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Russland stellt laut Außenminister Lawrow eine Erhöhung der Energieexporte nach China und andere Länder in Aussicht. US-Präsident Trump hat im Streit rund um den Iran-Krieg erneut Papst Leo XIV. kritisiert.
14:29 Uhr
Iran erwartet noch heute pakistanische Delegation
Pakistan betätigt sich weiter als Vermittler im Iran-Krieg. Das iranische Außenministerium teilt staatlichen Medien zufolge mit, man erwarte noch heute eine pakistanische Delegation, die Botschaften aus den USA überbringen solle. Ein Datum für eine Fortsetzung der Gespräche zwischen Teheran und Washington stehe jedoch noch nicht fest, berichtet die Nachrichtenagentur Mehr.
Seit der Rückkehr der iranischen Delegation aus Pakistan am Samstag laufe der Nachrichtenaustausch weiter. Bei den Gesprächen gehe es um ein vollständiges Ende des Krieges, die Aufhebung von Sanktionen sowie um Entschädigungen für amerikanisch-israelische Angriffe auf Iran. Berichte über eine Verlängerung der Waffenruhe bestätigt das Ministerium nicht.
13:50 Uhr
Agentur: VAE und Iran sprechen über Deeskalation
Der Vizepräsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Scheich Mansur bin Sajid, und der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf haben der staatlichen VAE-Nachrichtenagentur WAM zufolge über eine mögliche Deeskalation im Iran-Krieg beraten. Das seltene Telefonat fand vor dem Hintergrund der jüngsten Spannungen statt. Die VAE haben iranische Angriffe auf Golfstaaten als Terrorakte verurteilt und fordern eine bedingungslose Öffnung der Straße von Hormus.
13:23 Uhr
Israelische Armee: 200 Ziele im Libanon angegriffen
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden mehr als 200 Hisbollah-Ziele im südlichen Libanon angegriffen. Getroffen worden seien unter anderem “Terroristen”, militärische Infrastruktur und rund 20 Raketenwerfer. Angaben zu möglichen Toten durch die Angriffe machten die israelischen Streitkräfte nicht.
13:17 Uhr
Nachrichtenagentur: Pakistan kündigt tägliche Stromabschaltungen an
Angesichts der stark gestiegenen Ölpreise infolge des Iran-Kriegs hat Pakistans Regierung angekündigt, dass im Großteil des Landes künftig täglich für zwei Stunden und 15 Minuten der Strom abgeschaltet wird, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Dies werde abends zwischen 17.00 Uhr und 1 Uhr erfolgen, teilte die Regierung demnach mit. Damit solle die Nutzung teurer Brennstoffe reduziert und ein starker Preisanstieg verhindert werden. Ausgenommen seien die Städte Karachi und Hyderabad im Süden des Landes.
Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist die Straße von Hormus de facto gesperrt. Durch sie wird in Friedenszeiten rund ein Fünftel des weltweit verbrauchten Öls und Flüssigerdgases transportiert – vor allem nach Asien.
13:13 Uhr
Iranische Armee droht mit Blockade im Roten Meer
Die iranische Armee hat mit einer Blockade der Schifffahrt durch das Rote Meer und den Persischen Golf gedroht, falls die USA weiterhin iranische Häfen in der Straße von Hormus blockierten, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das iranische Staatsfernsehen.
Sollten die USA ihre Blockade fortsetzten und damit weiter iranische Handelsschiffe und Öltanker in Gefahr bringen, würde dies “eine Vorstufe” zu einer Verletzung der geltenden Waffenruhe darstellen, sagte Armeekommandeur Ali Abdollahi laut einem Bericht.
12:45 Uhr
Trump: Bitte an China, Iran keine Waffen zu liefern
US-Präsident Trump hat eigenen Angaben zufolge den chinesischen Präsidenten Xi Jinping in einem Brief gebeten, keine Waffen an Iran zu liefern. Xi habe geantwortet, “dass er das im Wesentlichen nicht tut”, sagte Trump in einem Interview mit dem Sender Fox Business Network, das heute ausgestrahlt wurde.
