Iran-Liveblog: ++ UN-Resolution zu Straße von Hormus gescheitert ++ | EUROtoday
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China und Russland haben im UN-Sicherheitsrat eine Resolution, die auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus abzielte, blockiert. Das US-Außenministerium rät US-Bürgern in Bahrain, Schutzräume aufzusuchen.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
19:12 Uhr
US-Journalistin nach Entführung im Irak wieder frei
Die am 31. März in Bagdad entführte US-Journalistin Shelly Kittleson ist wieder frei. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AP aus informierten irakischen Kreisen, kurz nachdem die vom Iran unterstützte Miliz Kataib Hisbollah Kittlesons Freilassung angekündigt hatte.
18:49 Uhr
Iran will Internet bis Kriegsende blockieren
Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani hat einen freien Zugang der Bevölkerung zum globalen Internet vorerst ausgeschlossen. Sie sagte im staatlichen Fernsehen Irib, die Regierung verfolge zwar das Ziel eines freien Internetzugangs, aber im Krieg gelten andere Überlegungen.
Es handelt sich um die bislang längste ununterbrochene Internetsperre in der Geschichte des Landes. Die 90 Millionen Iraner haben bis auf Ausnahmen seit dem 28. Februar nur Zugang zu einem eingeschränkten internen Intranet, in dem es nur staatlich genehmigte Inhalte gibt.
Dagegen nutzt ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind. Als Folge der Sperre ist der Onlinehandel nahezu vollständig zusammengebrochen. Hunderttausende Unternehmen sind betroffen. Viele Händler sind auf soziale Netzwerke wie Instagram angewiesen, um Produkte und Dienstleistungen zu bewerben.
18:41 Uhr
UN-Hochkommissar: Trumps Drohung gegen Iran “widerlich”
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, warnt nach den jüngsten US-Drohungen gegen Iran vor schweren Völkerrechtsverletzungen. Er verurteile insbesondere die Drohungen, eine ganze Zivilisation auszulöschen und zivile Infrastruktur anzugreifen, sagte der österreichischen UN-Diplomat in Genf. “Das ist widerlich”, meinte er nach entsprechenden Aussagen von US-Präsident Donald Trump.
Die Umsetzung solcher Drohungen komme schwersten Völkerrechts-Verbrechen gleich, warnte Türk in seiner Stellungnahme, ohne das US-Staatsoberhaupt explizit zu nennen. Der Hochkommissar kritisierte jedoch nicht nur Trump. Er verurteilte “die Flut hetzerischer Rhetorik” von allen Kriegsparteien, die in den letzten Wochen in dem Konflikt zu hören gewesen sei.
18:36 Uhr
Berichte: Iran bricht nach Drohungen Kontakt mit US-Seite ab
Nach den heftigen Drohungen von Präsident Donald Trump hat Iran Medienberichten zufolge den Kontakt mit der US-Seite abgebrochen. Der Iran habe seine “direkte Kommunikation” mit den USA unterbrochen, schrieb das Wall Street Journal unter Berufung auf Beamte im Nahen Osten. Der Schritt verkompliziere die Bemühungen um eine Einigung, Gespräche über Vermittler liefen aber weiter. Die New York Times berichtete unter Berufung auf hochrangige iranische Beamte, Teheran habe seine “Verhandlungsbemühungen mit den USA” eingestellt.
Eine iranische Regierungssprecherin teilte mit, dass es über die Vermittlerstaaten weiterhin einen Austausch gebe, der jedoch bislang zu keinem Durchbruch geführt habe. “Die Sprache der Herabwürdigung und Beleidigung blockiert derzeit den Weg zu jeder Verständigung und einer möglichen Einigung”, sagte sie im Staatsfernsehen Irib.
18:33 Uhr
US-Behörde erwartet hohen Ölpreis bis mindestens Jahresende
Die Kraftstoffpreise könnten nach Einschätzung der US-Energiebehörde EIA selbst nach einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus noch monatelang steigen. Eine vollständige Wiederherstellung der Öltransporte durch die Meerenge werde auch nach einem Ende des Konflikts Monate dauern, teilte die Behörde in ihrem kurzfristigen Energieausblick mit. Wegen der Unsicherheit über künftige Lieferausfälle dürften die Ölpreise bis zum Jahresende über dem Vorkrisenniveau bleiben.
