Iran-Liveblog: ++ Trump: Iran will angereichertes Uran abgeben ++ | EUROtoday


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Stand: 16.04.2026 • 22:12 Uhr

Laut US-Präsident Trump hat sich Iran bereit erklärt, sein angereichertes Uran zu übergeben. Israels Premierminister Netanjahu hat eine zehntägige Waffenruhe zwischen seinem Land und dem Libanon bestätigt.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick

22:12 Uhr

Wadephul dankt den USA für Friedensbemühungen

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat die von US-Präsident Donald Trump angekündigte zehntägige Waffenruhe im Libanon begrüßt. “Sie kann den Menschen auf beiden Seiten der Grenze eine wichtige Atempause verschaffen”, erklärte Wadephul in Berlin und dankte den USA für ihren Einsatz als Vermittler.

Nötig seien jetzt langfristige Vereinbarungen über die Sicherung der Grenze, den Schutz von Zivilisten beiderseits der blauen Linie sowie Sicherheit für die Blauhelme der UN-Friedensmission Unifil.

22:03 Uhr

Raketenangriffe im Norden Israels gemeldet

Vor Beginn der verkündeten Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel hat die Hisbollah-Miliz erneut zahlreiche Raketen auf Israel abgefeuert. In mehreren Orten im Norden Israels heulten Warnsirenen.

Nach Angaben des Nachrichtenportals „ynet“ wurden rund zehn Geschosse auf die israelische Küstenstadt Naharija abgefeuert. Die meisten davon seien von Israels Raketenabwehr abgefangen worden. Der israelische Kan-Sender berichtete zudem von Raketenangriffen auf die Umgebung der Stadt Karmiel. Ein Mensch sei von Raketensplittern schwer verletzt worden.

21:47 Uhr

Trump: Iran ist bereit, Uranbestände zu übergeben

Iran hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, seine Bestände von angereichertem Uran zu übergeben. Dies conflict eine der Bedingungen der USA für ein Abkommen mit Teheran. “Es gibt eine sehr gute Chance, dass wir einen Deal erzielen”, sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten in Washington, ohne nähere Angaben dazu zu machen.

Der US-Präsident hatte den Krieg gegen Iran unter anderem damit begründet, Teheran stehe mit seiner Uran-Anreicherung kurz vor dem Bau von Atomwaffen und könne damit “bald” sogar die USA angreifen.

21:34 Uhr

Iran lockert offenbar Telefon- und Internetsperre

Erstmals seit Kriegsbeginn sind wohl wieder Telefonate aus dem Ausland nach Iran möglich. Medienberichten zufolge ließ die Regierung internationale Anrufe auf Festnetzanschlüsse wieder zu – Anrufe auf Mobiltelefone blieben jedoch gesperrt. Auch der Zugang zum Internet sei in begrenztem Umfang wieder freigeschaltet.

Google-Dienste im Internet sind wohl ebenfalls nach quick 50 Tagen wieder erreichbar, sollen aber noch nicht stabil laufen. Die Regierung hatte kurz nach den Angriffen der USA und Israels am 28. Februar den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt. Zugelassen conflict lediglich das sogenannte nationale Internet, das nur den Zugang zu staatlich genehmigten Webseiten ermöglicht.

20:59 Uhr

Libanesische Armee warnt Anwohner vor verfrühter Rückkehr

Die staatliche Armee im Libanon hat Anwohnern wenige Stunden vor der angekündigten Waffenruhe zur Vorsicht geraten. Die Armee empfahl den durch Angriffe vertriebenen Menschen, mit der Rückkehr in ihre Häuser im Süden bis zum Inkrafttreten der Feuerpause zu warten. Anwohner sollten sich auch keinen Gebieten nähern, in die israelische Truppen vorgedrungen seien, hieß es.

20:42 Uhr

Klingbeil rechnet mit Konjunktur-Dämpfer

Die Folgen des Iran-Kriegs könnten die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil erheblich bremsen. “Dieser Krieg hat eine massive Auswirkung auf unser Wachstum und auf die wirtschaftliche Stärke”, sagte der SPD-Chef am Rande einer Veranstaltung in Washington.