12:29 Uhr
Hisbollah: Libanesische Regierung sollte Gespräche mit Israel überdenken
Die Spaltung im Libanon könnte sich laut der pro-iranischen Miliz Hisbollah wegen der Gespräche zwischen Israel und der libanesischen Regierung vertiefen. Der Hisbollah-Abgeordnete Hassan Fadlallah forderte die Regierung auf, diesen Schritt zu überdenken. Die Hisbollah strebe einen umfassenden Waffenstillstand an – und keine Rückkehr zu den andauernden israelischen Angriffen und Attentaten, wie es sie nach dem Abkommen auf eine Waffenruhe vom November 2024 gegeben habe, fügte er hinzu.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der Konfliktparteien können nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
12:20 Uhr
Erdoğan: Arbeiten an Verlängerung der Waffenruhe
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erklärt, dass sein Land an einer Verlängerung der Waffenruhe zwischen den USA und Iran, an einer Entspannung der Lage und an der Sicherstellung der Fortsetzung der Gespräche arbeite. Er fügte hinzu, die Türkei sei trotz bestehender Probleme zuversichtlich, dass Verhandlungen zustande kommen würden.
Demnach sagte Erdoğan vor Abgeordneten im Parlament, Israels Angriffe auf den Libanon würden die Friedenshoffnungen untergraben, und betonte, das durch die Waffenruhe entstandene Zeitfenster müsse genutzt werden. Er erklärte weiter, die schwierigen Fragen zwischen den Seiten könnten gelöst werden, wenn sie sich auf die Vorteile des Friedens konzentrierten.
11:52 Uhr
Nachrichtenagentur: Iranischer Tanker durchquert Straße von Hormus
Nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars hat ein von den USA sanktionierter iranischer Supertanker die Straße von Hormus durchquert. Laut Fars kann der Tanker bis zu zwei Millionen Barrel Rohöl transportieren. Es conflict jedoch unklar, ob der Tanker mit Ladung an Bord zurückkehrte oder leer conflict.
11:34 Uhr
Bericht: Tausende weitere US-Truppen nach Nahost
Die USA bereiten einem Medienbericht zufolge die Verlegung Tausender weiterer Soldaten in den Nahen Osten vor. Dies solle in den kommenden Tagen geschehen, berichtet die Washington Post unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute US-Regierungsvertreter. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump wolle so den Druck auf den Iran erhöhen, einem Abkommen zuzustimmen. Der Bericht ließ sich zunächst nicht bestätigen.
11:30 Uhr
Moskau betont Irans Recht auf Uran-Anreicherung
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Iran ein Recht auf Uran-Anreicherung attestiert. “Das Recht auf Uran-Anreicherung für zivile Zwecke ist ein unveräußerliches Recht der Islamischen Republik Iran”, sagte Lawrow während eines China-Besuchs. Russland werde jeden Ansatz akzeptieren, der diesem Prinzip Rechnung trage, unabhängig davon, ob Iran sein Recht nach Verhandlungen mit den USA für eine bestimmte Zeit aussetze oder nicht.
Der Iran beteuert stets, er strebe nicht nach Kernwaffen, sein Atomprogramm diene ausschließlich friedlichen Zwecken. Er hat Uran allerdings deutlich höher angereichert, als es für eine zivile Nutzung nötig ist. Die USA und Israel haben ihren Krieg gegen den Iran auch mit der Furcht vor einer iranischen Atombombe begründet. Unklar ist, über wie viel hoch angereichertes Uran Teheran nach den Angriffen noch verfügt.
10:51 Uhr
Südkorea will Straße von Hormus umgehen
Südkorea will mit neuen Lieferverträgen für Öl die Auswirkungen des Iran-Krieges auf seine Wirtschaft in Grenzen halten. Das Land habe mit Golfstaaten und Kasachstan Abkommen über die Lieferung von 273 Millionen Barrel Öl sowie 2,1 Millionen Tonnen Naphtha, sogenanntem Rohbenzin, geschlossen, teilte das Büro von Präsident Lee Jae Myung mit. Die Verträge seien während seiner Besuche in Kasachstan, Oman, Saudi-Arabien und Katar in der vergangenen Woche erzielt worden, sagte Moons Stabschef Kang Hoon Sik.