18:13 Uhr
China und Russland blockieren UN-Resolution zur Öffnung der Straße von Hormus
Bei einer Abstimmung im UN-Sicherheitsrat ist eine Resolution Bahrains gescheitert, die darauf abzielte, die Straße von Hormus wieder für die Handelsschifffahrt zu öffnen. China und Russland stimmten als einzige Länder gegen den Vorschlag. Dieser warfare zuvor bereits abgeschwächt worden – in der Hoffnung, dass die beiden Staaten zustimmen. Elf Länder stimmten für die Resolution, zwei enthielten sich.
17:48 Uhr
Iran: Keine Schäden an Ölanlagen auf Charg
Der jüngste US-israelische Angriff auf die iranische Insel Charg hat nach Angaben aus Teheran keine Ölanlagen beschädigt. Die Lage sei unter Kontrolle und der Betrieb laufe störungsfrei weiter, meldete die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf Insider. Auch aus US-Kreisen erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters, die Öl-Infrastruktur sei nicht getroffen worden.
Über das Terminal auf der Insel Charg wickelt Iran rund 90 Prozent seiner Ölexporte ab, wobei ein Großteil der Lieferungen für China bestimmt ist.
17:38 Uhr
DIW-Expertin: Schwerste fossile Energiekrise unserer Zeit
Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Kemfert spricht angesichts des Iran-Kriegs und seiner Folgen von der schwersten fossilen Energiekrise unserer Zeit. “Die Aussage des Chefs der Internationalen Energieagentur, wonach die Welt noch nie eine Unterbrechung der Energieversorgung im derzeitigen Ausmaß erlebt habe, klingt drastisch, stimmt aber”, sagte die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) laut Mitteilung.
Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hatte angesichts des Iran-Kriegs und der weitgehend blockierten Straße von Hormus vor einer Zuspitzung der Probleme bei der Ölversorgung gewarnt. “Betrachtet man die drei großen Öl- und Gaskrisen der Vergangenheit, so ist die aktuelle Krise schwerwiegender als die von 1973, 1979 und 2022 zusammen. Wir stehen vor einem großen Energie-Schock, der einen Öl-, einen Gas- und einen Nahrungsmittel-Schock vereint”, sagte Birol in Paris der Zeitung Le Figaro.
So ein multipler Preisschock sei kein einmaliger Ausnahmefall, sondern typisch für ein fossiles Energiesystem, das auf geopolitischen Abhängigkeiten basiert, sagte Kemfert. Strategische Reserven könnten den Druck kurzfristig etwas lindern, lösten aber nicht das Problem. “Solange wir an Öl und Gas festhalten, bleiben wir erpressbar und anfällig für massive Preisschocks.”
Die einzige nachhaltige Antwort auf die Krise ist aus Sicht der Energieexpertin klar: “Raus aus fossilen Abhängigkeiten.” Erneuerbare Energien seien der beste Schutzschild – sie müssten nicht importiert werden, seien ausreichend vorhanden und taugten nicht als Erpressungsmittel.
17:29 Uhr
Energiekrise: IEA-Chef trifft Spitzen von IWF und Weltbank
Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, trifft sich am Montag mit IWF-Chefin Kristalina Georgiewa und Weltbank-Präsident Ajay Banga. Die durch den Iran-Krieg ausgelöste Energiekrise erfordere eine Bündelung aller Kräfte und internationale Zusammenarbeit, teilte Birol auf der Plattform X mit.
17:26 Uhr
Nach Austritts-Drohungen: NATO-Chef trifft Trump am Mittwoch
Vor dem Hintergrund heftiger Kritik aus Washington an der NATO trifft deren Generalsekretär Mark Rutte am Mittwoch US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus in Washington. Rutte und Trump wollten bei ihrem Gespräch “die aktuelle Sicherheitslage” erörtern, “einschließlich im Kontext des Iran sowie des andauernden Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine”, teilte eine NATO-Vertreterin mit.
17:08 Uhr
Carney mahnt Schutz von Zivilisten an
Der kanadische Premierminister Mark Carney hat die am Iran-Krieg beteiligten Länder dazu aufgerufen, Zivilisten zu verschonen. Die am Konflikt beteiligten Parteien müssen das Völkerrecht respektieren, und das bedeute, dass sie nicht auf Zivilisten und zivile Infrastruktur abzielen, sagte Carney.