Er sprach von einem erheblichen Dämpfer auf dem Weg, wieder ins wirtschaftliche Wachstum zu kommen. Der Druck für strukturelle Reformen habe sich eher noch einmal verschärft. “Die aktuellen Konjunkturprognosen zeigen, dass der Handlungsbedarf deutlich ist”, sagte der Finanzminister. “Wir brauchen Reformen.”

20:24 Uhr

Netanjahu bestätigt Waffenruhe im Libanon

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat seine Einwilligung in eine zehntägige Feuerpause im Libanon bestätigt. Er habe den Schritt unternommen, um Bemühungen um einen Frieden mit dem Libanon voranzutreiben, teilte er in einer Stellungnahme mit. Israel habe dabei zwei zentrale Forderungen: Eine Entwaffnung der Hisbollah und die Vereinbarung eines dauerhaften Friedens beider Staaten.

Während der Waffenruhe werde die israelische Armee in einer “verstärkten Sicherheitszone” im Südlibanon bleiben. Diese reiche vom Mittelmeer bis zur syrischen Grenze und sei etwa zehn Kilometer breit. Dies diene dem Schutz der Ortschaften im Norden Israels vor Hisbollah-Angriffen. “Wir haben die Möglichkeit, ein historisches Friedensabkommen mit dem Libanon zu erzielen”, so Netanjahu.

20:20 Uhr

Trump: Weiteres Treffen mit Iran am Wochenende möglich

US-Präsident Trump hat laut der Nachrichtenagentur Reuters ein weiteres Treffen zwischen den USA und Iran am kommenden Wochenende in Aussicht gestellt. Er sei sich zudem nicht sicher, ob die Waffenruhe verlängert werden müsse, sagte der Republikaner demnach gegenüber Journalisten in Washington.

Er sei zuversichtlich, dass eine Einigung mit Iran bald möglich sei. Insbesondere soll Iran laut dem US-Präsidenten angeboten haben, für mehr als 20 Jahre auf den Bau von Atomwaffen zu verzichten. Im Falle einer Einigung gehe Trump auch davon aus, dass die Ölpreise sowie die Inflation zeitnah sinken würden.

20:05 Uhr

Israelische Opposition kritisiert Waffenruhe im Libanon

Nach der Ankündigung einer zehntägigen Waffenruhe im Libanon hat Israels Oppositionsführer die Regierung seines Landes kritisiert. “Nicht zum ersten Mal zerschellen alle Versprechen dieser Regierung an der Realität”, schrieb Jair Lapid in einem Post auf der Plattform X.

Die Konfrontation im Libanon könne nur auf eine Weise enden: “durch die dauerhafte Beseitigung der Bedrohung für die Ortschaften im Norden”, schrieb er mit Blick auf die ständigen Raketenangriffe der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden Israels.

19:47 Uhr

Hisbollah lässt Einhaltung der Waffenruhe im Libanon offen

Die Hisbollah-Miliz hat zunächst offengelassen, ob sie sich an die von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe im Libanon halten wird. Jede Waffenruhe müsse “umfassend für das gesamte libanesische Gebiet” gelten und dürfe keinerlei Truppenbewegungen Israels zulassen, teilte die proiranische Miliz mit.

“Die anhaltende israelische Besatzung auf unserem Land gibt dem Libanon und seinem Volk das Recht, Widerstand zu leisten”, so die Hisbollah. Über den weiteren Kampf gegen Israel werde “je nach Entwicklung der Ereignisse entschieden”.

19:43 Uhr

Bundesbankchef: Keine Rezession absehbar

Laut Bundesbankchef Joachim Nagel wird der Ölpreisschock auf die deutsche Konjunktur durchschlagen, aber wohl keine Rezession auslösen. Die Wirtschaft sei zwar “respektabel ins Jahr gestartet”, sagte er am Rande der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington. Doch wirke der Krieg in Nahost als Wachstumsbremse. Nagel verwies darauf, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognosen für 2026 und 2027 um jeweils 0,3 Prozentpunkte nach unten korrigiert habe. Deutschland kann demnach 2026 nun noch mit einem Wachstum von 0,8 Prozent rechnen, 2027 dann von 1,2 Prozent. “Es müsste sehr, sehr viel passieren, dass man jetzt in die Rezession gehen würde”, sagte Nagel.