Das Öl komme größtenteils aus Saudi-Arabien, so Kang. Ein Teil davon werde über das Rote Meer geliefert, um die Straße von Hormus zu umgehen. Oman wird etwa 1,6 Millionen Tonnen Naphtha liefern, wichtig für die Kunststoffherstellung, das Südkorea bisher hauptsächlich über die Straße von Hormus bezog. Kriegsbedingte Engpässe bei der Versorgung mit Naphtha haben in Südkorea Befürchtungen über Unterbrechungen in der Industrie und Engpässe bei medizinischen Produkten aufkommen lassen.
10:31 Uhr
Russland will China mehr Energie liefern
Russland stellt China und anderen Ländern angesichts der Engpässe durch den Iran-Krieg zusätzliche Energielieferungen in Aussicht. Außenminister Sergej Lawrow sagte bei einem Besuch in Peking, Moskau sei bereit, Engpässe auf den Märkten auszugleichen. “Russland kann natürlich den Ressourcenmangel ausgleichen, mit dem sowohl China als auch andere Länder konfrontiert sind”, erklärte Lawrow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Voraussetzung sei eine gleichberechtigte Zusammenarbeit.
Lawrow äußerte sich nach einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, der Russland erneut Unterstützung zusicherte. Beide Staaten müssten einander vertrauen, ihre Zusammenarbeit ausbauen und die Interessen des jeweils anderen verteidigen, sagte Xi.
10:25 Uhr
IAEA-Chef fordert klare Kontrolle für Irans Atomprogramm
Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, hat zur Berücksichtigung klarer Kontrollmechanismen für das iranische Atomprogramm in einem möglichen Friedensabkommen zwischen den USA und Iran aufgerufen. Es brauche ein gründliches Verifizierungssystem für das Atomprogramm, sagte Grossi.
“Iran hat ein sehr ambitioniertes, breit gefasstes Atomprogramm, daher wird für all das die Anwesenheit von IAEA-Inspektoren erforderlich sein”, sagte Grossi zu Reportern in Südkorea. “Sonst wird man kein Abkommen haben. Man wird die Illusion eines Abkommens haben.” Eine Vereinbarung über Atomtechnologie brauche “sehr detaillierte Verifizierungsmechanismen”, sagte er.
10:17 Uhr
Unionsfraktionsvize: Kriegsfolgen könnten jeden treffen
Die aktuelle Energiekrise könnte sich nach Einschätzung von Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) noch erheblich ausweiten. Man bereite sich auf weitere Maßnahmen vor, sagte der Co-Chef der Taskforce der schwarz-roten Koalition zu den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs in Berlin.
“Aktuell diskutieren wir die Spritpreise”, sagte Müller. “Es redet keiner über ausgehendes Kerosin. Es spricht keiner über Helium, welches Bestandteil von Chips ist”, so Müller weiter. “Wenn die ersten Chipfabriken in der Welt ankündigen, dass in sechseinhalb Wochen keine Chips mehr produziert werden, dann werden wir im dritten und vierten Quartal große Herausforderungen bekommen, unter anderem in der Automobilindustrie.” Wenn die Krise länger andauere, seien nicht mehr nur Pendler und Mittelstand in Deutschland betroffen, sondern jeder Einzelne, warnte Müller.
10:06 Uhr
Nach Verhandlungen: Pakistans Premier reist zu Vermittlern
Inmitten von Spekulationen über weitere Verhandlungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten in Islamabad bricht Pakistans Premier zu einer mehrtägigen Reise in andere Vermittlerstaaten auf. Premierminister Shehbaz Sharif reise zu Gesprächen nach Saudi-Arabien, Katar und in die Türkei, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums. Die drei Länder sind in den Vermittlungen zwischen den Kriegsparteien eingebunden.
Erste Verhandlungen Irans und der Vereinigten Staaten in Islamabad waren am vergangenen Wochenende zunächst gescheitert. Aus pakistanischen Diplomatenkreisen heißt es seither, man arbeite an weiteren Gesprächen. Die mehrtägige Reise des Premiers spricht jedoch gegen eine schnelle weitere Verhandlungsrunde in Islamabad.
09:54 Uhr
Gegenseitige Angriffe zwischen Israel und Hisbollah
Kurz nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon seit Jahrzehnten gehen die Angriffe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz weiter. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete Tote bei israelischen Luftangriffen in der Nacht und am frühen Morgen im Süden des Landes. Israels Militär teilte derweil am Morgen mit, dass auch die “gezielten Bodeneinsätze” im Süden des Nachbarlandes andauerten. Ziel sei es, die Bevölkerung im Norden Israels zu schützen.