17:00 Uhr
Schutzempfehlung für US-Bürger in Bahrain
Das US-Außenministerium rät allen US-Bürgern in Bahrain, Schutzräume aufzusuchen. Das teilte das Ministerium mit. Die Empfehlung gelte bis auf Weiteres.
16:30 Uhr
Netanjahu: Israels Luftwaffe greift Bahnstrecken in Iran an
Israels Luftwaffe hat nach Angaben des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Iran Bahnstrecken und Brücken angegriffen. Diese würden von der Revolutionsgarde genutzt und dafür “verwendet, Rohstoffe für Waffen, Waffen selbst sowie die operativen Kräfte zu transportieren, die uns, die USA und auch die Länder der Region angreifen – jene operativen Kräfte, die zugleich das iranische Volk unterdrücken”, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. Die Vorwürfe lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Das israelische Militär hatte die Menschen davor gewarnt, heute die Bahn zu benutzen. Die Iraner sollten bis zum Abend auf die Nutzung von Zügen und auf Zugfahrten im gesamten Land verzichten, warnte das Militär auf der Plattform X.
16:19 Uhr
Katar warnt vor Kontrollverlust im Iran-Krieg
Angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg hat Katar eindringlich vor einem Kontrollverlust in der Region gewarnt. Man stehe unmittelbar vor einem Punkt, an dem die Gewaltspirale nicht mehr zu stoppen sei, sagte Katars Außenamtssprecher Madschid al-Ansari in der Hauptstadt Doha.
Er forderte alle beteiligten Parteien auf, den Krieg zu beenden, bevor er vollständig eskaliere. Al-Ansari verurteile die andauernden Angriffe Irans auf die Golfstaaten. “Die Eingriffe Irans in unsere Souveränität sind in keiner Weise zu rechtfertigen”, sagte er. “In diesem Krieg gibt es keine Gewinner, sondern nur Verlierer”, betonte der Sprecher. Der Kreis der Betroffenen vergrößere sich durch die wirtschaftlichen Auswirkungen jeden Tag.
16:15 Uhr
Vance: Vor Ablauf des US-Ultimatums laufen Gespräche mit Iran
Kurz vor Ablauf eines US-Ultimatums an Iran wird es nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance noch Verhandlungen geben. Es werde “zahlreiche Gespräche” geben, sagte Vance bei einem Besuch in der ungarischen Hauptstadt Budapest.
Medien zufolge sprechen Unterhändler der USA und des Iran unter Vermittlung Pakistans seit Tagen über eine Waffenruhe. Demnach sind sich beide Konfliktparteien aber in vielen Punkten uneins. Für den Fall, dass es keine Verhandlungslösung gebe, hätten die USA aber “Werkzeuge im Kasten”, für deren Einsatz sie sich bislang noch nicht entschieden hätten, fügte Vance hinzu. Er sei aber “zuversichtlich”, dass es dazu nicht kommen werde.
15:17 Uhr
Politologe: Trump droht aus Verzweiflung
Laut dem Politologen Stephan Bierling sind die immer schärfer werdenden Drohungen von US-Präsident Trump gegen Iran ein Zeichen zunehmender Nervosität. Teheran hingegen habe nichts zu verlieren, erklärt Bierling im tagesschau24-Interview.
14:51 Uhr
Israel hat weitere wichtige Brücke im Südlibanon zerstört
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine weitere strategisch wichtige Brücke über den Litani-Fluss im Süden des Libanons zerstört. Die israelische Armee warf der Hisbollah-Miliz vor, darüber Waffen in den Süden des Landes geschmuggelt zu haben. Der Angriff fand demnach bereits am Montag statt.
Nach israelischen Militärangaben wurden in den vergangenen Wochen sieben Brücken und Übergänge im Süden des Landes zerstört. Sie gehören zur zivilen Infrastruktur des Landes und verbinden den Süden mit dem restlichen Teil des Landes.
14:24 Uhr
Trump: “Heute Nacht wird eine ganze Zivilisation untergehen.”
Wenige Stunden vor Ablauf seines Ultimatums an Teheran hat US-Präsident Donald Trump Iran mit scharfen Worten gewarnt. “Heute Nacht wird eine ganze Zivilisation untergehen, um nie wieder zurückzukehren”, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. “Ich möchte nicht, dass das geschieht, aber es wird wahrscheinlich so kommen.”
Trump schrieb weiter, dass es aber vielleicht noch eine Chance gebe. “Wer weiß? Wir werden es heute Nacht erfahren”, so der US-Präsident.