19:26 Uhr

China fordert Öffnung der Straße von Hormus

Der chinesische UN-Botschafter Fu Cong hat eine Öffnung der Meerenge von Hormus für den Schiffsverkehr verlangt. Die von US-Präsident Donald Trump verhängte Blockade sei “gefährlich und unverantwortlich”, sagte Fu vor der UN-Vollversammlung. Er forderte Iran auf, “proaktive Schritte” zu unternehmen, um die Wasserstraße zu öffnen, über die etwa 20 Prozent des weltweit geförderten Öls transportiert werden.

Peking sei in intensive Vermittlungen mit allen Parteien eingebunden, um Friedensgespräche zu fördern und ein Ende des Iran-Kriegs zu erreichen. Nur eine vollständige Waffenruhe könne die Voraussetzungen für eine Entspannung der Situation schaffen, sagte er.

19:08 Uhr

Ministerpräsident Salam begrüßt Waffenruhe

Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam hat die Waffenruhe-Ankündigung von US-Präsident Trump begrüßt. Eine Feuerpause sei vorderstes Ziel des Libanon gewesen. “Ich gratuliere allen Libanesen zu dieser Errungenschaft”, sagte er.

18:20 Uhr

Trump will Netanjahu und Aoun nach Washington einladen

US-Präsident Trump hat angekündigt, Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun ins Weiße Haus in Washington einzuladen. Ziel seien bedeutungsvolle Gespräche zwischen den beiden nahöstlichen Staaten.

17:58 Uhr

Trump: Israel und Libanon stimmen zehntägiger Waffenruhe zu

Mehr als sechs Wochen nach Beginn der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz hat US-Präsident Trump eine Waffenruhe im Libanon verkündet.

Die zehntägige Feuerpause solle um Mitternacht (Ortszeit) beginnen, schrieb er nach Gesprächen mit dem libanesischen Staatspräsidenten Joseph Aoun und mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu auf seiner Plattform Truth Social.

17:17 Uhr

Israelischer Verteidigungsminister droht Iran mit heftigen Angriffen

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sieht Iran vor einer grundlegenden Entscheidung. Das Land habe “die Wahl zwischen einer Brücke in die Zukunft und einem Abgrund der Isolation und Zerstörung”, sagte Katz. Falls sich die Führung in Teheran für Letzteres entscheide, werde sie schnell feststellen, dass Israel Ziele attackieren werde, “die noch schmerzhafter sind, als diejenigen, die wir bereits getroffen haben”. Katz stellte den Kampf seines Landes gegen die libanesische Hisbollah-Miliz als Teil einer umfassenden Konfrontation mit Iran dar.

16:31 Uhr

Deutschland will Minenjagdboote für Hormus-Mission anbieten

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will bei den Beratungen über eine Militärmission zur Sicherung der Straße von Hormus nach einem Ende der Kampfhandlungen am Freitag in Paris ein konkretes Angebot für eine deutsche Beteiligung machen. So soll die Bundeswehr Minenjagdboote, ein Begleitschiff und Aufklärungsflugzeuge bereitstellen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Regierungskreisen erfuhr.

16:16 Uhr

Bundeswehr-Mission in Straße von Hormus möglich

Deutschland ist bereit, sich an einer möglichen Mission zur Sicherung der Straße von Hormus mit Kapazitäten zum Minenräumen und zur Seeaufklärung zu beteiligen. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Regierungskreisen erfuhr, wird sich die Bundesregierung weiter an entsprechenden militärischen Planungsgesprächen beteiligen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nimmt am Freitag an internationalen Gesprächen zu einer möglichen Hormus-Mission in Paris teil.