Die vom Iran unterstützte Hisbollah reklamierte ihrerseits mehrere Angriffe auf den Norden Israels für sich. Dort heulten am Morgen wieder mehrfach die Sirenen. Israels Armee sagte auf Anfrage, sie habe am Morgen rund 30 Geschosse aus dem Nachbarland registriert. Ein Mann wurde nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom bei dem Beschuss leicht verletzt.
09:22 Uhr
Trump: Krieg ist “fast vorüber”
Der Iran-Krieg nähert sich nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump seinem Ende. Der Krieg sei “fast vorüber”, sagte Trump dem Sender Fox Business laut vorab veröffentlichten Interviewauszügen. Die iranische Führung wolle in Verhandlungen mit der US-Regierung “wirklich eine Einigung erreichen”.
Zuvor hatte Trump eine mögliche neue Gesprächsrunde mit Iran angedeutet. “In den kommenden zwei Tagen” könne mit Blick auf die Iran-Verhandlungen “etwas passieren”, sagte er einem Reporter der New York Post.
08:23 Uhr
Bericht: Iran nutzte chinesischen Satelliten für Angriffe
Iran hat einem Zeitungsbericht zufolge einen chinesischen Spionagesatelliten erworben und damit während des Krieges im Nahen Osten US-Militärstützpunkte in der Region ins Visier genommen.
Die Zeitung Financial Times berichtete unter Berufung auf durchgestochene iranische Militärdokumente, die Luft- und Raumfahrtkräfte der Iranischen Revolutionsgarde hätten den Satelliten TEE-01B Ende 2024 übernommen. Dieser sei von dem chinesischen Unternehmen Earth Eye gebaut und ins All gebracht worden. Die iranischen Kommandeure hätten mit dem Satelliten US-Militäranlagen beobachtet. Die Zeitung berief sich dabei auf mit Zeitangaben versehene Koordinatenlisten, Satellitenbilder und Orbitalanalysen.
08:14 Uhr
Unsicherheit in deutscher Wirtschaft gestiegen
Der Iran-Krieg hat die Unsicherheit in der deutschen Wirtschaft laut dem Münchner Ifo-Institut spürbar erhöht. Im März fiel es 78,6 Prozent der Firmen schwer oder eher schwer, ihre zukünftige Geschäftsentwicklung einzuschätzen, wie aus der aktuellen Ifo-Konjunkturumfrage hervorgeht. Im Februar waren es noch 75,4 Prozent. Damit erreichte der Indikator für wirtschaftliche Unsicherheit den höchsten Wert seit Februar 2024.
Vor allem in energieintensiven Industrien sei die Unsicherheit hoch: In der Chemiebranche liege sie bei rund 95 Prozent, bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren bei 93,9 Prozent.
07:33 Uhr
Sri Lanka fliegt iranische Marinesoldaten aus
Rund sechs Wochen nach der Versenkung eines iranischen Kriegsschiff durch einen US-Angriff hat Sri Lanka 238 seither in dem Land gestrandete iranische Marinesoldaten in deren Heimat zurückgebracht. 32 von der versenkten “IRIS Dena” gerettete iranische Seeleute sowie 206 Besatzungsmitglieder der “IRIS Buschehr” seien mit einem Charterflug nach Iran zurückgekehrt, sagte Verteidigungs-Staatssekretär Aruna Jayasekara am Mittwoch.
Die “IRIS Dena” conflict Anfang März zu Beginn des Iran-Kriegs durch einen Torpedo-Treffer eines US-U-Boots vor Sri Lanka versenkt worden. 104 Besatzungsmitglieder wurden nach iranischen Angaben bei dem Angriff getötet. Nach dem Angriff hatte die “IRIS Buschehr” Zuflucht in einem srilankischen Hafen gesucht. Sie ankert weiterhin vor der Nordostküste des Landes.