13:49 Uhr
Handelskammer: Russland als großer Gewinner des Iran-Kriegs
Russland erzielt nach Berechnungen der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer durch die faktische Sperrung der Straße von Hormus zuzätzliche Milliardeneinnahmen. Die Gewinne Russlands beim Export von Öl, Gas und Dünger beliefen sich auf monatlich mehr als zehn Milliarden Euro, teilte die Kammer mit. “Russland ist damit der große Gewinner des neuen Krieges im Nahen Osten“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Kammer, Matthias Schepp, der Deutschen Presse-Agentur.
Russlands Ministerpräsident Michail Mischustin sagte, der Konflikt im Nahen Osten habe Moskau neue Möglichkeiten eröffnet und das Land habe das Potenzial, seine weltweiten Exporte von Energie, Rohstoffen und Lebensmitteln rasch zu steigern.
13:11 Uhr
Dieselpreis steigt auf Rekordhöhe
Die Treibstoffpreise steigen weiter, und Diesel hat erstmals im bundesweiten Durchschnitt mehr als 2,50 Euro gekostet. Direkt nach der mittäglichen Erhöhung ermittelte der ADAC für 12.15 Uhr einen Preis von 2,502 Euro professional Liter. Das waren 9 Cent mehr als noch eine halbe Stunde zuvor.
Superbenzin der Sorte E10 verteuerte sich um 7,6 Cent auf 2,235 professional Liter. Die Spritpreise eilen derzeit von Rekord zu Rekord. Im Vergleich zum letzten Tag vor Kriegsausbruch ist E10 um intestine 41 Cent gestiegen, bei Diesel sind es quick 70 Cent.
12:18 Uhr
Iran meldet Explosionen auf Ölinsel Charg
Iran hat neue Explosionen auf der Insel Charg im Persischen Golf gemeldet. Die Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die Insel werde angegriffen. Dort hatte das US-Militär bereits Mitte März Luftangriffe ausgeführt. Charg ist das wichtigste Exportterminal für iranisches Erdöl im Persischen Golf. Ein großer Teil der Ölproduktion wird von dort verschifft.
11:32 Uhr
Internationale Energieagentur warnt vor schwarzem April
Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat angesichts des Iran-Kriegs und der weitgehend blockierten Straße von Hormus vor weiteren Folgen bei der Ölversorgung gewarnt. “Man muss sich bewusst sein, dass der März zwar sehr schwierig war, der April aber noch viel schlimmer werden wird”, sagte Birol der Zeitung Le Figaro. Die Golfstaaten förderten nur noch etwas mehr als die Hälfte der Menge wie vor dem Krieg, und Erdgas werde gar nicht mehr exportiert.
Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, ist besorgt
“Sollte die Meerenge tatsächlich den ganzen April über gesperrt bleiben, werden wir doppelt so viel Rohöl und Raffinerieprodukte verlieren wie im März. Wir stehen vor einem schwarzen April, sagte Birol. Er sei sehr pessimistisch, weil dieser Krieg eine der Lebensadern der Weltwirtschaft lahmlege. “Nicht nur Öl und Gas, sondern auch Düngemittel, Petrochemikalien, Helium und vieles mehr.“
10:53 Uhr
Raketenangriff auf Tel Aviv
Iran hat erneut Tel Aviv beschossen. Verletzte soll es dabei diesmal nicht gegeben haben, berichtet Björn Dake aus Israel.
10:40 Uhr
Luftangriffe auf Teheran
Die iranische Hauptstadt Teheran ist nach Angaben des staatlichen Fernsehens aus der Luft bombardiert worden. Dabei seien unter anderem Wohngebiete getroffen worden, berichtete der iranische Sender. Auch der schiitische Wallfahrtsort Ghom sei Ziel von Angriffen geworden. Bei einem Luftangriff in der Provinz Albors, nordwestlich von Teheran, kamen nach Angaben der staatlichen Medien 18 Menschen ums Leben.
10:01 Uhr
Frankreichs Außenminister warnt vor Verstößen gegen Völkerrecht
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hat vor Angriffen auf zivile Einrichtungen und Energieinfrastruktur in Iran gewarnt. Solche Angriffe verstießen gegen die Regeln des Krieges und des Völkerrechts. Sie würden auch mit Sicherheit Vergeltungsmaßnahmen des Irans auslösen, sagte der Minister dem Fernsehsender France Info. US-Präsident Donald Trump hatte mit solchen Angriffen gedroht, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht bis Mittwochmorgen (MESZ) für den Schiffsverkehr öffnen.