Aus Regierungskreisen hieß es weiter, die Bundesregierung sei bereit, einen deutschen Beitrag zur Sicherung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus zu leisten. Dies könne nach Ende der Kampfhandlungen einen Einsatz der Bundeswehr im Rahmen einer internationalen Operation umfassen, sobald hierfür eine Rechtsgrundlage, ein Mandat des Deutschen Bundestags und ein tragfähiges militärisches Konzept vorlägen.

15:50 Uhr

Syrien verkündet Abzug aller US-Truppen

Syriens Regierung hat den vollständigen Abzug der bisher im Land stationierten US-Truppen verkündet. Die “militärischen Einrichtungen, an denen Truppen der Vereinigten Staaten zuvor in Syrien anwesend waren”, seien “komplett an die syrische Regierung übergeben” worden, teilte das Außenministerium in Damaskus mit.

Von der US-Regierung in Washington oder dem US-Militär gab es zunächst keine Bestätigung des vollständigen Abzugs.

Der Schritt deutete sich aber schon seit Monaten an. Im Februar gab es Berichte über Pläne für den Abzug innerhalb von 30, 60 oder 90 Tagen.

15:40 Uhr

Wohl kein baldiges Telefonat von Aoun und Netanjahu

Der libanesische Präsident Joseph Aoun wird libanesischen Regierungskreisen zufolge in naher Zukunft nicht mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu telefonieren. Zwei der libanesischen Regierungsvertreter sagen, die libanesische Botschaft in Washington habe die US-Regierung im Vorfeld eines Telefonats zwischen Aoun und Außenminister Marco Rubio darüber informiert, dass Aoun nicht mit Netanjahu sprechen werde.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump ein Gespräch auf höchster Regierungsebene angekündigt. Eine israelische Ministerin hatte dies bestätigt und ein Telefonat zwischen Aoun und Netanjahu in Aussicht gestellt.

15:10 Uhr

Aoun spricht mit Rubio

Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat vor einem für heute erwarteten Telefongespräch mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu zunächst mit US-Außenminister Marco Rubio gesprochen. Aouns Büro teilte mit, Rubio habe in dem Telefonat seine Bemühungen um eine Waffenruhe als Voraussetzung für Frieden, Sicherheit und Stabilität im Libanon bekräftigt.

14:38 Uhr

Hegseth warnt Iran: Sind bereit zu neuen Kampfeinsätzen

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth fordert Iran nachdrücklich auf, einem Friedensabkommen zuzustimmen. Sollte er dies nicht tun, stünden die US-Streitkräfte im Nahen Osten bereit, Kampfeinsätze wiederaufzunehmen, sagte Hegseth während eines Briefings im Pentagon.

Iran könne sich “für eine blühende Zukunft entscheiden, für eine goldene Brücke”, und die USA hofften, dass Iran dies für seine Bevölkerung tun werde. Sollte das Land sich jedoch falsch entscheiden, “wird es eine Blockade geben und Bomben werden auf die Infrastruktur, auf Strom- und Energieanlagen fallen”, so Hegseth.

Auch US-Generalstabschef Dan ​Caine forderte im Zuge des Briefings Iran nochmals nachdrücklich zur Beachtung der Seeblockade auf.

14:32 Uhr

Israel will Gespräche auf höchster Ebene mit Libanon

Trotz der andauernden Kämpfe will Israels Premierminister Benjamin Netanjahu nach Angaben der israelischen Regierung heute mit dem libanesischen Präsidenten Aoun telefonieren. Kontakte auf dieser Ebene gab es seit Jahrzehnten nicht.

13:33 Uhr

Infantino: Iran kommt auf jeden Fall zur WM

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat bekräftigt, dass Iran trotz des Kriegs mit den USA “auf jeden Fall” an der Fußball-WM im Sommer teilnehmen wird. “Die iranische Mannschaft kommt ganz sicher”, sagte Infantino auf dem “Invest in America Forum” des Fernsehsenders CNBC.

Infantino betonte, wie wichtig die Teilnahme des Landes an der WM sei. “Sie vertreten ihr Volk. Sie sind qualifiziert. Die Spieler wollen spielen”, sagte Infantino, der die iranische Nationalmannschaft vor zwei Wochen in Antalya in der Türkei getroffen hatte. Die Entscheidung über eine Teilnahme Irans an der WM solle vom Nationalen Sicherheitsrat des Landes in Abstimmung mit der Regierung getroffen werden, hieß es zuletzt.