07:00 Uhr
Australische Airlines reduzieren Inlandsflüge
Der Iran-Krieg treibt die Treibstoffpreise in die Höhe und setzt Fluggesellschaften weltweit unter Druck – auch in Australien. Mehrere Airlines wollen als Reaktion Verbindungen im Inland reduzieren oder streichen und Flüge bündeln. Nach Qantas und Jetstar kündigte jetzt auch Virgin Australia Maßnahmen an. Die zweitgrößte Fluggesellschaft des Landes betonte, sie rechne im zweiten Halbjahr mit zusätzlichen Kerosinkosten von 30 bis 40 Millionen australischen Dollar (18 bis 24 Millionen Euro).
Qantas steht deutlich stärker unter Druck: Der Konzern erwartet für das zweite Halbjahr einen Anstieg seiner Treibstoffkosten um bis zu 800 Millionen australischen Dollar (484 Millionen Euro), wie aus einer Mitteilung des Konzerns hervorgeht.
06:55 Uhr
Trump kritisiert Papst weiter
Im Streit mit Papst Leo XIV. um dessen Appell für ein Ende der verschiedenen Kriege auf der Welt hat US-Präsident Donald Trump noch einmal nachgelegt. “Kann bitte jemand Papst Leo sagen, dass Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat?”, schrieb Trump am späten Dienstagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Es sei “absolut inakzeptabel”, dass Iran über eine Atombombe verfüge.
Papst Leo XIV. hatte am Samstag in Rom bei einem Friedensgebet im Petersdom mit eindringlichen Worten ein Ende von Kriegen gefordert. Zuletzt hatten sich die Friedensappelle des sonst zurückhaltenden Papstes vor allem mit Blick auf den Iran-Krieg verschärft. Die harschen Drohungen Trumps gegen Iran verurteilte Leo.
06:30 Uhr
US-Militär: Blockade iranischer Häfen umgesetzt
Das US-Militär nach eigenen Angaben seine Sperre für die Schifffahrt in der Straße von Hormus erfolgreich umgesetzt. “Die Blockade iranischer Häfen ist vollständig ausgeführt worden”, teilte der Kommandeur des US-Regionalkommandos CENTCOM, Admiral Brad Cooper, auf der Online-Plattform X mit. In weniger als 36 Stunden seit Beginn der Blockade hätten US-Streitkräfte den Handel in Iran und aus Iran über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht, hieß es weiter.
Parallel erklärte CENTCOM in einem weiteren X-Beitrag, dass Zerstörer mit Lenkflugkörpern der Marine an der Blockade-Mission beteiligt seien. “Die Blockade wird unvoreingenommen gegen Schiffe aller Nationen durchgesetzt, die in die Küstengebiete oder Häfen Irans einlaufen oder diese verlassen”, hieß es darin.
06:30 Uhr
Vance sieht Fortschritte bei Verhandlungen mit Iran
US-Vizepräsident JD Vance gibt sich zuversichtlich über den Verlauf der Verhandlungen zur Beendigung des Iran-Krieges. Es gebe zwar viel Misstrauen zwischen Washington und Teheran, das nicht über Nacht gelöst werden könne, sagte Vance. Die iranischen Unterhändler wollten jedoch eine Einigung erzielen. “Ich habe ein sehr gutes Gefühl, was unsere Position angeht”, so der Vizepräsident.
06:30 Uhr
Israelisch-libanesisches Treffen endet ohne greifbares Ergebnis
Die ersten offiziellen bilateralen Gespräche zwischen Israel und dem Libanon sind in der Nacht ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Bei dem von US-Außenminister Marco Rubio in Washington ausgerichteten Treffen prallten die gegensätzlichen Interessen der beiden Nachbarstaaten aufeinander.
Während die libanesische Seite bislang auf eine Waffenruhe pochte, schloss Israel dies bisher aus und forderte die Entwaffnung der pro-iranischen Hisbollah-Miliz. In einer Erklärung des US-Außenministeriums nach dem rund zweistündigen Treffen in Washington conflict von “konstruktiven Gesprächen” und einem “historischen Meilenstein” die Rede.
06:30 Uhr
Liveblog vom Dienstag zum Nachlesen
Die am Montag in Kraft getretene Teilblockade der Straße von Hormus ist aus Sicht der USA “erfolgreich”. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten haben israelische und libanesische Vertreter auf politischer Ebene direkt miteinander gesprochen.
https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-iran-mittwoch-110.html