09:50 Uhr
CDU-Politiker Hardt hofft auf Verhandlungslösung
Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt hofft trotz aller Drohungen von US-Präsident Donald Trump auf eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg. “Ich glaube nach wie vor, dass sowohl diese Ultimaten als auch die Zusammenziehung von Bodentruppen in der Region alles Drohszenarien sind, die den Iran dazu bringen sollen, auf eine wie auch immer geartete Verhandlungslösung einzustimmen”, sagte Hardt im “Frühstart” von RTL/ntv.
Das Regime in Iran verfüge offensichtlich noch “über Reserven an Waffen und Raketen, so dass eine militärische Lösung aus der Luft oder durch eine Invasion meines Erachtens nicht die Option ist, die Amerika ernsthaft erwägen sollte”.
09:19 Uhr
Saudi-Arabien öffnet wieder einzige Landverbindung zu Bahrain
Nach einer mehrstündigen Sperre aus Sorge vor iranischen Angriffen hat Saudi-Arabien die einzige Landverbindung zum Inselstaat Bahrain wieder geöffnet. Das gab die zuständige Behörde bekannt. Der König-Fahd-Damm, der Saudi-Arabien mit Bahrain verbindet, warfare am frühen Morgen gesperrt worden. Der Verkehr warfare demnach “als Vorsichtsmaßnahme” wegen iranischer Angriffe auf die ölreiche Ostprovinz Saudi-Arabiens ausgesetzt worden. Es handelt sich um eine 25 Kilometer lange Strecke, die aus Brücken und Dämmen besteht. Bahrain ist ein wichtiger Stützpunkt für die US-Marine.
08:26 Uhr
Sorge bei Iranern in Deutschland
Bis zum Beginn des Kriegs gab es bei den Iranern und Iranerinnen in Deutschland Hoffnung auf einen Regimewechsel, viele demonstrierten für Demokratie, doch nun herrsche vor allem Sorge, berichtet Isabel Schayani.
08:03 Uhr
Ölpreise steigen nach jüngstem Ultimatum Trumps
Vor Ablauf des jüngsten Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an Teheran steigen die Ölpreise wieder. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni legte im frühen Handel 1,2 Prozent auf 111,11 US-Dollar zu. Damit näherte sich der Juni-Terminkontrakt wieder dem Hoch aus dem März von etwas mehr als 112 Dollar. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs verteuerte sich die Referenzsorte für den weltweite Ölmarkt um mehr als 50 Prozent.
Trump hatte Iran mit einer Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke gedroht, sollte Teheran nicht rechtzeitig einlenken. Die Frist dafür läuft am Mittwoch um 2.00 Uhr deutscher Zeit aus.
07:42 Uhr
Israel warnt Iraner vor Reisen in Zügen
Das israelische Militär hat iranische Reisende davor gewarnt, die Bahn zu benutzen. Die Iraner sollten ab sofort bis zum Abend auf die Nutzung von Zügen und auf Zugfahrten im gesamten Land verzichten, warnte das Militär auf der Plattform X. “Ihr Aufenthalt in Zügen und in der Nähe von Bahnstrecken gefährdet Ihr Leben.“ Israel greift wie die USA seit Wochen immer wieder Ziele im Iran an.
06:56 Uhr
Saudi-Arabien schließt Brücke nach Bahrain
Saudi-Arabien hat am frühen Dienstag die einzige Landverbindung zum Inselstaat Bahrain gekappt. Der König-Fahd-Damm, der Saudi-Arabien mit Bahrain verbindet, sei aus Sorge vor iranischen Angriffen gesperrt worden, teilte die zuständige Behörde auf der Plattform X mit. Der Verkehr sei “als Vorsichtsmaßnahme” wegen iranischer Angriffe auf die Ostprovinz Saudi-Arabiens ausgesetzt worden. Es handelt sich um eine 25 Kilometer lange Strecke, die aus Brücken und Dämmen besteht. Bahrain ist ein wichtiger Stützpunkt für die US-Marine.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der Konfliktparteien können nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
04:50 Uhr
UN-Sicherheitsrat stimmt über Resolution zur Straße von Hormus ab
Der UN-Sicherheitsrat soll heute (17.00 Uhr MESZ) voraussichtlich über einen Resolutionsentwurf von Bahrain zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus abstimmen. In dem Entwurf werden betroffene Staaten dazu aufgefordert, ihre defensiven Maßnahmen zu koordinieren, um zur Sicherheit der Schifffahrt beizutragen, wie es von Diplomaten hieß. Dafür soll der Iran seine Angriffe auf Handels- und Frachtschiffe einstellen. Um den Resolutionstext warfare tagelang im Hintergrund gerungen worden.