13:30 Uhr

Lockerung von US-Sanktionen für russisches Erdöl wird nicht verlängert

Die USA lassen im Zuge des Iran-Kriegs beschlossene Sanktionslockerungen für russisches Erdöl auslaufen. “Wir werden die Generallizenz für russisches Öl nicht verlängern”, sagte US-Finanzminister Scott Bessent. Bereits am Dienstag hatte Washington mitgeteilt, dass auch die Ausnahmeregelung für iranisches Öl nicht verlängert wird.

Die USA hatten vor einem Monat wegen der Sperrung der Straße von Hormus und der in der Folge stark gestiegenen Ölpreise die gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs verhängten Sanktionen gelockert. Das US-Finanzministerium erteilte eine Lizenz, die den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten erlaubt, die vor dem 12. März auf Schiffe verladen wurden. Dies conflict nur als vorübergehende Maßnahme gedacht.

13:03 Uhr

Libanon: Israelischer Angriff zerstört letzte Brücke in den Süden

Ein israelischer Angriff hat die letzte Brücke zwischen dem Südlibanon und dem Rest des Landes gekappt. Das Bauwerk sei “zertrümmert” worden, sagt ein hochrangiger libanesischer Sicherheitsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Reparatur sei ausgeschlossen.

11:54 Uhr

Iran-Krieg treibt Inflation im Euroraum hoch

Der Iran-Krieg treibt die Inflation in der Eurozone deutlich nach oben. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise im März um 2,6 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit ist die Teuerung im Währungsraum so stark wie seit Juli 2024 nicht mehr. Im Februar hatte die Inflationsrate nur bei 1,9 Prozent gelegen.

Angetrieben wurde die Inflation im Euroraum im März durch die infolge des Iran-Kriegs gestiegenen Energiepreise. Diese legten um 5,1 Prozent im Jahresvergleich zu.

11:39 Uhr

Britische Außenministerin warnt vor Zöllen für Straße von Hormus

Die britische Außenministerin Yvette Cooper hat vor Beratungen über eine mögliche Militärmission zur Absicherung der Straße von Hormus nach dem Iran-Krieg die Bedeutung der zollfreien Schifffahrt betont. “Es kann definitiv nicht sein, dass Seewege wie die Straße von Hormus von einzelnen Staaten kontrolliert werden und dass dort Zölle erhoben werden”, sagte sie bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) zum deutsch-britischen Freundschaftsvertrag in Berlin. Eine Kommerzialisierung geografischer Gebiete untergrabe den Grundsatz des Freihandels und des Völkerrechts, sagte Cooper.

Mehrere europäische Staaten wollen morgen auf einer von Frankreich und Großbritannien initiierten Konferenz in Paris über einen Plan zur Sicherung der internationalen Schifffahrt nach dem Iran-Krieg beraten. Auch Kanzler Friedrich Merz (CDU) will anreisen. Die kriegführenden Länder USA, Israel und der Iran sind nicht eingeladen.

10:51 Uhr

Iran: Hoffnung auf Verlängerung der Feuerpause

Iran und die USA verzeichnen bei ihren Bemühungen um ein Abkommen zur Beendigung des Krieges einem hochrangigen iranischen Vertreter zufolge gewisse Fortschritte. Nach mehr als der Hälfte einer zweiwöchigen Waffenruhe gebe es jedoch weiterhin große Meinungsverschiedenheiten, unter anderem über die nuklearen Ambitionen Teherans, sagt der Insider.

Ein Besuch des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran habe dazu beigetragen, die Differenzen in einigen Punkten zu verringern. Dies nähre die Hoffnung auf eine Verlängerung der Feuerpause und neue Gespräche zwischen Teheran und Washington.

10:47 Uhr

Südlibanon: “Israel hat mehrere Städte angegriffen”

ARD-Korrespondentin Stella Männer berichtet aus Beirut über die aktuelle Lage im Süden des Libanon.

