes, schlecht verwaltetes Stück Eis“ bezeichnete. Die Arktisinsel, die sich Trump noch Anfang des Jahres für die USA einverleiben wollte, gehört zum Gebiet des Nato-Partners Dänemark.

Anfang des Jahres hatte Trump offen mit einer Übernahme der strategisch bedeutenden Arktisinsel Grönland geliebäugelt – notfalls auch gewaltsam. Davon sah er nach einem Sturm der Entrüstung unter den europäischen Nato-Partnern schließlich wieder ab. Er beharrte jedoch auf Verhandlungen zu dem Thema. Zudem startete die Nato einen neuen Einsatz, der die militärische Präsenz in der Arktis verstärken soll.

02:02 Uhr – USA prüfen laut Bericht „Bestrafung“ der Nato

Nach seiner Standpauke für die Nato im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump mit Bündnis-Generalsekretär Mark Rutte beraten. Trump wollte nach den Worten seiner Sprecherin Karoline Leavitt einen möglichen Nato-Austritt der USA thematisieren. Laut einem Pressebericht wollen die USA die Nato für ihre mangelnde Unterstützung „bestrafen“.

Leavitt wiederholte Trumps Vorwurf, die Verbündeten hätten die USA im Iran-Krieg im Stich gelassen. Die Nato habe den Vereinigten Staaten „in den vergangenen sechs Wochen den Rücken gekehrt“, sagte sie. Die Nato sei getestet worden, und sie habe „versagt“. Sie kündigte eine mögliche Trump-Erklärung nach Abschluss des Treffens mit Rutte an.

Um die Nato für ihre Haltung „zu bestrafen“, erwägt die Trump-Regierung nach Angaben des „Wall Street Journal“ einen Truppenabzug aus Ländern, die die US-Offensive gegen den Iran nicht unterstützt haben. Die Soldaten könnten in Staaten verlegt werden, die als kooperativer eingeschätzt würden, berichtete das Blatt unter Berufung auf nicht namentlich genannte Regierungsvertreter. Dies sei einer von mehreren diskutierten Plänen, um die Partner zu maßregeln, hieß es.

01:50 Uhr – Rutte: Trump ist „eindeutig enttäuscht“ über Nato

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Kritik von Bündnispartnern am Krieg von US-Präsident Trump gegen den Iran heruntergespielt. Er verneinte im Gespräch des US-Senders CNN die Frage, ob es unter den Verbündeten die vorherrschende Meinung gebe, dass der Krieg völkerrechtlich unlawful sei. „Die Nato hat stets den Standpunkt vertreten, dass die Schwächung der atomaren Fähigkeiten und ballistischen Raketen von entscheidender Bedeutung ist“, sagte Rutte mit Blick auf den Iran.

Rutte hatte sich kurz zuvor mit Trump im Weißen Haus getroffen. Er bezeichnete das Treffen als „sehr offene Diskussion zwischen zwei Freunden“. Trump habe sich „eindeutig enttäuscht“ über das transatlantische Bündnis und mehrere Partnerstaaten gezeigt. Ob und in welchem Umfang ein möglicher Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Verteidigungsbündnis thematisiert wurde, sagte Rutte nicht.

01:12 Uhr – Macron drängt USA und Iran zur Einhaltung der Waffenruhe

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat in Telefonaten mit US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian auf ein Einhalten der vereinbarten Waffenruhe gepocht. „Sie muss den Weg für umfassende Verhandlungen ebnen, die die Sicherheit aller im Nahen Osten gewährleisten“, schrieb Macron auf der Plattform X. Ein Abkommen müsse Antworten auf die Bedenken geben, die Irans Nuklear- und Raketenprogramm, seine Politik in der Region und seine Behinderung der Schifffahrt in der Straße von Hormus hervorriefen.

Auf diese Weise könne ein robuster und dauerhafter Frieden geschaffen werden, zu dem Frankreich in enger Zusammenarbeit mit seinen Partnern im Nahen Osten beitragen wolle. Macron sagte weiter, dass die Waffenruhe auch im Libanon eingehalten werden müsse.