02:58 Uhr
Israelische Armee gibt neue Angriffswelle gegen Iran bekannt
Die israelische Armee hat eine neue Angriffswelle gegen den Iran bekanntgegeben. Dabei sei “Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes in Teheran und in zusätzlichen Gebieten im Iran” anvisiert worden, teilte die Armee im Onlinedienst X mit. Zugleich erklärte sie, die israelische Luftabwehr reagiere derzeit auf Raketenangriffe aus dem Iran.
Iranische Staatsmedien meldeten derweil Explosionen in Teheran und der nahegelegenen Stadt Karadsch. Die iranischen staatlichen Nachrichtenagenturen Fars und Mehr gaben keine weiteren Details bekannt.
02:55 Uhr
Explosionen über Damaskus
In der syrischen Hauptstadt Damaskus und dem Umland sind Explosionen zu hören. Sie werden durch das israelische Abfangen iranischer Raketen verursacht, meldet das syrische Staatsfernsehen. Weitere Details sind zunächst nicht bekannt.
02:15 Uhr
UN-Chef warnt vor Angriffen auf Irans zivile Infrastruktur
UN-Generalsekretär António Guterres hat die USA und Israel aufgefordert, Irans Kraftwerke und andere zivile Infrastruktur nicht anzugreifen. Solche Angriffe würden gegen internationales Recht verstoßen, sagte sein Sprecher Stéphane Dujarric in New York. “Selbst, wenn bestimmte zivile Infrastruktur als militärisches Ziel eingestuft werden könnte, würde das humanitäre Völkerrecht Angriffe darauf dennoch verbieten”, wenn “übermäßige” Schäden für Zivilisten zu erwarten seien. Es sei “höchste Zeit, dass die Parteien diesen Konflikt beenden”, sagte Guterres laut dem Sprecher.
01:55 Uhr
Irans Armee weist Trumps “arrogante Rhetorik” zurück
Irans Militärführung hat die Warnungen von US-Präsident Donald Trump vor einer Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke des Landes als “arrogante Rhetorik und haltlose Drohungen” abgetan. Trump sei “wahnhaft”, sagte der Sprecher der Khatam-al-Anbiya-Kommandozentrale, Ebrahim Zolfaqari, laut Staatsmedien. Die “rüde, arrogante Rhetorik und haltlosen Drohungen des wahnhaften US-Präsidenten” würden die Angriffe gegen die “amerikanischen und zionistischen Feinde” nicht stoppen, wurde der Militärsprecher zitiert.
01:15 Uhr
Saudi-Arabien fängt sieben ballistische Raketen ab
Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben sieben ballistische Raketen abgefangen, die auf die östliche Region des Landes abgefeuert wurden. Trümmer der abgefangenen Geschosse seien in der Nähe von Energieanlagen niedergegangen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Behörden prüfen mögliche Schäden. Wer die Raketen abgefeuert hat, teilte das Ministerium zunächst nicht mit.
01:05 Uhr
Trump droht Journalisten mit Haft
US-Präsident Donald Trump fordert von einem Medium den Namen eines angeblichen Informanten zur Rettung der Kampfjet-Besatzung im Iran und droht mit Gefängnis. Er kündigte an, man werde zu einem Medienunternehmen gehen, das die Infos veröffentlicht habe. Um welches Medium es geht, sagte er nicht. Er ergänzte, man werde unter Verweis auf die nationale Sicherheit die Herausgabe des Namens bei Androhung von Gefängnis verlangen.
01:00 Uhr
Der Liveblog vom Montag zum Nachlesen
US-Präsident Trump hat angekündigt, “jede Brücke” in Iran zu zerstören, sollte Teheran sich nicht seinem Willen beugen – ein Kriegsverbrechen sieht er darin aber nicht. Die iranische Armee betont derweil ihren Durchhaltewillen.
https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-iran-dienstag-106.html