10:20 Uhr

EU plant Maßnahmen gegen drohenden Kerosinmangel

Der Notfallplan der Europäischen Union (EU) gegen drohenden Kerosinmangel infolge des Iran-Krieges nimmt Gestalt an. Wie aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf des für 22. April angekündigten Konzepts hervorgeht, sollen die Raffineriekapazitäten in Europa erfasst werden und deren volle Auslastung sichergestellt werden.

Europäische Fluggesellschaften hatten vor Kerosinengpässen binnen Wochen gewarnt, sollte die Versorgung aus dem Nahen Osten blockiert bleiben. Dies könnte den Reiseverkehr vor dem Sommer erheblich beeinträchtigen. Europa importiert nach Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) 30 Prozent seines Bedarfs an Flugbenzin. Rund 75 Prozent der Einfuhren stammen aus dem Nahen Osten. Viele europäische Raffinerien arbeiten bereits an der Kapazitätsgrenze. Zudem ist die Versorgung in Europa sehr ungleichmäßig.

09:55 Uhr

Israel: Netanjahu wird mit libanesischem Präsidenten sprechen

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu wird nach Angaben eines Mitglieds seines Sicherheitskabinetts mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun sprechen. Diese Ankündigung macht die Ministerin für Wissenschaft und Technologie, Gila Gamliel, im Armeeradio. Ein Vertreter des Libanon erklärt gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters jedoch, dass die libanesische Regierung keine Informationen über einen bevorstehenden Kontakt habe. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump ein Treffen der “Anführer” beider Länder angekündigt.

09:37 Uhr

Laut Pakistan noch kein Datum für USA-Iran-Gespräche

Pakistan zufolge gibt es noch kein Datum für die Fortsetzung der Gespräche zwischen den USA und Iran. Es gebe auch noch keine Informationen zum Ort der Verhandlungen, teilt das pakistanische Außenministerium mit. Es würden aber alle Kommunikationskanäle zwischen Washington und Teheran offengehalten.

09:37 Uhr

Australien erhöht Militärausgaben wegen globaler Spannungen

Angesichts der globalen Auswirkungen des Iran-Krieges erhöht Australien seine Militärausgaben deutlich. Verteidigungsminister Richard Marles veröffentlichte die Aktualisierung der Verteidigungsstrategie des Landes und erklärte, in den kommenden zehn Jahren seien zusätzliche 53 Milliarden australische Dollar (32 Milliarden Euro) für sein Ressort eingeplant. Der australische Verteidigungshaushalt steigt dem Minister zufolge damit von 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr auf drei Prozent bis 2033.

Der Iran-Krieg habe die globale strategische Lage erheblich verkompliziert, sagte Marles. Australien stehe vor den komplexesten und bedrohlichsten strategischen Herausforderungen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Marles erklärte, die Entscheidung für eine Erhöhung des Verteidigungsetats sei keine Reaktion auf den Druck der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Das US-Außenministerium veröffentlichte im Januar seine eigene nationale Verteidigungsstrategie, in der es die Verbündeten ermahnte, mehr Verantwortung für ihre eigene Sicherheit zu übernehmen.

07:59 Uhr

Anzeichen für zweite Verhandlungsrunde zwischen USA und Iran

Nach dem Scheitern einer ersten Runde von Friedensgesprächen verdichten dich die Anzeichen für eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und Iran. “Es gibt diese Diskussionen”, sagte die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Karoline Leavitt, über die Möglichkeit neuer Gespräche. Die US-Regierung sei guter Dinge, dass es zu einem “Deal” kommen könne. Eine zweite Gesprächsrunde würde “sehr wahrscheinlich” wieder in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad stattfinden, so Leavitt.

Pakistan setzte derweil seine Vermittlungsbemühungen fort. Eine vom pakistanischen Armeechef Asim Munir angeführte Delegation wurde gestern in Teheran vom iranischen Außenminister Abbas Araghtschi empfangen. Bei dem Treffen sollte laut iranischem Staatsfernsehen eine neue Botschaft der USA überbracht und die Möglichkeit einer zweiten Verhandlungsrunde erörtert werden. Nach Angaben des Sprechers des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, wurden bereits in den vergangenen Tagen “via Pakistan mehrere Nachrichten (mit den USA) ausgetauscht”.