01:11 Uhr – Beirut: Mehr als 180 Tote und 890 Verletzte bei israelischen Angriffen im Libanon

Bei den massiven israelischen Angriffen im Libanon sind am Mittwoch nach Angaben der Behörden mindestens 182 Menschen getötet und 890 weitere verletzt worden. Die Zahl könne weiter steigen, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Die Hauptstadt Beirut erlebte die heftigsten Angriffe seit dem Beginn des Krieges zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz. Israel erklärte, die von den USA und dem Iran vereinbarte Waffenruhe gelte nicht für den Libanon. US-Präsident Donald Trump bestätigte dies.

Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam erklärte den Donnerstag zum Tag der Trauer „für die Märtyrer und Verwundeten der israelischen Angriffe“, die sich „gegen Hunderte unschuldiger, wehrloser Zivilisten“ gerichtet hätten. Öffentliche Verwaltungen sollten geschlossen und Flaggen auf Halbmast gesetzt werden. Alle politischen und diplomatischen Ressourcen des Libanon würden mobilisiert, „um die israelische Tötungsmaschine zu stoppen“.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuvor erklärt, die israelischen Streitkräfte hätten landesweit „einen Überraschungsangriff auf hunderte Hisbollah-Mitglieder ausgeführt“. Es sei „der schwerste Schlag, den die Hisbollah seit der Operation ‘Beepers’ erlitten hat“, sagte Katz. Er bezog sich dabei auf von Israel organisierte Angriffe im Jahr 2024, bei denen Pager und Walkie-Talkies hunderter Hisbollah-Mitglieder im Libanon explodierten und viele von ihnen töteten.

00:40 Uhr – Schah-Sohn Pahlavi fordert politischen Umbruch in Teheran

Schah-Sohn Reza Pahlavi pocht trotz der mit den Machthabern in Teheran vereinbarten Waffenruhe auf einen politischen Umbruch im Iran. „Wir hoffen (…), dass die freie Welt versteht, dass die einzige Lösung – nicht nur für uns, sondern auch für alle unsere Nachbarn in der Region und für die ganze Welt – darin besteht, dass dieses Regime nicht mehr an der Macht ist“, sagte Pahlavi im Interview mit dem französischen Sender LCI.

Anders als US-Präsident Donald Trump es darstelle, gebe es im Iran bislang keinen politischen Umbruch, sagte er. Es seien dieselben Menschen, „vielleicht etwas geschwächt“, die weiterhin an der Macht seien. „Für uns ist das kein Regimewechsel“, sagte er. „Es muss einen klaren Schnitt geben.“ Bei der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste im Januar „ist zu viel Blut geflossen“, sagte Pahlavi. Es sei an der Zeit, „diesem Regime ein Ende zu setzen, wie einem verwundeten Tier, das man erlegen muss“.

Der Waffenstillstand habe bei vielen Iranern Enttäuschung ausgelöst, sagte Pahlavi in einer Videobotschaft. Dennoch gebe Gründe für Zuversicht hinsichtlich eines möglichen politischen Umbruchs im Iran. Der Krieg habe den islamischen Machtapparat weiter geschwächt und worldwide isoliert. „Die Schäden für das Regime durch den Krieg sind extrem und irreparabel“, sagte er.

Dienstag, 7. April

23:09 Uhr – USA erwägen laut Medienbericht Truppenabzug aus Nato-Staaten als „Strafe“ im Iran-Krieg

Die US-Regierung erwägt einem Zeitungsbericht zufolge die „Bestrafung“ bestimmter Nato-Mitgliedsländer wegen einer mangelnden Unterstützung der USA während des Iran-Kriegs. So könnten US-Soldaten aus bestimmten Ländern abgezogen werden, die wenig geholfen hätten, und in Ländern stationiert werden, die die US-Angriffe stärker unterstützt hätten, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Auch könne der Plan umfassen, eine US-Basis in mindestens einem europäischen Land zu schließen, möglicherweise in Deutschland oder in Spanien, hieß es.