07:28 Uhr

Trump: Spitzengespräche zwischen Israel und Libanon

Israel und der Libanon werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump heute zu Gesprächen auf höchster Ebene zusammenkommen. Die “Anführer” beider Nachbarländer hätten seit Langem nicht mehr miteinander gesprochen, bestimmt 34 Jahre, schrieb der Republikaner gestern auf seiner Plattform Truth Social und fügte hinzu: “Morgen (Donnerstag) wird es passieren. Fein!”

Hintergrund ist der andauernde Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz. Wen genau Trump mit den Anführern beider Länder meint, geht aus seinem Post nicht hervor. Es gehe darum zu versuchen, “etwas Luft zwischen Israel und dem Libanon zu schaffen”, schrieb Trump. Vertreter beider Staaten waren bereits am Dienstagabend in Washington erstmals seit Jahrzehnten zu direkten Gesprächen auf politischer Ebene zusammengekommen.

07:07 Uhr

Netanjahu: “Sicherheitszone” im Libanon wird ausgeweitet

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu lässt im Kampf gegen die libanesische Hisbollah-Miliz offenbar eine “Sicherheitszone” im nördlichen Nachbarland ausweiten. Er habe die israelischen Streitkräfte angewiesen, die “Sicherheitszone” im Süden des Libanons weiter auszudehnen, sagte Netanjahu laut einer Mitteilung seines Büros. Parallel dazu führe man Verhandlungen mit dem Libanon. Das israelische Sicherheitskabinett wollte laut Medien gestern Abend über eine Waffenruhe beraten. Die Sitzung sei aber ohne Beschluss beendet worden, schrieb “Axios”-Reporter Barak Ravid auf X.

06:19 Uhr

China pocht auf freie Schifffahrt in der Straße von Hormus

Der chinesische Außenminister Wang Yi hat Iran aufgefordert, die normale Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen. Wang habe mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araqchi telefoniert, teilte das chinesische Außenministerium mit. Zwar müssten die Souveränität und die Sicherheit Irans in der Meerenge respektiert werden, sagte Wang demnach. Jedoch müsse auch die Freiheit und Sicherheit der Schifffahrt auf dem Wasserweg gewährleistet sein. Zurzeit öffne sich ein kritisches Fenster für den Frieden.

China unterstütze die Einhaltung des Waffenstillstands und die Fortführung der Verhandlungen. Dies sei im Interesse Irans, der Region und der Welt. China sei bereit, sich weiter für eine Entspannung der Situation und eine Verbesserung der Beziehungen zwischen den Ländern der Region einzusetzen.

06:16 Uhr

Nobelpreisträgerin Mohammadi offenbar in kritischem Zustand

Die inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi befindet sich nach Angaben ihres Bruders in einem kritischen Gesundheitszustand. Hamid-Reza Mohammadi schrieb auf X, seine Schwester sei nach einem Herzinfarkt Ende März stark geschwächt und habe erheblich an Gewicht verloren. Die Familie sei sehr besorgt. Zudem soll die medizinische Versorgung im Gefängnis unzureichend sein, was Unterstützer und Unterstützerinnen bereits in der Vergangenheit beklagten.

Mohammadi, die 2023 den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe in Iran erhielt, ist im Zentralgefängnis der Stadt Sandschan inhaftiert. Anfang Februar wurde sie laut ihrem Anwalt erneut zu mehreren Jahren Haft verurteilt, zudem gilt für sie ein zweijähriges Ausreiseverbot.

05:14 Uhr

Liveblog vom Mittwoch zum Nachlesen

Die Vereinten Nationen stellen für die vom Krieg betroffene Bevölkerung in Iran zehn Millionen Euro bereit. Kanzler Merz reist am Freitag zu Beratungen über eine mögliche Militärmission zur Absicherung der Straße von Hormus in Paris.

https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-iran-donnerstag-110.html