22:40 Uhr – Straße von Hormus nur nach Abstimmung passieren, warnt Teheran

Die iranischen Revolutionsgarden haben Schiffen davon abgeraten, ohne vorherige Abstimmung die Straße von Hormus zu passieren. Die Eliteeinheit der iranischen Streitkräfte verwies in einer Mitteilung auf dem staatlichen Nachrichtenkanal Khabar-Fouri auf die Gefahr von Minen in der wichtigen Meerenge nach Wochen des Krieges.

21:20 Uhr – USA fordern von Iran sofortige Öffnung der Straße von Hormus

Die USA haben den Iran zur sofortigen Öffnung der Straße von Hormus gedrängt. Präsident Donald Trump erwarte, dass die Meerenge „unverzüglich, schnell und sicher wieder geöffnet“ werde, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Jede Schließung sei „völlig inakzeptabel“.

Der Iran hatte die Öffnung der Straße von Hormus im Rahmen der Waffenruhe-Vereinbarung mit den USA zugesagt. Seit Verkündung der Feuerpause in der Nacht zu Mittwoch durchquerten nach Angaben des Meeres-Beobachungsdienstes MarineVisitors aber nicht einmal eine Handvoll Schiffe die Meerenge. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars battle die Durchfahrt von Öltankern zuletzt wieder „vollständig unterbrochen“. Als Grund nannte die Agentur den erneuten israelischen Angriff auf den Libanon. Dieser sei „ein Verstoß gegen die Waffenruhe“.

21:00 Uhr – Drei von zehn Verhandlungspunkten bereits verletzt, kritisiert der Iran

Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf sagt, drei zentrale Punkte des 10-Punkte-Vorschlags seien bereits vor den für Freitag in Pakistan geplanten Verhandlungen mit den USA verletzt worden. Zu den Verstößen gehörten die Verletzung eines Waffenstillstands im Libanon, das Eindringen einer Drohne in den iranischen Luftraum und die Verweigerung des Rechts des Iran auf Urananreicherung, schreibt Ghalibaf auf X. Unter solchen Umständen seien ein bilateraler Waffenstillstand oder Verhandlungen nicht sinnvoll.

20:55 Uhr – Iran präsentierte laut Weißem Haus überarbeiteten Friedensplan

Der Iran hat nach Angaben des Weißen Hauses vor der Vereinbarung der Waffenruhe einen überarbeiteten Friedensplan vorgelegt. Dieser neue Plan könne mit dem amerikanischen 15-Punkte-Plan in Einklang gebracht werden, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Mittwoch.

Die iranische Seite habe ursprünglich einen Plan mit zehn Punkten vorgelegt, „der grundsätzlich unseriös und inakzeptabel battle und vollständig verworfen wurde“, erklärte Leavitt. Präsident Donald Trump habe ihn buchstäblich in den Papierkorb geworfen. Am Dienstag hätten die iranischen Behörden dann einen neuen Plan vorgelegt, der eine tragfähige Grundlage für Verhandlungen zur Beendigung des Iran-Kriegs bilden werde.

20:46 Uhr – US-Delegation will Samstag Gespräche mit Iran in Pakistan führen

Nach der Vereinbarung einer Waffenruhe im Iran-Krieg sollen dem Weißen Haus zufolge am Samstag direkte Verhandlungen mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad stattfinden. US-Präsident Donald Trump entsende dafür eine Delegation unter der Leitung von Vizepräsident J.D. Vance. Das gab Pressesprecherin Karoline Leavitt bekannt. Auch der Sondergesandte Steve Witkoff sowie Jared Kushner sind der Teil der Delegation. Erste Gespräche sollen demnach am Samstagmorgen (Ortszeit) stattfinden. In Pakistan ist es drei Stunden später als in Deutschland.

Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif hatte zuvor Delegationen der USA und des Irans für Gespräche eingeladen, um über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts zu beraten. Pakistanischen Quellen zufolge könnten auch Vertreter aus Saudi-Arabien, der Türkei und Ägypten an den Gesprächen teilnehmen.

dpa/AFP/AP/jmr/sebe/säd/lay/doli/ceb/nw/krott

https://www.welt.de/politik/ausland/article69cf05f2cdf80d124bb0cc45/krieg-in-nahost-trump-erhoeht-den-druck-auf-europa-und-fordert-laut-bericht-konkrete-zusagen-ein-liveticker.html